35. Schwangerschaftswoche (SSW)
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Testato ostetriche

35. Schwangerschaftswoche (SSW)

Genial: Das Immunsystem Ihres Baby funktioniert jetzt eigenständig! Genießen Sie die letzten Wochen bis zur Geburt und tanken Kraft, die Sie für die Entbindung brauchen werden.

windeln.de Redaktion
von windeln.de Redaktion
Mi, 11/27/2013 - 00:18

Das Baby in der 35. SSW

Überblick zur Entwicklung des Babys in der 35. SSW

In der 35. Schwangerschaftswoche misst das Baby in der Scheitel-Fersen-Länge etwa 46 Zentimeter und wiegt etwa bei 2.400 bis 2.550 Gramm. Bis zum Geburtstermin nimmt es nochmals kräftig zu. Diese Energiereserven wird es während der Geburt und in seinen ersten Lebenstagen dringend brauchen.

Das Baby kann jetzt seine Bewegungen immer besser koordinieren, für ein ausgiebiges Bewegungsprogramm fehlt allerdings der Platz. Es verfügt über ausgeprägte Sinneswahrnehmungen und bildet seine Reflexe immer weiter aus. Lichtquellen wendet sich das Baby automatisch zu - auch dieser Reflex ist eine wichtige Vorbereitung auf das Leben außerhalb des Mutterleibs.

In Studien wurde nachgewiesen, dass ungeborene Kinder in dieser Woche bereits intensive Träume haben und parallel dazu die REM-Schlaf-Phasen (Rapid Eye Movement, Schlafphasen mit hoher Traumaktivität) bereits vorhanden sind.

Seine Körpertemperatur reguliert das Baby jetzt immer besser. In der 35. SSW funktioniert auch sein Immunsystem unabhängig von den mütterlichen Abwehrkräften. Trotzdem bleibt das Immunsystem des Kindes noch für lange Zeit extrem sensibel. Wichtige Abwehrstoffe für die ersten Lebenswochen bringt es aus der Fötal-Zeit mit oder erhält sie mit der Muttermilch. Eigene Antikörper gegen verschiedene Krankheitserreger bildet es danach über mehrere Jahre aus. Dieser Prozess erklärt, warum Kinder in ihren ersten Lebensjahren oft besonders anfällig gegenüber Infektionen sind.

Die Nieren des Babys sind in der 35. Schwangerschaftswoche voll entwickelt, auch die Leber hat ihre Arbeit aufgenommen. Im Darm lagert sich jetzt immer stärker das sogenannte Kindspech (Mekonium) ab. Das Mekonium ist kein Verdauungsendprodukt, sondern eine dunkle, zähe Masse aus Haut- und Schleimhautzellen, verschluckten Haaren, Käseschmiere und eingedickter Galle.

In den ersten 24 bis 48 Lebensstunden wird es als erster Stuhlgang ausgeschieden. Durch das Trinken des Fruchtwassers ist der Magen des Babys meist mit Flüssigkeit gefüllt, wodurch es seine Verdauungsfunktionen bereits elementar trainiert.

Was Sie jetzt gut gebrauchen können:

Die Mutter - beschwerlicher Endspurt und Beginn des Mutterschutzes

Die Schwangere hat ab der SSW 35 durch den Mutterschutz endlich mehr Zeit, um ihre eigenen Kraftreserven aufzufüllen. Viele Frauen freuen sich jetzt über ausgedehnte Ruhepausen und sollten sich dabei trotz aller familiären Pflichten und der Vorbereitung auf das Kind nach den Signalen ihres Körpers richten. Vielleicht sind die letzten Wochen vor der Geburt auch nochmals eine sehr intensive Zeit für die Partnerschaft, bevor sich der Familienalltag vor allem auf das Baby konzentriert.

Der Uterus drückt in der 35. Schwangerschaftswoche direkt auf den Rippenbogen. Die Schwangeren haben oft das Gefühl, dass sie aus allen Nähten platzen. Ihr Gewicht hat sich seit dem Beginn der Schwangerschaft um 11,5 bis 13,5 Kilogramm vergrößert. Allein die Gebärmutter wiegt in der 35. SSW etwa 1.500 Gramm - gegenüber einem Gewicht von rund 80 Gramm vor dem Beginn der Schwangerschaft, ihre Größe hat sich seitdem vertausendfacht. Hinzu kommen das Gewicht des Kindes, das Fruchtwasser sowie die eigenen Fettreserven.

Kreislaufbeschwerden und Blasenschwäche sind in der Spätphase der Schwangerschaft normal.

Die Blutvolumen der Mutter erreicht jetzt sein Maximum und ist mit etwa 5,5 Litern etwa eineinhalbmal so groß wie vor der Schwangerschaft. Für Herz und Kreislauf bedeutet diese Blutmenge Schwerstarbeit. Viele Frauen spüren in dieser Woche, dass ihr Herzschlag deutlich stärker wird oder auch, dass ihr Kreislauf nicht absolut stabil ist.

Viele andere Schwangerschaftsbeschwerden verstärken sich in dieser Woche weiter. Die starke Belastung des Beckenbodens äußert sich ab der 35. SSW oft in einer leichten Blasenschwäche, die sich beim Lachen, Husten oder Niesen zeigt. Das Tragen von Binden oder Slip-Einlagen verhindert peinliche Momente.

Viele Frauen haben damit bereits im 2. Trimester ihrer Schwangerschaft begonnen. Falls nicht, ist es auch jetzt dafür noch nicht zu spät. Elastische und gut trainierte Beckenbodenmuskeln werden demnächst auch die Geburt erleichtern.

Welche Wehen-Arten gibt es?

Mit Wehen hat die Schwangere in den vergangenen Wochen und Monaten bereits einige Erfahrungen gemacht. Vor- oder Übungswehen - die sogenannten Braxton-Hicks-Kontraktionen - kennt sie wahrscheinlich schon seit dem Beginn des sechsten Monats, in den letzten beiden Wochen hat sie sehr wahrscheinlich auch schon die ersten Senkwehen gespürt. Echte Frühwehen sind ihr hoffentlich erspart geblieben. In der 35. SSW rücken nun auch die eigentlichen Geburtswehen immer näher.

Durch Vorwehen bereitet sich die Gebärmutter über mehrere Monate auf die Geburtsprozesse vor. In der Spätschwangerschaft kommen Senkwehen hinzu, die dafür sorgen, dass sich der Kopf des Babys in das kleine Becken der Schwangeren absenkt. In ihrer Schmerzintensität ähneln beide Wehen-Arten etwas stärkeren Menstruationsbeschwerden. Außerdem werden sie durch Rücken- und Leistenschmerzen sowie das Hartwerden des Bauches begleitet. Sie erscheinen in unregelmäßigen Intervallen, mit der Zeit schwächen sie sich ab und hören irgendwann wieder völlig auf.

Eine Geburt wird ab der 35. Schwangerschaftswoche von Ärzten und Hebammen nicht mehr aufgehalten.

Frühwehen können in jedem Stadium der Schwangerschaft erscheinen. Von Vor- und Senkwehen sind sie vor allem von Frauen, die ihr erstes Kind erwarten oft nur schwer zu unterscheiden. Wenn die Kontraktionen vor der 36. Woche mehr als dreimal pro Stunde spürbar sind, regelmäßiger werden und sich parallel dazu ein wässriger oder blutiger Ausfluss zeigt, sollten umgehend Hebamme oder Arzt verständigt werden. Frühwehen können eine Fehl oder Frühgeburt nach sich ziehen, aber auch darauf verweisen, das die werdende Mutter sich körperlich übernommen hat und sich für den Rest der Schwangerschaft etwas stärker schonen sollte.

Bei Eröffnungswehen zieht sich der Uterus in regelmäßigen Abständen zusammen, die allmählich kürzer werden. Die ersten Wehen liegen zeitlich etwa zehn Minuten auseinander, später folgen sie im Abstand von etwa zwei Minuten oder in noch kürzeren Intervallen aufeinander. Jede Wehe steigert sich bis zu einem Höhepunkt, um sich dann abzuschwächen. Die Schmerzen gleichen anfangs starken Menstruationsbeschwerden und steigern sich allmählich. Durch die Eröffnungswehen wird der bis dahin geschlossene Muttermund auf etwa zehn Zentimeter Durchmesser geweitet.

Presswehen drücken das Baby durch den Geburtskanal nach außen. Sobald der Kopf des Kindes die engste Stelle - den Ausgang der Vagina - passiert hat, ist die schwierigste Phase der Geburt vorbei, der Rest des Körpers "rutscht" in der Regel problemlos nach.

Durch die Nachwehen wird die Plazenta abgestoßen. Sie dauern meist nur zehn bis 15 Minuten. Im Vergleich zu den Geburtswehen sind sie schwächer und deutlich weniger schmerzhaft. Wenn die Mutter ihr Baby unmittelbar danach zum Stillen anlegt, zieht sich der Uterus weiter zusammen, um stärkere Nachblutungen zu verhindern.

Videos zur 35. SSW

 

Überblick - 35. Schwangerschaftswoche
In der 35. SSW bereiten sich Mutter und Kind langsam, aber sicher auf den "Endspurt" vor.
Der Beginn des Mutterschutzes sorgt ab dieser Woche zumindest für zeitliche Entlastung.
In der 35. Schwangerschaftswoche ist das Baby bereits voll entwickelt. Bis zur Geburt nimmt es allerdings noch kräftig zu.
In der 35. Schwangerschaftswoche arbeitet das Immunsystem des Babys eigenständig
In der 35. Schwangerschaftswoche werden Hebammen und Ärzte bei einer vorzeitigen Geburt in der Regel nichts mehr unternehmen, um diese zu aufzuhalten
In der 35. Schwangerschaftswoche erreicht das Blutvolumen der Mutter seinen Maximalstand

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*Natürlich halten sich viele Babys nicht an einen bestimmten Termin. Die meisten werden im Zeitraum von zwei Wochen davor oder danach geboren. Auch der Frauenarzt wird den Geburtstermin im Laufe der Schwangerschaft noch korrigieren.

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