Schwangerschaftsdiabetes » Anzeichen, Symptome, Ernährung & Werte

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Schwangerschaftsdiabetes zeigt sich oft nach der 24. Schwangerschaftswoche und wird durch Hormone, Ernährung und genetische Faktoren beeinflusst. Trotz fehlender Symptome können die Folgen schwerwiegend sein. Durch Ernährungsumstellung und Diät kann oft Abhilfe geschaffen werden.

Dr. Verena Breitenbach

Die Autorin, Dr. Verena Breitenbach, ist eine ganzheitliche Frauenärztin mit internationalem Studium und breiter Ausbildung in Naturheilkunde, Psychosomatik, Onkologie und mehr…

Alle Beiträge des Experten

Schwangerschaftsdiabetes » Anzeichen, Symptome, Ernährung & Werte

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Eine der häufigsten Schwangerschaftskomplikationen – Schwangerschaftsdiabetes (medizinisch: Gestationsdiabetes) ist eine Störung des Zuckerstoffwechsels, der in aller Regel auf die Zeit der Schwangerschaft beschränkt bleibt. Ein überhöhter Blutzuckerspiegel kann sowohl für die Mutter, als auch ihr Kind negative gesundheitliche Folgen haben. Etwa fünf bis zehn Prozent aller schwangeren Frauen sind betroffen. Häufig zeigt sich der Schwangerschaftsdiabetes erst nach der 24. Schwangerschaftswoche. Was es nun genau damit auf sich hat und was jede werdende Mutter beachten sollte, erfährst du hier.


Mögliche Ursachen eines Schwangerschaftsdiabetes

Bis heute sind die Ursachen noch nicht abschließend und bis ins kleinste Detail geklärt. Wissenschaftler und Mediziner gehen aktuell von einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren aus:

  • Einige Schwangerschaftshormone wirken dem Hormon Insulin, welches für die Senkung des Blutzuckerspiegels verantwortlich ist, entgegen. Um einen gesunden Blutzuckerspiegel aufrechtzuerhalten, muss die Bauchspeicheldrüse deshalb immer mehr Insulin produzieren. Bei Frauen, die unter Schwangerschaftsdiabetes leiden, ist die Bauchspeicheldrüse zu einer solchen Mehrleistung nicht fähig.
  • Manche Frauen neigen aufgrund bestimmter Risikofaktoren, wie Übergewicht (BMI größer 27) oder familiäre Veranlagung allgemein zu Diabetes.
  • Einen Grund für die Ausbildung eines Schwangerschaftsdiabetes sehen viele Experten auch in einer häufig vorkommenden Fehl- oder Überernährung während der Schwangerschaft. In der irrigen Annahme „für zwei essen“ zu müssen, kann die Insulinausschüttung teilweise erheblich ansteigen.
    Kommt noch Übergewicht hinzu, kann das Insulin jedoch nicht richtig wirken. Innerhalb der Zellen entsteht eine sogenannte Insulinresistenz. Als Folge verbleibt der Zucker in der Blutbahn. Der Blutzuckerspiegel steigt.
  • Auch die Ernährungsweise mit viel Weißmehlprodukten, Süßigkeiten und süßen Getränken erhöht das Risiko.

Typische Symptome

Das Fatale ist, dass dieser spezielle Diabetes zumeist bis zur 24., oft sogar bis gegen Ende der Schwangerschaft unentdeckt bleibt, weil er keine Beschwerden auslöst. Typische Symptome eines stark erhöhten Blutzuckerspiegels, wie übermäßiger Durst oder häufiger Harndrang fehlen bei schwangeren Frauen oft. Er verursacht auch keine Schmerzen. Trotzdem können die Folgen für Mutter und Kind schwerwiegend sein.

Mögliche Folgen eines Schwangerschaftsdiabetes

Sowohl während der Schwangerschaft als auch nach der Entbindung kann es infolge eines dauerhaft überhöhten Blutzuckerspiegels während der Schwangerschaft zu folgenden Problemen kommen:

  • Harnwegsinfekte
  • Schwangerschaftsvergiftung (Gestose)
  • Infolge des hohen Blutzuckerspiegels der Mutter ist der Blutzuckerspiegel des Babys ebenfalls zu hoch. Der kindliche Organismus produziert verstärkt Insulin, was zu einem ungesunden, überproportionalem Wachstum führen kann.
  • Die Fruchtwassermenge ist zumeist überhöht, weil die ungeborenen Diabeteskinder vermehrt Urin ausscheiden. Es besteht die Gefahr einer Frühgeburt.
  • Neugeborene mit einem Geburtsgewicht über 4000 Gramm sind bei Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes keine Seltenheit.
  • Oft ist eine Kaiserschnittentbindung notwendig.
  • Aufgrund der Größe des Kindes kommt es bei Spontangeburten von Frauen, die an Schwangerschaftdiabetes leiden, gehäuft zu Problemen. Weil das Baby nicht ohne Weiteres durch den Geburtskanal passt, ist zumeist ein vorsorglicher Dammschnitt notwendig. Bei manchen Müttern mit Gestationsdiabetes kommt unter der Geburt auch die Saugglocke zum Einsatz.
  • Infolge von Unterzuckerung besteht sowohl bei der Mutter als auch beim Kind unter der Geburt Kollapsgefahr.
  • Mutter und Kind haben ein erhöhtes Risiko, im späteren Leben an Diabetes Typ 2 zu erkranken.

Schwangerschaftsdiabetes

Diagnose

Schwangere Frauen sollten aktuell nicht mehr von der Diagnose Schwangerschaftsdiabetes überrascht werden. Im Rahmen des Vorsorgeprogramms zahlen alle gesetzlichen Krankenkassen ab Beginn des sechsten Schwangerschaftsmonats einen sogenannten Vortest und falls erforderlich auch einen weiteren Kontrolltest.

Dazu trinkt die Frau auf nicht nüchtern Magen 50 Gramm in Wasser aufgelösten Zucker. Nach einer Stunde entnimmt ihr der Arzt Blut und bestimmt dessen Zuckerwert. Liegt der Wert unter 135 mg/dl, gilt der Befund als unauffällig und der Test ist beendet. Liegt er darüber, führt der Arzt einen zweiten Test durch.

Dieser Glukose-Toleranztest, auch Zuckerbelastungstest genannt, weist einen Schwangerschaftsdiabetes sicher nach.

Hierfür trinkt die Frau 75 Gramm in Wasser aufgelösten Zucker auf nüchtern Magen. Zwei Stunden später entnimmt ihr der Arzt Blut und bestimmt die Werte. Sofern der Blutzuckerwert im völlig nüchternen Zustand über 91 mg/dl liegt und zwei Stunden nach dem Belastungstest bei mehr als 152 ml/dl, liegt ein Schwangerschaftsdiabetes vor.

Achtung! Frauen, bei denen eine „Risikoschwangerschaft“ festgestellt wurde, die stark übergewichtig sind, in deren Familie gehäuft Diabetes auftritt oder die bereits ein Kind über 4000 Gramm geboren haben, sollten den Test bereits in der 13. Schwangerschaftswoche machen lassen.

Behandlung eines Schwangerschaftsdiabetes

Die gute Nachricht: Lediglich 30 Prozent aller betroffener Frauen benötigen eine Insulintherapie. In den überwiegenden Fällen kann eine Umstellung der Ernährung oder eine individuell angepasste Diät den Diabetes beheben. Wobei „Diät“ nicht heißt, das die werdende Mutter weniger essen soll, sondern das Richtige:

  • Vollkornprodukte (Sie führen zu einer langsamen Insulinausschüttung. Damit sind sie gesünder. Die Heißhungerattacken reduzieren sich.)
  • viel Gemüse und Obst. Bei Obst auf den Fruchtzucker achten!

Dagegen sollte sie auf einfache Kohlehydrate, wie sie in Kuchen, Weißbrot oder Süßigkeiten stecken, verzichten. Außerdem empfiehlt sich bezüglich der Ernährungsumstellung eine eingehende Beratung von einem Experten. Entsprechende Adressen bekommt die werdende Mutter von ihrer Hebamme oder dem behandelnden Gynäkologen.

Wie die Ernährung einer Diabetespatientin im Einzelfall aussieht, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise dem glykämischen Index einzelner Lebensmittel.

Gewichtsreduktion und Stillen senken das Risiko einer späteren Diabeteserkrankung

In einem wissenschaftlichen Langzeitversuch begleiteten Wissenschaftler circa 300 Frauen, die an einem Schwangerschaftsdiabetes litten, noch bis zu 19 Jahre nach der Geburt. Das Ergebnis: Innerhalb dieses Zeitraums entwickelte sich bei 147 von ihnen eine Diabetes Typ 2.

Indem sie ihr Kind mindestens drei Monate lang stillten, verringerten die Mütter ihr Diabetesrisiko um etwa 40 Prozent. Außerdem hing die Wahrscheinlichkeit einer späteren Diabeteserkrankung von der Reduktion des Body-Maß-Index während und nach der Schwangerschaft ab.

Fazit

  • Fünf bis zehn Prozent aller Frauen erkranken an Schwangerschaftsdiabetes.
  • Risikofaktoren sind u. a. entsprechende Erbanlagen, Übergewicht oder eine Störung des Stoffwechselprozesses aufgrund hormoneller Veränderungen.
  • Dank einer guten Schwangerschaftsvorsorge sind diabetesbedingte Komplikationen heute recht selten. Die meisten Kinder kommen völlig gesund zur Welt.
  • Allerdings besteht für betroffene Frauen ein erhöhtes Risiko, mit fortschreitendem Lebensalter an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken.
  • Deshalb sollte sich die Mutter etwa alle zwei Jahre ihre Blutzuckerwerte bestimmen lassen.
Tipps von Gynäkologin Dr. Verena Breitenbach
  • Eine vollwertige, gesunde und ausgewogene Ernährung ist in der Schwangerschaft sehr wichtig.
  • Auch der Organismus des Kindes gewöhnt sich so an eine gesunde Ernährung.
Arztgeprüft

Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

Dr. Verena Breitenbach

Die Autorin, Dr. Verena Breitenbach, ist eine ganzheitliche Frauenärztin mit internationalem Studium und breiter Ausbildung in Naturheilkunde, Psychosomatik, Onkologie und mehr…

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Mögliche Ursachen eines Schwangerschaftsdiabetes

Bis heute sind die Ursachen noch nicht abschließend und bis ins kleinste Detail geklärt. Wissenschaftler und Mediziner gehen aktuell von einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren aus:

  • Einige Schwangerschaftshormone wirken dem Hormon Insulin, welches für die Senkung des Blutzuckerspiegels verantwortlich ist, entgegen. Um einen gesunden Blutzuckerspiegel aufrechtzuerhalten, muss die Bauchspeicheldrüse deshalb immer mehr Insulin produzieren. Bei Frauen, die unter Schwangerschaftsdiabetes leiden, ist die Bauchspeicheldrüse zu einer solchen Mehrleistung nicht fähig.
  • Manche Frauen neigen aufgrund bestimmter Risikofaktoren, wie Übergewicht (BMI größer 27) oder familiäre Veranlagung allgemein zu Diabetes.
  • Einen Grund für die Ausbildung eines Schwangerschaftsdiabetes sehen viele Experten auch in einer häufig vorkommenden Fehl- oder Überernährung während der Schwangerschaft. In der irrigen Annahme „für zwei essen“ zu müssen, kann die Insulinausschüttung teilweise erheblich ansteigen.
    Kommt noch Übergewicht hinzu, kann das Insulin jedoch nicht richtig wirken. Innerhalb der Zellen entsteht eine sogenannte Insulinresistenz. Als Folge verbleibt der Zucker in der Blutbahn. Der Blutzuckerspiegel steigt.
  • Auch die Ernährungsweise mit viel Weißmehlprodukten, Süßigkeiten und süßen Getränken erhöht das Risiko.

Typische Symptome

Das Fatale ist, dass dieser spezielle Diabetes zumeist bis zur 24., oft sogar bis gegen Ende der Schwangerschaft unentdeckt bleibt, weil er keine Beschwerden auslöst. Typische Symptome eines stark erhöhten Blutzuckerspiegels, wie übermäßiger Durst oder häufiger Harndrang fehlen bei schwangeren Frauen oft. Er verursacht auch keine Schmerzen. Trotzdem können die Folgen für Mutter und Kind schwerwiegend sein.

Mögliche Folgen eines Schwangerschaftsdiabetes

Sowohl während der Schwangerschaft als auch nach der Entbindung kann es infolge eines dauerhaft überhöhten Blutzuckerspiegels während der Schwangerschaft zu folgenden Problemen kommen:

  • Harnwegsinfekte
  • Schwangerschaftsvergiftung (Gestose)
  • Infolge des hohen Blutzuckerspiegels der Mutter ist der Blutzuckerspiegel des Babys ebenfalls zu hoch. Der kindliche Organismus produziert verstärkt Insulin, was zu einem ungesunden, überproportionalem Wachstum führen kann.
  • Die Fruchtwassermenge ist zumeist überhöht, weil die ungeborenen Diabeteskinder vermehrt Urin ausscheiden. Es besteht die Gefahr einer Frühgeburt.
  • Neugeborene mit einem Geburtsgewicht über 4000 Gramm sind bei Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes keine Seltenheit.
  • Oft ist eine Kaiserschnittentbindung notwendig.
  • Aufgrund der Größe des Kindes kommt es bei Spontangeburten von Frauen, die an Schwangerschaftdiabetes leiden, gehäuft zu Problemen. Weil das Baby nicht ohne Weiteres durch den Geburtskanal passt, ist zumeist ein vorsorglicher Dammschnitt notwendig. Bei manchen Müttern mit Gestationsdiabetes kommt unter der Geburt auch die Saugglocke zum Einsatz.
  • Infolge von Unterzuckerung besteht sowohl bei der Mutter als auch beim Kind unter der Geburt Kollapsgefahr.
  • Mutter und Kind haben ein erhöhtes Risiko, im späteren Leben an Diabetes Typ 2 zu erkranken.

Schwangerschaftsdiabetes

Diagnose

Schwangere Frauen sollten aktuell nicht mehr von der Diagnose Schwangerschaftsdiabetes überrascht werden. Im Rahmen des Vorsorgeprogramms zahlen alle gesetzlichen Krankenkassen ab Beginn des sechsten Schwangerschaftsmonats einen sogenannten Vortest und falls erforderlich auch einen weiteren Kontrolltest.

Dazu trinkt die Frau auf nicht nüchtern Magen 50 Gramm in Wasser aufgelösten Zucker. Nach einer Stunde entnimmt ihr der Arzt Blut und bestimmt dessen Zuckerwert. Liegt der Wert unter 135 mg/dl, gilt der Befund als unauffällig und der Test ist beendet. Liegt er darüber, führt der Arzt einen zweiten Test durch.

Dieser Glukose-Toleranztest, auch Zuckerbelastungstest genannt, weist einen Schwangerschaftsdiabetes sicher nach.

Hierfür trinkt die Frau 75 Gramm in Wasser aufgelösten Zucker auf nüchtern Magen. Zwei Stunden später entnimmt ihr der Arzt Blut und bestimmt die Werte. Sofern der Blutzuckerwert im völlig nüchternen Zustand über 91 mg/dl liegt und zwei Stunden nach dem Belastungstest bei mehr als 152 ml/dl, liegt ein Schwangerschaftsdiabetes vor.

Achtung! Frauen, bei denen eine „Risikoschwangerschaft“ festgestellt wurde, die stark übergewichtig sind, in deren Familie gehäuft Diabetes auftritt oder die bereits ein Kind über 4000 Gramm geboren haben, sollten den Test bereits in der 13. Schwangerschaftswoche machen lassen.

Behandlung eines Schwangerschaftsdiabetes

Die gute Nachricht: Lediglich 30 Prozent aller betroffener Frauen benötigen eine Insulintherapie. In den überwiegenden Fällen kann eine Umstellung der Ernährung oder eine individuell angepasste Diät den Diabetes beheben. Wobei „Diät“ nicht heißt, das die werdende Mutter weniger essen soll, sondern das Richtige:

  • Vollkornprodukte (Sie führen zu einer langsamen Insulinausschüttung. Damit sind sie gesünder. Die Heißhungerattacken reduzieren sich.)
  • viel Gemüse und Obst. Bei Obst auf den Fruchtzucker achten!

Dagegen sollte sie auf einfache Kohlehydrate, wie sie in Kuchen, Weißbrot oder Süßigkeiten stecken, verzichten. Außerdem empfiehlt sich bezüglich der Ernährungsumstellung eine eingehende Beratung von einem Experten. Entsprechende Adressen bekommt die werdende Mutter von ihrer Hebamme oder dem behandelnden Gynäkologen.

Wie die Ernährung einer Diabetespatientin im Einzelfall aussieht, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise dem glykämischen Index einzelner Lebensmittel.

Gewichtsreduktion und Stillen senken das Risiko einer späteren Diabeteserkrankung

In einem wissenschaftlichen Langzeitversuch begleiteten Wissenschaftler circa 300 Frauen, die an einem Schwangerschaftsdiabetes litten, noch bis zu 19 Jahre nach der Geburt. Das Ergebnis: Innerhalb dieses Zeitraums entwickelte sich bei 147 von ihnen eine Diabetes Typ 2.

Indem sie ihr Kind mindestens drei Monate lang stillten, verringerten die Mütter ihr Diabetesrisiko um etwa 40 Prozent. Außerdem hing die Wahrscheinlichkeit einer späteren Diabeteserkrankung von der Reduktion des Body-Maß-Index während und nach der Schwangerschaft ab.

Fazit

  • Fünf bis zehn Prozent aller Frauen erkranken an Schwangerschaftsdiabetes.
  • Risikofaktoren sind u. a. entsprechende Erbanlagen, Übergewicht oder eine Störung des Stoffwechselprozesses aufgrund hormoneller Veränderungen.
  • Dank einer guten Schwangerschaftsvorsorge sind diabetesbedingte Komplikationen heute recht selten. Die meisten Kinder kommen völlig gesund zur Welt.
  • Allerdings besteht für betroffene Frauen ein erhöhtes Risiko, mit fortschreitendem Lebensalter an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken.
  • Deshalb sollte sich die Mutter etwa alle zwei Jahre ihre Blutzuckerwerte bestimmen lassen.
Tipps von Gynäkologin Dr. Verena Breitenbach
  • Eine vollwertige, gesunde und ausgewogene Ernährung ist in der Schwangerschaft sehr wichtig.
  • Auch der Organismus des Kindes gewöhnt sich so an eine gesunde Ernährung.
Arztgeprüft

Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

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