Motorikspielzeug Berater

Motorikspielzeug unterstützt die Entwicklung

Motorikspielzeug fördert auf spielerische Art und Weise die motorische Entwicklung von Babys und Kleinkindern. Während der ersten Lebensjahre gehören diese Spielsachen in jedes Kinderzimmer, denn in erster Linie lernen Babys durch Nachahmung und eigenständiges Ausprobieren. Und der langsame Übergang von unbewussten Reflexen zu bewussten Handlungen gelingt mit farbenfrohem, altersgerechtem Motorikspielzeug noch leichter. Wie das funktioniert, erklärt der folgende Ratgeber.


1. Motorik – Was ist das?

Unter dem Begriff "Motorik" sind alle Bewegungsabläufe eines Menschen zu verstehen, vom ersten reflexartigen Strampeln bis zu präzisen Greifbewegungen. Die Motorik hat Einfluss auf praktisch alle Tätigkeiten, denn jede noch so einfach scheinende Bewegung resultiert aus einem genau abgestimmten Zusammenspiel der Muskeln, die von den komplexen Vorgängen im Gehirn gesteuert werden.

Zu den motorischen Fähigkeiten gehören die unterschiedlichsten Bewegungsabläufe. Diese müssen im Kindesalter erlernt und geübt werden, um im Erwachsenenalter sicher ausgeführt werden zu können:

  • Beweglichkeit und Fingerfertigkeit
  • Hand-Auge-Koordination
  • Körperbeherrschung und Gleichgewichtssinn
  • Kraft und Kraftdosierung
  • Reaktionsfähigkeit
  • Ausdauer und Kondition

Grundsätzlich lässt sich die Motorik in Grob- und Feinmotorik unterteilen: Alles, was mit größeren Bewegungen oder der Beherrschung des gesamten Körpers zu tun hat – Laufen, Rennen, Springen – fällt unter den Begriff der Grobmotorik. Die Feinmotorik hingegen bezeichnet kleinere, filigrane Aktivitäten wie beispielsweise das Greifen mit einzelnen Fingern, Balancieren und sogar die Bewegungen von Lippen und Zunge beim Sprechen.

Die Entwicklung motorischer Fähigkeiten

Das Herausbilden einer funktionierenden Motorik beginnt nicht mit dem ersten Motorikspielzeug, sondern bereits während der Schwangerschaft, etwa ab dem 5. Monat. Bereits zu diesem Zeitpunkt können Bewegungen des Fötus im Mutterleib wahrgenommen werden. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft werden diese zunehmend stärker. Bei der Geburt verfügt ein Baby jedoch nur über Reflexe, die überlebensnotwendig sind. Dazu zählen beispielsweise der Saug-, Atem- und Schluckreflex.

Sobald das grundlegende Nerven- und Muskelsystem des Babys ausreichend ausgereift ist, beginnt im frühen Kindesalter die Entwicklung der elementaren motorischen Fähigkeiten. Statistische Erhebungen haben ergeben, dass die Herausbildung dieser Fertigkeiten typischerweise in mehreren Schritten erfolgt:

Motorische Fähigkeit

Alter

Kinn anheben etwa ab 1. Monat
Eigenständige Bewegung des Oberkörpers 2-3 Monate
Sitzen mit Unterstützung 4-5 Monate
Sitzen ohne Unterstützung 6-10 Monate
Stehen mit Hilfe 7-15 Monate
Krabbeln 9-10 Monate
Laufen an der Hand 10-11 Monate
Stehen ohne Hilfe 11-15 Monate
Laufen ohne Hilfe 11-18 Monate

Mama und Papa sollten beachten, dass Babys ihre motorischen Fähigkeiten zu verschiedenen Zeitpunkten sowie in unterschiedlichen Geschwindigkeiten erwerben. So kann es sein, dass das eigene Kind auf einem Gebiet langsamer als der statistische Durchschnitt lernt, aber andere Fähigkeiten viel früher ausbildet als Gleichaltrige. Deshalb gilt: Keinen Druck ausüben, sondern das Kind in der eigenen Geschwindigkeit lernen lassen – und Motorikspielzeug nur zur Unterstützung einsetzen.


2. Warum ist Motorikspielzeug hilfreich?

Speziell designtes Motorikspielzeug unterstützt den Lernprozess, indem es motorisch herausfordernd ist. So kann das Kind seine Fähigkeiten spielerisch einsetzen und trainieren oder sogar Bewegungsabläufe ausprobieren, die im normalen Alltag oder beim Spielen mit normalem Kinderspielzeug nicht benötigt werden.

Zusätzlich zu den motorischen Fähigkeiten können Kinder durch Motorikspielzeug ihre kognitiven Fähigkeiten, also ihr Denkvermögen, trainieren. Das Erlernen dieser Fertigkeiten regt die Bildung von Synapsen im Gehirn an. Je besser daher die Motorik eines Kindes gefördert wird, desto klarer kann es seine Umwelt begreifen und erfassen.

Neue Synapsen im Gehirn bilden sich im frühen Kindesalter am schnellsten. Je älter das Kind wird, desto weniger kann die Struktur des Gehirns noch beeinflusst werden. Eine frühzeitige motorische Förderung ist einer der Grundsteine für kognitive Fähigkeiten im späteren Leben.

Der wichtigste Aspekt von Motorikspielzeug ist, dass es den körperlichen und mentalen Lernprozess dem Alter des Babys entsprechend auf spielerische Weise unterstützt: Es ist nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam. Dies sorgt dafür, dass die Kleinen von sich aus motiviert sind, mit dem Spielzeug zu interagieren. Gutes Motorikspielzeug regt die Neugier sowie den Entdeckungsdrang an und weckt, gerade in den ersten Lebensmonaten, die Lust, sich selbstständig zu bewegen.


3. Motorikspielzeug passend zum Entwicklungsstand aussuchen

Damit Eltern ihr Kind weder über- noch unterfordern, sollte das Motorikspielzeug so gewählt werden, dass es einerseits den individuellen Vorlieben des Babys entspricht und es andererseits in der momentanen Entwicklungsphase gezielt unterstützt.

Eltern können sich bei der Auswahl von Motorikspielzeug an den Altersangaben des Herstellers orientieren. Da diese manchmal nur ein Mindestalter angeben, ab dem das Produkt für Kinder sicher ist, sollten Mama und Papa jedoch auch die Art des Spielzeugs in Verbindung mit dem Entwicklungsstadium ihres Babys berücksichtigen:

Durchschnittsalter

Motorikspielzeug

Entwicklungsförderung

3. Monat Greifringe, Greiflinge, Rasseln Verbesserung der Reflexe, des Tastsinns und der Hand-Augen-Koordination
6. Monat Stapelspielzeug Ausbau der Hand-Augen-Koordination, Schärfen des Tastsinns
9./10. Monat Formensortierboxen Kennenlernen von verschiedenen Formen und Farben, Anregen des kreativen Denkens
12. Monat Spieltische, Motorikschleifen und -würfel, Lauflernspielzeug Entwicklung des Geschwindigkeitsgefühls (bei Lauflernspielzeug), Wahrnehmung von Abständen und räumliches Denken
18. Monat Kugelbahnen und Kreisel Verbesserung von Grob- und Feinmotorik
24. Monat Kugel-und Spielbahnen Verbesserung der Geschicklichkeit
3-5 Jahre Steckspiele, Webrahmen, Stickpuppen, Fädelspiele Steigerung der Feinmotorik
6-8 Jahre anspruchsvollere Kugelbahnen und Steckspiele Weiteres Training der Feinmotorik

Die verschiedenen Motorikspielzeuge fördern nach und nach in erster Linie das Greifen und Bewegen, die Wahrnehmung von Gegenständen im dreidimensionalen Raum und die Koordination, gleichzeitig in vielen Fällen aber auch das Hören und Fühlen sowie das Erkennen von Farben und Zahlen.

Dabei ist zu beachten, dass die grundlegende motorische Entwicklung eines Kindes im Normalfall bis zum 6. Lebensjahr abgeschlossen ist. Ab diesem Zeitpunkt werden nur noch spezifische Bewegungsabläufe (Sportarten, Musik spielen etc.) erlernt und bereits erlernte Bewegungen verfeinert.


Bis zum 6. Lebensmonat

Ein Reflex, über den Babys bereits ab der Geburt verfügen, ist der Greifreflex. Da dieser mit der Zeit wieder nachlässt, kann das eigenständige, nicht reflexhafte Greifen – und damit die Entwicklung von Tastsinn sowie Hand-Auge-Koordination – besonders bei jungen Kindern hervorragend durch Motorikspielzeug gefördert werden. Spielzeug für diese Altersstufen wird von Babys auch in den Mund genommen, weshalb vielfältige Formen und Oberflächenstrukturen helfen, die sensiblen Nerven von Lippen und Zunge zu trainieren.

Bis zum 3. Lebensmonat setzt erstmals das bewusste, selbstständige Greifen ein, weshalb Motorikspielzeug theoretisch erst ab diesem Zeitpunkt einen Lerneffekt hat. Außerdem können die Kleinen erst etwa ab dem 4. Monat größere Gegenstände selbst halten.

Nach und nach lernen Babys in diesem Alter, Gegenstände genauer zu ertasten und zwischen den Händen zu wechseln. Zur Unterstützung des Greifens eignen sich vor allem kleine und weiche Spielsachen, die in die kleine Babyhand passen. Das Motorikspielzeug sollte nicht zu schwer sein, da Koordination und Muskelkraft erst noch trainiert werden müssen.

Motorikspielzeug für diese Altersstufen ist darauf ausgelegt, dem Kind durch unterschiedliche Farben, Formen und Geräusche vielfältige Eindrücke zu verschaffen. Der Greifring und die Rassel sind typische Beispiele für Spielzeuge, die in diesem Alter die Sinne schärfen. Ein Beißring kann für Babys ebenfalls interessant sein, entfaltet seine größte Wirkung jedoch erst, sobald beim Auftreten der ersten Milchzähne der Beißreflex einsetzt.


Ab dem 6. Monat

Innerhalb kürzester Zeit machen Babys große Fortschritte. Das Interesse für ihre Umwelt sowie ihr Verlangen, Gegenstände zu greifen und zu fühlen, wird stetig größer. Ab dem 6. Monat eignet sich vor allem Motorikspielzeug wie Stapelbecher oder Stapelpyramide, welches die Hand-Augen-Koordination des Kindes schult und ihm ein Verständnis dafür gibt, wie sich unterschiedlich große, unterschiedlich geformte Objekte zueinander verhalten.


Ab dem 9. Monat

Die Formensortierbox und das Steckspielzeug sind neben dem Stapelspielzeug in diesem Alter genau das Richtige, um komplexere Formen zu entdecken. Mit diesem Motorikspielzeug wird das bereits instinktiv erlernte Gespür für Objekte unterschiedlicher Formen und Größen erweitert, indem beispielsweise Klötze in dazu passende Öffnungen gesteckt werden müssen. Auf diese Weise werden die manuellen Fähigkeiten weiter gestärkt und das räumliche Denken gefördert.

Babys dieser Altersstufe können sich meist schon durch Robben und Krabbeln fortbewegen – Nachzieh-Tierchen oder Lauflernspielzeug sind für sie jedoch noch nicht geeignet. Dieses Motorikspielzeug erfordert mehr Bewegungskoordination als ein 9 Monate altes Kind aufbringen kann.


Ab dem 12. Monat

Um den ersten Geburtstag herum wagen Kleinkinder langsam ihre ersten Gehversuche. Auch aufrechtes Sitzen ist kein Problem mehr. Ein Nachzieh-Tierchen oder anderes Spielzeug, das sie hinter sich her ziehen oder vor sich her schieben können, schult in diesem Alter ihre Bewegungsfähigkeit und lässt sie die noch ungewohnte, höhere Perspektive beim Laufen erkunden. Sie lernen, wie sich die Objekte bewegen und welchen Einfluss mitgezogenes oder geschobenes Motorikspielzeug auf die eigenen Bewegungsabläufe hat.

Ebenfalls eignet sich eine Motorikschleife ab dem ersten Lebensjahr. Mit diesem Spielzeug wird die Feinmotorik des Kindes trainiert. Und da in der Schleife Objekte vor- und hintereinander auf geschwungenen Bahnen bewegt werden müssen, wird gleichzeitig das räumliche Denken geschult.


Ab dem 18. und 24. Monat

Mit zunehmendem Alter bilden sich die motorischen Fähigkeiten des Kindes immer weiter aus und verfeinern sich. Gegen Ende des zweiten Lebensjahres eignen sich der Kreisel sowie die Kugel- und Spielbahn als Motorikspielzeug, um die Feinmotorik und Geschicklichkeit des Kindes zu fördern und um komplexe Bewegungen wie Fliehkraft und Kreiselbewegungen erfahrbar zu machen.


Ab dem 3. Lebensjahr

In dieser Altersstufe liegt der Fokus von Motorikspielzeug insbesondere auf der weiteren Entwicklung der Feinmotorik, die noch länger trainiert werden muss als die Grobmotorik.
Neben detaillierteren Spiel- und Kugelbahnen finden Eltern im Sortiment vor allem eine große Auswahl an Steckspielzeug und Fädelspielen. Bunte Bänder, die durch verschiedenartig geformte Holzperlen gefädelt werden, oder farbenfrohe Stecker, die zu Bildern in ein Steckbrett gedrückt werden – dieses Motorikspielzeug fördert die Kreativität und die Fingerfertigkeit der Kinder.


4. Aus welchem Material ist Motorikspielzeug?

Motorikspielzeug wird typischerweise aus Holz oder Kunststoff gefertigt – oder aus einer Kombination beider Materialien.

Langlebiges und robustes Holz brilliert dabei mit seiner angenehmen Haptik. Gerade für junge Babys, die über den Tastsinn von Fingern, Lippen und Zunge mehr wahrnehmen können als über die Augen, kann echtes Holz ein positives Erlebnis sein.

Bei besonders aktiven Kindern sollten Mama und Papa berücksichtigen, wie das Kind Spielzeug benutzt. Holz ist härter als Kunststoff und kann deshalb bei unachtsamem Gebrauch oder beim Werfen auch mal weh tun oder Kratzer auf dem Boden verursachen.

Holz, das nicht durch Lack versiegelt wurde, dehnt sich je nach Luftfeuchtigkeit geringfügig aus oder zieht sich zusammen. Passt ein Holzklotz nach einem Bad im Spülbecken nicht mehr in die dafür vorgesehen Öffnung im Steckspielzeug, reicht es völlig aus, ihn eine Weile bei normaler Zimmertemperatur trocknen zu lassen.

Kunststoff wird für die Produktion von Motorikspielzeug vor allem verwendet, da es ein flexibleres und dennoch robustes Material von geringem Gewicht ist. Gleichzeitig ist es leicht abwaschbar, wodurch Kunststoff-Spielzeug tendenziell besonders hygienisch ist. Je nach Hersteller-Angabe lässt es sich sogar abkochen oder durch einige Minuten im Vaporisator entkeimen.

Nachteilig ist bei diesem Material einzig die künstlich-glatte Oberfläche. Außerdem sollten Mama und Papa sicherstellen, dass keine schädlichen Weichmacher im Motorikspielzeug vorhanden sind.


5. Was gibt es bei der Sicherheit von Motorikspielzeug zu beachten?

Wie beim Kauf von normalem Spielzeug müssen Eltern gewisse Eigenschaften bedenken, die das Spielzeug sicher für den alltäglichen Gebrauch machen. Da Motorikspielzeug von sehr jungen Kindern verwendet wird, spielen hier vor allem Farbechtheit und Schadstofffreiheit eine entscheidende Rolle.

Kinder können Schadstoffe nicht nur über den Mund, sondern auch über die Haut aufnehmen. Bei hölzernem Motorikspielzeug können Lacke und Lasuren Schadstoffquellen darstellen, bei Kunststoff vor allem Weichmacher, die eventuell bei der Produktion verwendet wurden.

In der Europäischen Union gibt es umfassende Gesetze, welche die Verwendung derartiger Schadstoffe in Kinderspielzeug verbieten. Hersteller können mit dem bekannten CE-Kennzeichen zusichern, dass sie diese Gesetze eingehalten und ihr Motorikspielzeug sicher ist. Da dies vor der Vergabe des CE-Kennzeichens jedoch nicht von neutralen Stellen überprüft wird, sollten sich Eltern zusätzlich an vertrauenswürdige Marken wie HABA, Fisher-Price, Vtech oder Janod halten.

Völlige Gewissheit bietet nur die Prüfung durch ein unabhängiges Prüfinstitut wie dem TÜV oder der GTÜ: Befindet sich am Motorikspielzeug oder in der Herstellerbeschreibung ein Siegel des Instituts und der Hinweis "Geprüft nach DIN EN 71" beziehungsweise "DIN EN 71-3", können Eltern davon ausgehen, dass das Holz- oder Kunststoff-Spielzeug sicher ist.

Die DIN-Norm wurde speziell für Kinderspielzeug geschaffen. Sie beinhaltet eine detaillierte Erklärung des Prüfverfahrens, wodurch das Spielzeug einheitlich und verlässlich geprüft werden kann. Motorikspielzeug, das nach DIN EN 71 oder DIN EN 71-3 zertifiziert wurde, erfüllt verschiedene Sicherheitskriterien:

  • Keine Schadstoffe, die über Mund, Nase, Haut oder Magen aufgenommen werden können
  • Ausreichend Stärke und Festigkeit, um beim Spielen nicht kaputt zu gehen
  • Abgerundete oder überdeckte Ecken, Befestigungen oder ähnliche Risikostellen
  • Keine verschluckbaren Teile
  • Bei elektrischem Motorikspielzeug nicht mehr als 24 V Spannung
  • Schwere Entflammbarkeit
  • Vermeidung von Elementen, die zur Übertragung von Krankheiten geeignet sind

Alternativ nutzen einige Motorikspielzeug-Hersteller auch das GS-Zeichen ("Geprüfte Sicherheit"). Dieses wird ebenfalls von unabhängigen Instituten vergeben und bescheinigt die Einhaltung aller Sicherheitsbestimmungen aus dem deutschen Produktsicherheitsgesetz (ProdSG). Damit garantiert es ein hohes Maß an Sicherheit, ist bei Motorikspielzeug jedoch weniger aussagekräftig als eine Zertifizierung nach DIN EN 71, da letztere speziell für die Anforderungen von Kinderspielzeug entwickelt wurde.


6. Motorikspielzeug – Die Checkliste

  • Wozu ist Motorikspielzeug geeignet?
    • Verbindet Spielspaß und Förderung motorischer Fähigkeiten
    • Einüben von Bewegungsabläufen
    • Training der Sinne und Wahrnehmungsfähigkeit
    • Ermutigt das Kind, sich eigenständig zu bewegen
    • Synapsenbildung und Stärkung der kognitiven Fähigkeiten
    • Motorische und kognitive Förderung ist in jungem Alter besonders wirksam

    Grobmotorik:
    Alle größeren Bewegungen wie laufen, hüpfen, rennen und springen

    Feinmotorik:
    Kleine, filigrane Bewegungen, beispielsweise Handbewegungen beim Malen oder Greifen

  • Wie alt sollte ein Kind für das Spielen mit Motorikspielzeug sein?
    • Unter 3. Monat:
      Nur geringer Lerneffekt durch Greifspielzeug, da noch sehr reflexbetontes Verhalten
    • Ab dem 3. Monat:
      Greiflinge, Rasseln, Beißringe – auf variantenreiche und kräftige Farben achten, sowie unterschiedliche Formen und Geräusche
    • Ab dem 6. Monat:
      Einfaches Stapelspielzeug
    • Ab dem 9. Monat:
      Formensortierboxen und Steckspielzeug – noch nicht gleich auf Lauflernspielzeug oder Zieh- und Schiebespielzeug umsteigen, sobald das Kind Krabbeln kann
    • Ab dem 12. Monat:
      Motorikschleifen und -würfel, Lauflernspielzeug, Nachzieh-Tierchen
    • Ab dem 18. Monat:
      Kugelbahnen, Kreisel
    • Ab dem 24. Monat:
      Spielbahnen
    • 3-5 Jahre:
      Steckspiele, Webrahmen, Fädelspielzeug
    • 6-8 Jahre:
      anspruchsvollere Kugelbahnen und Steckspiele

    Wichtig:
    Entwicklung nicht erzwingen, Kinder lernen in ihrer eigenen Geschwindigkeit

  • Materialien

    Holz:
    sehr robust und langlebig; angenehme Haptik, insbesondere für junge Kinder, die noch viel ertasten; unlackiertes oder unlasiertes Holz verändert seine Maße beim Kontakt mit Feuchtigkeit geringfügig; härter und damit potentiell gefährlicher als Kunststoff

    Kunststoff:
    flexibleres Material; leicht; robust; leicht abwaschbar; einige Modelle können abgekocht oder im Vaporisator entkeimt werden; fühlt sich künstlich an; unbedingt schädliche Weichmacher vermeiden

  • Sicherheitsaspekte
    • Keine Schadstoffe in Lacken oder Lasuren
    • Keine schädlichen Weichmacher in Kunststoffteilen
    • Je nach Alter keine verschluckbaren Kleinteile
    • Keine scharfen Ecken oder spitzen Kanten
    • Altersgerecht und dem Entwicklungsstand entsprechend (Ansonsten z.B. Gefahr des Verschluckens von Kleinteilen)
    • Schwer entflammbares Spielzeug
    • Elemente wie am Spielzeug befestigter Stoff oder schwer zu reinigende Ecken und Vertiefungen, die Keime und Bakterien übertragen könnten, beachten

    CE-Kennzeichen:
    Zusicherung des Herstellers, nach allen europäischen Standards zu produzieren; wird nicht unabhängig geprüft; beim Kauf auf vertrauenswürdige Hersteller und Marken achten

    GS-Zeichen:
    Produkt entspricht dem Produktsicherheitsgesetz, das die sichere Handhabung im Alltag bescheinigt; Nicht spezifisch auf die Anforderungen von Kinderspielzeug ausgelegt, deshalb ist das GS-Zeichen sicherer als die CE-Kennzeichnung, aber nicht so sicher wie ein Zertifikat nach DIN-Norm

    Siegel nach DIN EN 71 oder DIN EN 71-3:
    Wird von unabhängigen Prüfinstituten wie TÜV und GTÜ vergeben; wird in aufwendigen Tests überprüft; Höchstmögliche Sicherheitszertifizierung speziell für Kinderspielzeug


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