Luftbefeuchter

Luftbefeuchter – Für gesunde Luft im Kinderzimmer

Im Winter sorgt Heizungsluft für trockene Augen und Schleimhäute, während Kindern im Sommer Staub und Auto-Abgase zu schaffen machen. Eine optimale Luftfeuchtigkeit durch elektrische Luftbefeuchter oder die Reinigung der Luft von Fremdstoffen mit einem Luftreiniger sorgt deshalb nicht nur für ein angenehmes Klima im Kinderzimmer, sondern schützt auch vor gesundheitlichen Problemen. Der folgende Ratgeber verrät, wie Eltern mit den richtigen Geräten für ein gesundes Raumklima sorgen können.

Wofür sind Luftbefeuchter und Luftreiniger geeignet?

Luftbefeuchter sind Haushaltsgeräte, die zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit in einem Raum Wasser verdampfen oder versprühen. Dieses Wasser wird von der Raumluft aufgenommen und erhöht dadurch auf einfache Art und Weise die relative Luftfeuchtigkeit – also den prozentualen Anteil von Feuchtigkeit zur Luft im Kinderzimmer. Das erleichtert Kindern (und Erwachsenen) das Atmen sowie die Immun-Abwehr gegen Bakterien dank gut angefeuchteter Schleimhäute.

Ein praktischer Nebeneffekt: Luftbefeuchter beugen Schäden vor, die an Einrichtungsgegenständen aus Holz durch Austrocknung entstehen können.

Luftreiniger dagegen dienen nicht der Befeuchtung der Atemluft, sondern ihrer Säuberung von Partikeln wie Feinstaub und Bakterien. Sie saugen Luft an, reinigen diese über unterschiedliche Filter und geben sie schließlich wieder an die Umgebung ab. Die relative Luftfeuchtigkeit ändert sich bei diesem Prozess nicht, aber die Qualität der Luft kann merklich erhöht werden. Gerade Familien, die in Städten mit hoher Feinstaubbelastung leben, profitieren langfristig von Luftreinigern im Kinderzimmer.

Was ist die ideale Luftfeuchtigkeit im Kinderzimmer?

Die ideale Luftfeuchtigkeit in einem Kinderzimmer beträgt zwischen 40 % und 60 % – bei einer Raumtemperatur zwischen 18 und 22 °C.

In Deutschland werden diese Werte meist bereits ohne Luftbefeuchter erreicht, doch gerade in den Wintermonaten, wenn geheizt wird, kann sich dieser Wert schnell ändern. Die warme Heizungsluft verringert den Wasseranteil in der Luft der schwerer wieder ausgeglichen werden kann, da im Winter weniger häufig gelüftet wird. Dieser Zusammenhang ist bei kühleren Temperaturen ebenfalls zu beobachten: Sinkt die Temperatur in einem Zimmer, steigt im Gegenzug die Luftfeuchtigkeit.

Eltern, die in der gesamten Wohnung ein optimales Raumklima schaffen wollen, können sich an den folgenden Richtwerten orientieren:

RaumOptimale TemperaturIdeale relative Luftfeuchtigkeit
Wohnzimmer19-21 °C40-60 %
Schlafzimmer17-19 °C40-60 %
Küche18-20 °C40-60 %
Badezimmer20-25 °C50-70 %
Keller10-16 °C40-60 %
Kinderzimmer18-22 °C40-60 %

An einem sogenannten Hygrometer kann die relative Luftfeuchtigkeit ganz einfach abgelesen werden. Hygrometer sind sowohl separat als auch in Luftbefeuchtern integriert erhältlich. Werdende Eltern sollten mit einem solchen Hygrometer zunächst die Luftfeuchtigkeit in ihrer Wohnung beobachten und können so im Voraus feststellen, ob später ein Luftbefeuchter für das Kinderzimmer notwendig sein wird.

Relative Luftfeuchte und gefühlte Temperatur

Die Feuchtigkeit in der Luft ist nicht nur für das körperliche Wohlergehen nützlich – die gefühlte Temperatur kann ebenfalls von der relativen Luftfeuchtigkeit beeinflusst werden. Generell gilt: Eine hohe Luftfeuchtigkeit lässt das Raumklima tendenziell wärmer erscheinen, Trockenheit eher kühler.

Eltern können sich diesen Umstand zunutze machen: Wer im Sommer die Luftfeuchtigkeit knapp über 40 % hält – der Mindestfeuchte für gut versorgte Schleimhäute und Haut – kann so selbst hohe Umgebungstemperaturen erträglicher machen. Wer wiederum im Winter knapp unter 60 % bleibt – der Luftfeuchte, ab der Schimmelbildung begünstigt wird – der muss etwas weniger heizen, da die Umgebung als wärmer empfunden wird.

Mögliche Beschwerden und Symptome bei ungünstiger Luftfeuchte

Niedrige Luftfeuchte im Kinderzimmer kann unter anderem folgende Beschwerden auslösen:

  • Hautreizungen und Austrocknung der Schleimhäute (raue und aufgeplatzte Haut, Nasenbluten)
  • Reizung der Augen (juckende oder rötende Augenlider)
  • Kreislaufschwierigkeiten (Kopfschmerzen und Schlafprobleme)
  • Ausgetrockneter Atmungsapparat (kratzender Hals, Reizhusten)

Direkte gesundheitliche Nachteile durch erhöhte Luftfeuchtigkeit (wie Kreislaufschwäche, Atembeschwerden oder starkes Schwitzen) sind bei Kindern zwar eher seltener als Beschwerden aufgrund trockener Luft – doch indirekt kann ihnen auch zu feuchte Luft Probleme verursachen:

Milben vermehren sich bei hoher Luftfeuchtigkeit schneller und eine eventuelle Schimmelbildung, häufig im Bereich der Fenster, sollte immer ernst genommen werden. Stellen Mama und Papa mit einem Hygrometer fest, dass die Luftfeuchtigkeit über 60 % liegt, sollten sie den Luftbefeuchter ausschalten und stoßlüften.

Heizung und Luftbefeuchter sind kein Grund, das Lüften zu vernachlässigen. Experten raten zu mehrmaligem Stoßlüften am Tag – etwa 5 Minuten im Winter und 30 Minuten im Sommer.

Die verschiedenen Arten und Modelle

Während alle Luftbefeuchter und Luftreiniger elektrisch betrieben werden, unterscheiden sie sich vor allem durch die Art und Weise, in der sie die Luft befeuchten oder reinigen. Aus diesem Grund wird grob zwischen drei Varianten von Luftbefeuchtern auf der einen und zwischen 4 Arten der Filtrierung bei Luftreinigern auf der anderen Seite unterschieden. Wie bei allen Elektrogeräten lohnt es sich, auf etablierte Marken wie Philips, Medisana, Honeywell und Babymoov zu vertrauen.

Luftbefeuchter mit Verdampfungsfunktion

Bei Geräten, die über Verdampfung funktionieren, wird eingefülltes Wasser bis an den Siedepunkt erhitzt und gelangt so als Dampf in die Raumluft. Vor allem aus hygienischer Sicht ist diese Verdampfungsmethode von Vorteil: Die hohen Temperaturen töten eventuell im Wasser vorhandene Keime und Bakterien ab und verhindern so, dass diese sich über die Luft verbreiten können. Das große Volumen an Feuchtigkeit, das über die Verdampfung innerhalb eines geringen Zeitraums in die Umgebungsluft gelangt, ist ein weiterer Vorteil dieser Variante.

Um Wasser verdampfen zu können, müssen Luftbefeuchter mit Verdampfungsfunktion über einen längeren Zeitraum Wassertemperaturen um 100 °C erreichen – ähnlich einem Wasserkocher. Aus diesem Grund sollten sie im Kinderzimmer so aufgestellt werden, dass abenteuerlustige Kinder sie selbst durch Springen oder Klettern nicht erreichen können.

 

Luftbefeuchter mit Verdunstungsfunktion

Diese Art der Luftbefeuchter wird wiederum in zwei Varianten unterschieden:

  • Passive Luftbefeuchter
    Hierbei handelt es sich um mit Wasser gefüllte Behälter, die einfach über oder an die Heizkörper montiert werden. Durch die Heizungswärme wird das Wasser erwärmt und kann so verdunsten.
    Passive Luftbefeuchter funktionieren ohne Strom, weshalb sie besonders geräuscharm und umweltschonend sind. Allerdings lässt sich das Volumen der entstehenden Luftfeuchtigkeit bei dieser Variante nur durch das Anpassen der Heizungswärme regulieren – sie sind eher als Luftbefeuchter für den Winter geeignet. Da generell jedoch nur eine geringe Menge Wasser verdunstet, besteht bei dieser Variante keine Gefahr von Überfeuchtung des Kinderzimmers.

  • Aktive Luftbefeuchter
    Aktive elektronische Verdunster sind deutlich effizienter: Ein Ventilator saugt Luft an und bläst diese durch eine Verdunstermatte, die mit Wasser getränkt ist.
    Bei dieser sogenannten Kaltverdunstung wird keine Wärme benötigt, was sie besonders energiesparend und unfallsicher macht. Insbesondere im Sommer können derartige Luftbefeuchter für einen milden Luftzug ohne zusätzliche Wärmeentwicklung sorgen. 

Wichtig ist bei beiden Varianten, das Wasser im Behälter beziehungsweise in den Verdunstermatten spätestens alle 3 Wochen zu wechseln, um Keimbildung und Schimmel vorzubeugen. Der Behälter kann dazu einfach ausgeleert, die Matten mit kaltem Wasser abgespült werden.

Durch diese einfache Reinigungsmöglichkeit ist ein Verdunster gut für Kinder mit Allergien geeignet. Insbesondere passive Verdunster, bei denen keine Luft aktiv in den Raum geblasen wird, vermeiden die Verbreitung von Allergenen und Hausstaub.

 

Luftbefeuchter mit Ultraschall-Zerstäuber

Anders als Verdunster oder Verdampfer, arbeiten diese Luftbefeuchter über das Prinzip der Zerstäubung oder Vernebelung. Durch Ultraschall wird das Wasser aus dem Tank in mikrofeine Tropfen zerstäubt, wodurch eine Art Nebel entsteht. Eine schnell vibrierende Membran bringt das Wasser zum Schwingen und erzeugt so einen feinen Sprühnebel, der in den Raum abgegeben wird.

Der wohl größte Vorteil dieser Technik sind die sehr geringen Betriebsgeräusche, da hier mit vom Menschen nicht wahrnehmbarem Ultraschall gearbeitet wird. Ein Ultraschall-Zerstäuber ist daher wunderbar als Luftbefeuchter im Kinderzimmer über Nacht geeignet und gewährt den Kleinen einen erholsamen Schlaf bei gesunder Luft. Des Weiteren wird keine Wärme erzeugt und die Schwingungen der Membran stellen keine Gefahr für neugierige Kinderhände dar.

Wichtig für die Anwendung eines Zerstäubers ist die Nutzung von frischem (oder sogar destilliertem) Wasser. Der Wassertank sollte regelmäßig gereinigt werden, um zu vermeiden, dass sich Keime bilden, die über den feinen Sprühnebel weiterverbreitet werden könnten.

 

Übliche Luftreiniger

Reinigungsgeräte für die Luft sind speziell zur Vernichtung von Bakterien und Keimen sowie zum Filtern von Partikeln wie Feinstaub aus der Luft geeignet. Sie können sowohl einzeln als auch in Kombination mit einem Luftbefeuchter eingesetzt werden und filtern die Luft mit Hilfe eines von 4 unterschiedlichen Filtersystemen:

  • HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air Filter) – Zellulose- und Synthetikfaser-Filter reinigt feste Bestandteile aus der Luft, von Hausstaub bis zu Pollen.
  • Elektrostatischer Filter – Metallplatten werden elektrisch aufgeladen und ziehen Partikel aus der Luft an.
  • Photokatalytischer Filter – Metallplatten ziehen Partikel sowie biologisches Material wie Bakterien und andere Mikroorganismen aus der Luft an.
  • Aktivkohle-Filter – Eine Lage Aktivkohle absorbiert organische Bestandteile in der Luft.

Die geläufigen HEPA- und Aktivkohle-Filter müssen in vom Hersteller angegebenen Abständen durch neue Filter ausgetauscht werden, während die mit elektrifizierten Metallplatten funktionierenden Filter lediglich ausgesaugt werden müssen.

Der Sonderfall: Ionisatoren

Ein Ionisator erzeugt Ionen, die Mikropartikel in der Luft zu größeren Partikeln binden können. Die Partikel – vom Feinstaub bis zu Pollen – werden dadurch schwer genug, um nicht mehr von der Luft getragen werden zu können. Sie fallen einfach zu Boden oder werden im Ionisator gesammelt.

Der Ionisator ist deswegen ein Sonderfall, weil er sowohl als eigenständiges Gerät als auch in Form einer Zusatzfunktion in vielen Luftbefeuchter-Modellen erhältlich ist.

Ionisatoren sind meist besonders günstig zu erhalten, weil sich ihr Nutzen als alleiniger Luftreiniger in Grenzen hält. Als Zusatzfunktion am Luftbefeuchter bieten sie jedoch einen merklichen Zugewinn an Hygiene: Sie können die Menge an Bakterien und Pollen minimieren, die der Befeuchter im Raum verteilt.

Der richtige Luftbefeuchter für die passende Wohnsituation

Vor der Anschaffung eines Befeuchters sollten Mama und Papa zunächst mit einem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit im Kinderzimmer messen, um einen Überblick zu erhalten, welches Gerät angemessen ist. Bei sehr geringer Luftfeuchtigkeit sollte auf einen elektronischen Luftbefeuchter mit hoher Befeuchtungsleistung zurückgegriffen werden. Hersteller geben meist an, wie viele Liter oder Milliliter Wasser in der Stunde an die Umgebung abgegeben werden können und auch eine Information zur Raumgröße, für die das Gerät ausgelegt ist, findet sich in den Herstellerangaben.

Ist die Feuchtigkeit im Kinderzimmer nur leicht beziehungsweise nur selten unter dem minimalen Wert von 40 %, lohnt sich die Anschaffung eines leistungsfähigen aber kostspieligen Geräts nicht. In diesem Fall genügt zum Beispiel ein preisgünstiger Verdampfer für die Steckdose oder den Heizkörper.

Eltern sollten darauf achten, große Geräte sowie Modelle, die mit Hitze arbeiten, an Stellen zu platzieren, die für kleine Kinder nicht zu erreichen sind.

Für welche Raumgrößen eignen sich die Luftbefeuchter?

Die Auswahl des richtigen Luftbefeuchters ist entscheidend für ein angenehmes Raumklima – doch manche Geräte sind einfach zu klein, um das Volumen an Luft in einem großen Kinderzimmer effektiv zu befeuchten. Hersteller versehen ihre Geräte immer mit Angaben über die empfohlene Größe des Raums.
Unabhängig von den Herstellerangaben können Eltern einige generelle Richtwerte beachten:

  • Für Kinderzimmer mit einer Raumgröße bis 30 m² eignen sich kompakte Verdampfer oder Ultraschall-Zerstäuber von Marken wie Honeywell oder Beurer.
  • Größere Räume bis zu 60 m² benötigen leistungsstärkere aber eventuell kostspieligere Luftbefeuchter, um die Feuchtigkeit in der Luft angemessen zu verteilen.

Generell gilt: Ist der angegebene Raum genauso groß wie das Kinderzimmer oder größer, kann der Luftbefeuchter eingesetzt werden. Ist das Kinderzimmer jedoch merklich kleiner, sollte auf einen Luftbefeuchter mit automatischer Regelung und Hygrometer Wert gelegt werden, um die Luft nicht zu sehr zu befeuchten. Manuelle Regler der Befeuchtungsintensität sind ebenfalls hilfreich. So können Eltern verhindern, dass ein zu leistungsstarkes Gerät die Luft zu stark befeuchtet und eventuell zur Schimmelbildung beiträgt.

Luftbefeuchter im Kinderzimmer

Wie laut dürfen Luftbefeuchter sein?

Wenn es um die Lautstärke von Elektrogeräten geht, können Eltern beruhigt sein: Luftbefeuchter sind in der Regel wesentlich leiser als die Kinder selbst. Wenn der Luftbefeuchter oder -reiniger jedoch über Nacht laufen soll, kann seine Lautstärke von entscheidender Bedeutung sein. Während passive Luftbefeuchter wie Verdunster am Heizungskörper keine wahrnehmbaren Geräusche abgeben, bleiben **aktive Befeuchter meist zwischen 20 und 40 dB.

Schall in Dezibel (dB):Vergleichbar mit:
90Laute Fabrikhalle
80Starker Straßenverkehr
70Staubsauger (1 Meter Entfernung)
60Gespräch in normaler Lautstärke
50Vogelzwitschern
40Ruhige Wohnstraße
30Ticken einer leisen Wanduhr
20Ruhiger Garten
10Fernes Blätterrascheln

Zwar nimmt das Gehör erst ab einer dauerhaften Lärmbelastung von 85 dB Schaden. Experten raten jedoch, dass der dauerhafte Geräuschpegel für einen gesunden Schlaf im Kinderzimmer nicht über 30 dB liegen sollte, gelegentliche Geräusche wie vorbeifahrende Autos nicht über 40 dB.

Eltern, die den Luftbefeuchter über Nacht anlassen möchten, sollten sich für ein Gerät entscheiden, dessen Lautstärke weniger als 30 dB beträgt – oder zumindest eines, das nachts in einen Ruhemodus versetzt werden kann. Alternativ kann die Luftfeuchtigkeit im Raum in den Stunden vor dem Schlafengehen mit einem Befeuchter angehoben werden, um das Gerät nicht über Nacht laufen lassen zu müssen.

Ob die vor dem Schlafen angehobene Luftfeuchtigkeit über Nacht unter die empfohlenen 40 % sinkt, können Eltern wiederum mit einem Hygrometer feststellen. Sinkt die Luftfeuchtigkeit über Nacht unter diesen Schwellenwert, sollte beispielsweise tagsüber ein aktiver Luftbefeuchter und über Nacht ein passives Gerät eingesetzt werden.

Die korrekte Reinigung

Wie andere Haushaltsgeräte müssen auch Luftbefeuchter gelegentlich gereinigt werden. In verschmutzten Geräten können sich Bakterien ansammeln, die bei der nächsten Benutzung im Raum verteilt werden. Dies kann jedoch durch einige einfache Handgriffe verhindert werden:

  • Wird das Gerät länger als 1 Woche nicht genutzt, sollte das Wasser gewechselt oder ganz aus dem Tank entfernt werden – das Gerät sollte dann wie jedes Geschirr einfach getrocknet werden.
  • Filter, wie sie bei einigen Luftbefeuchtern (und allen Luftreinigern) zum Einsatz kommen, sollten einmal pro Jahreszeit gewechselt werden.
  • Einige Filter aus Schaumstoff können sogar – je nach Herstellerangabe – in der Waschmaschine gesäubert werden.
  • Bei einem Verdunster ist es ratsam, die Matte einmal pro Woche zu reinigen.

Es ist zudem ratsam, Kalkreiniger für Geräte mit Wassertanks zu verwenden, sofern diese nicht mit destilliertem Wasser befüllt wurden. Die Entkalkung sollte sich danach richten, ob sich sichtbare Kalkablagerungen im Gerät gebildet haben.

Funktionen und Zubehör für Luftbefeuchter

Separates Zubehör für Luftbefeuchter und Luftreiniger ist eher selten – neben Ersatz-Filtern und Reinigungsmitteln für Luftreiniger sind vor allem Duftstoffe erhältlich, die dem Wasser im Befeuchter beigemischt werden können.

Bei allen Duftstoffen gilt: Vorsicht bei Kindern mit Allergien – die Geruchspartikel können diese eventuell auslösen. Mama und Papa sollten sich zunächst mit ihrem Kinderarzt beraten, bevor sie Duftstoffe im Luftbefeuchter verwenden.

Allerdings verfügen viele Luftbefeuchter über integrierte Funktionen, die vor dem Kauf in Augenschein genommen werden sollten:

  • Ein Timer ermöglicht es Mama und Papa, die genauen Zeitpunkte der Aktivität eines Luftbefeuchters einzustellen.
  • Ein integriertes Hygrometer überprüft automatisch die Luftfeuchtigkeit – einige Modelle können sogar autonom auf die Messwerte reagieren.
  • Eine automatische Abschaltung bei niedrigem Wasserstand spart Strom, insbesondere, wenn das Gerät über Nacht angelassen wird.
  • Die stufenlose Regelung der Leistung erlaubt nicht nur das Anpassen der Befeuchtungsintensität, sondern auch der Lautstärke.
  • Ein spezieller Nachtmodus senkt die Leistung des Geräts und damit gleichzeitig die Lautstärke für unbeschwerten Schlaf.
  • Ein integriertes Nachtlicht vermittelt Kindern ein Gefühl von Geborgenheit und kann bei manchen Modellen den feinen Nebel anleuchten.
  • Ein Bildprojektor kann, ähnlich dem Nachtlicht Bilder an die Zimmerdecke projizieren.

Typischerweise gilt hier: Je mehr Funktionen und je detaillierter die Funktionen sind, desto kostspieliger ist der Luftbefeuchter. Ein Gerät, das beispielsweise lediglich über mehrere Leistungsstufen verfügt, ist also tendenziell günstiger als eines mit integriertem Hygrometer und automatischer Regulierung der Luftfeuchtigkeit.

Die Checkliste zum Kauf von Luftbefeuchtern & Luftreinigern

  • Wofür geeignet?

    Luftbefeuchter:

    Erhöhen die relative Luftfeuchtigkeit im Kinderzimmer, positiver Effekt auf die Gesundheit (feuchtere Schleimhäute, keine austrocknende Haut), ohne zusätzlichen Luftreiniger können Bakterien und Pollen verbreitet werden

    Luftreiniger:

    Filtern Pollen, Bakterien, Feinstaub und viele andere Schadstoffe aus der Luft, erhöhen nicht die relative Luftfeuchtigkeit

    Ideale Luftfeuchtigkeit:

    40 bis 60 % bei 18 bis 22 °C für Kinderzimmer, unter 40 % = ungünstig trockene Luft , über 65 % = Gefahr der Schimmelbildung, hohe Temperaturen (Heizen im Winter) verringern die Luftfeuchtigkeit im Raum, Hygrometer zur Messung der Luftfeuchtigkeit

  • Arten und Modelle

    Verdampfer:

    • Luftfeuchtigkeit wird durch das Erhitzen von Wasser produziert
    • Hohe Temperaturen des Wassers verhindern Keimbildung
    • Auf einr Höhe anbringen, die Kinder nicht erreichen können
    • Typischerweise hohes Feuchtigkeitsvolumen auf kurze Zeit möglich

    Verdunster:

    • Passive Verdunster ohne Strom werden an oder auf der Heizung montiert
    • Passive Modelle erzeugen keinen Lärm
    • Passive Modelle funktionieren nur zusammen mit eingeschalteter Heizung (z.B. im Winter)
    • Aktive Verdunster saugen Luft aktiv an, befeuchten sie und lassen sie wieder ausströmen
    • Aktive Modelle befeuchten die Luft über eine Verdunstermatte ohne Hitze (stromsparend und unfallsicher)
    • Aktive Modelle erzeugen einen milden Luftstrom ohne Hitze (ideal im Sommer)
    • Bei beiden Modellen sollten spätestens alle 3 Wochen das Wasser gewechselt werden
    • Gute Wahl für Kinder mit Allergien – insbesondere passive Verdunster

    Ultraschall-Zerstäuber:

    • Wasser wird durch vibrierende Membran in kleine Tropfen zerstäubt
    • Nebel wird in den Raum abgegeben
    • Besonders leise (nicht wahrnehmbarer Ultraschall)
    • Insbesondere für nachts geeignet
    • Keine Gefahr da keine Hitzeentwicklung
    • Idealerweise destilliertes Wasser verwenden und regelmäßig reinigen

    Luftreiniger:

    • Zerstören Bakterien und Keime
    • Filtern Feinstaub
    • HEPA-Filter: Filtern alles, vom Hausstaub bis zu Pollen – auswechselbarer Filter
    • Elektrostatische Filter: Ziehen Partikel aus der Luft an – absaugbar
    • Photokatalytische Filter: Ähnlich dem elektrostatischen Filter, zieht aber Mikroorganismen an – absaugbar
    • Aktivkohle-Filter: Absorbiert organische Bestandteile aus der Luft – auswechselbarer Filter

    Ionisatoren:

    • Binden Partikel in der Luft
    • Als eigenständige Luftreiniger besonders günstig, aber begrenzt sinnvoll
    • Als integrierte Luftreiniger in Luftbefeuchtern sinnvolles Extra
  • Welcher Luftbefeuchter für welche Wohnsituation?

    Luftfeuchtigkeit messen:

    Vor der Anwendung eines Luftbefeuchters mit einem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit bestimmen (In manchen Geräten integriert), bei durchschnittlicher Luftfeuchtigkeit nur marginal unter 40 % kann ein kleines Gerät ausreichend sein

    Befeuchtungsleistung:

    Leistung kann über die Liter/Stunde-Angabe des Herstellers bestimmt werden, Angabe der Raumgröße sinnvoller

    An Raumgröße angepasstes Gerät verwenden:

    Für kleine Kinderzimmer bis 30 m² reichen Luftbefeuchter für die Steckdose oder Heizung, größere Geräte bei bis zu 60 m² nötig, Leistung größerer Geräte entsprechend der Raumgröße anpassen um Überfeuchtung zu vermeiden

    Lautstärke:

    Typischerweise zwischen 20 und 40 dB, Lautstärke am Tag problemlos, in der Nacht maximal 30 dB empfohlen

    Korrekte Reinigung:

    Wasser nach einer Woche wechseln; Filter einmal pro Jahreszeit austauschen; Verdunstermatten 1-mal pro Woche mit kaltem Wasser abspülen; Kalkreiniger für Wassertanks verwenden, einige Filter sind waschmaschinenfest

  • Funktionen und Zubehör
    • Ersatz-Filter (Luftreiniger)
    • Reinigungsmittel
    • Duftstoffe (für Luftbefeuchter – Allergien bedenken)
    • Integrierter Timer
    • Integriertes Hygrometer
    • Automatische Abschaltung je nach Wasserstand
    • Stufenlose Leistungsregelung
    • Stiller Nachtmodus
    • Integriertes Nachtlicht
    • Bildprojektor
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