Elternzeit für Väter
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Elternzeit für Väter

Elternzeit für Väter: eine ideale Gelegenheit, sich um die Betreuung des Kindes zu kümmern und eine engere Bindung aufzubauen. Väter haben als Arbeitnehmer ebenso wie Mütter einen gesetzlichen Anspruch auf Elternzeit, nicht alle Arbeitgeber stehen dem jedoch positiv gegenüber. Es ist daher wichtig, die geltenden Fristen für die Antragstellung beachten. Dann steht einer schönen gemeinsamen Zeit nichts mehr im Wege.

windeln.de Redaktion
von windeln.de Redaktion
Mo, 12/09/2013 - 16:39 Wed, 10/24/2018 - 07:40

Warum gehen Väter in Elternzeit?

Dies kann verschiedene Gründe haben. Ein Grund ist sicher, die Gelegenheit zu nutzen, mehr Zeit mit dem Kind zu verbringen, es aufwachsen zu sehen und zu einer engeren Bezugsperson zu werden. Während der Elternzeit ist Gelegenheit für gemeinsame Unternehmungen, vielleicht auch für einen Urlaub, Sie lernen den Alltag mit Ihrem Kind kennen und können beobachten, wie es sich entwickelt.

Eine andere Motivation kann sein, die Mutter nach der Geburt zu entlasten oder ihr den späteren beruflichen Wiedereinstieg zu erleichtern. Daneben können finanzielle und berufliche Faktoren eine Rolle spielen, ob und wie lange Väter in Elternzeit gehen.

Viele Väter machen die Entscheidung, in Elternzeit zu gehen, von der beruflichen Rollenverteilung abhängig: Sind sie Alleinverdiener, sind beide Elternteile berufstätig oder war bisher die Mutter Hauptverdienerin?

Damit kommen finanzielle Aspekte ins Spiel, denn der Anspruch auf Elternzeit erstreckt sich für beide Elternteile auf drei Jahre, Elterngeld wird jedoch nur für maximal 14 Monate gewährt. Anders, wenn Sie Elterngeld Plus beziehen (gilt für alle Kinder, die ab dem 01.07.2015 geboren wurden). Möchten Sie als Vater in Elternzeit gehen, sollten Sie daher vor der Antragstellung die Zeiträume und die finanzielle Situation sorgfältig abwägen.

Fristen für die Anmeldung

Mütter haben als Arbeitnehmerinnen gegenüber Vätern einen Vorteil: Sie genießen den gesetzlichen Mutterschutz und sind daher sicher vor einer Kündigung, wenn sie direkt für den Zeitraum nach der Geburt Elternzeit anmelden möchten.

Während der Elternzeit genießen auch Väter Kündigungsschutz, je nach Verhältnis zum Arbeitgeber und dessen Einstellung besteht allerdings das Risiko, vor Antritt der Elternzeit gekündigt zu werden.

Dies lässt sich jedoch umgehen: Als Vater müssen Sie die Elternzeit mindestens sieben Wochen vor geplantem Antritt schriftlich beim Arbeitgeber beantragen. Der Kündigungsschutz beginnt frühestens acht Wochen vor Antritt der Elternzeit. Sie sollten die Anmeldung daher maximal acht Wochen vor Antrittstermin einreichen, dürfen aber die Frist von sieben Wochen nicht unterschreiten.

Sind Sie unsicher, wie Ihr Arbeitgeber eingestellt ist, empfiehlt es sich, die geplante Elternzeit nicht vorher anzusprechen oder zu beantragen. Tun Sie dies beispielsweise zehn Wochen vor Antritt, bleiben einem unwilligen Arbeitgeber noch zwei Wochen für eine fristgerechte Kündigung. Beachten Sie die Fristen, besteht dieses Risiko nicht.

Berufliche Nachteile?

Sicher sind viele Arbeitgeber der Elternzeit gegenüber positiv eingestellt, aber es gibt auch andere Meinungen. So ist es theoretisch möglich, dass Sie direkt nach der Elternzeit nicht mehr an Ihren vorherigen Arbeitsplatz zurückkehren können.

Sie haben nach Ihrer Rückkehr Anspruch auf einen gleichwertigen Arbeitsplatz: Es darf keine finanzielle Benachteiligung entstehen, es könnten aber vorher zugestandene Kompetenzen entzogen werden, sofern diese nicht vertraglich vereinbart sind.

Dies muss nicht sein, je nach Ihrem Verhältnis zum Arbeitnehmer und dessen Einstellung sollten Sie die Möglichkeit jedoch in Betracht ziehen, wenn Sie sich entscheiden, in Elternzeit zu gehen.

Allerdings überwiegen die Vorteile, insbesondere die gemeinsame Zeit mit dem Kind, sicher die möglichen Nachteile: Eine enge Bindung zu Ihrem Kind hält ein Leben lang und die schönen gemeinsamen Momente in den ersten Monaten sind kaum zu ersetzen.

Scheuen Sie sich daher nicht, diese besondere Zeit mit all ihren Möglichkeiten zu nutzen. Sind Sie unsicher, besteht die Möglichkeit, vor der Elternzeit den Betriebsrat zu kontaktieren, um sich Erfahrungswerte und Ratschläge einzuholen.

Als Vater in Elternzeit gehen - Vorteile und mögliche Nachteile
engere Bindung zum Kind aufbauen
Zeit für gemeinsame Unternehmungen und Urlaub
die Mutter entlasten
Fristen beachten, um keine Kündigung vorab zu riskieren
Arbeitgeber können nach der Rückkehr unterschiedlich reagieren

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