Kinderyoga – Bewegung, die zur Entspannung führt | Windeln.de

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Eltern, die ihre Kinder für Yoga begeistern möchten, sollten sich an speziell ausgebildete Kinderyogalehrer wenden. Die Kurse sind oft kürzer als für Erwachsene und beinhalten Geschichten, Bilder und spielerische Asanas. Praktische Hinweise wie Kleidung und Zeitpunkt der letzten Mahlzeit sollten beachtet werden.

Nadine Langhard

Nadine Langhard ist Ergotherapeutin und seit 10 Jahren in Irland tätig. Sie fördert die Entwicklung von Kindern spielerisch, betont die Freude am Handeln und unterstützt die Selbstständigkeit. Nadine teilt ihre Erfahrungen…

Alle Beiträge des Experten

Kinderyoga – Bewegung, die zur Entspannung führt | Windeln.de

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Bewegung tut Kindern einfach gut und stellt dabei nur einen der vielen Vorteile des Kinderyoga dar. Denn Yoga hilft nicht nur der körperlichen sondern auch der geistigen Verfassung: es steigert die Flexibilität, verbessert das Körpergefühl, stärkt die Konzentrationsfähigkeit und die Sinneswahrnehmung. Yoga baut Stress ab und die Kinder lernen abzuschalten und sich bewusst zu entspannen.


Yoga – was ist das überhaupt?

Yoga kommt aus Indien und wurde dort schon vor über 2000 Jahren gelehrt. Das Wort Yoga bedeutet soviel wie „anschirren“ oder „verbinden“ und soll helfen Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Dies geschieht unter anderem durch eine Reihe von Körperübungen (Asanas), Atemübungen (Pranayamas), Entspannungstechniken und Mantren-Gesang.

Ursprünglich wurde Yoga als eine philosophische Lehre betrachtet. Den Beginn des körperlichen Yoga stellt das Hatha Yoga dar, welches als Grundlage der modernen Yogapraxis angesehen wird und als die klassischste Form des Yoga gilt.

Heutzutage gibt es viele Varianten des Yoga: das Bikram-Yoga, welches durch das Üben in einem sehr warmen Raum die Beweglichkeit steigern soll, Vinyasa Yoga für die Kondition oder Aerial Yoga für fortgeschrittene Schüler – um nur einige Yoga Arten zu nennen. So kann sich jede(r) Interessierte die für sie / ihn geeignete Variante auswählen.

Wie unterscheidet sich Kinderyoga von Erwachsenenyoga?

Kinderyoga ist weitaus spielerischer gestaltet als Yoga für Erwachsene. Durch das Einbeziehen von Bildern und Geschichten wird die Fantasie angeregt und die oft spielerischen Namen der Asanas ziehen Kinder leicht in ihren Bann und regen zum Nachahmen an.

Der kindliche Drang nach Bewegung und die Spielgefährten in der Gruppe motivieren die Kinder mitzumachen. Außerdem finden sie durch ihre natürliche Neugier leichten Zugang zu den im Kinderyoga oftmals angewendeten Entspannungsübungen, Affirmationen (kurze, positiv formulierte Sätze, die wiederholt gesprochen werden) und dem Mantren-Gesang.

Eine Yoga-Einheit für Kinder ist meist kürzer als bei Erwachsenen, was aber ganz vom Alter der Kinder abhängt.

Kinderyoga – ab jedem Alter möglich

Babys können mit Mama oder Papa einen Baby-Eltern-Yogakurs belegen. Dort werden sie auf dem Arm ihrer Eltern in die Übungen eingebunden. Kleinkinder sind dagegen schon in der Lage, bestimmte Yoga-Übungen selbst auszuprobieren. Praktizieren Sie als Eltern Yoga daheim, so können Sie ohne weiteres Ihr Kind mit einbeziehen, indem Sie es leichte Stellungen nachahmen lassen. Am Besten übt es sich auf einer Yogamatte oder einem Teppich, so dass Ihr Kind sich nicht verletzen kann, sollte es mal das Gleichgewicht verlieren.

Ab ca. drei Jahren kann Ihr Kind schon einen Yoga-Kurs besuchen, wo den Kleinen mit viel Spiel und Spaß die Grundlagen beigebracht werden. In einigen Fällen bieten Kindergärten und KITAs entsprechende Kurse an. Für Grundschüler und Teenager haben die Schulen eventuell Yoga im Freizeitangebot – ansonsten sicher ein Yoga-Studio in Ihrer Nähe.

Praktische Hinweise

Wenn Sie einen Kurs für Ihr Kind suchen, sollten Sie darauf achten, dass der jeweilige Yoga-Lehrer durch eine Zusatzausbildung speziell für Kinderyoga ausgebildet ist. Bleiben Sie in der ersten Stunde ruhig erst einmal dabei, um auch ein Gefühl für die Qualität des Unterrichts zu bekommen. Die Gruppengröße sollte eine Anzahl von 10 Kindern nicht überschreiten.

Ihr Kind sollte bequeme Kleidung und rutschfeste Socken tragen, damit es an allen Übungen teilhaben kann. Packen Sie Ihrem Kind zusätzlich ein warmes Sweatshirt oder eine leichte Decke für den Entspannungsteil der Yogastunde ein.

Da Yoga den ganzen Körper beansprucht, ist es besser, zwischen der letzten Mahlzeit und der Yogastunde ungefähr eine Stunde verstreichen zu lassen.

Befindet sich Ihr Kind in ärztlicher oder therapeutischer Behandlung, ist es angeraten, die Teilnahme Ihres Kindes am Yogakurs vorab sowohl mit dem Arzt / Therapeuten als auch mit dem / der Yogalehrer/in zu besprechen.

Fazit

  • Yoga tut Körper und Geist gut und unterstützt bei Kindern die Aufmerksamkeit und das Körpergefühl.
  • Yoga ist eine uralte indische Lehre und Hatha Yoga die klassischste Form des körperlichen Yogas.
  • Kinderyoga ist spielerisch gestaltet und regt die Fantasie an.
  • Schon Babys und Kleinkinder können beim Yoga miteinbezogen werden.
  • Ab drei Jahren kann Ihr Kind einen Yogakurs besuchen.
  • Diverse praktische Hinweise sollten beachtet werden, wenn Ihr Kind an einem Yogakurs teilnimmt.
terapisti testato

Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

Nadine Langhard

Nadine Langhard ist Ergotherapeutin und seit 10 Jahren in Irland tätig. Sie fördert die Entwicklung von Kindern spielerisch, betont die Freude am Handeln und unterstützt die Selbstständigkeit. Nadine teilt ihre Erfahrungen…

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Unsere Ratgeber:

Bewegung tut Kindern einfach gut und stellt dabei nur einen der vielen Vorteile des Kinderyoga dar. Denn Yoga hilft nicht nur der körperlichen sondern auch der geistigen Verfassung: es steigert die Flexibilität, verbessert das Körpergefühl, stärkt die Konzentrationsfähigkeit und die Sinneswahrnehmung. Yoga baut Stress ab und die Kinder lernen abzuschalten und sich bewusst zu entspannen.


Yoga – was ist das überhaupt?

Yoga kommt aus Indien und wurde dort schon vor über 2000 Jahren gelehrt. Das Wort Yoga bedeutet soviel wie „anschirren“ oder „verbinden“ und soll helfen Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Dies geschieht unter anderem durch eine Reihe von Körperübungen (Asanas), Atemübungen (Pranayamas), Entspannungstechniken und Mantren-Gesang.

Ursprünglich wurde Yoga als eine philosophische Lehre betrachtet. Den Beginn des körperlichen Yoga stellt das Hatha Yoga dar, welches als Grundlage der modernen Yogapraxis angesehen wird und als die klassischste Form des Yoga gilt.

Heutzutage gibt es viele Varianten des Yoga: das Bikram-Yoga, welches durch das Üben in einem sehr warmen Raum die Beweglichkeit steigern soll, Vinyasa Yoga für die Kondition oder Aerial Yoga für fortgeschrittene Schüler – um nur einige Yoga Arten zu nennen. So kann sich jede(r) Interessierte die für sie / ihn geeignete Variante auswählen.

Wie unterscheidet sich Kinderyoga von Erwachsenenyoga?

Kinderyoga ist weitaus spielerischer gestaltet als Yoga für Erwachsene. Durch das Einbeziehen von Bildern und Geschichten wird die Fantasie angeregt und die oft spielerischen Namen der Asanas ziehen Kinder leicht in ihren Bann und regen zum Nachahmen an.

Der kindliche Drang nach Bewegung und die Spielgefährten in der Gruppe motivieren die Kinder mitzumachen. Außerdem finden sie durch ihre natürliche Neugier leichten Zugang zu den im Kinderyoga oftmals angewendeten Entspannungsübungen, Affirmationen (kurze, positiv formulierte Sätze, die wiederholt gesprochen werden) und dem Mantren-Gesang.

Eine Yoga-Einheit für Kinder ist meist kürzer als bei Erwachsenen, was aber ganz vom Alter der Kinder abhängt.

Kinderyoga – ab jedem Alter möglich

Babys können mit Mama oder Papa einen Baby-Eltern-Yogakurs belegen. Dort werden sie auf dem Arm ihrer Eltern in die Übungen eingebunden. Kleinkinder sind dagegen schon in der Lage, bestimmte Yoga-Übungen selbst auszuprobieren. Praktizieren Sie als Eltern Yoga daheim, so können Sie ohne weiteres Ihr Kind mit einbeziehen, indem Sie es leichte Stellungen nachahmen lassen. Am Besten übt es sich auf einer Yogamatte oder einem Teppich, so dass Ihr Kind sich nicht verletzen kann, sollte es mal das Gleichgewicht verlieren.

Ab ca. drei Jahren kann Ihr Kind schon einen Yoga-Kurs besuchen, wo den Kleinen mit viel Spiel und Spaß die Grundlagen beigebracht werden. In einigen Fällen bieten Kindergärten und KITAs entsprechende Kurse an. Für Grundschüler und Teenager haben die Schulen eventuell Yoga im Freizeitangebot – ansonsten sicher ein Yoga-Studio in Ihrer Nähe.

Praktische Hinweise

Wenn Sie einen Kurs für Ihr Kind suchen, sollten Sie darauf achten, dass der jeweilige Yoga-Lehrer durch eine Zusatzausbildung speziell für Kinderyoga ausgebildet ist. Bleiben Sie in der ersten Stunde ruhig erst einmal dabei, um auch ein Gefühl für die Qualität des Unterrichts zu bekommen. Die Gruppengröße sollte eine Anzahl von 10 Kindern nicht überschreiten.

Ihr Kind sollte bequeme Kleidung und rutschfeste Socken tragen, damit es an allen Übungen teilhaben kann. Packen Sie Ihrem Kind zusätzlich ein warmes Sweatshirt oder eine leichte Decke für den Entspannungsteil der Yogastunde ein.

Da Yoga den ganzen Körper beansprucht, ist es besser, zwischen der letzten Mahlzeit und der Yogastunde ungefähr eine Stunde verstreichen zu lassen.

Befindet sich Ihr Kind in ärztlicher oder therapeutischer Behandlung, ist es angeraten, die Teilnahme Ihres Kindes am Yogakurs vorab sowohl mit dem Arzt / Therapeuten als auch mit dem / der Yogalehrer/in zu besprechen.

Fazit

  • Yoga tut Körper und Geist gut und unterstützt bei Kindern die Aufmerksamkeit und das Körpergefühl.
  • Yoga ist eine uralte indische Lehre und Hatha Yoga die klassischste Form des körperlichen Yogas.
  • Kinderyoga ist spielerisch gestaltet und regt die Fantasie an.
  • Schon Babys und Kleinkinder können beim Yoga miteinbezogen werden.
  • Ab drei Jahren kann Ihr Kind einen Yogakurs besuchen.
  • Diverse praktische Hinweise sollten beachtet werden, wenn Ihr Kind an einem Yogakurs teilnimmt.
terapisti testato

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