Babys und Haustiere
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Babys und Haustiere

So funktioniert das Zusammenleben - Jeder zweite Deutsche ist der Meinung, dass Hunde, Katzen, Hamster und Co. sich positiv auf das Familienleben sowie die soziale Entwicklung von Babys und Kindern auswirken.

Nicole Ulrich
von Nicole Ulrich
Kindertherapeutin
Fr, 07/04/2014 - 10:14 Thu, 12/14/2017 - 14:01

Das Haustier an das neue Familienmitglied gewöhnen

Kommt ein Baby neu in die Familie, ist es für einige Katzen und Hunde zunächst schwer, sich an den neuen Mitbewohner zu gewöhnen. Viele Tiere nehmen allerdings schon sehr bewusst die Veränderungen während der Schwangerschaft wahr und haben scheinbar einen Sinn dafür, dass bald ein wichtiges Ereignis ansteht.

Lassen Sie Ihr Haustier bewusst an den anstehenden Veränderungen teilnehmen. Wird zum Beispiel das frühere Arbeitszimmer mit Kuschelecke nun zur "Sperrzone Kinderzimmer", können Sie Ihrem Tier schon in der Schwangerschaft beibringen, den Raum nicht mehr zu nutzen.

Darf der vierbeinige Geselle dann beispielsweise an ein paar getragenen Babysachen vor der Heimkehr des neuen Mitbewohners schnüffeln, ist die Überraschung über das Baby aufgrund des vertrauten Geruchs gar nicht mehr so groß.

Mit Aufmerksamkeit und Konsequenz kommt es selten zu Eifersucht. Bei Hunden und Katzen besteht eher die Gefahr, dass sie einen ausgeprägten Schutzinstinkt entwickeln. So kann ein bisher friedfertiger Hund gegenüber Fremden knurrend und aggressiv bellend reagieren, wenn sie sich dem Kinderwagen beim Spaziergang zu sehr nähern.

Die Für- und Gegenargumente

Es gibt viele Argumente die für das Aufwachsen von Babys zusammen mit Haustieren sprechen:

  • stärkere Anreize zur Ausbildung sozialer Kompetenzen und Verantwortung gegenüber anderen Lebewesen,
  • Verringerung des Risikos Allergien zu entwickeln,
  • frühzeitiger Kontakt zu Tieren und somit auch eine intensivere Naturverbundenheit,
  • zusätzlicher Spaß- und Kuschelfaktor für alle Familienmitglieder, sofern das jeweilige Haustier entsprechende Eigenschaften besitzt und gern mit seinen menschlichen Mitbewohnern teilt

Manche Eltern haben aber auch Bedenken bezügliche:

  • der Sicherheit ihres Babys,
  • der Hygiene und Sauberkeit,
  • des zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwands, 
  • der Zufriedenheit des Haustieres,

Diese Bedenken sind durchaus gerechtfertigt, lassen sich aber häufig durch das Beachten einiger Hinweise aus der Welt schaffen.

Sowohl Hunde als auch Katzen sollten nicht mit Babys und Kleinkindern unbeaufsichtigt in einem Raum gelassen werden. Gerade bei Kleinkinder, die auf die Vierbeiner zukrabbeln, sie auch mal unsanft am Fell packen oder das Hundespielzeug als ihres betrachten, kann es zu ungewollten, tierischen Reaktionen kommen.

Das Kinderzimmer sollte für Ihr Haustier tabu sein, da sich Hund und Katze nur allzu gerne in das kuschlige Babybett zum Schlafen legen würden. Ein Netz über dem Babybett kann verhindern, dass sich die Katze auf Ihr Baby legt, während es schläft.

Umgekehrt sollten Sie auch Ihr Baby von Futternapf und Katzenklo fernhalten. Zusätzlich kann es Sinn machen, eine Katzenklappe abzuschließen, um eigenmütige Erkundungstouren Ihres Lieblings in den Garten zu verhindern.

Obwohl die Haltung von Haustieren nachgewiesenermaßen der Entwicklung von Allergien vorbeugen kann, kommt es dennoch immer wieder dazu, dass ein Kind eine Allergie gegen Tierhaare entwickelt. Diese Gefahr sollten Sie am besten schon vor der Geburt eines Kindes bedenken und bereits im Vorfeld überlegen, wo das Tier im Fall der Fälle ein schönes, neues Zuhause finden könnte.

Hinsichtlich der Sicherheiten und Hygiene sollten Eltern auch bedenken, dass

  • Katzen Überträger des Toxoplasmose-Erregers sein können. Diese können bei fehlender Immunität der Schwangeren dem Ungeborenen schaden. Ein entsprechender Bluttest in der Schwangerschaft gibt Auskunft über das Infektionsrisiko. Auch Ihre Katze können Sie auf Toxoplasmose testen lassen.
  • Tiere Parasiten, wie Würmer, Flöhe und Zecken haben und übertragen können. Häufiges Händewaschen sowie die aufmerksame Kontrolle der Haut auf Zecken sind daher wichtig.
  • Aquarien, Käfige und Terrarien kindersicher aufgestellt werden müssen und nicht ins Kinderzimmer gehören.
Fazit
Lassen Sie Ihr Haustier bewusst an den anstehenden Veränderungen teilnehmen.
Ein Haustier kann die Ausbildung von Verantwortung gegenüber anderen Lebewesen sowie die Naturverbundenheit des Nachwuchses fördern.
Allerdings kostet ein Haustier auch Geld und Zeit, überlegen Sie, ob Sie beides aufbringen können, wenn Sie Nachwuchs bekommen.
Mangelnde Hygiene mit Haustieren kann dem Kind sowohl innerhalb als auch außerhalb des Mutterleibes schaden.
Lassen Sie Ihr Baby nicht unbeaufsichtigt mit dem Haustier alleine.
terapisti testato

Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

Kommentare 2 Kommentare

21.05.2016

mandy

Also ich bin jetzt im.neunten Monat schwanger.wir haben seit acht Jahren eine Katze in der Wohnung. Zur Zeit pinkelt sie oft vor das katzenklo Ich weiß allerdings nicht ob es an ihr liegt, an dem Klo oder das sie merkt das sie bald nicht mehr so oft im Mittelpunkt steht.unsere Katze ist allgemein ein sehr eifersüchtiges Tier. Ich bin nicht zimperlich was manche Sachen angeht aber das sie zur Zeit oft daneben pullert stört mich schon gigantisch.zumal wenn ich dran denke wie unser Kind durch den Flur krabbelt später und dann ständig angst haben muss das es durch die Pfützen krabbelt. Sonst ist sie ja eigentlich ziemlich schmusesüchtig und lieb aber an manchen Tagen testet sie einen aus.

02.02.2016

Jeanny

Ich bin ehrlich enttäuscht über den Inhalt des Beitrages: Warum sollte das Kinderzimmer Sperrzone werden? Das Allergierisiko ist laut dieser Seite nachweislich im ersten Jahr sogar um 50% reduziert. Wer weiß, wie diese Alergien entstehen, wird der Studie ohnehin recht geben. http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/langzeitstudien-hunde-und-kat… "Das Kinderzimmer sollte für Ihr Haustier tabu sein, da sich Hund und Katze nur allzu gerne in das kuschlige Babybett zum Schlafen legen würden. Ein Netz über dem Babybett kann verhindern, dass sich die Katze auf Ihr Baby legt, während es schläft." Und wo liegt das Problem? Ich habe schon einige Erfahrungsberichte im netz gelesen, dass die meisten Tiere einfach nur kuschelnd daneben liegen und dem baby das siche rnichts schadet. Ich würde nur in jedem Fall einen Fellhandschuh und eine Bürste empfehlen, damit nicht zuviele Haare ausfallen. Aber auf keinen Fall werde ich unserem Kater das Kuscheln verbieten. "Obwohl die Haltung von Haustieren nachgewiesenermaßen der Entwicklung von Allergien vorbeugen kann, kommt es dennoch immer wieder dazu, dass ein Kind eine Allergie gegen Tierhaare entwickelt. Diese Gefahr sollten Sie am besten schon vor der Geburt eines Kindes bedenken und bereits im Vorfeld überlegen, wo das Tier im Fall der Fälle ein schönes, neues Zuhause finden könnte." Das passiert wohl genauso oft ohne Haustier wie Mit. Und ich persönlich wage zu bezweifeln, dass ein Haustier zu dieser Allergie führt. Da möchte ich sogar böse sein und behaupten das läge eher am Verhalten der Eltern. "Katzen Überträger des Toxoplasmose-Erregers sein können. Diese können bei fehlender Immunität der Schwangeren dem Ungeborenen schaden. Ein entsprechender Bluttest in der Schwangerschaft gibt Auskunft über das Infektionsrisiko. Auch Ihre Katze können Sie auf Toxoplasmose testen lassen." Diesen Mist lese ich echt überall und das obwohl es so nicht stimmig ist. Eine Katze kann diesen Erreger nur dann übertragen, wenn sie vorher rohes Fleisch gefressen hat und selbst dann ist es nicht sicher. Der Erreger wird im Übrigen häufiger von rohem Hühnerfleisch übertragen als beispielsweise von rohem Rindfleisch. Das geht aus einem Lehrbuch der medizinischen Parasitologie hervor. Weiterhin kann der ausgeschiedene Kot der Katze diesen Erreger erst nach ca 3 Tagen bilden und auch nachgewiesen werden. Wer sein Katzenklo also jeden Tag reinigt, kann das Ansteckungsrisiko enorm senken. Ich bin, wie viele andere Katzenbesitzer mit Vorliebe auf rohes Rindfleisch, das Beste Beispiel, dass diese These eine große Angstmacherei der Ärzte heute ist. Ich besitze seit 3 Jahren eine aufgelesene Straßenkatze und esse regelmäßig frisches Rindfleisch, um meinen Eisespiegel u halten und mein Toxotest war negativ. Kaum zu glauben oder? Und nun der letzte Punkt: "Allerdings kostet ein Haustier auch Geld und Zeit, überlegen Sie, ob Sie beides aufbringen können, wenn Sie Nachwuchs bekommen." Aha und ein Baby tut das nicht? Ein Haustier sollte genauso behandelt werden wie ein Kind und nicht aus Zeit oder Kostengründen einfach abgeschoben werden. Das ist so typisch, dass es jedem Tierliebhaber das Herz zerreißt, der diesen Satz lesen muss. Sollte man sich dann nicht lieber entscheiden kein Kind zu bekommen? Abgesehen davon kostet ein Haustier bei weitem weniger als ein Kind. Bitte liebe Eltern, die das hier lesen, lasst euch nicht dazu verleiten euer Haustier bei den ersten Anzeichen eines angeblichen Zeit oder Geldverlustes einfah in andere Hände zu geben. Euer Kind würdet ihr doch auch nicht einfach aus der Hand geben oder? Bitte liebe Redaktion, überprüft die Fakten dieses Beitrages noch einmal.

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