Baby-Entwicklung im 9. Monat » Laufen, Sprechen & Sicherheit

Baby-Entwicklung im 9. Monat » Laufen, Sprechen & Sicherheit

Der neunte Lebensmonat ist eine wichtige Zeit für Babys und Eltern. In dieser Zeit lernen viele Babys laufen und sprechen, und Eltern sollten sich Gedanken über die Kindersicherheit in der Wohnung machen. Von Lauflernhilfen wird abgeraten, da sie als gefährlich gelten.

Christina Altmann

Hebamme Christina AltmanChristina Altmann hat 2011 am UKSH in Kiel ihr Hebammenexamen abgelegt. Sie war unter anderem als freiberufliche Hebamme tätig und teilt ihr Wissen seit Jahren im Internet sowie bei Vorträgen.

Alle Beiträge des Experten

Baby-Entwicklung im 9. Monat » Laufen, Sprechen & Sicherheit

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Der neunte Lebensmonat: Kurz vorm Laufen und Sprechen – Während schon einige wenige Babys ihr erstes Wort gesagt und die ersten Schritte an Mamas oder Papas Hand gewagt haben, warten viele Eltern mit Spannung auf genau diese Ereignisse. 


Noch mehr Sicherheit für kleine Entdecker

Die eine oder andere Erfahrung mit einem kleinen Krabbelkind zeigt vielen Eltern, an wie viele Sicherheitslücken sie im Haushalt vielleicht noch nicht gedacht haben. Das Leben mit einem kleinen Menschen, der gerade Laufen lernen möchte und sich überall hochzieht, birgt zusätzliche Gefahren.

So solltest du beispielsweise die langen Tischdecken zunächst im Schrank lassen und auch die Vorhänge auf Zugfestigkeit überprüfen. Spätestens jetzt ist die Absicherung von Treppen wichtig. Zusätzlich zu den Sicherheitsgittern ist es auch sinnvoll folgende Baby- und Kindersicherungen im Haushaltvorzunehmen:

  • Klemmschutz für Türen, um Quetschungen der Finger zu vermeiden
  • Schrank- und Schubladensicherungen
  • Steckdosenschutzkappen
  • Kantentschutz- und Eckenschutz-Auflagen für scharfkantige Möbelstücke
  • Pflanzentopfgitter (damit die Blumenerde im Topf bleibt)
  • Kindersicherungen für Herd- und Backofen
  • Kippsicherungen für Möbel und Fernseher

Babywalker statt Gehfrei

Du denkst über die Anschaffung eines Gehfreis nach? Bei einem Gehfrei handelt es sich um eine Lauflernhilfe, in die Babys hineingesetzt werden können und mit der sie sich durch Strampelbewegungen (die dem Laufen sehr ähneln) vorwärts bewegen können. Diese Lauflerngeräte werden jedoch unter anderem von der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder e.V.“ als sehr gefährlich eingeschätzt. Viele Kinderärzte sprechen sich auch gegen den Gehfrei zu Laufförderung aus, da er sich nachgewiesenermaßen nicht förderlich auf die Gehfähigkeit auswirkt. Schon kleine Hindernisse, wie Spielzeuge, Türleisten und Teppichkanten können zu schweren Stürzen führen.

Auch Treppenstürze verlaufen mit einem Gehfrei oftmals besonders schwer. In Deutschland passieren pro Jahr etwa 5.000 Gehfrei-Unfälle. In Skandinavien sind Gehfrei-Laufgeräte sogar wegen ihrer schweren Verletzungsgefahren verboten. Eine bessere Alternative sind sogenannte Babywalker bzw. Lauflernwagen. Sie sind stabil genug, um sich daran hochzuziehen und mit zumeist noch unsicheren Schritten die Umgebung sicher zu erkunden. Außerdem können sie als praktische Spielzeugkiste oder Puppenwagen verwendet werden.

Den Schuhkauf auf später verschieben

Der Gedanke ans Gehen oder Laufen schließt für viele Eltern auch den Gedanken an die ersten Laufschuhe ein. Doch Kinderärzte und Orthopäden raten davon ab, jetzt schon ins Schuhregal zu greifen. Barfuß Laufen lernen stärkt einerseits die Muskeln und Sehnen der kleinen Babyfüße und hilft andererseits Erfahrungen hinsichtlich unterschiedlicher Bodenarten und Unebenheiten zu sammeln.

Keine Angst vorm Abschiedsschmerz

Je mobiler und somit freier dein Baby wird, umso größer wird bei den Kleinen oftmals auch die Angst davor, ohne Papa oder Mama zu sein. Die Trennungsangst und der damit verbundene Abschiedsschmerz ist das Resultat eines natürlichen Schutzinstinktes. Dieser verhindert bei Babys unter anderem, sich zu weit von seinen engsten Bezugspersonen zu entfernen und sich dadurch in Gefahr zu bringen. Auch wenn es viele Mamas zu Recht schmerzt, wenn ein Baby vor Trennungsangst weint, so solltest du wissen: Trennungsangst ist ein wichtiger Punkt für dein Baby und dich, den ihr gemeinsam meistern müsst.

Ganz ohne Tränen lässt sich das selten regeln. Ist eine Trennung also nicht zwingend nötig, vermeide sie. Nutze als Eltern, deine Instinkte, um den Trennungsängsten deines Kindes beispielsweise bei der kurzzeitigen Betreuung durch Großeltern oder Babysitter zu begegnen. Falls dein Baby ein Lieblingsstofftier hat, sollte das zum Trost mit dabei sein. Auch der Schnuller hilft oft, um sich schnell zu beruhigen.

Intensiv spielen und sprechen

Nahezu täglich kannst du im neunten Lebensmonat faszinierende Fortschritte beobachten und spannende neue Dinge ausprobieren. Beim gemeinsamen Essen gibt es immer wieder neue Geschmacksrichtungen zu entdecken. Die ersten Schritte sorgen für ganz viel Stolz. Gemeinsame Spiele, wie Türmchen bauen, werden immer facettenreicher.

Dein Baby versteht nun Verschiedenes sehr gut und kann beispielsweise auf viele Dinge, die du in Bilderbüchern benennst, zeigen. Zusätzlich ist das Lautrepertoire so groß, dass du vielleicht schon das ein oder andere Wort im Gebrabbel deines Babys vermutest. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Babys Sprache nur in der Interaktion mit anderen Menschen lernen und trainieren können. Das Abstellen vor Radio oder Fernsehen bewirkt keine Sprachförderung.

Zur sprachlichen und motorischen Förderung kannst du im neunten Lebensmonat unter anderem die folgenden Spiele mit deinem Baby spielen:

  • Setze dein Baby in einen großen Pappkarton oder Wäschekorb. Das schult das räumliche Vorstellungsvermögen. Achte allerdings darauf, dass es nicht damit umkippt.
  • Versteck- und Suchspiele sind nach wie vor äußerst beliebt und üben neben der Motorik auch das Sprachverständnis.
  • Zum ersten Mal gemeinsam Kuchen backen? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür.
  • Waschtag: Wasche gemeinsam mit deinem Baby seinen Bauch, seine Hände und andere Körperteile. Das schult die Körperwahrnehmung und zeigt deinem Kleinen, wie jeder Körperteil bezeichnet wird.
  • Fingermalstunde. Nutze dafür spezielle Fingerfarben oder auch aus Bio-Lebensmitteln hergestellte Farben. Achte bei der Wahl der Farben darauf, dass möglichst keine chemischen Zusatzstoffe zur Farbherstellung verwendet wurden. Die Haut deines Babys ist noch sehr empfindlich. Zusätzlich landet etwas Farbe bei den meisten Babys auch im Mund, da es vielen sehr interessant erscheint, wie so bunte Farben wohl schmecken.
  • Das Krabbel-Zug-Spiel: Lass dein Baby immer wieder durch deine Beine krabbeln und trainiere somit sein Krabbelgeschick.

Nützliches für Babys 9. Monat

Kindersitz

Ab einem Gewicht von 9kg wird ein Kindersitz der ECE-Größe I nötig, im 9ten Monat ist es häufig Zeit für den Wechsel. Diese Kindersitze sind für Babys, die zwar schon sitzen können,  aber noch großen seitlichen Halt benötigen, konzipiert. Durch eine verstellbare Sitz- und Ruheposition können die Kleinen während der Fahrt bequem schlafen.

Sicherheitsgitter

Sobald die kleinen Racker ihre ersten Schritte starten ist Vorsicht geboten – Treppen, Kamin und andere gefährliche Stellen dürfen für das Baby nicht zugänglich sein. Ein Sicherheitsgitter hilft dabei, den Zugang zu Gefahren-Zonen zu versperren, auch ein Laufgitter hält die Kleinen von eigenmächtigen Erkundungstouren ab.

Kindersicherung

Wenn Kinder mobil werden, ist es auch höchste Zeit, die Wohnung kindersicher zu gestalten. Schon ab dem Krabbelalter ist ein Steckdosenschutz sowie ein Kanten- und Eckenschutz notwendig. Mit zunehmendem Alter werden auch weitere Kindersicherungen wie eine Schrank- und Schubladensicherung und ein Herdschutzgitter nötig, um die kleinen Entdecker vor Verletzungen zu schützen.

Der 9. Monat: Alle Entwicklungsbereiche im Überblick

Wachstum
  • individuelle Zunahme von Gewicht und Körperlänge
  • Abweichungen von den Durchschnittswerten dürfen bis zu 800 g betragen
  • Durchschnittgewicht im 9. Monat: 7.900 g (Mädchen), 8.600 g (Jungen)
  • Kleidergröße: 68 bis 74
  • Schuhgröße: 15 bis 18
  • Kopfumfang: 42 bis 46 cm
Entwicklung der Sinne
  • Gegenstände auch außerhalb der eigenen Reichweite werden verstärkt wahrgenommen
  • greifbare Dinge werden sowohl mit den Händen als auch mit dem Mund erforscht
Motorische Entwicklung
  • Drehung vom Bauch auf den Rücken und umgekehrt jetzt möglich
  • Verfeinerung der Hand-Augen-Koordination, Pinzetten-Griff (Zeigefinger-Daumen-Griff) wird geübt
  • individuelle Arten der Fortbewegung werden ausprobiert und genutzt, um beispielsweise an Spielzeuge außerhalb der eigenen Reichweite zu gelangen (porutschen, krabbeln, robben, kreisen, überrollen usw.)
  • alleiniges Aufsetzen und Sitzenbleiben jetzt möglich
  • erstes Hochziehen und erste Stehversuche
Sprachliche Entwicklung
  • Übergang zu Lallmonologen: Nachahmung der in der Umgebung vorhandenen Sprachlaute
  • Brabbeln, Silbenbildung und vielleicht schon die bewusste Bildung des ersten Wortes
Eltern-Kind-Bindung
  • Äußerung des eigenen Befindens durch Mimik, Laute
  • Schreien nur noch selten,
  • Fremdeln möglich
  • ein Baby erkennt nun, dass Dinge, die es nicht mehr sieht, nicht vollkommen weg sind
  • Austausch mit Eltern verringert sich etwas, da die Umwelt mehr erkundet wird
Spannende Freizeit- und Spielideen
Ernährung
Babyschlaf
  • etwa 14 Stunden Schlaf am Tag, individueller Wach-Schlaf-Rhythmus (auch nachts)
Wichtige Termine für Eltern und Baby
Tipp von Hebamme Christina Altmann
  • Du bist keine „Übermutter“, wenn du dein Kind nicht betreuen lassen möchtest oder Trennungen vermeiden. Im Gegenteil – Kinder, die signalisieren, dass sie eine Trennung nicht tolerieren und Akzeptanz erfahren, werden sicherer und in ihrem Vertrauen zu dir gestärkt.
Hebammengeprüft

Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

Christina Altmann

Hebamme Christina AltmanChristina Altmann hat 2011 am UKSH in Kiel ihr Hebammenexamen abgelegt. Sie war unter anderem als freiberufliche Hebamme tätig und teilt ihr Wissen seit Jahren im Internet sowie bei Vorträgen.

Alle Beiträge des Experten

Unsere Ratgeber:

Der neunte Lebensmonat: Kurz vorm Laufen und Sprechen – Während schon einige wenige Babys ihr erstes Wort gesagt und die ersten Schritte an Mamas oder Papas Hand gewagt haben, warten viele Eltern mit Spannung auf genau diese Ereignisse. 


Noch mehr Sicherheit für kleine Entdecker

Die eine oder andere Erfahrung mit einem kleinen Krabbelkind zeigt vielen Eltern, an wie viele Sicherheitslücken sie im Haushalt vielleicht noch nicht gedacht haben. Das Leben mit einem kleinen Menschen, der gerade Laufen lernen möchte und sich überall hochzieht, birgt zusätzliche Gefahren.

So solltest du beispielsweise die langen Tischdecken zunächst im Schrank lassen und auch die Vorhänge auf Zugfestigkeit überprüfen. Spätestens jetzt ist die Absicherung von Treppen wichtig. Zusätzlich zu den Sicherheitsgittern ist es auch sinnvoll folgende Baby- und Kindersicherungen im Haushaltvorzunehmen:

  • Klemmschutz für Türen, um Quetschungen der Finger zu vermeiden
  • Schrank- und Schubladensicherungen
  • Steckdosenschutzkappen
  • Kantentschutz- und Eckenschutz-Auflagen für scharfkantige Möbelstücke
  • Pflanzentopfgitter (damit die Blumenerde im Topf bleibt)
  • Kindersicherungen für Herd- und Backofen
  • Kippsicherungen für Möbel und Fernseher

Babywalker statt Gehfrei

Du denkst über die Anschaffung eines Gehfreis nach? Bei einem Gehfrei handelt es sich um eine Lauflernhilfe, in die Babys hineingesetzt werden können und mit der sie sich durch Strampelbewegungen (die dem Laufen sehr ähneln) vorwärts bewegen können. Diese Lauflerngeräte werden jedoch unter anderem von der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder e.V.“ als sehr gefährlich eingeschätzt. Viele Kinderärzte sprechen sich auch gegen den Gehfrei zu Laufförderung aus, da er sich nachgewiesenermaßen nicht förderlich auf die Gehfähigkeit auswirkt. Schon kleine Hindernisse, wie Spielzeuge, Türleisten und Teppichkanten können zu schweren Stürzen führen.

Auch Treppenstürze verlaufen mit einem Gehfrei oftmals besonders schwer. In Deutschland passieren pro Jahr etwa 5.000 Gehfrei-Unfälle. In Skandinavien sind Gehfrei-Laufgeräte sogar wegen ihrer schweren Verletzungsgefahren verboten. Eine bessere Alternative sind sogenannte Babywalker bzw. Lauflernwagen. Sie sind stabil genug, um sich daran hochzuziehen und mit zumeist noch unsicheren Schritten die Umgebung sicher zu erkunden. Außerdem können sie als praktische Spielzeugkiste oder Puppenwagen verwendet werden.

Den Schuhkauf auf später verschieben

Der Gedanke ans Gehen oder Laufen schließt für viele Eltern auch den Gedanken an die ersten Laufschuhe ein. Doch Kinderärzte und Orthopäden raten davon ab, jetzt schon ins Schuhregal zu greifen. Barfuß Laufen lernen stärkt einerseits die Muskeln und Sehnen der kleinen Babyfüße und hilft andererseits Erfahrungen hinsichtlich unterschiedlicher Bodenarten und Unebenheiten zu sammeln.

Keine Angst vorm Abschiedsschmerz

Je mobiler und somit freier dein Baby wird, umso größer wird bei den Kleinen oftmals auch die Angst davor, ohne Papa oder Mama zu sein. Die Trennungsangst und der damit verbundene Abschiedsschmerz ist das Resultat eines natürlichen Schutzinstinktes. Dieser verhindert bei Babys unter anderem, sich zu weit von seinen engsten Bezugspersonen zu entfernen und sich dadurch in Gefahr zu bringen. Auch wenn es viele Mamas zu Recht schmerzt, wenn ein Baby vor Trennungsangst weint, so solltest du wissen: Trennungsangst ist ein wichtiger Punkt für dein Baby und dich, den ihr gemeinsam meistern müsst.

Ganz ohne Tränen lässt sich das selten regeln. Ist eine Trennung also nicht zwingend nötig, vermeide sie. Nutze als Eltern, deine Instinkte, um den Trennungsängsten deines Kindes beispielsweise bei der kurzzeitigen Betreuung durch Großeltern oder Babysitter zu begegnen. Falls dein Baby ein Lieblingsstofftier hat, sollte das zum Trost mit dabei sein. Auch der Schnuller hilft oft, um sich schnell zu beruhigen.

Intensiv spielen und sprechen

Nahezu täglich kannst du im neunten Lebensmonat faszinierende Fortschritte beobachten und spannende neue Dinge ausprobieren. Beim gemeinsamen Essen gibt es immer wieder neue Geschmacksrichtungen zu entdecken. Die ersten Schritte sorgen für ganz viel Stolz. Gemeinsame Spiele, wie Türmchen bauen, werden immer facettenreicher.

Dein Baby versteht nun Verschiedenes sehr gut und kann beispielsweise auf viele Dinge, die du in Bilderbüchern benennst, zeigen. Zusätzlich ist das Lautrepertoire so groß, dass du vielleicht schon das ein oder andere Wort im Gebrabbel deines Babys vermutest. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Babys Sprache nur in der Interaktion mit anderen Menschen lernen und trainieren können. Das Abstellen vor Radio oder Fernsehen bewirkt keine Sprachförderung.

Zur sprachlichen und motorischen Förderung kannst du im neunten Lebensmonat unter anderem die folgenden Spiele mit deinem Baby spielen:

  • Setze dein Baby in einen großen Pappkarton oder Wäschekorb. Das schult das räumliche Vorstellungsvermögen. Achte allerdings darauf, dass es nicht damit umkippt.
  • Versteck- und Suchspiele sind nach wie vor äußerst beliebt und üben neben der Motorik auch das Sprachverständnis.
  • Zum ersten Mal gemeinsam Kuchen backen? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür.
  • Waschtag: Wasche gemeinsam mit deinem Baby seinen Bauch, seine Hände und andere Körperteile. Das schult die Körperwahrnehmung und zeigt deinem Kleinen, wie jeder Körperteil bezeichnet wird.
  • Fingermalstunde. Nutze dafür spezielle Fingerfarben oder auch aus Bio-Lebensmitteln hergestellte Farben. Achte bei der Wahl der Farben darauf, dass möglichst keine chemischen Zusatzstoffe zur Farbherstellung verwendet wurden. Die Haut deines Babys ist noch sehr empfindlich. Zusätzlich landet etwas Farbe bei den meisten Babys auch im Mund, da es vielen sehr interessant erscheint, wie so bunte Farben wohl schmecken.
  • Das Krabbel-Zug-Spiel: Lass dein Baby immer wieder durch deine Beine krabbeln und trainiere somit sein Krabbelgeschick.

Nützliches für Babys 9. Monat

Kindersitz

Ab einem Gewicht von 9kg wird ein Kindersitz der ECE-Größe I nötig, im 9ten Monat ist es häufig Zeit für den Wechsel. Diese Kindersitze sind für Babys, die zwar schon sitzen können,  aber noch großen seitlichen Halt benötigen, konzipiert. Durch eine verstellbare Sitz- und Ruheposition können die Kleinen während der Fahrt bequem schlafen.

Sicherheitsgitter

Sobald die kleinen Racker ihre ersten Schritte starten ist Vorsicht geboten – Treppen, Kamin und andere gefährliche Stellen dürfen für das Baby nicht zugänglich sein. Ein Sicherheitsgitter hilft dabei, den Zugang zu Gefahren-Zonen zu versperren, auch ein Laufgitter hält die Kleinen von eigenmächtigen Erkundungstouren ab.

Kindersicherung

Wenn Kinder mobil werden, ist es auch höchste Zeit, die Wohnung kindersicher zu gestalten. Schon ab dem Krabbelalter ist ein Steckdosenschutz sowie ein Kanten- und Eckenschutz notwendig. Mit zunehmendem Alter werden auch weitere Kindersicherungen wie eine Schrank- und Schubladensicherung und ein Herdschutzgitter nötig, um die kleinen Entdecker vor Verletzungen zu schützen.

Der 9. Monat: Alle Entwicklungsbereiche im Überblick

Wachstum
  • individuelle Zunahme von Gewicht und Körperlänge
  • Abweichungen von den Durchschnittswerten dürfen bis zu 800 g betragen
  • Durchschnittgewicht im 9. Monat: 7.900 g (Mädchen), 8.600 g (Jungen)
  • Kleidergröße: 68 bis 74
  • Schuhgröße: 15 bis 18
  • Kopfumfang: 42 bis 46 cm
Entwicklung der Sinne
  • Gegenstände auch außerhalb der eigenen Reichweite werden verstärkt wahrgenommen
  • greifbare Dinge werden sowohl mit den Händen als auch mit dem Mund erforscht
Motorische Entwicklung
  • Drehung vom Bauch auf den Rücken und umgekehrt jetzt möglich
  • Verfeinerung der Hand-Augen-Koordination, Pinzetten-Griff (Zeigefinger-Daumen-Griff) wird geübt
  • individuelle Arten der Fortbewegung werden ausprobiert und genutzt, um beispielsweise an Spielzeuge außerhalb der eigenen Reichweite zu gelangen (porutschen, krabbeln, robben, kreisen, überrollen usw.)
  • alleiniges Aufsetzen und Sitzenbleiben jetzt möglich
  • erstes Hochziehen und erste Stehversuche
Sprachliche Entwicklung
  • Übergang zu Lallmonologen: Nachahmung der in der Umgebung vorhandenen Sprachlaute
  • Brabbeln, Silbenbildung und vielleicht schon die bewusste Bildung des ersten Wortes
Eltern-Kind-Bindung
  • Äußerung des eigenen Befindens durch Mimik, Laute
  • Schreien nur noch selten,
  • Fremdeln möglich
  • ein Baby erkennt nun, dass Dinge, die es nicht mehr sieht, nicht vollkommen weg sind
  • Austausch mit Eltern verringert sich etwas, da die Umwelt mehr erkundet wird
Spannende Freizeit- und Spielideen
Ernährung
Babyschlaf
  • etwa 14 Stunden Schlaf am Tag, individueller Wach-Schlaf-Rhythmus (auch nachts)
Wichtige Termine für Eltern und Baby
Tipp von Hebamme Christina Altmann
  • Du bist keine „Übermutter“, wenn du dein Kind nicht betreuen lassen möchtest oder Trennungen vermeiden. Im Gegenteil – Kinder, die signalisieren, dass sie eine Trennung nicht tolerieren und Akzeptanz erfahren, werden sicherer und in ihrem Vertrauen zu dir gestärkt.
Hebammengeprüft

Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

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