5. Schwangerschaftsmonat
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Hebammengeprüft

5. Schwangerschaftsmonat

Im 5. Schwangerschaftsmonat kann die werdende Mutter bereits Bergfest feiern - die erste Hälfte der Schwangerschaft liegt zum Monatsende hinter ihr. Der Babybauch wird in diesem Monat bei den meisten Frauen deutlich sichtbar. Umstandsmode sowie ein Umstands- oder Still-BH sind ab jetzt von Vorteil.

 

Ina Ilmer - Hebamme & Mutter
von Ina Ilmer
Hebamme & Mutter
Mi, 03/12/2014 - 13:11 Fri, 05/31/2019 - 15:37

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Das Baby trainiert seine Bewegungsfähigkeiten, Sinne und Reflexe

Die meisten Frauen werden im 5. Monat erstmals die Bewegungen ihres Babys spüren - zunächst nur als ein leichtes Flattern, später auch durch stärkere Tritte oder Knuffe.

Für eine Urlaubsreise ist jetzt ein guter Zeitpunkt. Die körperlichen Belastungen durch die Schwangerschaft halten sich in diesem Monat noch in Grenzen, so dass die Mutter die Auszeit noch genießen kann.

Überblick zur Entwicklung des Babys im 5. SSM

Das Baby im 5. Schwangerschaftsmonat - die Sinneswahrnehmungen entwickeln sich rasant

Zu Beginn des 5. Monats misst das Baby in der Scheitel-Steiss-Länge etwas mehr als elf Zentimeter und wiegt etwa 110 Gramm. Am Ende des Monats wird seine Körperlänge nicht mehr in der Scheitel-Steiß-Länge, sondern in der Scheitel-Fersen-Länge gemessen und beträgt dann etwa 25 bis 28 Zentimeter.

Sein Körpergewicht wird sich bis dahin knapp verdreifacht haben. Bisher war der Kopf im Vergleich zum Körper das größte Körperteil - im 5. Schwangerschaftsmonat wachsen nun Rumpf und Extremitäten stärker, so dass das Baby seinen endgültigen Körperproportionen immer näher kommt.

Im 5. Schwangerschaftsmonat beginnt das Baby außerdem eine Fettschicht aufzubauen, die unter anderem für das Regulieren seines Wärmehaushalts wichtig ist. Seine Bewegungen und Reflexe - Saugen, Schlucken, Greifen - funktionieren immer besser und werden intensiv trainiert. Die Gesichtszüge des Babys prägen sich jetzt weiter aus.

Bewegungskoordination und Sinneswahrnehmungen des Babys werden im Verlauf des 5. Monats immer besser. Es hört bereits und nimmt Berührungsreize wahr. Im 5. Monat tritt die Entwicklung der Gehirnregionen, die für die Steuerung der Sinneswahrnehmungen - Hören, Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken - verantwortlich sind, in ihre entscheidende Phase ein.

Um Rückenmark und Nervenzellen bildet sich allmählich eine schützende Substanz - das sogenannte Myelin - das bei der Reizübertragung durch die Nerven wichtige Funktionen übernehmen wird. Dieser Prozess setzt sich noch während des gesamten ersten Lebensjahres fort.

Die Geschlechtsorgane des Kindes sind jetzt vollständig entwickelt, die Hoden kleiner Jungen werden jedoch noch bis zum 8.Monat in der Bauchhöhle verbleiben. In den Eierstöcken kleiner Mädchen haben sich rund sechs Millionen primitive Eizellen gebildet, deren Anzahl sich bis zur Geburt auf etwa eine Million verringern wird.

Ab jetzt wird der Körper des Mädchens keine weiteren Eizellen mehr produzieren. Wenn sie als erwachsene Frau selbst schwanger wird, wird die Anlage der Eizelle, aus der ihr Kind entsteht, ebenso alt sein wie sie selbst.

Im 5. Schwangerschaftsmonat lassen sich die Herztöne des Babys erstmals mit dem Stethoskop abhören. Auf dem Ultraschallbild kann der Arzt jetzt erkennen, ob sich das Herz des Kindes normal entwickelt hat. Leber und Milz nehmen im 5. Monat ihre Arbeit auf. Die Milz beginnt, weiße Blutkörperchen zu produzieren und schafft damit auch die Grundlagen für die Entwicklung des Immunsystems des Kindes.

Nieren und Blase sind bereits funktionsfähig und komplett entwickelt. Durch das Trinken des Fruchtwassers trainiert das Baby seinen Verdauungstrakt. Im Darm lagern sich jetzt die ersten Stoffwechselprodukte ab, die nach der Geburt als das sogenannte Kindspech ausgeschieden werden.

Was Sie jetzt gut gebrauchen können:

Die Mutter im 5. Monat - Babybauch und erste Übungswehen

Den meisten Müttern geht es auch im 5. Schwangerschaftsmonat gut. Auf die Veränderungen durch die Schwangerschaft haben sie sich gut eingestellt, vertrauen ihrem Körper und genießen die Entspannungsphase. Im 5. Monat macht sich allerdings das Wachstum des Babys immer deutlicher bemerkbar, stärkere Beschwerden resultieren daraus jedoch noch nicht.

Im 5.Schwangerschaftsmonat beginnt die echte "Kugelzeit" - Ihr Bauch wird immer rundlicher. Gegen Ende des Monats ist der obere Rand der Gebärmutter etwas oberhalb des Nabels tastbar. Außerdem verlagert die Gebärmutter ihren Schwerpunkt stärker nach vorn, was zunächst leichte Gleichgewichtsstörungen nach sich ziehen kann.

Ein erneuter Schub von Schwangerschaftshormonen sowie die stärkere Durchblutung der Nasenschleimhaut bewirken eine "Schnupfennase" - zur Linderung haben sich auch für das Baby völlig unbedenkliche Meersalz-Nasensprays bewährt. Durch das Wachstum von Uterus und Kind nimmt die Beanspruchung der Mutterbänder zu, welche die Gebärmutter an ihrer Position im Becken halten.

Die meisten Frauen werden deshalb für den Rest der Schwangerschaft leichte, ziehende Schmerzen in der Leistengegend verspüren. Langes Stehen auf der Stelle sollte ab jetzt vermieden werden: Der Ischias-Nerv verläuft direkt unter dem Uterus, wenn er gedrückt wird, kann dies zu intensiven Schmerzattacken führen.

Bauch und Busen bedürfen spätestens ab jetzt besonderer Pflege. Reichhaltige Körperlotionen sowie Zupfmassagen mit einem milden pflanzlichen Massageöl beugen Dehnungsstreifen vor. Schwangerschaftsbedingte Pigmentveränderungen treten im 5. Monat deutlicher zutage:

Brustwarzen und Warzenhöfe nehmen jetzt eine dunklere Farbe an, auch an anderen Körperregionen können Pigmentierungen entstehen. Bei manchen Frauen zeigt sich auf der Mitte des Bauches eine vertikal verlaufende dunkle Linie, die sogenannte Linea Negra, die nach der Geburt wieder verschwindet.

Durch die vermehrte Blutmenge steigt die Körpertemperatur - viele Schwangere geraten jetzt leicht ins Schwitzen. In den kommenden Monaten muss der Kreislauf der werdenden Mutter Höchstleistungen vollbringen, bestimmte Hormone lockern in der Schwangerschaft zudem die Wände der Gefäße auf.

Hierdurch verstärkt sich vor allem die Belastung der Venen, in denen das Blut zurück zum Herzen fließt. Die Venen im Bauchraum werden außerdem durch die wachsende Gebärmutter sowie schwangerschaftsbedingte Verstopfungen strapaziert. Mehr als die Hälfte aller Schwangeren leidet aus diesem Grund an Venenerweiterungen (Varizen - Krampfadern oder Hämorrhoiden).

Ab dem 5. Schwangerschaftsmonat wird zur Vorbeugung gute Venenpflege daher unverzichtbar. Sanfter Sport, regelmäßige Beckenbodengymnastik, das Vermeiden von zu langem Stehen oder Sitzen sowie eine gesunde Ernährung mit vielen Ballaststoffen und Vitaminen - vor allem Vitamin C und E - tragen zur Venenpflege ebenso wie zum allgemeinen Wohlbefinden bei.

Bei bereits vorhandenen Krampfadern bringen milde Kräutersalben Linderung und können blutende Varizen sogar zum Heilen bringen - ihre Verwendung sollte vorab jedoch immer mit Arzt oder Hebamme besprochen werden. Wirksame Methoden zur Venenentlastung sind das regelmäßige Hochlegen der Füße und vor allem das Schlafen mit etwas erhöhten Beinen. Bei sehr ausgeprägten Krampfadern an den Beinen können Stützstrümpfe gute Dienste leisten.

Einige Schwangere erleben im 5. Schwangerschaftsmonat bereits die ersten Übungswehen (Braxton-Hicks-Kontraktionen), bei denen sich die Gebärmutter in rhythmischen Intervallen zusammenzieht. Oft sind sie mit leichtem Unwohlsein verbunden. Der Körper trainiert mit den Übungswehen bereits jetzt für die Geburt.

Für das Baby sind sie nicht gefährlich. Die Braxton-Hicks-Kontraktionen treten normalerweise nicht öfter als drei Mal pro Stunde auf und halten nicht länger als 45 Sekunden an. Wehen, deren Häufigkeit und Intensität sich allmählich steigern, die mit Blutungen verbunden sind oder bei denen der Bauch sich härtet, erfordern dagegen umgehend eine ärztliche Untersuchung, da es sich dabei um vorzeitige Geburtswehen handeln kann.

Der Arzt wird in einem solchen Fall versuchen, den beginnenden Geburtsprozess durch die Gabe von Wehen-Hemmern zu unterbrechen.

Gegen Ende des 5. Monats ist die zweite große Vorsorgeuntersuchung fällig

Im 5. Schwangerschaftsmonat steht auch die nächste große Vorsorgeuntersuchung an. Die werdenden Eltern können sich diesmal auf eindrucksvolle Ultraschallbilder ihres Babys freuen. Zur Beurteilung seines Entwicklungsstandes stehen dem Arzt jetzt zahlreiche und sehr präzise Körperdaten zur Verfügung.

Auf dieser Basis können nun auch Größe und Gewicht des Kindes relativ exakt berechnet werden. Falls die Mutter unter erhöhtem Blutdruck leidet oder in ihrem Urin Zucker und/oder Eiweiß nachgewiesen werden, wird sie in den nächsten Wochen und Monaten besonders engmaschig medizinisch überwacht, um bestimmte Schwangerschaftserkrankungen, die sogenannten Gestosen, so früh wie möglich zu erkennen.

Der Arzt überprüft bei der Untersuchung auch, ob Mutter und Kind mit allen notwendigen Nährstoffen, Mineralien und Spurenelementen gut versorgt sind. Gegebenenfalls wird er zu einer Ernährungsumstellung oder zur zusätzlichen Einnahme von Eisen-, Jod-, Kalzium- oder Magnesiumpräparaten raten, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

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Fazit
Im 5. Monat macht sich die Schwangerschaft stärker körperlich bemerkbar - die "Kugelzeit" beginnt.
Bewegungsfähigkeit, Sinneswahrnehmungen und Reflexe des Babys prägen sich immer stärker aus, seine inneren Organe reifen weiter.
Die Beschwerden der Mutter durch die Schwangerschaft halten sich bisher noch in Grenzen. Ab dem 5. Schwangerschaftsmonat wird jedoch eine gute Venenpflege wichtig.
Die Bewegungen des Kindes sind immer deutlicher zu spüren. Einige Frauen erleben im 5. Monat bereits die ersten Übungswehen.
Ruhepausen mit hochgelegten Füssen und das Schlafen mit erhöhten Beinen tragen zur Entlastung der Venen bei.
Für die Ultraschallaufnahmen des Babys bezahlen die Krankenkassen die medizinisch notwendigen Bilder. Auf eigene Kosten können Sie Ihren Arzt jedoch um eine zusätzliche Bilderserie bitten.
Tipp von Hebamme Ina Ilmer
  • Der 5. Schwangerschaftsmonat ist eine gute Möglichkeit die Haptonomie zu erlernen. Bei der Haptonomie geht es um einen bewussten emotionalen Zugang zum Kind auch schon im Mutterleib. Besonders für werdende Väter ist dies eine tolle Möglichkeit schon in der Schwangerschaft einen Zugang zu Ihrem Kind zu bekommen. Fragen Sie in Ihrer Hebammenpraxis nach einer ausgebildeten Hebamme oder Therapeutin.

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