Kindersicherung Berater

Die Kindersicherung – Schutz vor häuslichen Gefahren

Kinder sind von Natur aus neugierig und möchten die Welt kennenlernen. Doch auf ihren Entdeckungsreisen durch die Wohnung können sie in Kontakt mit spitzen Kanten, Steckdosen und Kochflächen kommen. Eine Kindersicherung darf an solchen Gefahrenstellen nicht fehlen. Dieser Ratgeber gibt Eltern Hinweise zu möglichen Risikobereichen im eigenen Heim und erklärt, wie Mama und Papa sie mit den passenden Sicherheitsprodukten ungefährlich machen.


1. Schutz vor eingeklemmten Fingern und Beulen

Werdende Eltern geben sich viel Mühe, ihr Zuhause auf das Baby vorzubereiten. Doch häufig unterschätzen Erwachsene unscheinbare Gefahren wie zum Beispiel Ecken und Kanten an Möbeln. Spätestens, wenn das Kleine mit etwa 10 Monaten gelernt hat, zu krabbeln, wird an solchen Stellen eine Kindersicherung notwendig:

Eingeklemmte Finger verhindern

Türen und Fenster, aber auch Schränke sollen im täglichen Gebrauch leicht und fest schließen – doch genau dies stellt eine Gefahr für Kinderhände dar: Fällt eine Tür oder ein Fenster beispielsweise durch Luftzug unerwartet zu, können Kinderhände schmerzhaft eingeklemmt werden. Die Reaktionsfähigkeit von Kindern ist noch zu langsam, um sich davor zu schützen. Aus diesem Grund sollte eine Kindersicherung installiert werden, die das plötzliche Zuschlagen von Fenstern oder Türen verhindern:

  • Scharniersperre:
    Diese Kindersicherung wird an den Scharnieren von Türen oder Fenstern eingeklemmt, um diese zu blockieren. Da der Fingerklemmschutz scharnierseitig angebracht wird, bleiben Finger auch im engen Spalt auf dieser Seite sicher.

  • Türstopper:
    Diese Art der Kindersicherung wird auf der Seite des Türschlosses oder oben auf die Tür geklemmt. Will sie ins Schloss fallen, blockiert der Türstopper dies und verhindert Quetschungen. Je näher ein oben aufgesteckter Türstopper zur Scharnierseite geschoben wird, desto größer ist der Winkel, in dem der Tür-Flügel gestoppt wird – so lässt sich auch der Spalt auf der Scharnierseite sicher machen.

Sowohl Türstopper als auch Fingerklemmschutz werden aus hochwertigem Kunststoff oder Gummi gefertigt. Dies macht sie robust genug, um schnell zufallende Türen aufzuhalten. Gleichzeitig sorgt die weiche Oberfläche des Materials dafür, dass weder Türflügel noch Rahmen beschädigt werden.

Eltern sollten bei einer Kindersicherung aus Kunststoff auf Schadstofffreiheit achten, für den Fall, dass sie von kleinen Kindern einmal in den Mund genommen wird. Das CE-Kennzeichen reicht als Hinweis zur Schadstofffreiheit aus. Allerdings testen manche Hersteller ihre Produkte auch freiwillig nach DIN EN 71. Ein TÜV-Siegel werden Mama und Papa hier jedoch vergeblich suchen, da die Norm offiziell nur für Kinderspielzeug gilt.

Wer sich nicht sicher ist, ob Schadstoffe im Türstopper oder in der Scharniersperre vorhanden sind, kann diese weiter oben an der Tür anklemmen, außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern.

Schutz vor Ecken und Kanten

Möbel besitzen häufig spitze Ecken und Kanten. Selbst, wenn diese während der Produktion zur Kindersicherung abgerundet werden, können sich Kinder aufgrund des harten Materials noch an ihnen verletzen oder zumindest weh tun. Damit das eigene Zuhause krabbelnd oder laufend sicher erkundet werden kann, sollten an diesen Problemstellen Ecken- und Kantenschutz-Elemente angebracht werden.

Eine solche Kindersicherung besteht meist aus Gummi, Kunst- oder Schaumstoff und wird mit Klebeband befestigt oder einfach aufgesteckt. So lässt sich ein Eckenschutz, unabhängig vom Material, auf praktisch allen Oberflächen montieren. Auch beim Eckenschutz reicht das einfache CE-Kennzeichen als Hinweis auf Schadstofffreiheit aus.


2. Die Kindersicherung an Fenstern, Schränken und Schubladen

Kleinkinder sollten Fenster, Schränke oder Schubladen in der Wohnung gar nicht erst öffnen können. Bei Fenstern entsteht dadurch nämlich eine nicht zu unterschätzende Sturzgefahr und Schränke sowie Schubladen können gefährliche Gegenstände beinhalten.

Spätestens mit etwa 10 Monaten, wenn Kinder beginnen, durch die Wohnung zu krabbeln, sollten deswegen Kindersicherungen an Schränken oder Schubladen befestigt werden. Ab etwa 15 Monaten, wenn die Kleinen anfangen, sich an Möbeln hochzuziehen, sollten auch die Fenster entsprechend geschützt werden.

Die Kindersicherung am Fenster

Für Eltern, die über dem Erdgeschosslevel wohnen, ist es sinnvoll, Fenster mit einer Kindersicherung vor dem Öffnen zu sichern. Die Kindersicherung für Fenster gibt es in drei unterschiedlichen Varianten:

  • Abschließbarer Fenstergriff:
    Diese Fenstergriffe sind mit etwas Montageaufwand verbunden, da sie anstelle der normalen Fenstergriffe installiert werden. Sie stellen sicher, dass Kinder den Fenstergriff nicht betätigen können. Diese Art der Kindersicherung ist auch für Balkontüren erhältlich.
  • Zusatzschloss:
    Ein solches funktioniert genauso wie ein abschließbarer Fenstergriff, wird jedoch separat an den Fensterflügel und den Fensterrahmen angeschraubt. So ist es nicht nötig, den gesamten Griff auszutauschen. Nachteilig sind Beschädigungen, die durch das Anbringen eines Zusatzschlosses in der Regel entstehen.
  • Fenstersperre:
    Fenstersperren bestehen aus einem „Arm“, der am Fensterrahmen und am Flügel befestigt wird. Der Arm hält das Fenster in einem frei wählbaren Winkel offen und verhindert, dass kleine Abenteurer es noch weiter öffnen. Diese Kindersicherung ist besonders praktisch zum Lüften.

Eltern, die zusätzliche Schlösser anstelle von reinen Fenstersperren einbauen, schützen dadurch nicht nur ihre Kinder, sie können sich auch über zusätzlichen Schutz gegenüber Einbruchsversuchen freuen. Die sogenannte "Resistance Class" (RC) nach DIN EN 1627 ist in den Herstellerbeschreibungen zu finden und definiert, wie lange ein Bauelement einem Einbrecher mit spezifischem Werkzeug standhalten kann:

Resistance Class

Widerstandszeit (in Minuten)

Täter und Werkzeug

RC1 N 3 Geringer Schutz gegen Hebelwerkzeuge
RC2 3 Gelegenheitstäter; einfaches Werkzeug
RC3 5 Gelegenheitstäter; zusätzlich einfaches Bohr-Werkzeug
RC4 10 Erfahrener Täter; zusätzliche Säge- und Schlagwerkzeug
RC5 15 Erfahrener Täter; zusätzlich Elektrowerkzeug
RC6 20 Erfahrener Täter; zusätzlich leistungsstarkes Elektrowerkzeug

Für normale Familienwohnungen bietet eine Kindersicherung mit RC2 ausreichende Einbruchsicherheit. Höhere Widerstandsklassen sind lediglich für Häuser interessant, die für Einbrecher offensichtlich als lukratives Ziel erkennbar sind.

Schränke und Schubladen sichern

In Schränken und Schubladen finden sich oft Dinge, die Kindern gefährlich werden könnten: In der Küche liegen scharfe Messer in den Schubladen, im Bad werden Medikamente aufbewahrt und im Waschraum lagert Waschmittel. Eine Kindersicherung verhindert, dass Schubladen und Schränke mit derart gefährlichem Inhalt von Kindern geöffnet werden können. Eltern können sich zwischen zwei Varianten der Sicherheitsausstattung entscheiden:

  • Sicherheitsriegel:
    In diesem Fall wird jeweils ein Kunststoff-Haken und eine Rückhaltevorrichtung innerhalb der Schublade oder des Schranks verbaut, die beim Öffnen ineinandergreifen und blockieren. Durch einfaches Drücken auf den Haken können Eltern den Mechanismus der Kindersicherung umgehen und haben so weiterhin unkompliziert Zugriff auf den Inhalt der Schublade.
  • Magnetschloss:
    Diese Variante der Kindersicherung verfügt ebenfalls über Haken und Rückhaltevorrichtung. Allerdings wird der Haken hier nicht mit Muskelkraft heruntergedrückt, sondern mit Hilfe eines magnetischen Öffners. Diese Methode eignet sich vor allem bei älteren Kinder, die bereits wissen, wie sie einen Sicherheitsriegel bedienen können – denn ohne den passenden Magnet lässt sich dieser Riegel nicht entsperren.

Grundsätzlich ist es nicht nötig, alle Schubladen in der Wohnung zu sichern. Für den Schutz des Kindes müssen lediglich gefährliche Gegenstände sicher verwahrt werden. Doch viele Eltern nutzen diese Art der Kindersicherung auch, um ihre Kleinen davon abzuhalten, wichtige Papiere im Arbeitszimmer durcheinanderzubringen oder den eigenen Kleiderschrank auszuräumen.

Die mechanische oder magnetische Kindersicherung wird nach der Norm DIN EN 16948 definiert und geprüft. Ein entsprechendes Prüfsiegel von TÜV oder GTÜ weist also aus, dass die Kindersicherung im Alltag ungefährlich ist (was auch das GS-Zeichen garantiert) und gleichzeitig ausreichend gegen Öffnungsversuche durch Kinder geschützt ist.


3. Der Schutz in der Küche

Die Küche ist ein besonders spannender Ort für Kinder. Doch auch Herd, Spülmaschine und Elektrogeräte bergen Gefahren, vor denen die Kleinen mit einer Kindersicherung geschützt werden müssen. Wird die Küche nicht grundsätzlich unzugänglich gemacht – beispielsweise mit einem Türschutzgitter – sollten entsprechende Sicherungsmaßnahmen ab dem Krabbel-Alter (etwa 10 Monate) vorgenommen werden:

  • Herdschutzgitter:
    Diese Kindersicherung verhindert, dass das Kind die Herdplatten erreicht. Das Schutzgitter wird vor den Herdplatten festgeklebt oder mit Hilfe einer Schiene beziehungsweise mit Klemmschrauben montiert. Einige Modelle verfügen zusätzlich über Schutzplatten für die Regler und Knöpfe des Herds.
  • Herdschutzknöpfe: Diese Kindersicherung wird anstelle der normalen Herdknöpfe montiert. Die neuen Knöpfe lassen sich nur bedienen, wenn bestimmte Sicherheitsbewegungen ausgeführt werden. Meist müssen die Knöpfe beim Drehen gleichzeitig gedrückt werden, sonst blockieren sie oder laufen leer.
  • Backofentürstopp:
    Diese Kindersicherung wird außen am Backofen montiert. Durch einfaches Drehen kann der Türstopp in eine Position gebracht werden, in der er die Tür blockiert. Entgegen des Namens können Backofentürstopper auch als Kindersicherung an anderen Geräten wie der Geschirrspülmaschine befestigt werden. Hier verhindern sie, dass die Kleinen an das giftige Spülmittel gelangen oder sich verbrühen.

Sicherheitselemente für den Ofen- und Herdbereich werden entweder aus hitzeresistentem Kunststoff oder Metallen wie Edelstahl und Aluminium hergestellt. Metall ist besonders zu empfehlen, denn es verformt sich bei den hohen Temperaturen von Herd und Ofen nicht. Aluminium nimmt außerdem verhältnismäßig wenig Wärme auf, weshalb das Material insbesondere für Herdschutzgitter geeignet ist.


4. Die Kindersicherung für Steckdosen

Da Kinder nicht wissen, welche Gefahr Steckdosen darstellen können, sollten diese mit einer Kindersicherung ausgestattet werden. Steckdosensicherungen sollten ab dem Krabbelalter (10 Monate) installiert werden. Da insbesondere ältere Kinder Gefahr laufen, aus Neugierde Gegenstände in die Steckdose zu stecken, sollten die Sicherheitselemente bis etwa ins Schulalter beibehalten werden.

Eltern können für die Steckdose zwischen drei Arten von Kindersicherung wählen:

  • Einsteckbare Steckdosensicherung:
    Hierbei handelt es sich um einfache Kunststoffplatten, die auf die Steckdose gesteckt und nur durch bestimmte Bewegungen entfernt werden können, beispielsweise durch das Drücken mehrerer Knöpfe gleichzeitig.
  • Verschließbare Steckdosensicherung:
    Ähnlich wie die einsteckbare Kindersicherung verdecken diese einfachen Metall- oder Kunststoffplatten die Steckdose vollständig. Sie können nur durch den passenden Schlüssel gelöst werden.
  • Drehbare Steckdosensicherung:
    Diese Kindersicherung wird auf die Steckdose gesteckt und deckt die Steckdosenlöcher mit einer Drehscheibe ab. Wollen Eltern einen Stecker hineinstecken, müssen sie die Scheibe mit dem Stecker so drehen, dass die Löcher zum Vorschein kommen. Diese Variante ist besonders praktisch, da sie nicht vor jeder Verwendung der Steckdose ausgebaut werden muss.

Am sichersten sind verschließbare Steckdosensicherungen, da selbst ältere Kinder ohne den entsprechenden Schlüssel nicht in der Lage sind, diese zu entfernen.

Experten sind zu dem Schluss gekommen, dass eine drehbare Steckdosen-Kindersicherung, die lediglich eingesteckt oder eingeklebt wird, keinen ausreichenden Schutz bietet, da ältere Kinder sie theoretisch entfernen können. Eltern sollten eine einschraubbare oder bereits in die Steckdose integrierte Kindersicherung wählen.

Bei drehbaren Steckdosensicherungen sollten Eltern in den Herstellerangaben überprüfen, ob es sich um eine sogenannte ein- oder zweipolige Sicherung handelt. Einpolige drehbare Steckdosensicherungen können umgangen werden, indem Kinder beispielsweise mit einem Nagel in eines der Löcher stechen und die Drehscheibe umdrehen. Bei zweipoligen Varianten müssen dazu beide Löcher gleichzeitig bewegt werden.

Aufgrund des hohen Risikos bei Steckdosen sollte eine Kindersicherung in diesem Bereich immer über ein GS-Zertifikat verfügen oder sogar nach DIN VDE 0620 geprüft worden sein – ein TÜV- oder GTÜ-Siegel garantiert dann höchstmögliche Sicherheit.


5. Sicherheit außerhalb des Zuhauses

Um die Kleinen bestmöglich vor Unfällen zu schützen, gibt es neben Sicherheitselementen für daheim auch für unterwegs das passende Zubehör

Reflektoren für dunkle Tage

Gerade an dunklen Tagen im Herbst und Winter können Kinder von Autofahrern schwer gesehen werden. Reflektoren am Kinderwagen oder an der Kinderkleidung erhöhen die Sichtbarkeit des Trägers. Geht das Kind schon in den Kindergarten oder die Grundschule, können Eltern diese passive Kindersicherung auch an der Kindergartentasche oder dem Schulrucksack befestigen.

Schutzbänder mit LEDs setzen dagegen Blinklichter ein, um im Straßenverkehr auf Kinder aufmerksam zu machen. Diese Bänder werden einfach um die Arme oder Beine gelegt.

Die Sicherheitsweste

Wie Sicherheitslichter und LED-Bänder bieten Sicherheitswesten eine erhöhte Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Die auffälligen Farben dieser Westen eigenen sich hervorragend, um wenig auffällige Kleidung zu überdecken und die integrierten Reflektoren sorgen dafür, dass Autofahrer mit Scheinwerfern die Kinder auch von Weitem erkennen.

Reflektoren und Sicherheitswesten, die gemäß der Norm DIN EN ISO 20471 zertifiziert wurden, bieten ein Maß an Sichtbarkeit ("Warnschutz"), das sogar professionellen Anforderungen genügt.

Schnelle Identifikation mit Hilfe des Info-Armbandes

Gerade auf Reisen oder bei öffentlichen Veranstaltungen fällt es Eltern manchmal schwer, ihre Kleinen im Auge zu behalten. Info-Armbänder erlauben es Helfern, Kinder schnell zu identifizieren. Wird außerdem eine Kontakt-Telefonnummer auf der Kindersicherung vermerkt, können die Eltern umgehend über den Aufenthaltsort des Kindes informiert werden.

Laufgurte für aktive Kinder

Sobald Babys Gefallen am eigenständigen Laufen gefunden haben, dann lassen sie sich kaum noch halten. Um den Kleinen den Freiraum zu geben, den sie brauchen, und gleichzeitig mit einer Kindersicherung ständigen Schutz zu gewährleisten, können Kinder mit Laufgurten ausgerüstet werden. Diese sind aus stabilem Polyester gearbeitet und bestehen aus einem Brustgeschirr mit einer integrierten Leine.


6. Kindersicherung – was gibt es noch?

Neben den bereits genannten Kindersicherungen gibt es noch weitere Elemente, die zum Einsatz kommen können. Balkone können beispielsweise durch ein Balkonschutznetz gesichert werden, sodass die Kleinen nicht durch das Geländer fallen oder sich zwischen den Gitterstäben den Kopf einklemmen können. Für Innenräume gibt es wiederum Schutzgitter für Treppen und Türen, mit denen ganze Bereiche in der Wohnung abgesperrt werden können.

Doch auch indirekte Gefahren können mit einer Kindersicherung verhindert werden: Wenn sich das Kleine nachts immer wieder aufdeckt und dadurch auskühlt, können Eltern mit einem Bettdeckenhalter dafür sorgen, dass die Decke bleibt, wo sie sein soll. Diese Kindersicherung verhindert zudem, dass die Decke während des Schlafens über den Kopf rutscht und die Luftzufuhr stört.

Anti-Rutsch-Pads sorgen wiederum für einen rutschfreien Boden in Badewanne und Dusche, während Rauchmelder ohnehin in keinem Zimmer der Wohnung fehlen dürfen.

Einige Hersteller bieten hochspezialisierte Produkte zur Kindersicherung an: Mit einer Fernseherkippsicherung in der Art von Sicherheitsgurten wird beispielsweise das Umkippen des Fernsehers verhindert, wenn das Kind daran herumspielt.

Ein DVD-Schutz sichert wiederum das Elektrogerät vor Fingern oder Gegenständen, die Kinder hineinstecken könnten. Eltern finden im Sortiment von erfahrenen Herstellern wie reer, Safety 1st und Baby Dan spezialisierte Lösungen für die Sicherheit der Kinder, bevor diese schmerzhafte Erfahrungen machen.


7. Checkliste Kindersicherung

  • Sicherheit für kleine Finger
    • Scharniersperre:
      Wird an den Scharnieren eingeklemmt; Schützt auf beiden Seiten der Tür
    • Türstopper:
      Wird auf der Schloss-Seite oder oben auf die Tür geklemmt; Winkel der Tür durch Position des oben aufgesteckten Türstoppers einstellbar; Klemmschutz auf Scharnier-Seite nur, wenn der Türstopper oben nah genug zu dieser Seite geschoben wird

    Einsatzzweck:
    Schützt vor eingeklemmten Fingern; Ab etwa 10 Monaten empfohlen; Für Türen, Schränke und Fenster; Schutz auf Scharnier- und Schloss-Seite beachten

    Material:
    Meist Kunststoff oder Gummi; Insbesondere bei Kunststoff auf Schadstoffe achten; Schadstoffbelastung weniger gefährlich als bei Kinderspielzeug, da weniger Kontakt mit dem Kind

    Sicherheitssiegel:
    CE-Kennzeichen ausreichend; Freiwilliger Test nach DIN EN 71 möglich, aber nicht rechtlich notwendig

  • Schutz vor Ecken und Kanten
    • Eckenschutz-Element:
      Werden auf Ecken und Kanten aufgesteckt oder mit Klebeband befestigt

    Einsatzzweck:
    Ab etwa 10 Monaten empfohlen; Für Tische, Schränke etc.

    Material:
    Gummi, Kunststoff oder Schaumstoff; auf Hinweise bezüglich enthaltener Schadstoffe achten

    Sicherheitssiegel:
    CE-Kennzeichen ausreichend als Hinweis für Schadstofffreiheit

  • Kindersicherung am Fenster
    • Abschließbarer Fenstergriff:
      Muss anstelle des normalen Türgriffs montiert werden; Zusätzlicher Einbruchschutz
    • Zusatzschloss:
      Wird auf Fenster und Rahmen montiert; Zusätzlicher Einbruchschutz; Eventuell Schäden durch die nachträgliche Montage
    • Fenstersperre:
      Arm hält Fenster in bestimmtem Winkel geöffnet; Gut zum Lüften; kein zusätzlicher Einbruchschutz

    Einsatzzweck:
    Schutz vor Öffnen des Fensters; Spätestens ab 15. Lebensmonat; Insbesondere für Wohnungen über dem Erdgeschosslevel

    Sicherheitsnormen:
    Zusätzlicher Einbruchschutz bei abschließbaren Türgriffen und Zusatzschloss nach DIN EN 1627 definiert; Sicherheitsklasse "RC2" für die meisten Wohnungen ausreichend.

  • Schubladen und Schränke sichern
    • Sicherheitsriegel:
      Im Inneren von Schrank oder Schublade verbaut; Haken und Rückhalteeinrichtung; Kann durch Drücken auf den Haken gelöst werden
    • Magnetschloss:
      Im Inneren von Schrank oder Schublade verbaut; Magnet-Rückhaltevorrichtung; Kann nur mit einem separaten Magnetöffner entriegelt werden

    Einsatzzweck:
    Ab 10. Lebensmonat; Schützt Kinder vor gefährlichen Gegenstände in Schubladen und Schränken; Beugt vor, dass Kinder die Sachen ihrer Eltern (Kleidung, Papiere etc.) durcheinanderbringen

    Sicherheitsnormen:
    GS-Zeichen für generelle Sicherheit im Alltag; Zertifikat nach DIN EN 16948 für garantierte Sicherheit gegenüber Kindern

  • Kindersicherung in der Küche
    • Herdschutzgitter:
      Verhindert, dass Kinder auf die Herdplatte greifen; Festgeklebt oder mit Schiene / Klemmschrauben montiert; eventuell zusätzliche Schutzplatte für Knöpfe und Regler
    • Herdschutzknöpfe:
      Anstelle der normalen Knöpfe montiert; Knöpfe und Regler mit integrierter Kindersicherung
    • Backofentürstopp:
      Kann am Backofen oder an der Geschirrspülmaschine montiert werden; Blockiert die Tür

    Einsatzzweck:
    Ab etwa 10 Monaten; Alternativ kann die Küche auch durch ein Schutzgitter vollständig abgeriegelt werden

    Material:
    Kunststoff, Edelstahl oder Aluminium; Edelstahl und Aluminium sind robust und sehr temperaturbeständig; Aluminium nimmt weniger Hitze auf, deshalb ideal für Herdschutzgitter

  • Steckdosensicherung
    • Einsteckbare Steckdosensicherung:
      Wird in die Steckdose gesteckt; Kann nur durch einen besonderen Handgriff entfernt werden
    • Verschließbare Steckdosensicherung:
      Wird in die Steckdose gesteckt; Kann nur durch Aufschließen mit passendem Schlüssel abgenommen werden
    • Drehbare Steckdosensicherung:
      Drehscheibe, die bei Nichtverwendung der Steckdose die Steckdosenlöcher verdeckt

    Einsatzzweck:
    Ab etwa 10 Monaten; insbesondere bei älteren Kindern wichtig, da diese eher Gegenstände in die Steckdosen stecken

    Sicherheitsnormen:
    Drehbare Sicherungen nur sicher, wenn sie festgeschraubt oder in der Steckdose integriert sind; Bei drehbaren Steckdosensicherungen auf zweipolige Sicherung achten; GS-Zertifikat dringend anzuraten; Test nach DIN VDE 0620 id

  • Weitere Kindersicherungen
    • Reflektoren: Zur Sichtbarkeit an dunklen Tagen
    • Schutzband mit LEDs: Zur Sichtbarkeit an dunklen Tagen
    • Sicherheitsweste: Zur Sichtbarkeit an dunklen Tagen; Insbesondere bei dunkler Kleidung; DIN EN ISO 20471 regelt Warnschutz-Anforderungen
    • Info-Armband: Identifikation und Kontaktieren der Eltern
    • Laufgurt: Freiraum und gleichzeitig Sicherheit beim Spazierengehen
    • Balkonschutznetz: Verhindert, dass Kinder durch das Balkongitter fallen oder sich den Kopf einklemmen
    • Schutzgitter: Riegelt gefährliche Stellen im Haus wie Türen und Treppen ab
    • Bettdeckenhalter: Schützt vor Unterkühlung und gewährleistet Luftzufuhr im Schlaf
    • Anti-Rutsch-Pads: Rutschschutz in Badewanne oder Dusche
    • Rauchmelder: Sichere Warnung bei Rauchentwicklung
    • Fernseherkippsicherung: Gurte verhindern, dass der Fernseher umfällt
    • DVD-Schutz: Schützt DVD-Player vor Kinderfingern und Gegenständen

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