Ihr Baby im 12. Monat
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Ihr Baby im 12. Monat

Der 12. Lebensmonat: Wenn alles einen Namen hat - Sie geben Ihrem Baby alles, worauf es auffordernd zeigt? Wenn Ihr kleines Familienmitglied schon die ersten Worte sprechen kann, dann sollten Sie auf reines Zeigen nicht mehr erwartungsgemäß reagieren.

windeln.de Redaktion
von windeln.de Redaktion
Mo, 11/18/2013 - 15:18 Wed, 01/23/2019 - 11:39

Die Sprachentwicklung: Kauderwelsch weiterhin zulassen

Der Wortschatz, den Sie rund um den ersten Geburtstag von Ihrem Baby hören, wird vermutlich nur aus ein paar Worten bestehen. Die Wortmenge, die Ihr Kind schon versteht, würde Sie sicherlich schwer beeindrucken, wenn Sie sie aufgeschrieben sehen könnten.

Um den Wortschatz Ihres Babys zu trainieren und zu erweitern, können Sie jetzt auch kleine Fragen und Anweisungen nutzen. Die Aufforderung "Gib mir bitte Deine Tasse!" oder die Frage "Wo ist denn Dein Ball?" versteht Ihr Kind nach und nach immer besser. Zuerst wird es vermutlich mit Gesten und später mit Einwortsätzen darauf reagieren. Das gemeinsame Lesen von Büchern und Benennen von Dingen übt zusätzlich den Wortschatz Ihres Kindes.

Vergessen Sie beim Sprechen mit Ihrem Baby nie die Höflichkeitsformen "bitte" und "danke". Von Beginn an angewendet, werden diese auch für Ihr Baby und späteres Kleinkind zur Selbstverständlichkeit. Kinder lernen nämlich durch Ihre Taten, oft nicht durch Ihre Worte. Falls Sie Ihr Baby nicht verstehen, könnte es daran liegen, dass es trotz erster Wortkenntnisse gern mit Lauten experimentiert.

Ein Spiel, was nach wie vor Spaß macht und weiterhin die Sprachfähigkeit schult. Sie selbst sollten jedoch nicht allzu oft in die Babysprache verfallen, da Ihr Baby lernen soll, dass Sie nur die "Erwachsenensprache" verstehen und es allein mit den richtigen Worte, seine Wünsche verständlich äußern kann.

Alleine neue Spiele entdecken

Im zwölften Monat haben viele Babys ihren Zangengriff (Daumen-Zeigefinger-Griff) perfektioniert und eigenständige Babyspiele halten nun schon bis zu fünf Minuten an. Eine Zeitspanne, in denen Ihr Wonneproppen hin und wieder auf interessante Ideen kommt, die Sie vielleicht nicht so lustig finden.

Das Einreiben von Stoffsofas mit Babybrei, das Bewerfen des Fernsehers mit Holzklötzen oder die Nutzung der Fernbedienung als Hammer stößt nur bei wenigen Eltern auf Verzücken. Bieten Sie von vornherein Spielalternativen und stellen Sie beispielsweise alte Schüsseln und Holzlöffel zum darauf Herumklopfen bereit.

Scheuen Sie sich außerdem nicht davor, Ihrem Baby "Nein" zu sagen, wenn die Entdeckungs- und Spielideen unerwünschten Schaden verursachen.

Gemeinsam den Mittagsschlaf gestalten

War der Mittagsschlaf bisher eine wichtige Ruhepause für Ihr Baby und Sie? Das kann sich zum ersten Geburtstag ändern. Einige Babys fühlen sich mittags nicht mehr müde und andere protestieren im Zuge Ihres Unabhängigkeitsdrangs gegen das ungewollte Zubettgehen. Um dennoch eine Verschnaufpause in der Mitte des Tages einzulegen, hilft oft ein Kompromiss.

Machen Sie aus der mittäglichen Schlafpause einfach eine Vorlese- und Kuschelstunde. Das lässt Ihr Baby und Sie zur Ruhe kommen und führt bei müden Mittagsschlaf-Protestanten oft doch zum erwünschten Schlaf.

Zusammen die Welt entdecken

Im zwölften Lebensmonat angekommen, erscheint es für viele Eltern unfassbar, wie sich ihr Kleines in den letzten Wochen und Monaten entwickelt hat. Nun ist Ihr Baby sogar soweit, dass Sie es in die Vorbereitungen der ersten großen Geburtstagsfeier einbeziehen können, beispielsweise beim:

  • Kuchenbacken,
  • dem Basteln und Einpacken von Gastgeschenken,
  • Dekorieren.

Außerdem können Sie das Sprachverständnis und die Grob- sowie Feinmotorik mithilfe der folgenden Spiele trainieren:

  • Verstecken spielen,
  • gemeinsam das Lieblingsbuch lesen (lassen Sie Ihr Baby die Geschichten erzählen, sofern es schon ein paar Worte spricht),
  • Türme bauen mit Bauklötzen oder Küchenutensilien (wie Schüsseln),
  • vorm Spiegel Grimassen schneiden.

Sie waren noch nicht gemeinsam im Tierpark, Wald oder auf einem größeren Spielplatz bzw. in einer Indoor-Spielhalle? Dann sollten Sie den ersten Geburtstag als Anlass nehmen, um Ihrem Baby auch einen dieser spannenden Orte zu zeigen.

Nützliches für Babys 12. Monat

Fahrzeuge

Sobald Kinder sitzen und krabbeln können, werden kindgerechte Fahrzeuge für sie interessant. Rutschautos unterstützen die Kleinen in ihrer Fortbewegung und steigern das Interesse an der Mobilität. Für ältere Kinder sind Dreirad, Roller und Fahrrad spannende Fortbewegungsmittel.

Krabbelschuhe

Für die ersten Schritte außerhalb der Wohnung, schützen Krabbelschuhe die kleinen Entdecker vor Witterung und Verletzungen der Fußsohlen. Durch das Laufen mit den ersten Schühchen werden die Kleinkinder in das Tragen von festen Schuhen eingewöhnt. Wichtig sind dabei atmungsaktive, leichte und flexible Materialien, für eine gute Beweglichkeit der kleinen Füßchen.

Holzspielzeug

Mit einem Alter von 12 Monaten sind die Zwerge endlich alt genug, für ihr erstes schönes Holzspielzeug. Die Holzbausteine liegen angenehm in der Hand und laden zum Bauen, Stapeln und Zusammenstecken ein und fördern dadurch die kindliche Feinmotorik. Auch Puzzles aus Holz bieten großen Such- und Kombinierspaß.

DER ZWÖLFTE MONAT: ALLE ENTWICKLUNGSBEREICHE IM ÜBERBLICK

Wachstum
  • individuelle Zunahme von Gewicht und Körperlänge
  • Abweichungen von den Durchschnittswerten dürfen bis zu 1.500 g betragen
  • Durchschnittgewicht im 12. Monat: 9.000 g (Mädchen), 9.700 g (Jungen)
  • Kleidergröße: 74 bis 86
  • Schuhgröße: 15 bis 18
  • Kopfumfang: 42 bis 46 cm
Entwicklung der Sinne
  • greifbare Dinge werden sowohl mit den Händen als auch mit dem Mund erforscht
Motorische Entwicklung
  • Pinzetten-Griff (Zeigefinger-Daumen-Griff) wird perfektioniert
  • individuelle Arten der Fortbewegung werden ausprobiert und genutzt, um beispielsweise an Spielzeuge außerhalb der eigenen Reichweite zu gelangen (porutschen, krabbeln, robben, kreisen, überrollen usw.)
  • alleiniges Aufsetzen und Sitzenbleiben jetzt möglich
  • Hochziehen, erste Stehund Gehversuche
  • mit den Händen Klatschen und feinere Arbeiten (wie Ketten auffädeln) durchführen ist nun möglich 
Sprachliche Entwicklung
  • Lallmonologe: Nachahmung der in der Umgebung vorhandenen Sprachlaute
  • Übergang zu Einwortäußerungen
Eltern-Kind-Bindung
  • Äußerung des eigenen Befindens durch Mimik, Laute, erste Worte
  • Fremdeln möglich
  • sichere oder unsichere Bindung zu den Eltern
Spannende Freizeit- und Spielideen
Ernährung
Babyschlaf
  • etwa 14 Stunden Schlaf am Tag, individueller Wach-Schlaf-Rhythmus (auch nachts)
Wichtige Termine für Eltern und Baby
  • Terminvereinbarung bzw. Durchführung der Vorsorgeuntersuchung U6 (erfolgt im Zeitraum 10. bis 12. Lebensmonat)

Bild: © MNStudio - Fotolia.com

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Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

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