Mutterschutz bei einer Frühgeburt
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Ihr Mutterschutz bei einer Frühgeburt

Der Mutterschutz für Frühchen-Mamas - Kommt ein Kind noch vor dem Beginn des gesetzlich zugesicherten Mutterschaftsurlaubs (6 Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin) bzw. vor dem ärztlich vermuteten Geburtstermin zur Welt, verlängern sich der Mutterschaftsurlaub und somit auch die Zahlung des Mutterschaftsgeldes.

windeln.de Redaktion
von windeln.de Redaktion
Mo, 12/30/2013 - 19:37 Fri, 11/24/2017 - 12:14

Der Mutterschutz für Frühchen-Mamas im Detail

Wird ein Baby zu früh geboren, ist das für viele Eltern mit einem längeren Krankenhausaufenthalt verbunden. Erst nach Erreichen der errechneten 37. Schwangerschaftswoche sind die meisten Frühgeborenen gesundheitlich in der Lage, Zuhause bei ihren Eltern und Geschwistern zu sein. Angesichts der Tatsache, dass Babys bereits ab der 24. Lebenswoche überlebensfähig sein können, sichert die Gesetzeslage in Deutschland finanzielle Unterstützung für Arbeitnehmerinnen zu.

Grundsätzlich gilt nach dem deutschen Mutterschutzgesetz: Eine Schwangere wird sechs Wochen vor der Geburt von ihrer beruflichen Tätigkeit freigestellt und erhält (wenn sie gesetzlich krankenversichert ist) Mutterschaftsgeld in Höhe ihres durchschnittlichen Nettoeinkommens. Nach der Geburt setzt sich dieser Mutterschaftsurlaub um weitere acht Wochen fort. Bei einer Frühgeburt verlängert er sich auf zwölf Wochen. Die Zeit, die vor der Geburt aufgrund einer früheren Entbindung nicht in Anspruch genommen wurde, kann die Mutter in den Mutterschaftsurlaub nach der Geburt verschieben.

Das bedeutet zum Beispiel: Kommt ein Baby sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt, stehen der Mutter nach der Geburt 18 Wochen (6 Wochen + 12 Wochen) Mutterschaftsurlaub zu. Das gesetzliche Beschäftigungsverbot in den ersten acht Wochen nach der Geburt ist sowohl von der Mutter als auch vom Arbeitgeber zu befolgen. Bei einer Frühgeburt verlängert sich dieser Zeitraum laut dem Mutterschutzgesetz § 6 auf 12 Wochen plus den Zeitraum der Schutzfrist, die aufgrund der früheren Geburt vor dem errechneten Entbindungstermin nicht Anspruch genommen werden konnte.

Die Auszahlung des Mutterschaftsgeldes erfolgt über die gesetzliche Krankenkasse in Kombination mit einem Arbeitgeberzuschuss. Ist eine Mutter nicht gesetzlich versichert, stehen ihr unter Umständen Mutterschaftsgeldleistungen seitens des Bundesversicherungsamts zu.

Auf das Elterngeld bzw. Elterngeld plus hat eine Frühgeburt leider negative Auswirkungen: Elterngeld gibt es immer nach dem tatsächlichen Geburtstermin. Das heißt, dass auch nach einer Frühgeburt immer sofort das Mutterschafts- mit dem Elterngeld verrechnet wird. Somit geht Müttern nach einer Frühgeburt anrechnungsfreies Elterngeld verloren.

Das Recht auf eine Hebammen-Betreuung in den ersten zehn Tagen nach der Geburt ändert sich mit einem Frühchen nicht. Wird eine Hebamme auch nach Ablauf dieses Zeitraums benötigt, kann sie einfach vom Kinderarzt verordnet werden. Besonders die Umstellung vom Klinikalltag auf das Leben Zuhause lässt sich mit der Begleitung einer Hebamme oftmals reibungsloser gestalten.

In der Regel akzeptieren Krankenkassen die Verordnung von Hebammenleistungen im ersten Lebensjahr anstandslos. Mehr Informationen rund um Mutterschutz, Mutterschaftsgeld und Leistungsansprüche bei einer Frühgeburt erhalten Sie auch auf der Internetseite des Bundesverbandes "Das frühgeborene Kind" e.V..

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