Babyfreie Zeit
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Babyfreie Zeit

Auszeiten nehmen ohne schlechtes Gewissen - Eltern haben einen Vollzeitjob, rund um die Uhr möchte das Baby versorgt werden, daneben warten Beruf und Haushalt - viele sehnen sich da, bei aller Liebe zu ihrem Kind, zwischendurch mal eine babyfreie Zeit herbei. 

windeln.de Redaktion
von windeln.de Redaktion
Do, 10/02/2014 - 12:37 Fri, 11/24/2017 - 10:02

Babyfreie Zeit - die Seele baumeln lassen

Nach der Geburt dreht sich alles um das Baby. Je nachdem, wer sich darum kümmert, ist Schlafmangel angesagt, die eigenen Bedürfnisse müssen hinten anstehen. Selbst, wenn sich Eltern mit der Betreuung abwechseln, ist die Zeit anstrengend.

Einfach mal ein Buch lesen ist oft nicht möglich, meldet sich doch bald schon wieder der hungrige Nachwuchs, außerdem gewinnt irgendwann schlicht die Müdigkeit Oberhand. An einen Café- oder Kinobesuch ist schon gar nicht zu denken, geschweige denn an eine Wochenendreise.

Oft fehlen einfach die kleinen Momente zwischendurch, um kurz abzuschalten und sich zu entspannen. Ungestörte Gespräche mit Freunden fehlen ebenso wie gemeinsame Stunden mit dem Partner.

In den ersten Lebensmonaten kann es schwierig sein, sich auch nur eine kurze Auszeit zu nehmen, das betrifft vor allem stillende Mütter. Dennoch ist es theoretisch möglich, auch während der Stillzeit einige babyfreie Stunden einzuplanen, wenn Sie einen kleinen Vorrat Muttermilch abpumpen und sich eine vertraute Person um das Kind kümmert.

Sofern Sie nicht zu erschöpft sind und die Versorgung gesichert ist, können Sie also durchaus mal einen Abend alleine oder zu zweit genießen, um sich anschließend voller Wiedersehensfreude mit neuem Elan Ihrem Baby zu widmen. Das ist schließlich der Sinn einer kurzen Auszeit - die Seele baumeln lassen, um sich ein wenig zu erholen und neue Kraft zu tanken.

Ab wann ist eine Auszeit zu verantworten?

In den ersten Lebensmonaten hat Ihr Baby ein besonders intensives Bedürfnis nach Ihrer Nähe. Eltern möchten Ihr Kind dann auch meist nicht alleine beziehungsweise der Obhut anderer überlassen. Ob Sie in dieser Phase dennoch eine kurze Zeit ohne Baby verantworten können, ist vor allem davon abhängig, ob es eine Person gibt, die ihm vertraut ist. Das kann der Partner sein, aber auch zu Verwandten oder einer anderen nahestehenden Person kann Ihr Kind eine engere Beziehung haben.

Lange Auszeiten sind in diesem Zeitraum natürlich weniger möglich, aber es kann schon eine Erholung sein, ungestört ein entspannendes Bad zu nehmen, mit Freunden einen Stadtbummel zu machen oder ins Kino zu gehen. Viele Eltern hält die Sorge um Ihr Kind jedoch davon ab. Konkret bedeutet das: Zeit ohne Baby zu verbringen muss erst wieder gelernt werden. Das können Sie in kleinen Schritten tun.

In verschiedenen Phasen sollten Sie allerdings keine babyfreie Zeit einplanen. Fremdelt Ihr Kind, ist es ganz besonders auf Sie angewiesen. Auch, wenn es zahnt, krank ist oder unter den Begleiterscheinungen eines Entwicklungsschubes leidet, benötigt es die Geborgenheit seiner Eltern.

Bedeutung für Eltern und Kind

Für Eltern ist eine babyfreie Zeit die Möglichkeit, Abstand vom Alltag zu gewinnen, mal wieder auf andere Gedanken zu kommen. Anschließend fällt es leichter, die täglichen Aufgaben zu bewältigen. Letztendlich profitiert auch das Baby davon, wenn Sie entspannt und weniger erschöpft sind. Ein weniger gestresster Partner wirkt sich auch auf die Beziehung harmonisierend aus.

Verbringen Sie die Zeit gemeinsam mit Ihrem Partner, können Sie all das unternehmen, was im Alltag zu kurz kommt. Das gibt Ihnen Gelegenheit, Ihre Beziehung zu festigen, mal wieder intensive Gespräche zu führen und Zärtlichkeiten auszutauschen.

Möglicherweise haben Sie ein schlechtes Gewissen, wenn Sie sich Zeit für sich selbst nehmen und währenddessen nicht für Ihr Kind da sind. Vielleicht weint es beim Abschied. Übernimmt aber eine vertraute Person die Betreuung, die mit den üblichen Abläufen und Ritualen vertraut ist, beruhigt es sich in der Regel bald wieder. Die Entwicklung kann davon profitieren, denn Ihr Kind lernt, sich auf andere Personen einzustellen, statt nur auf Sie fixiert zu sein. Da Sie ja wiederkommen und sich dann so liebevoll um Ihren Sprössling kümmern, wie gewohnt, wird das Vertrauen gestärkt.

Wer soll sich um das Kind kümmern?

Darüber machen Sie sich am besten frühzeitig Gedanken. Es sollte natürlich eine Person sein, der Sie vertrauen und die sich ausdrücklich bereit erklärt, zwischendurch mal die Verantwortung für Ihr Kind zu übernehmen.

Nehmen Sie alleine eine Auszeit, bietet sich natürlich der Partner an. Wohnen Verwandte wie die eigenen Eltern oder Geschwister in der Nähe, ist das eine weitere Möglichkeit. Taufpaten oder enge Freunde können ebenfalls in die engere Wahl fallen.

Wichtig ist vor allem, dass Ihr Kind die Person kennt. Sie muss ihm vertraut sein, es soll sich in ihrer Anwesenheit wohl und geborgen fühlen. Das erreichen Sie durch einen frühzeitigen Kontakt. Die Person Ihrer Wahl füttert das Kind idealerweise auch mal, wickelt oder badet es in Ihrer Anwesenheit. Kümmern Sie sich bereits in den ersten Lebenswochen und -monaten darum, können Sie ohne schlechtes Gewissen Ihre Auszeit nehmen.

Ideen für die babyfreie Zeit

Wie Sie diese Zeit verbringen, bleibt Ihren persönlichen Vorlieben überlassen. Sie soll ausschließlich Ihrer Entspannung dienen. Tun Sie also, was Sie am liebsten machen und wozu Sie in der Zeit mit Baby keine Gelegenheit haben.

Welche Möglichkeiten Sie haben, ist natürlich von der Dauer abhängig. Haben Sie einige Stunden zur Verfügung, bietet sich ein Besuch im Schwimmbad, in der Sauna, im Restaurant oder im Theater an. Ein Treffen mit Freunden kann ebenso bereichernd sein, wie sich bei schönem Wetter mit einem Buch in den Park zu setzen.

Steht mehr Zeit zur Verfügung, gewinnen Sie auf einer Kurzreise Abstand und können sich verwöhnen lassen. Je nach Budget soll es vielleicht der Aufenthalt in einer gemütlichen Pension sein, andere bevorzugen ein Wellness-Wochenende. Eine Wanderung oder Radtour mit Übernachtung bietet ebenfalls Entspannung.

Verbringen Sie die Zeit zusammen mit Ihrem Partner, ist endlich mal wieder Gelegenheit für traute Zweisamkeit. Andernfalls kann ein abwechslungsreiches Wochenende mit Freunden eine Wohltat sein: Sie können bis in die Nacht quatschen, morgens ausschlafen und anschließend ausgiebig frühstücken, um sich danach einer Unternehmung Ihrer Wahl zu widmen.

Was Sie tun, ist also egal: Hauptsache, Sie kommen mal raus und tun sich etwas Gutes.

Fazit
dient Ihrer Entspannung
Betreuung des Kindes durch vertraute Person
Person gut vorbereiten
weniger sinnvoll, wenn Baby fremdelt oder krank ist
schlechtes Gewissen muss nicht sein
verwöhnen Sie sich
Hebammentipps von Ina Ilmer
  • Versuchen Sie sich bewusst Freiräume zu schaffen - gemeinsam das weinende Kind zu beruhigen ist oft wenig sinnvoll - wechseln Sie sich ab! Nach einem warmen Bad in Ruhe kann man sich wieder viel besser und kraftvoller um das kleine Kind kümmern.
  • Versuchen Sie bewusst auch den Kindsvater von Anfang an in den Alltag mit Baby einzubeziehen. Nicht nur die Mutter soll eine Vertrauensperson für das Baby darstellen, sondern auch der Papa. Häufig zählt das Ins-Bett-Bringen zu den Aufgaben des frischgebackenen Vaters.
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Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

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