Dammmassage
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Hebammengeprüft

Dammmassage

Der beste Zeitpunkt ist ab der 34.Schwangerschaftswoche - Die Dammmassage ist eine bewährte Methode, um das Gewebe zwischen Scheide und After auf die Geburt vorzubereiten. Unter der Geburt wird der Damm stark beansprucht: Durch den hohen Druck, den das Baby ausübt, und die Dehnung, kann es am Damm zu Rissen kommen.

Ina Ilmer - Hebamme & Mutter
von Ina Ilmer
Hebamme & Mutter
Di, 05/06/2014 - 08:50 Wed, 05/15/2019 - 12:51

Dammmassage: So können Sie einem Dammriss vorbeugen

Dehnt sich die Scheidenöffnung nicht ausreichend oder kommt es zu Komplikationen bei der Geburt, nehmen Ärzte bei medizinischer Indikation Dammschnitte vor. In der Regel soll sich das Gewebe allerdings bei zu wenig Platz selbst helfen, da Risse meist komplikationsärmer und schneller heilen als Schnitte.

Mit einer regelmäßigen Dammmassage kann einem Dammriss oder -schnitt unter Umständen vorgebeugt werden: Durch die Massage wird das Gewebe deutlich elastischer und weicher.

Der beste Zeitpunkt für Schwangere, um mit der Massage des Damms zu beginnen, ist ab der 34. Schwangerschaftswoche. 3 bis 4 Mal pro Woche für etwa 5 bis 10 Minuten sollten Sie den Damm mit etwas Mandel- oder Jojobaöl massieren.

Auch wenn es keine Garantie gibt, dass der Damm unter der Geburt nicht doch verletzt wird: Mit einer regelmäßigen Dammmassage wird die Chance erhöht, ohne Risse oder einen Schnitt durch die Geburt zu kommen.

Dammmassage: So geht's

Mit einer sanften Massage, die jede Schwangere ganz leicht zu Hause durchführen kann, wird der Damm gedehnt, elastischer und besser durchblutet. Um den gewünschten Effekt zu erzielen, sollten Frauen die Massage etwa 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin, also ab der 34. Schwangerschaftswoche, mindestens 3 bis 4 Mal pro Woche, aber am besten täglich anwenden.

Für die Massage eignen sich vor allem pflanzliche Öle, wie zum Beispiel hochwertige Weizenkeimöle, Jojoba- oder Mandelöl. Einige Hersteller bieten einen Mix verschiedener Öle speziell für die Massage des Dammgewebes an. Sie können auch Ihre Hebamme nach einem geeigneten Öl fragen.

Bevor Sie mit der Massage beginnen, sollten Sie sich eine entspannte Umgebung schaffen. Vielleicht nehmen Sie vorher ein Bad und machen es sich dann auf dem Sofa oder im Bett bequem. Für die Dammmassage gibt es nicht die eine Position, die am besten geeignet ist. Probieren Sie einfach aus, wie es für Sie am bequemsten ist.

Hauptsache, Sie fühlen sich wohl und verkrampfen nicht. Viele Frauen gehen in die Hocke oder führen die Massage im Stehen durch, wobei ein Bein zum Beispiel auf dem Badewannenrand oder einem Stuhl aufgestellt ist. Aber auch im Liegen kann die Dammmassage durchgeführt werden.

Achten Sie zunächst darauf, dass Ihre Hände sauber und Ihre Fingernägel nicht zu lang sind, um Verletzungen vorzubeugen. Geben Sie nun etwas Öl auf ihre Finger und verreiben Sie es zwischen Ihren Fingern, damit es leicht erwärmt wird.

Dammmassage

Führen Sie Ihren Daumen vorsichtig in die Vagina ein und massieren mit Ihren Fingerspitzen den inneren und äußeren Dammbereich mit sanft kreisenden Bewegungen von links nach rechts. Sie können ganz langsam den Druck erhöhen, sollten aber immer darauf achten, dass Sie bei der Massage keine Schmerzen haben.

Nun führen Sie den Daumen vollständig in die Vagina ein und dehnen das Gewebe strahlenförmig Richtung Anus. Zum Schluss wölben Sie mit dem Daumen den Damm nach außen und unten. Sie spüren dabei einen Widerstand, der jedoch nicht weh tun sollte. Wenn Sie bei der Durchführung der Dammmassage unsicher sind, wenden Sie sich an Ihre Hebamme.

Wichtig: Manipulationen im Dammbereich können zu vorzeitigen Wehen führen. Bei Infektionen im Scheidenbereich sollte keine Dammmassage durchgeführt werden.

Alternativen zur Dammmassage

Auch wenn die Dammmassage einen positiven Effekt auf die Geburt haben kann: Nicht alle Frauen können sich mit dieser intimen Form der Massage anfreunden. Um das Gewebe zwischen Vagina und Anus trotzdem zu lockern, sind Sitzbäder aus Lindenblüten und Heublumen eine Alternative.

Bei Krampfadern im Genitalbereich sollten Sie allerdings keine Sitzbäder vornehmen, da diese dadurch verstärkt werden können. Sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrer Hebamme.

Fazit
Eine Dammmassage kann einem Dammriss oder -schnitt vorbeugen
Die Massage dehnt das Gewebe zwischen Scheide und After
Mindestens 3 bis 4 Mal pro Woche für etwa 5-10 Minuten
Empfohlen etwa ab der 36. Schwangerschaftswoche
Für die Massage eignen sich pflanzliche Öle
Alternativen zur Dammmassage sind Sitzbäder
Hebammentipps von Ina Ilmer
  • Dammmassagen sind besonders effektiv wenn davor ein Heublumendampfsitzbad zur Lockerung der Gewebes gemacht wird.
  • Meine Empfehlung : Einölen des Dammbereiches gerne schon ab der 34. SSW. Massage erst ab der 36. SSW.
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Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

 
 
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*Natürlich halten sich viele Babys nicht an einen bestimmten Termin. Die meisten werden im Zeitraum von zwei Wochen davor oder danach geboren. Auch der Frauenarzt wird den Geburtstermin im Laufe der Schwangerschaft noch korrigieren.

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