U5 - Untersuchung
U5 - Untersuchung: Reflexe, Impfen, Größe & Gewicht
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U5 - Untersuchung

Für viele Eltern erscheint der Termin zur fünften Vorsorgeuntersuchung im sechsten bzw. siebten Lebensmonat unfassbar. Die Geburt liegt noch gar nicht lang zurück. Doch das kleine Baby ist mittlerweile schon über ein halbes Jahr alt und zeigt deutlich, dass es die Welt immer intensiver entdecken möchte.

windeln.de Redaktion
von windeln.de Redaktion
Di, 11/19/2013 - 13:32 Tue, 11/07/2017 - 17:14

Zweiter Teil der Impfungen, Größe, Gewicht & spannende Turnübungen

So können einige Babys sich zum Zeitpunkt der U5 nicht nur vom Bauch auf den Rücken und vom Rücken auf den Bauch drehen. Sie haben auch herausgefunden, wie sie das gewünschte Spielzeug rollend erreichen. Gegenstände und Personen verfolgt ein Baby im sechsten/siebten Monat oftmals sehr interessiert mit seinen Augen und auf Geräusche reagiert es ebenfalls sehr aufmerksam.

Allerdings meistert jedes Baby zu unterschiedlichen Zeitpunkten diese verschiedenen Meilensteine. Im Rahmen der U5 kann der Kinderarzt überprüfen, ob sich ein Baby zeitgerecht entwickelt und den Eltern beratend zu allen Fragen rund um die Baby-Entwicklung zur Seite stehen.

So groß bist Du schon! - die Routine-Messungen

Auch die U5 beginnt in der Regel mit der Messung der Körpergröße, des Körpergewichts und des Kopfumfangs. Anhand des Vergleichs mit allgemein erhobenen Messdaten gleichaltriger Babys kann der Kinderarzt feststellen, ob sich ihr Kind innerhalb der allgemeinen Norm-Messwerte entwickelt.

Dafür werden die sogenannten Perzentilkurven genutzt, die deutlich zeigen, ob die gemessenen Werte im Durchschnitt oder über- bzw. unterdurchschnittlich sind. Starke Abweichungen von den Durchschnittswerten sind noch kein Grund für große Sorgen um die Entwicklung Ihres Babys. Da sich jedes Baby ganz individuell entwickelt, kann es durchaus zu Abweichungen kommen, die sich einige Wochen später wieder ausgleichen.

Spielzeit: das Testen der Reflexe

Damit der Kinderarzt die altersgerechte Entwicklung der Reflexe und Fähigkeiten Ihres Babys untersuchen kann, beschäftigt er sich spielerisch mit ihm. Die Mund-Hand-Koordination wird beispielsweise überprüft, indem dem Baby ein Spielzeug gezeigt wird. Greift es neugierig danach und möchte es gleich untersuchend in den Mund stecken, ist alles in Ordnung. Zusätzlich wird in der U5 überprüft ob:

  • der Aufstütz-Reflex gezeigt wird (beim nach oben ziehen der Arme nimmt das Baby das Köpfchen mit und versucht ein eventuelles Umfallen aus der noch instabilen Sitzposition mit den Armen seitlich gestützt abzufangen),
  • der Fußgreif-Reflex noch vorhanden ist und
  • die Lagereaktionen gut ausgebildet sind.

Beim Test der Lagereaktionen darf Ihr Kleines in der Luft schweben. Dabei überprüft der Kinderarzt, ob Ihr Baby versucht, in der Überkopf-Position nach vorne zu schauen und in der Schräglage das Köpfchen in die Senkrechte zu bringen. Ebenfalls wird kontrolliert, wie stark sich Ihr Kleines gegen eine harte Unterlage stemmt, wenn es auf seine Beine gestellt wird.

Um die Entwicklung des Seh- und Hörvermögens einzuschätzen, nutzen Kinderärzte für das Baby interessante Mittel und Methoden. Das An- und Ausschalten sowie das Bewegen einer kleinen Lampe zeigen, inwieweit ein Baby schon Dinge fixieren und verfolgen kann. Wichtig ist, dass sich beide Augen parallel bewegen.

Mithilfe einer Hochtonrassel oder einem Glöckchen kann die Hörfähigkeit Ihres Kleinen beurteilt werden. Wendet sich Ihr Baby spontan in die Richtung der Geräuschquelle hat es den Test schon bestanden. Sofern noch kein ausführlicher Hörtest durchgeführt wurde, können Sie diesen im Rahmen der U5 nachholen.

Ultraschall als freiwillige Untersuchung

Um auch die Funktion der inneren Organe genauer in den ärztlichen Blick zu nehmen, tasten bzw. hören einige Kinderärzte nicht nur den Körper eines Babys ab. Sie führen auch einen Ultraschall durch, mit dem beispielsweise frühzeitig Urin-Rückstauungen erkannt und somit Harnwegsentzündungen vermieden werden können.

Impf- und Beratungsleistungen

Sofern Sie noch nicht erfolgt ist, wird Ihr Baby während der U5 den zweiten Teil der empfohlenen Mehrfachimpfung gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Haemophilus influenzae Typ b, Hepatitis B und Pneumokokken erhalten. Dies ist natürlich nur dann der Fall, wenn Sie den allgemeinen Impfempfehlungen der STIKO (ständige Impfkommission) folgen. Fragen hierzu beantwortet der Kinderarzt.

Ebenfalls wird er mit Ihnen Schlaf- und Ernährungsgewohnheiten besprechen und Ihnen entsprechenden ärztlichen Rat geben. Auch das Verhalten und die Schlafgewohnheiten Ihres Babys sind ein wichtiges Thema während der U5. Zusätzlich empfehlen viele Kinderärzte die Fluorid- und Vitamin D-Prophylaxe  weiter fortzuführen.

© Dron - Fotolia.com

Tipps von Hebamme Ina Ilmer
  • Besprechen Sie mit ihrem Kinderarzt auch Fragen zur Beikost. Eine interessante Zeit beginnt. Gerne können Sie auch bei Fragen zur Ernährung Ihre Nachsorgehebamme um Rat fragen.
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Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

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