Der richtige Kinderwagen: Sicher und bequem auf allen Wegen

Werdende Mütter müssen an vieles denken. Vor allem bei der Wahl des Kinderwagens stehen unzählige Varianten zur Auswahl, vom Buggy bis zum Kombikinderwagen. Hier gibt es die wichtigsten Informationen zu den unterschiedlichen Modellen, den wichtigsten Marken und dem vielen praktischen Zubehör für den Kinderwagen.

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Kinderwagen Berater

Kinderwagen - mit dem Nachwuchs unterwegs

Egal ob in der warmen oder kalten Jahreszeit: wenn es nach draußen geht, ist ein Kinderwagen über lange Zeit nach der Geburt der geschützte Ort für´s Baby. Bei der Vielzahl der angebotenen Modelle soll der nachstehende Berater eine Entscheidungshilfe für werdende Eltern bieten.


1. Was muss ein Kinderwagen können?

Ein Kinderwagen bedeutet Sicherheit für die Kleinen und Freiheit für die ganze Familie. Dementsprechend sind die Ansprüche an die praktischen Wagen besonders bei jungen Müttern und Vätern hoch: Was muss ein Kinderwagen also mitbringen, um den Kleinen eine gemütliche und sichere Umgebung für den täglichen Spaziergang geben zu können?

Sportwagen, Buggy oder Zwillingswagen?

Welches Modell soll es sein? Der Sportwagen für Ausflüge in die Natur, der gemütliche Liegebuggy oder der klassische Kinderwagen? Soll es ein Kinderwagen von MAXI-COSI, CYBEX, Teutonia oder einer der vielen anderen namhaften Marken sein? Kinderwagen gibt es nicht nur von vielen Herstellern, sondern auch in unterschiedlichsten Ausführungen und Ausstattungen.

Vor der Anschaffung sollte man sich daher ausführlich mit den einzelnen Details und Varianten auseinandersetzen. Diese sind: Kombikinderwagen, Buggy, Baby Jogger, Geschwisterwagen und Zwillingsbuggy. Auch Sets und Travelsysteme sind erhältlich, die mehrere Varianten in einem Kinderwagen vereinen.

Prinzipiell unterscheidet man drei grundlegende Formen:

  1. Klassische Wagen, in denen das Kind bequem liegen kann
  2. Kombimodelle, die sich vom Kinderwagen zum Buggy umbauen lassen
  3. Geschwisterwagen mit mehreren Sitzen

Haben sich Zwillinge angekündigt, kann die werdende Mama einen Kinderwagen kaufen, der beide Schätze in nur einem Wagen sicher und bequem transportiert.

Die richtige Kombination aus Design und Zubehör finden

Neben der Funktionalität bieten die verschiedenen Marken eine üppige Auswahl an Designs, die kaum Wünsche offen lassen. So entstehen Sets, welche nicht nur den Kinderwagen beinhalten, sondern auch vielfältiges Zubehör. Dazu gehören unter anderem Fußsäcke, eine Tragetasche, Sonnenschirme und eine schöne Kinderwagenkette. Besonders beliebt sind auch hier 3in1-Angebote oder ein funktionales Travelsystem.

Wer sich hier die Auswahl erleichtern möchte, kann sich auch einfach an den Top 10 der Kinderwagen orientieren.


2. Vor dem Kauf: Der Kinderwagen-Check

Ein funktionaler Kinderwagen muss viele Anforderungen erfüllen, insbesondere mit Blick auf den Fahr- und Liegekomfort sowie die Sicherheit:

Doch auch das richtige Zubehör will mit Bedacht ausgewählt werden:


3. Welches Modell passt zu uns?

Sicher und stabil sollen Kinderwagen alle sein. Aber was zählt darüber hinaus? Werdende Mütter und Väter richten sich hier im Allgemeinen nach den folgenden Faktoren:

  • Wie lange ist der Kinderwagen nutzbar?
  • Wie ist die Handhabung beim Spaziergang?
  • Ist der Kinderwagen zusammenklappbar?
  • Können verschiedene Sitze am Wagen befestigt werden?

Insbesondere die Flexibilität bei der Sitzauswahl ist vielen Eltern wichtig. Hier gilt es, auf den richtigen Adapter zu achten, um Babywanne, - schale oder Autositz auch wirklich sicher befestigen zu können.

Besondere Ansprüche erfordern besondere Kinderwagen. Daher gibt es hier eine große Auswahl an Kombikinder- und Geschwisterwagen – mit wertvollen Tipps und Informationen zu jedem Modell, dem passenden Zubehör sowie vielen weiteren Details.

Kombi-Modelle sind die Alleskönner unter den Kinderwagen. Das Multitalent lässt sich mit wenigen Handgriffen umbauen und ist dadurch besonders lange nutzbar.

Die Vorteile im Überblick:

  • lässt sich bereits für Säuglinge nutzen
  • begleitet dank Umbaufähigkeit bis ins Kleinkindalter
  • je nach Variante inklusive herausnehmbarer Babywanne oder kuscheliger Softtragetasche
  • durch verstellbare Liegefläche zum Sportwagen umbaubar

Ein Kombikinderwagen bietet somit die größte Auswahl an Funktionen und Möglichkeiten. Für spezielle Ansprüche lohnt es sich jedoch, auch andere Modelle in Betracht zu ziehen, die im Folgenden näher vorgestellt werden.


Nach dem herkömmlichen Kinderwagen folgt der Umstieg auf den Buggy. Wann genau das soweit ist, daran scheiden sich – wie so oft – die Geister. Generell gilt: Sobald das Kind selbstständig und vor allem stabil sitzen kann, ist die Nutzung eines Buggys möglich. Das ist meist zwischen dem 6. und 9. Monat der Fall.

Die Vorteile im Überblick:

  • geeignet für Kleinkinder bzw. sobald das Kind sitzen kann
  • unkomplizierte Klapptechnik
  • wendige und leichte Handhabung
  • geringes Transportvolumen und leichtes Verstauen
  • auch als Liegebuggy, Sport- und Zwillingsbuggy erhältlich

Buggys sind somit ideal für den schnellen Spaziergang zwischendurch und können überall hin mitgenommen werden.


Sportliche Eltern schwören auf den Baby Jogger. Eine besonders robuste Federung und größere Reifen machen es möglich, dass Babys auch am täglichen Fitnessprogramm teilhaben können. So ist die Bikini-Figur schnell wieder erreicht, ohne die Kinder zu vernachlässigen.

Die Vorteile im Überblick:

  • geeignet, sobald das Kind stabil sitzen kann
  • für sportliche Aktivitäten konstruierte Bauweise
  • geländegängig durch stabile Federung und große Reifen
  • komfortabel und dennoch handlich verstaubar
  • sehr wendig durch dreirädrige Bereifung

Diese Art von Kinderwagen ist perfekt für fitnessbewusste Mütter und Väter. Der Baby Jogger hat nur einen Nachteil: Es gibt jetzt keine Ausrede mehr, keinen Sport zu machen.


Manchmal kommt das Glück im Doppelpack. Wer sich über Zwillinge freuen darf oder schon kurze Zeit nach der Geburt des ersten Kindes wieder in freudiger Erwartung ist, muss aber nicht zwei Kinderwagen kaufen. Für diese Fälle gibt es Geschwister- oder Zwillingswagen.

Die Vorteile im Überblick:

  • geeignet für Zwillinge und Geschwisterkinder mit geringem Altersunterschied
  • erhältlich in verschiedenen Varianten für 2 oder 3 Kinder, die entweder nebeneinander oder im Tandem sitzen
  • in unterschiedlichen Modellen erhältlich: Kinderwagen oder Buggy

Diese Modelle sind deutlich praktischer und meist günstiger als der Kauf mehrerer einzelner Kinderwagen. Die wichtigste Entscheidung ist hierbei wohl die Frage, wie die Sitze angeordnet sein sollen: Nebeneinander oder hintereinander? Wer sich bei dieser Frage nicht sicher ist, der sollte einen Blick auf unsere detaillierten Berater zum Thema Geschwisterwagen und Zwillingsbuggys werfen:


Kinderwagen-Set

Mit einem Set ist man für alle Eventualitäten gerüstet. Ob der tägliche Spaziergang oder die Reise mit dem Auto zu den Großeltern: Dank Easy-Fix-System und verschiedenen Aufsätzen ist für alles Nötige gesorgt.

Die Vorteile im Überblick:

  • begleitet durch die gesamte Baby- und Kleinkindzeit
  • 3in1: Lieferumfang bestehend aus Babywanne (oder Babyschale), Autositz und Sportwagen
  • je nach Set mit passendem Zubehör inklusive
  • Easy-Fix-System: durch Adapter einfache Montage der verschiedenen Aufsätze auf dem Fahrgestell
  • auch als Travelsystem erhältlich
  • in der Regel preisgünstiger als die Einzelteile

Ein Blick auf die Top 10 der Kinderwagen ist bei der Entscheidung immer hilfreich. Darüber hinaus gibt es aber noch einige Punkte, die in unserem Berater für Kinderwagensets nachzulesen sind.


4. Worauf ist vor dem Kauf zu achten?

Bevor ein Kinderwagen gekauft wird, ist es empfehlenswert, sich über einige Details zu informieren. Denn schließlich soll der Wagen nicht nur gut aussehen, sondern auch seine Funktion zuverlässig erfüllen.

Um alle Punkte, die beim Kauf eines Kinderwagens wichtig sind, im Blick zu haben, hilft eine Checkliste. Hier kann zwischen der Ausstattung des gewünschten Modells und den einzelnen Variationen verglichen werden. Die Checkliste kann entweder selbst angefertigt werden oder man lädt sie sich einfach hier im PDF-Format herunter. So kann man sich entspannt auf die Suche nach dem passenden Kinderwagen machen und sich insgeheim schon auf ausgedehnte Spaziergänge mit dem Kind freuen.

Fahr- und Liegekomfort

Ein angenehmes Handling für die Mama und eine bequeme Liegefläche für das Baby sind das A und O eines Kinderwagens.

  • Liegekomfort:
    An erster Stelle steht der Liegekomfort des Kindes. Rückenlehne und Fußstütze müssen groß genug und stufenlos oder in mehreren Stufen für Sitz-, Ruhe- und Liegeposition verstellbar sein. Eine gute Federung schützt die Wirbelsäule des Kindes vor Unebenheiten und Erschütterungen.
    Oft sind diese versteckt verbaut – also nicht verzagen, falls die Federung nicht direkt ins Auge fällt.

  • Griff:
    Die Griffe eines Kinderwagens sollten sich in der Höhe auf die Körpergröße anpassen lassen – das ist besonders wichtig, wenn unterschiedlich große Personen mit ihm unterwegs sind. Für einen hohen Schiebekomfort ist es wichtig, dass sich der Griff in Höhe des Bauchnabels befindet oder sich auf diese Höhe einstellen lässt.
    Einige Modelle haben auch Teleskopschieber, die sich nach oben und unten verstellen lassen sowie Knickschieber, deren Höhe durch das Abwinkeln angepasst wird. Bei beiden Variationen sind außerdem Schwenkgriffe möglich, die sich wahlweise zu einem der Wagenenden umlegen lassen – das Kind blickt so entweder in oder entgegengesetzt der Fahrtrichtung. Schwenkschieber sind besonders praktisch, wenn die Sonne blendet oder das Baby lieber zur Mutter schaut; wenn es größer ist aber die Umgebung sehen möchte.

  • Liegehöhe bei Kinderwagen:
    Die meisten Kinderwagen haben eine Liegehöhe von unter 50 cm. Menschen über 1,80 m spüren die Belastung des häufigen Heraus- und Hereinlegens des Kindes im Rücken. Rückenschonender sind Varianten mit einstellbarer oder fester Liegehöhe von mindestens 90 cm. Der Buggy ist von dieser Faustregel allerdings ausgeschlossen, denn hier sollten die Kinder selbst ein- und aussteigen können.

  • Reifen – Luft oder Gummi?
    Bei den Reifen am Kinderwagen ist zunächst zwischen Luft- und Hartgummireifen zu unterscheiden.
    Hartgummireifen sind recht leicht und wendig, federn jedoch kaum Stöße ab. Sie sind passend bei normalen Straßenverhältnissen. Lufträder haben hingegen eine bessere Federung und sind besonders wald- und wiesentauglich; müssen allerdings regelmäßig aufgepumpt werden.
    Eine gute Alternative sind Luftkammerreifen. Diese kombinieren die Vorteile der beiden Ausführungen. Sie federn ähnlich gut wie Lufträder und sind dazu deutlich wartungsärmer, da aus ihnen keine Luft entweichen kann.

  • Räder – Fest oder schwenkbar?
    Die Entscheidung, ob Luft- oder Hartgummiräder feststehend oder schwenkbar sein sollen, beeinflusst das Handling des Kinderwagens merklich. Hier ist vor allem der Untergrund, auf dem der Wagen gefahren wird, ausschlaggebend. Auf ebenem Untergrund und in der Stadt sind schwenkbare Räder ideal. Der Wagen lässt sich damit leicht schieben und ist sehr wendig.
    Bei unebenem Gelände eignen sich indes feststehende Räder besser, denn sie reagieren nicht auf die Bodenbeschaffenheit. Auf dem Land sind zudem größere Reifen vorteilhaft, da sie eine bessere Federung besitzen.
    Flexibilität gewinnt man durch die Möglichkeit, zwischen festgestellten und beweglichen Rädern zu wechseln. Einige Modelle bieten diese Funktion.

  • Click-Systeme – Baby auf Reisen:
    Isofix – Die schnelle und sichere Befestigungsmöglichkeit für den Autositz ist in aller Munde. Doch braucht man das System zwingend und was ist, wenn das eigene Auto nicht mit einer Isofix-Halterung ausgerüstet ist?
    Generell gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Autositz des Kinderwagens zu befestigen. Dank zuverlässiger Gurtsysteme sitzt das Baby auch ohne Isofix sicher und geborgen im elterlichen Auto. Schneller und bequemer geht es hingegen mit einem cleveren System. Isofix ist dabei wohl das bekannteste, aber nicht das einzige Click-System, das die Babyschale beziehungsweise den Autositz mit einer im Auto montierten Basis sicher verbindet.
    Autos, die nicht mit Isofix ausgestattet sind, können leicht nachgerüstet werden.

  • Maße:
    Sowohl Klappmaß als auch das Gewicht des Wagens sollten passend sein, damit der Wagen leicht verstaut werden kann. Die Maße des Kinderwagens und des Autos sollten also vor dem Kauf abgeglichen werden. Es ist auch wichtig zu wissen, ob der Kinderwagen ausreichend Stauraum für eine Tragetasche aufweist.

  • Siegel:
    TÜV, Stiftung Warentest und andere Verbrauchermagazine prüfen die gängigen Wagen regelmäßig auf Sicherheit und Fahreigenschaften. Ihre Siegel stehen für Stabilität und Fahrsicherheit und dienen als Orientierungshilfe.

  • Bremsen:
    Ein wichtiges Sicherheitskriterium erfüllen TÜV-geprüfte Bremsen. Als Standardvariante gelten Feststellbremsen, welche beide Hinterräder blockieren. Bei einem Kinderwagen mit Schwenkgriff sollte darauf geachtet werden, dass sich die Hinterradbremse in beiden Fahrtrichtungen nutzen lässt.
    Die Bremsen sollten indes leicht festzustellen sein, sodass man den Kinderwagen beim Abstellen unkompliziert sichern kann und ein Wegrollen verhindert wird. Zusätzlich sind einige Modelle mit einer Handbremse ausgestattet, was besonders beim Joggen und in abschüssigem Gelände Vorteile bringt.
    Viele Kinderwagen haben Bremsen, die sich manuell einstellen lassen und von Zeit zu Zeit nachgestellt werden können.

  • Anschnallvorrichtung:
    Beim Kinderwagenkauf wird die Anschnallvorrichtung der Sitzeinheit leider häufig nicht beachtet. Diese ist jedoch wichtig, um das Kind am Herausfallen und dem Herausklettern zu hindern. Als Sicherheitsgurt bewährt haben sich Fünfpunktgurte. Richtig bequem wird es für das Kind, wenn die Gurte im Schulterbereich gepolstert sind.

  • Kippsicherheit:
    Außerordentlich wichtig ist die Kippsicherheit des Kinderwagens. Werden Kinderwagen zu kopflastig beansprucht, können sie nach hinten kippen – beispielsweise, wenn eine schwere Tasche am Griff hängt.
    Generell stehen Kinderwagen mit einem breiten Radstand stabiler. Viele Modelle sind darüber hinaus mit praktischen Tragekörben unter der Sitzfläche ausgestattet. Auf diese Weise können Taschen oder Einkaufstüten untergebracht werden, ohne dass deren Gewicht den Wagen zum Kippen bringen.
    Auch die Entscheidung bezüglich der Anzahl der Räder ist ein wichtiges Kriterium. Dreirädrige Kinderwagen sind meist sehr wendig und geländegängig. Verglichen mit einer vierrädrigen Konstruktion ist die Kippsicherheit jedoch nicht immer hundertprozentig gewährleistet. Es besteht außerdem die Gefahr, dass das einzelne Vorderrad an Bordsteinkanten wegknickt und den Wagen zum Kippen bringt. Hier ist also Vorsicht geboten.

  • Klappmechanismus:
    Die meisten Kinderwagen lassen sich zusammenklappen. Das ist sehr praktisch, da man den Wagen so leicht in den Kofferraum laden oder verstauen kann. Jedoch ist hier unbedingt darauf zu achten, dass der Klappmechanismus mit einer Arretierung am Gestell gegen unbeabsichtigtes Zusammenfalten gesichert ist. Am besten ist es, wenn Verstellmöglichkeiten durch ein Klicken hörbar einrasten.

  • Gewichtsklasse:
    Die Gewichtsklasse bestimmt das Gewicht, das ein Kind haben kann, um im Kinderwagen sicher gefahren werden zu können.

  • Kleinteile:
    Eltern sollten darauf achten, dass es am Kinderwagen keine Kleinteile gibt, die abnehmbar sind. Das Baby könnte die