Kopfgneis, Milchschorf, schuppige Haut
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Kopfgneis, Milchschorf, schuppige Haut

Tipps zur Hautpflege Ihres Babys - Kennen Sie den Anblick von angebrannter Milch? Auf einigen Babyköpfen ist etwa ab dem dritten Lebensmonat ein ähnlicher Milchschorf zu sehen. Dieser besteht aus harten, gelben, verkrusteten Schuppen, ist jedoch vom harmloseren Kopfgneis zu unterscheiden.

windeln.de Redaktion
von windeln.de Redaktion
Do, 01/09/2014 - 17:45 Wed, 10/11/2017 - 14:43

Der Unterschied zwischen Kopfgneis und Milchschorf

Da sogar einige Kinderärzte keine Differenzierung zwischen Milchschorf und Kopfgneis vornehmen, ist es für Eltern erste recht nicht einfach, beide Hautveränderungen klar voneinander abzugrenzen. Grundsätzlich gilt, dass beide Schuppenbildungen sich auf der Kopfhaut sowie im Gesicht bilden können.

Der Milchschorf kann sich zusätzlich an anderen Körperstellen, wie Armen und Beinen ausbreiten. Während der Kopfgneis aufgrund einer Talgüberproduktion entsteht, beschwerdefrei verläuft und mit der weiteren Babyentwicklung von allein wieder verschwindet, kann Milchschorf zu Juckreiz oder Schmerzen führen.

Hilfreiche Tipps zur Hautpflege bei Kopfgneis

Die gelblichen Schuppen des fachmedizinisch als Seborrhoisches Ekzems bezeichneten Kopfgneises sind aus ärztlicher Sicht harmlos, werden jedoch teilweise von der Umwelt eines Babys als unschön empfunden. Meist bildet sich der Kopfgneis innerhalb der ersten drei Monate wieder zurück. Bei einigen Kindern besteht er bis zum Grundschulalter.

Dies ist allerdings aus kosmetischer Sicht aufgrund des Kopfhaarwuchses kein Problem. Möchten Eltern dennoch den Kopfgneis bei ihrem Baby oder Kleinkind entfernen, so sollte dies keinesfalls durch das Abkratzen mit dem Fingernagel erfolgen.

Dies kann zu leichten Verletzungen der Kopfhaut führen, die sich entzünden können. Eine Kopfmassage mit Öl und das Einwirken eines babyhautverträglichen Öls hilft oftmals die teigfarbenen Schuppen sanft zu entfernen. Dies kann allerdings einige Wochen oder auch Monate dauern.

Das sollten Sie bei Milchschorf beachten

Eine nässende, gerötete Hautpartie mit Ausschlag und festen, borkigen Schuppen. Dieses Hautbild zeigt sich oft, wenn ein Baby unter Milchschorf leidet. Im Gegensatz zum Kopfgneis ist Milchschorf für das Baby auch deutlich durch starkes Jucken spürbar.

Ebenfalls besteht ein medizinischer Zusammenhang mit der Hauterkrankung Neurodermitis, der jedoch von der Forschung noch nicht klar erkannt wurde. Ist ein Baby an Milchschorf erkrankt hat es statistisch gesehen eine höhere Wahrscheinlichkeit später an Neurodermitis zu erkranken.

Fettcremes, Teeumschläge sowie Schuppenlösungen können bei einer intensiven Schuppenbildung und starkem Juckreiz Linderung bewirken. Eine kinderärztliche Behandlung ist bei einer normalen Hautpflege oftmals nicht erforderlich.

Die häufigere, ärztliche Beobachtung des Milchschorfes ist allerdings angeraten, da sich einerseits die nässenden Stellen mit Pilzen oder Bakterien entzünden können und mit entsprechenden desinfizierenden, antientzündlichen Cremes behandelt werden müssen.

Andererseits können bei der Entwicklung weitere Hauterkrankungen, wie der Neurodermitis, frühzeitig Therapiemaßnahmen eingeleitet werden.

Wird der Juckreiz für das Baby so groß, dass es quengelt und sich ständig kratzt, können folgende Tipps helfen:

  • Ziehen Sie Ihrem Kind über Nacht dünne Overalls und Fäustlinge an, um Kratzen und eventuell dadurch entstehende Neuinfektionen der Haut zu verhindern.
  • Greifen Sie auf unparfümierte Pflegeprodukte zurück, da diese die Haut nicht so sehr reizen.
  • Bedenken Sie, dass zu häufiges Baden die Haut Ihres Kindes austrocknet und somit Milchschorf begünstigt.
  • Vermeiden Sie Überhitzung
  • Verzichten Sie weitestgehend auf Baby- und Kinderkleidung aus Kunstfasern.

Sollten Sie und Ihr Arzt sich unsicher sein, welche Hautveränderung bzw. -erkrankung bei Ihrem Kind vorliegt, können Sie auch einen Fachmediziner aufsuchen.

Viele Hautärzte geben gern ausführlich Auskunft über die Entwicklung und die Besonderheiten der empfindlichen Baby- und Kinderhaut.

© Svetlana Fedoseeva - Fotolia.com

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