Ohrenschmerzen bei Babys und Kleinkindern
Ohrenschmerzen bei Babys und Kleinkindern
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Ohrenschmerzen bei Babys und Kleinkindern

Schmerzen in den Ohren sind bei kleinen Kindern vergleichsweise häufig - Ohrenschmerzen entstehen bei vielen Kindern oft in der Erkältungszeit und sollten unbedingt ärztlich behandelt werden.

windeln.de Redaktion
von windeln.de Redaktion
Mi, 09/17/2014 - 11:02 Wed, 10/11/2017 - 14:44

Ohrenschmerzen bei Babys und Kleinkindern erkennen

Sie haben das Gefühl, dass Ihr Kind schlechter hört als sonst oder es sehr gereizt ist und sich ständig an den Kopf bzw. die Ohren fasst. Dann können Ohrenschmerzen die Ursache hierfür sein.

Weitere Symptome, die sich vereinzelt oder gar nicht zeigen können, sind:

  • Fieber
  • Übelkeit 
  • Erbrechen 
  • starkes Unwohlsein

Aufgrund einer bakteriell- oder virusbedingten Infektion kann sich das Innenohr mit Flüssigkeit füllen, die das Hörvermögen beeinträchtigt. Da bei kleinen Kindern und Babys die Gehörgänge sehr eng sind, ist das Ablaufen der Flüssigkeit häufig behindert. Es entsteht ein Druck auf den Ohren und dadurch mitunter sehr starke Ohrenschmerzen.

Wird der Druck zu groß, kann es passieren, dass das Trommelfell einen kleinen Riss bekommt und die zähe Flüssigkeit durch das Ohr nach außen entweicht. Dieser Riss heilt erst nach einigen Wochen und bedarf unbedingt der ärztlichen Behandlung und Beobachtung.

Fremdkörper, Wasser oder ein harmloser Ohrenschmalzpfropf können ebenso zu Ohrenschmerzen führen und zusätzlich schmerzhafte Entzündungen hervorrufen. In diesem Fall ist ebenfalls die Untersuchung und Behandlung durch einen HNO- oder Kinderarzt immer empfehlenswert.

Erste Hilfe bei Ohrenschmerzen

Schmerzen in den Ohren sind bei kleinen Kindern vergleichsweise häufig. Etwa jedes fünfte Kind unter vier Jahren hat mindestens einmal im Jahr eine Ohrinfektion, die durch eine Erkältung ausgelöst wird. Da Ohrenschmerzen für viele Kinder sehr quälend sind, verschreiben Kinderärzte bei einer bestehenden Infektion im Ohr häufig entzündungshemmende Schmerz- und Fiebersäfte.

Auch eine antibiotische Behandlung kann je nach Krankheitsfall sinnvoll sein und führt zur Verminderung des Drucks in den Ohren sowie der Eindämmung der Entzündung.

Stellen Sie Zuhause Ohrenschmerzen fest und können nicht sofort Ihren Kinderarzt aufsuchen, sollten Sie zu Nasentropfen für Babys bzw. Kleinkinder greifen. Diese, in die Nase geträufelt, wirken auch im Ohr abschwellend und schmerzlindern und machen die Verbindung zwischen Rachenraum und Mittelohr wieder frei.

Sogenannte Kamille- oder Zwiebelauflagen sind bei Schmerzen in den Ohren meist ebenso hilfreich. Dafür brauchen Sie nur je nach dem eine Hand voll getrocknete Kamillenblüten oder einige, frisch geschnittene, rohe Zwiebelstückchen in ein Stofftaschentuch oder eine Stoffwindel zu geben, etwas anzuwärmen (z.B. über heißem Wasserdampf) und aufs schmerzende Ohr zu legen.

Das stark duftende, ätherische Öl der Kamille bzw. der Zwiebel verbessert die Belüftung des Ohrs und hemmt eine vorliegende Entzündung.

Stopfen Sie keine Watte in ein schmerzendes Ohr. Das kann die Symptome verschlimmern. Auch für die Vorbeugung sind Wattebäuschchen im Ohr nicht geeignet. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht in Zugluft gerät und bei kalten Temperaturen eine Mütze trägt.

Zusammenfassung: Mittelohrentzündung als häufige Ursache

Ohrenschmerzen lassen sich bei Kleinkindern und Babys nicht immer sofort feststellen und sind teilweise nur mit Symptomen wie Gereiztheit und Unwohlsein verbunden. Die Ursache liegt meist in einer Mittelohrentzündung, die viele Kinder im Kleinkind- und Kindergartenalter bekommen.

Ohrenschmerzen sollten stets kinderärztlich behandelt werden. Hat ein Kind immer wieder Schmerzen in den Ohren sollte eine Untersuchung beim HNO-Arzt vereinbart werden. Vergrößerte Rachenmandeln oder Nasenpolypen könnten dafür die Ursache sein und müssen gegebenenfalls behandelt werden.

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