Ihr Baby im 7. Monat
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Ihr Baby im 7. Monat

Der siebte Lebensmonat: Singen Sie gern? Dann werden Sie bemerken, dass Ihr Baby das ein oder andere Lied wiedererkennt und sich freut, wenn Sie es vortragen. Ist es mit Reimen oder einer bestimmten Bewegungsabfolge verbunden, so können Babys meist nicht genug davon bekommen. Zu wissen, was als nächstes kommt, bereitet vielen Babys ab dem siebten Lebensmonat besonderes Vergnügen.

windeln.de Redaktion
von windeln.de Redaktion
Mo, 11/18/2013 - 12:56 Wed, 09/19/2018 - 16:55

Sich spielend entwickeln

Neben Kinderliedern und Fingerspielen, können Sie auch gemeinsam mit Ihrem Kind turnen. Wenn Sie es behutsam auf die Beine stellen und dabei gut festhalten, werden Sie merken, dass es beginnt, Gewicht auf seine Beine zu verlagern. Einige hüpfen gleich drauf los und genießen es sichtlich, die Kraft ihrer Beine zu spüren. Auch das Sitzen klappt bei den meisten im siebten Monat immer besser. Lassen Sie allerdings Ihr Baby noch nicht vollkommen alleine sitzen.

Nach wie vor ist es für viele Babys eine große Anstrengung Rücken- und Nackenmuskulatur sowie das Halten ihres vergleichsweise schweren Kopfes zu kontrollieren. Fällt ein Baby in der Sitzposition um, ist es noch nicht bereit für alleiniges Sitzen. Achten Sie zusätzlich darauf, dass es in einem unbeobachteten Moment nicht auf ein Spielzeug fallen kann. Obwohl die meisten Babyspielzeuge abgerundete Kanten haben, können diese beim Umfallen trotzdem für blaue Flecke sorgen.

Das Spielzeug außerhalb der direkten Reichweite Ihres Babys gibt ihm zusätzlich mehr Anreize, sich zu den Dingen zu bewegen, die es interessiert. Einige Babys lernen so schnell, sich zu den Objekten der Begierde hinzurollen. Andere können sich in Bauch- oder Rückenlage gezielt im Kreis drehen und manche sind schon stark und geschickt genug, um zum Spielzeug der Wahl zu robben.

Auch wenn Ihr Baby manchmal frustriert ist, weil es nicht sofort an ein weiter weg liegendes Spielzeug kommt. Geben Sie es ihm nicht sofort. Ermuntern Sie es, es einfach weiter zu versuchen. Das gibt ihrem Kind langfristig mehr Selbstsicherheit für das Entdecken der Welt beim Robben, Krabbeln und in ein paar Monaten beim Laufen.

Gut sortiert

Beim Spielen entdecken viele Babys, wie bestimmte Dinge zusammengehören und erproben das auch. So lässt sich beispielsweise beobachten, dass im siebten Monat Bauklötze nach Größe geordnet werden. Ebenfalls erkennen die meisten Babys beim gemeinsamen Blick in den Spiegel, dass es sich nur um ein Spiegelbild handelt. "Kuckuck-Spiele" sowie das Verstecken und Wiederfinden von Spielzeugen erscheinen nun besonders lustig.

Die ersten Zähne

Bei einigen sind sie schon da, bei anderen lassen sie noch auf sich warten: die ersten Zähne. Bereits mit vier oder fünf Monaten bekommen einige Babys schon den ersten Zahn. Rund um den siebten Monat sammeln die meisten Eltern somit die ersten Zahnungserfahrungen. In dieser Zeit fühlen sich viele in die Zeit kurz nach der Geburt zurückversetzt, da die kleinen Zähne oft für durchwachte Nächte sorgen. Um die Schmerzen beim Zahnen zu lindern haben sich verschiedene Hausmittel bewährt, die allerdings nicht bei jedem Baby gleichermaßen gut wirken. Zu den erfolgsversprechenden zählen:

  • das Herumkauen auf einem mit kühlem Wasser oder Tee getränktem Waschlappen. Kamillen- und Salbei-Tee haben zusätzlich eine entzündungshemmende Wirkung.
  • das Massieren des Zahnfleisches mit selbst hergestelltem Zahnungsöl. Vermischen Sie dafür einen Tropfen Kamille mit einem Esslöffel Bio-Rapsöl.
  • das Beißen auf einem Beißring oder speziellen Baby-Zahnputzsets
  • Nähe und Ablenkung.

Vertrauen Sie auch beim Zahnen Ihrer Beobachtungsgabe und Ihrem Instinkt. In den meisten Fällen werden Sie so schnell erkennen, was Ihrem Kind beim Zahnen am besten hilft. Zahnungsprobleme lassen sich auch homöopathisch behandeln. Wenden Sie homöopathische Mittel jedoch stets in Absprache mit ihrem Kinderarzt an. Apotheken bieten gegen Zahnungsschmerzen oft Zahnungsgels auf Kamillenbasis an, welche die Schmerzen vorübergehend mindern.

Nein, nein, nein...

Gerade Eltern, die ihre ersten Erfahrungen mit einem eigenen Kind sammeln, sind oft erstaunt. Schon nach sechs bis sieben Monaten ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Babys das Verhalten ihrer Eltern und anderer Bezugspersonen testen. Dies geschieht allerdings keinesfalls um Sie zu ärgern. Vielmehr möchten die Kleinen ihrer Neugier und ihrem Forschungseifer nachgehen.

Auch wenn Sie wissen, dass Sie Mamas Smartphone nicht haben dürfen, erscheint es sehr interessant bzw. umso interessanter. Zudem ist es auch spannend zu erfahren, was passiert, wenn das "Nein" von Mama oder Papa nicht beachtet wird. Es geht hierbei nur darum, Reaktionen zu beobachten, Babys agieren nicht manipulativ oder „testen Grenzen“.

Nützliches für Babys 7. Monat

Hochstuhl

Sobald das Kind selbstständig sitzen kann, kann es in einem Hochstuhl am Familientisch zur Mahlzeit Platz nehmen. In einem Schalensitz sind auch bereits kleine Babys, die noch nicht selber sitzen können sicher aufgehoben. Auf Reisen und unterwegs eignet sich ein Tischsitz, der einfach am Tisch angeschraubt werden kann.

Lätzchen

Bei den ersten Essversuchen des Babys geht häufig noch einiges daneben. Daher bietet sich ein Lätzchen an, um die Kleidung vor Flecken zu schützen. Die Lätzchen mit den süßen Motiven werden ganz einfach umgebunden, mit Klettverschluss verschlossen, oder haben kleine Ärmchen zum Hineinschlüpfen.

Zahnpflege

Sobald sich die ersten Zähnchen zeigen, wird auch die Zahnpflege beim Baby wichtig. Mit einer Babyzahnbürste können Sie sanft die Zähne reinigen und das Baby an diesen Vorgang gewöhnen. Beißringe bringen Abhilfe bei wundem Zahnfleisch während des Zahnens.

DER SIEBTE MONAT: ALLE ENTWICKLUNGSBEREICHE IM ÜBERBLICK

Wachstum
  • individuelle Zunahme von Gewicht und Körperlänge
  • Abweichungen von den Durchschnittswerten dürfen bis zu 800 g betragen
  • Durchschnittgewicht im 7. Monat: 7.600 g (Mädchen), 8.300 g (Jungen)
  • Kleidergröße: 68 bis 74
  • Schuhgröße: 15 bis 18
  • Kopfumfang: 42 bis 46 cm
Entwicklung der Sinne
  • Gegenstände auch außerhalb der eigenen Reichweite werden verstärkt wahrgenommen
  • greifbare Dinge werden sowohl mit den Händen als auch mit dem Mund erforscht
Motorische Entwicklung
  • Drehung vom Bauch auf den Rücken und umgekehrt jetzt möglich
  • Verfeinerung der Hand-Augen-Koordination
  • individuelle Arten der Fortbewegung werden ausprobiert und genutzt, um beispielsweise an Spielzeuge außerhalb der eigenen Reichweite zu gelangen (porutschen, krabbeln, robben, kreisen, überrollen usw.) 
Sprachliche Entwicklung
  • zweite Lallphase: Nachahmung der in der Umgebung vorhandenen Sprachlaute
  • Brabbeln und Silbenbildung
Eltern-Kind-Bindung
  • Äußerung des eigenen Befindens durch Mimik, Laute und Schreien
  • Blickkontakte ebenfalls als wichtige Kommunikationsmöglichkeit
  • erstes Fremdeln möglich
  • Austausch mit Eltern verringert sich etwas, da die Umwelt mehr erkundet wird 
Spannende Freizeit- und Spielideen
Ernährung
Babyschlaf
  • etwa 14 Stunden Schlaf am Tag, individueller Wach-Schlaf-Rhythmus (auch nachts)
Wichtige Termine für Eltern und Baby
  • Vorsorgeuntersuchung U5 (medizinische Kontrolle der altersgemäßen Entwicklung). 

© Anja Greiner Adam - Fotolia.com

Tipps von Hebamme Christina Altmann
  • Buchtipp: Jesper Juul: „Grenzen, Nähe und Respekt“
  • Babys agieren nicht manipulativ! Sie „haben Sie nicht im Griff“ und „wissen auch nicht, wie sie etwas bekommen.“ Sie kennen noch kein Ursache-Wirkungs-Prinzip!
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Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

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