Milien bei Babys (Milia neonatorum)
Milien bei Babys (Milia neonatorum)
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Milien bei Babys (Milia neonatorum)

Eine ärztliche Behandlung ist häufig nicht notwendig - Babyhaut ist sehr empfindlich. Da sich Unterhautfettgewebe und Schweißdrüsen erst nach der Geburt vollständig entwickeln, kann es durch verschiedene Einflüsse auf die Haut zu Hautproblemen, wie Milchschorf, Babyakne oder auch Milien kommen.

mseeberger
von windeln.de Redaktion
Mo, 08/03/2015 - 11:20 Tue, 11/07/2017 - 17:17
Inhalt

Ursachen

Bei vielen Babys entwickeln sich bereits im ersten Lebensmonat Milien, auch Grießkörner genannt. Dabei handelt es sich um harmlose, kleine Pickelchen auf der Haut, die häufig nach einigen Tagen oder Wochen von selbst wieder verschwinden.

Die Ursache von Grießkörnern liegt laut medizinischen Erkenntnissen im Einfluss mütterlicher Hormone, die sich kurz nach der Geburt noch im Körper der Babys befinden. Diese sorgen für eine Art Überreaktion der Talgdrüsen, die dann die Grießkörner auf der Haut entstehen lassen.

Milien erkennen

Hautveränderungen beim Baby wirken auf viele Eltern beunruhigend und sind zurecht häufig mit dem Gang zum Kinderarzt verbunden. Auch wenn Grießkörner auf der Babyhaut keine gesundheitlichen Probleme verursachen, gibt es beispielsweise auch schwerere Infektionskrankheiten (wie Scharlach), die Ausschläge verursachen. Dies voneinander zu unterscheiden fällt vielen Eltern ohne entsprechende medizinische Vorbildung und Erfahrung schwer.

Milien sind häufig stecknadelgroße, weiße Pünktchen, die aus Hornmaterial bestehen. Treten sie einmal auf, vermehren sie sich häufig schnell. Sie treten häufig im Gesichtsbereich eines Babys auf und sind nicht ansteckend. Im Gegensatz zu anderen Hautveränderungen, wie die Babyakne, sind die grießkornartigen Pickel nicht rötlich und treten auch nicht flächenartig sondern eher als einzelne weißliche, kleine Pickel auf.

Behandlung häufig nicht nötig

Da Milien weder für Schmerzen sorgen und im Regelfall nach einigen Tagen bis Wochen wieder von alleine verschwinden, sehen Kinderärzte grundsätzlich von einer Behandlung dieser vergleichsweise harmlosen Hautveränderung ab. Sie raten in der Regel sogar dazu, keine Behandlung vorzunehmen, da Verletzungen rund um die Haut der Grießkörner durch Aufdrücken und Kratzen Raum für Infektionen bietet.

Auch die Behandlung mit Cremes reizt die zarte Babyhaut häufig zusätzlich und ist daher nicht ratsam. Erst wenn die Milien sich über mehrere Wochen oder Monate nicht mehr zurückbilden oder immer wieder erneut auftreten, werden Behandlungsmöglichkeiten in Betracht gezogen.

© Vitalinko - Fotolia.com

Fazit
Milien sind eine schmerzlose, spontan auftretende und in der Regel nach einigen Wochen vollständig abklingende Hautveränderung.
Milien, auch Grießkörner genannt, zeigen sich als stecknadelkopfgroße, weiße Pickelchen aus Hornmaterial und treten meist im Gesicht auf.
Eine ärztliche Behandlung ist häufig nicht notwendig.
Das Ausdrücken oder Wegkratzen sollte unterlassen werden, da es zu kleinen Verletzungen der Haut führt, die sich entzünden können.
Die Behandlung mit Hautcremes kann Babyhaut unnötig reizen und gegebenenfalls für weitere Hautveränderungen (Rötungen, andere Pickelchen) sorgen.
Tipp
von Hebamme Ina Ilmer
  • Bei der Wochenbettbetreuung wird Sie Ihre Hebamme hinsichtlich der Pflege der empfindlichen Babyhaut gerne beraten
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Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

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