Herzförmige Gebärmutter » Auswirkungen | windeln.de

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Eine herzförmige Gebärmutter ist eine seltene Anomalie, die bereits im Embryonalstadium entsteht und deren genaue Auswirkungen auf Fruchtbarkeit und Schwangerschaft kontrovers diskutiert werden. Eine operative Korrektur wird in der Regel nur bei wiederholten Fehlgeburten empfohlen.

Dr. Verena Breitenbach

Die Autorin, Dr. Verena Breitenbach, ist eine ganzheitliche Frauenärztin mit internationalem Studium und breiter Ausbildung in Naturheilkunde, Psychosomatik, Onkologie und mehr…

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Was eine herzförmige Gebärmutter überhaupt ist, wie und warum sie entsteht und wie sie sich auf die Schwangerschaft auswirkt, erfahren Sie in unserem Artikel.


Herzförmige Gebärmutter – was ist das genau?

Die Gebärmutter ist ein Hohlorgan, das auch als Uterus bekannt ist. Dieses Organ dient als Austragungsort der befruchteten Eizelle. Von der normalen Form des Uterus können daher auch Faktoren wie die Fruchtbarkeit einer Frau sowie das Risiko einer Fehl- oder Frühgeburt abhängen.

Zu finden ist die Gebärmutter im Beckenbereich. Sie hat die Form einer auf dem Kopf stehenden Birne und ist bei einer Frau, die noch kein Kind geboren hat, durchschnittlich etwa 7 cm lang. Bei einer Frau, die bereits eine oder mehrere Geburten hinter sich hat, kann die Gebärmutter eine durchschnittliche Länge von 8 cm haben. Der obere Teil des Uterus wird Fundus genannt, der untere Teil Cervix. Die Cervix – auch Gebärmutterhals – zeigt in Richtung Vagina.

Ein geringer Prozentsatz Frauen hat eine Gebärmutter, die nicht der Norm entspricht. Dann ist von einer Uterusanomalie die Rede. Geschätzt wird, dass zwischen einem und 3,3 Prozent aller Frauen eine Uterusanomalie haben. Genaue Zahlen sind nicht bekannt, da viele Frauen nicht wissen, dass bei Ihnen eine solche Anomalie vorliegt. Beim Uterus arcuatus handelt es sich um eine solche Fehlbildung, allerdings um die am geringsten ausgebildete. Hier ist im oberen Bereich des Uterus eine Delle zu finden.

Ursachen für Uterusanomalien

Herzfoermige Gebaermutter

Die Entwicklung der Gebärmutter startet bereits in der Embryonalphase. Aus den sogenannten Müller-Gängen entwickeln sich in der Embryonalphase bei Mädchen und Jungen ein Teil der Genitalien. Bei Mädchen entstehen aus den Müller-Gängen die Eileiter, die Gebärmutter und die Vagina.

Angelegt sind diese Gänge im Rumpfbereich des Embryos. Im Laufe der Entwicklung wachsen beide Müller-Gänge zusammen und bilden schließlich ein Hohlorgan, die Gebärmutter. Die meisten Fehlbildungen der Gebärmutter entstehen dadurch, dass das Zusammenwachsen der beiden Müller-Gänge nicht korrekt abläuft.

Bei vielen Uterusanomalien ist daher eine Zweiteilung der Gebärmutter zu erkennen. Die herzförmige Gebärmutter ähnelt weitgehend einer normal entwickelten Gebärmutter und ist lediglich etwas „eingedellt“. Hierbei handelt es sich um die mildeste Form der Gebärmutteranomalien.

Fehlbildungen der Gebärmutter können genetische Ursachen haben oder entstehen, wenn die embryonale Entwicklung gestört war. Medikamente, die Mütter von Betroffenen während der Schwangerschaft genommen haben, können eine Fehlbildung an diesem Organ begünstigen.

Schwangerschaft bei einer herzförmigen Gebärmutter

Liegt eine Uterusanomalie vor, besteht häufig die Möglichkeit einer Therapie in Form eines chirurgischen Eingriffs. Bei einer herzförmigen Gebärmutter wird ein solcher Eingriff zumeist nur angeraten, wenn ein habitueller Abort (wiederholte Fehlgeburt) vorliegt.

In der Medizin wird die Auswirkung einer herzförmigen Gebärmutter auf die Fruchtbarkeit einer Frau und das Risiko einer Fehl- oder Frühgeburt sehr kontrovers diskutiert. Einige Experten sehen darin lediglich eine geringe Abwandlung der normalen Form ohne deutliche Einschränkungen der Fruchtbarkeit. Andere sind der Meinung, dass es verstärkt zu Problemen während der Austragung kommen kann.

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Habamme beraten, wie Sie vorzeitige Wehen erkennen und eine Früh- oder Fehlgeburt vermeiden können. Es ist wichtig, dass Sie alle
Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.

Fragen Sie Ihren Arzt um Rat

Von uterinen Fehlbildungen sind nur sehr wenige Frauen betroffen. Haben Sie bereits eine Früh- oder Fehlgeburt erlebt und ist die Ursache nicht eindeutig geklärt, sprechen Sie Ihren Arzt auf Uterusanomalien an. Ihr Arzt kann Ihre Gebärmutter untersuchen und beispielsweise durch Hysteroskopie (hier wird eine Spiegelung der Gebärmutter mithilfe eines Endoskops durchgeführt), 3D-Ultraschall, Ultraschall mit Füllung der Gebärmutter (hierbei wird der Innenraum der Gebärmutter mit einer Flüssigkeit gefüllt, um eventuelle Fehlbildungen besser erkennen zu können) oder MRT (Magnetresonanztomographie) feststellen, ob eine Fehlbildung der Gebärmutter ursächlich daran beteiligt sein könnte.

Fazit

  • Die herzförmige Gebärmutter ist die geringste Form uteriner Fehlbildungen
  • Beim Uterus arcuatus ist die obere Wand der Gebärmutter nur leicht eingedellt
  • Gebärmutteranomalien sind angeboren und entstehen während der embryonalen Entwicklungsphase
  • Eine Schwangerschaft ist möglich, Betroffene sollten sich jedoch ärztlich betreuen lassen und alle Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen
Arztgeprüft

Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

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Die Autorin, Dr. Verena Breitenbach, ist eine ganzheitliche Frauenärztin mit internationalem Studium und breiter Ausbildung in Naturheilkunde, Psychosomatik, Onkologie und mehr…

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Was eine herzförmige Gebärmutter überhaupt ist, wie und warum sie entsteht und wie sie sich auf die Schwangerschaft auswirkt, erfahren Sie in unserem Artikel.


Herzförmige Gebärmutter – was ist das genau?

Die Gebärmutter ist ein Hohlorgan, das auch als Uterus bekannt ist. Dieses Organ dient als Austragungsort der befruchteten Eizelle. Von der normalen Form des Uterus können daher auch Faktoren wie die Fruchtbarkeit einer Frau sowie das Risiko einer Fehl- oder Frühgeburt abhängen.

Zu finden ist die Gebärmutter im Beckenbereich. Sie hat die Form einer auf dem Kopf stehenden Birne und ist bei einer Frau, die noch kein Kind geboren hat, durchschnittlich etwa 7 cm lang. Bei einer Frau, die bereits eine oder mehrere Geburten hinter sich hat, kann die Gebärmutter eine durchschnittliche Länge von 8 cm haben. Der obere Teil des Uterus wird Fundus genannt, der untere Teil Cervix. Die Cervix – auch Gebärmutterhals – zeigt in Richtung Vagina.

Ein geringer Prozentsatz Frauen hat eine Gebärmutter, die nicht der Norm entspricht. Dann ist von einer Uterusanomalie die Rede. Geschätzt wird, dass zwischen einem und 3,3 Prozent aller Frauen eine Uterusanomalie haben. Genaue Zahlen sind nicht bekannt, da viele Frauen nicht wissen, dass bei Ihnen eine solche Anomalie vorliegt. Beim Uterus arcuatus handelt es sich um eine solche Fehlbildung, allerdings um die am geringsten ausgebildete. Hier ist im oberen Bereich des Uterus eine Delle zu finden.

Ursachen für Uterusanomalien

Herzfoermige Gebaermutter

Die Entwicklung der Gebärmutter startet bereits in der Embryonalphase. Aus den sogenannten Müller-Gängen entwickeln sich in der Embryonalphase bei Mädchen und Jungen ein Teil der Genitalien. Bei Mädchen entstehen aus den Müller-Gängen die Eileiter, die Gebärmutter und die Vagina.

Angelegt sind diese Gänge im Rumpfbereich des Embryos. Im Laufe der Entwicklung wachsen beide Müller-Gänge zusammen und bilden schließlich ein Hohlorgan, die Gebärmutter. Die meisten Fehlbildungen der Gebärmutter entstehen dadurch, dass das Zusammenwachsen der beiden Müller-Gänge nicht korrekt abläuft.

Bei vielen Uterusanomalien ist daher eine Zweiteilung der Gebärmutter zu erkennen. Die herzförmige Gebärmutter ähnelt weitgehend einer normal entwickelten Gebärmutter und ist lediglich etwas „eingedellt“. Hierbei handelt es sich um die mildeste Form der Gebärmutteranomalien.

Fehlbildungen der Gebärmutter können genetische Ursachen haben oder entstehen, wenn die embryonale Entwicklung gestört war. Medikamente, die Mütter von Betroffenen während der Schwangerschaft genommen haben, können eine Fehlbildung an diesem Organ begünstigen.

Schwangerschaft bei einer herzförmigen Gebärmutter

Liegt eine Uterusanomalie vor, besteht häufig die Möglichkeit einer Therapie in Form eines chirurgischen Eingriffs. Bei einer herzförmigen Gebärmutter wird ein solcher Eingriff zumeist nur angeraten, wenn ein habitueller Abort (wiederholte Fehlgeburt) vorliegt.

In der Medizin wird die Auswirkung einer herzförmigen Gebärmutter auf die Fruchtbarkeit einer Frau und das Risiko einer Fehl- oder Frühgeburt sehr kontrovers diskutiert. Einige Experten sehen darin lediglich eine geringe Abwandlung der normalen Form ohne deutliche Einschränkungen der Fruchtbarkeit. Andere sind der Meinung, dass es verstärkt zu Problemen während der Austragung kommen kann.

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Habamme beraten, wie Sie vorzeitige Wehen erkennen und eine Früh- oder Fehlgeburt vermeiden können. Es ist wichtig, dass Sie alle
Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.

Fragen Sie Ihren Arzt um Rat

Von uterinen Fehlbildungen sind nur sehr wenige Frauen betroffen. Haben Sie bereits eine Früh- oder Fehlgeburt erlebt und ist die Ursache nicht eindeutig geklärt, sprechen Sie Ihren Arzt auf Uterusanomalien an. Ihr Arzt kann Ihre Gebärmutter untersuchen und beispielsweise durch Hysteroskopie (hier wird eine Spiegelung der Gebärmutter mithilfe eines Endoskops durchgeführt), 3D-Ultraschall, Ultraschall mit Füllung der Gebärmutter (hierbei wird der Innenraum der Gebärmutter mit einer Flüssigkeit gefüllt, um eventuelle Fehlbildungen besser erkennen zu können) oder MRT (Magnetresonanztomographie) feststellen, ob eine Fehlbildung der Gebärmutter ursächlich daran beteiligt sein könnte.

Fazit

  • Die herzförmige Gebärmutter ist die geringste Form uteriner Fehlbildungen
  • Beim Uterus arcuatus ist die obere Wand der Gebärmutter nur leicht eingedellt
  • Gebärmutteranomalien sind angeboren und entstehen während der embryonalen Entwicklungsphase
  • Eine Schwangerschaft ist möglich, Betroffene sollten sich jedoch ärztlich betreuen lassen und alle Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen
Arztgeprüft

Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

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