Babynahrung für ein gesundes Heranwachsen

Mit der richtigen Babynahrung sorgen Eltern für einen gesunden Start ins Leben. In den ersten Lebensmonaten wächst der Körper besonders rasch und es folgt ein Entwicklungsschritt auf den anderen. Gleichzeitig ist die Darmflora noch nicht ausgereift. Stehen Eltern in der Drogerie vor den meterlangen Regalen mit Babynahrung, erscheint es ihnen oft sehr kompliziert, die optimale Nahrung für ihr Baby zu finden. Dabei gelingt eine ausgewogene und altersgerechte Ernährung mit einigen Tipps ganz einfach.

Muttermilch: Babynahrung de luxe

Die WHO rät allen Müttern, ihr Baby bis zum sechsten Lebensmonat zu stillen. Muttermilch versorgt das Kind mit der idealen Nährstoffzusammensetzung und kann das Allergierisiko senken. Zudem bieten die darin enthaltenen Antikörper wertvollen Schutz vor Infekten. Da Muttermilch beim Stillen stets die richtige Trinktemperatur aufweist und zusätzlich hygienisch einwandfrei ist, ist das Stillen für Mütter die beste Option. Möchten oder können Mütter aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen ihrem Kind nicht die Brust geben, ist hochwertige Milchnahrung die Alternative. Neugeborene erhalten Pre-Milch, später folgt Milchnahrung der Stufe 1 bis 3. Diese ist mit Vitaminen und Nährstoffen angereichert und unterstützt damit das gesunde Heranwachsen.

Umstellung auf Breikost

Im Alter von etwa einem halben Jahr zeigen die meisten Kinder allmählich Interesse an "richtigem" Essen. Dann ist es an der Zeit, nach und nach die Still- oder Fläschchenmahlzeiten durch Brei zu ersetzen. Dabei ist es okay, wenn das Baby zu Beginn nur ein oder zwei Löffel "probiert" und sich dann satttrinkt. Eltern sollten etwas Geduld haben und für die Umstellung mehrere Wochen oder Monate einplanen. Als erstes empfiehlt es sich, die Mittagsmahlzeit mit einem Gemüsebrei zu ersetzen. Von Natur aus süß, begeistern vor allem Gläschenzubereitungen mit Karotte, Kürbis, Fenchel und Pastinaken Babys Gaumen. Verträgt das Kind den Gemüsebrei gut, können Eltern nach einer Woche auf einen Gemüse-Kartoffel-Brei umsteigen. Diesen bieten HiPP, Alete und Co. zum Beispiel mit Karotten oder Spinat an.

Nach weiteren sieben Tage können Eltern Fleisch einführen. Die meisten Hersteller von Babynahrung setzen dabei auf Rind, Pute oder Hähnchen als wertvolle Eisenlieferanten. Ab dem sechsten Monat kommt der Milch-Getreide-Brei hinzu. Dieser sollte keinen Zucker oder künstliche Aromastoffe enthalten. Ab dem siebten Monat erweitert ein Getreide-Obst-Brei, wie ihn unter anderem Bebivita oder Humana im praktischen Gläschen anbieten, am Vormittag Babys Speiseplan, bevor ab dem achten Monat langsam die Umstellung auf feste Nahrung erfolgen kann.

Da die Breimahlzeiten deutlich weniger Flüssigkeit als Milch enthalten, sollten Eltern während der Umstellungsphase auf eine ausreichende Trinkmenge achten. Kinder bis zu einem Jahr benötigen pro Tag etwa 500 ml Flüssigkeit.

Geeignete Getränke für Kinder sind:

  • Wasser (natriumarm und ohne Kohlensäure)
  • ungesüßter Tee
  • stark verdünnte Apfelschorle

Hinweise bei vegetarischer oder veganer Ernährung

Einige Eltern lehnen Fleisch und tierische Produkte aufgrund gesundheitlicher oder ethischer Bedenken ab und möchten auch ihr Kind von Anfang an vegetarisch oder vegan ernähren. Diese Ernährungsformen sind grundsätzlich möglich, jedoch müssen Eltern dann sehr bewusst darauf achten, dass keine Mangelerscheinungen auftreten. Sie sollten dafür unbedingt ihren Kinderarzt oder einen Ernährungsberater konsultieren.

Besonders auf eine ausreichende Zufuhr folgender Nährstoffe muss geachtet werden:

  • Eisen
  • B-Vitamine
  • Zink
  • Jod
  • Vitamin D
  • ungesättigte Fettsäuren
  • Eiweiß

Als alternative Quellen stehen für Eisen Vollkorngetreide wie Hirse, Amaranth und Quinoa sowie Spinat, Fenchel und Zucchini zur Verfügung. Gut zu wissen: In Verbindung mit Vitamin C nimmt der Körper Eisen besonders gut auf. Eiweiß steckt in Hülsenfrüchten, Kürbis- und Sonnenblumenkernen. Vitamin B12 erhalten vegetarisch gefütterte Kinder aus Eiern und Käse. Bei veganer Ernährung sichern Supplements die Versorgung. Grundsätzlich können Eltern auch bei vegetarischer oder veganer Ernährungsweise zu praktischen Obst- und Gemüsegläschen greifen. Ebenso bereichern Getreideflocken den Speiseplan.

Ernährung von allergiegefährdeten Kindern

Ist in der Familie ein Allergierisiko vorhanden, sollte das Baby möglichst vier Monate lang voll gestillt werden. Alternativ empfehlen Ernährungsexperten HA-Nahrung. Danach dürfen Eltern Beikost einführen - möglichst langsam und behutsam, aber ohne bestimmte Lebensmittel zu meiden.

Erstlingsausstattung rund um Babys Ernährung

Bereits während der Schwangerschaft leistet ein Stillkissen gute Dienste. Außerdem benötigen Mütter, die stillen möchten, Still-BHs und Stilleinlagen. Wer vorhat, seinem Baby das Fläschchen zu geben, braucht vier bis sechs Milchflaschen sowie drei bis vier Sauger der Größe 1. Neben Säuglingsnahrung sollten Eltern vor der Geburt eine Flaschenbürste sowie eine Thermosflasche für abgekochtes Wasser anschaffen: Diese erleichtert das Füttern in der Nacht. Sehr praktisch sind außerdem ein Sterilisator für Flaschen und Sauger sowie ein Flaschenwärmer. Als Spucktuch kommen Mullwindeln zum Einsatz.

Noch mehr praktisches Zubehör

Eine Milchpumpe verschafft stillenden Müttern ein Stück Freiheit: So kann ihr Kind auch dann Muttermilch erhalten, wenn sie gerade nicht zu Hause sind. Der Übergang zur Breikost macht Kindern mit buntem Kinderbesteck und Kindergeschirr besonders viel Spaß. Trinkbecher und Trinkflaschen fördern die Selbstständigkeit. Da das Zubehör rund um die kindliche Ernährung direkt mit Lebensmitteln in Kontakt kommt, sollten Eltern auf Schadstofffreiheit achten. Hochwertige Materialien und eine gute Verarbeitung sorgen für eine lange Lebensdauer.

Aufbewahrung und Hygiene

Milchnahrung sollten Eltern stets frisch mit abgekochtem Wasser zubereiten. Ist die Milchnahrung einmal erkaltet, darf sie nicht mehr aufgewärmt werden. Andernfalls könnten sich darin gesundheitsgefährdende Keime vermehren. Aus demselben Grund müssen Eltern Fläschchen und Sauger nach jeder Mahlzeit gründlich sterilisieren. Sie können sie in Wasser auskochen und an der Luft trocknen lassen oder einen Sterilisator benutzen. Breikost sollten Eltern nicht direkt aus dem Gläschen füttern, sondern stets nur die benötigte Menge entnehmen. Damit vermeiden sie, dass Keime in den Brei gelangen, und können Reste für zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Babys Ernährung auf Reisen

Im Flugzeug ist Babynahrung im Gläschen am besten in einem Hartschalenkoffer im Begleitgepäck aufgehoben. Lediglich Nahrung für die ersten beiden Urlaubstage sollten Eltern im Handgepäck mitführen. Um Komplikationen am Check-in zu vermeiden, empfiehlt es sich, sich vorab über die Bestimmungen der jeweiligen Fluggesellschaft zu informieren. Reist die junge Familie in den Süden, sollten Eltern zur Zubereitung der Flaschennahrung kein Leitungswasser verwenden, da dieses oft stark gechlort ist. Besser greifen sie zu abgepacktem stillem Wasser, das sie fünf Minuten lang abgekocht haben.

Babynahrung im Überblick:

  • Muttermilch für einen optimalen Start ins Leben
  • Flaschennahrung mit idealer Nährstoffzusammensetzung als Alternative
  • Umstellung auf Breikost ab vier bis sechs Monaten
  • praktisches Zubehör für unkomplizierte Zubereitung und Hygiene

Häufige Fragen

Detaillierte Antworten auf weitere Fragen rund um Babynahrung finden Sie hier:

Milchnahrung

Babybrei