Babys Stuhlgang
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Babys Stuhlgang: Was sagt der Windelinhalt über das Befinden aus?

Die Art des Windelinhalts ist stark mit den Entwicklungsschritten eines Babys verbunden - In einigen Fällen können die Konsistenz, der Geruch und die Farbe des Stuhlgangs allerdings auch Hinweise auf eine Erkrankung geben.

windeln.de Redaktion
von windeln.de Redaktion
Di, 04/28/2015 - 12:10 Wed, 10/11/2017 - 14:44

Alles eine Frage der Entwicklung: auch beim Stuhlgang

Die Art des Windelinhalts ist stark mit den Entwicklungsschritten eines Babys verbunden. So unterscheiden sich beispielsweise die Windelinhalte von Neugeborenen, Flaschen- und Stillkindern häufig stark. Innerhalb der ersten Stunden nach der Geburt zeigt sich das sogenannte Kindspech (Mekonium) in der Neugeborenenwindel. Seine Farbe ist grün-schwarz und es erscheint fast teerartig und klebrig.

Gerade die frischgebackenen Väter erinnert diese Art des Stuhls, der überwiegend verschlucktes Fruchtwasser beinhaltet, an Motoröl. Im Gegensatz zu den später folgenden Stuhlarten erweist sich Kindspech in der Regel als geruchslos. In den ersten vier Tagen wird das Kindspech nach und nach durch einen helleren Stuhlgang abgelöst. Dies ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass der Darm des Neugeborenen begonnen hat, die Mutter- bzw. Säuglingsnahrungsmilch gut zu verdauen. 

Ein Baby hat in den ersten 4 Lebenswochen in der Regel ein- bis fünfmal täglich Stuhlgang. Danach ist es normal, dass gestillte Kinder häufig mehrere Tage lang keinen Stuhlgang haben. Wenn Beikost gefüttert wird oder das Babys Ersatznahrung erhält, sollte der Stuhlgang regelmäßig, am besten täglich, erfolgen.

Je nachdem, ob das Neugeborene Muttermilch oder Säuglingsnahrung erhält, zeigt sich auch der Stuhl unterschiedlich. Stillbabys haben häufig breiig-cremigen Stuhl in gelber Farbe. Der Geruch ist nicht unangenehm. Die Farbe hängt auch davon ab, was die stillende Mama gegessen hat. So sorgt der Genuss von Spinat zwar nicht für eine veränderte Farbe der Muttermilch, schlägt sich allerdings häufig in einem grünlichen Windelinhalt nieder.

Stillende Mamas haben oft die Sorge, dass ihr Baby unter Durchfall leidet, da der Stuhl sehr dünn erscheint. Dies ist bei vielen Stillbabys normal, sollte allerdings bei Bedarf dennoch ärztlich abgeklärt werden. Ein grünlich-schleimig-schaumiger Stuhl kann beispielsweise darauf hindeuten, dass das Baby nur einen unzureichenden Teil der Muttermilch erhält.

Lässt sich die grüne Farbe des Stuhls nicht auf die Ernährung der Mutter zurückführen, kann eine zu schnelle, noch zu unreife Darmtätigkeit die Farbursache sein. In seltenen Fällen ist eine heilpflanzliche, medikamentöse Behandlung für eine gesunde Verdauung des Babys ratsam. Diese (auch das Geben von Tees) sollte allerdings immer mit der Hebamme oder dem Kinderarzt abgesprochen werden.

Erhält ein Säugling die Flasche anstatt die Brust, zeigt sich der Stuhlgang eher erdnussbutter- und teigartig mit gelb- bis grünlich-brauner Farbe. Der Stuhlgeruch ist intensiver als der von Babys, die ausschließlich Muttermilch erhalten.

Medikamente, die die Art des Stuhlgangs beeinflussen

Erhält ein Baby ein zusätzliches Eisenpräparat als Nahrungsergänzung zeigt sich der Windelinhalt häufig sehr dunkel. Die nahezu grün-schwarze Farbe wird durch die Eisengabe verursacht. Tritt solch eine Stuhlfarbe ohne die Gabe von Eisenpräparaten auf, kann es sich bei der dunklen Verfärbung auch um Blut handeln. Dies sollte unbedingt ärztlich abgeklärt werden.

Feste Nahrung = festerer Stuhlgang

Die Umstellung von Mutter- bzw. Säuglingsnahrung auf Brei und feste Nahrung hat auch Auswirkung auf den Stuhlgang. Konsistenz und Geruch verändern sich besonders im Vergleich zum Stillstuhl deutlich. Der Stuhl ist in der Regel noch breiig, riecht allerdings strenger und die Farbe ist häufig dunkler.

Teilweise befinden sich auch noch unverdaute Speisereste, wie Maiskörnchen, Heidelbeer-Häute oder Tomatenstückchen im Stuhl. Dies ist in vielen Fällen normal und deutet darauf hin, dass Speiseteile den Darmdurchgang zu schnell passiert haben bzw. der Darm noch nicht in der Lage ist bestimmte Nahrungsmittel vollständig zu verdauen. Gerade wenn ein Baby besonders viel und hastig isst, kann dies vorkommen.

Verstopfung, Durchfälle, Blut- und Schleimbeimengungen

Wasserähnlich, übelriechend in gelblicher, grünlicher oder brauner Farbe quillt oder spritzt Durchfall häufig durch die Windel. Kommen die Durchfälle sehr oft in kurzer Zeit (binnen weniger Stunden) vor und werden sie zudem noch von Erbrechen begleitet, besteht besonders für Babys und Kleinkinder die Gefahr der Dehydrierung/Austrocknung.

Suchen Sie, wenn Ihr Kind schlapp, blass, teilnahmslos sowie die Fontanelle eingesunken wirkt, unbedingt einen Arzt auf. Gegebenenfalls ist eine Infusion für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr notwendig. Auch bei Schleim- und Blutbeimengungen ist ärztlicher Rat zu suchen. Treten die Durchfälle auf, ohne dass sie das Wohlbefinden des Babys beeinträchtigen, sollte dennoch der Kinderarzt gefragt werden, wenn Eltern sich unsicher sind oder der Durchfall länger als 2 bis 3 Tage anhält. Dies gilt auch bei Verstopfung.

Harter Stuhl kann ebenfalls sehr anstrengend für ein Baby sein. Zu wenig Flüssigkeit oder auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit verursachen beispielsweise harten Stuhl. Mit Pflaumen- oder Birnensaft kann die Verdauung natürlich gefördert werden. Die Gabe von Tees und Medikamenten sollte stets unter Aufsicht des Arztes oder der Hebamme erfolgen.

Da sehr harter Stuhl mitunter zu Verletzungen am Anus führen kann, findet sich bei Verstopfungen hin und wieder auch Blut in der Windel. Milcheiweißallergien und Infektionen können ebenfalls Blut im Stuhl verursachen. Altes schwarzes Blut im Stuhl kann auch teilweise von einer wunden Brustwarze beim Stillen herrühren. Dies ist für das Baby unbedenklich. Es sollte dennoch ärztlich abgeklärt werden, ob dies tatsächlich die Ursache ist.

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Fazit
Konsistenz des Stuhlgangs ist stark von der Nahrung und Entwicklungsphase des Babys abhängig
ein- bis fünfmal Stuhlgang am Tag sind normal, ab der 4ten Lebenswochen bleibt der Stuhlgang bei vollgestillten Kindern allerdings auch einige Tage aus
bei Unsicherheiten, Schleim- und Blutbeimengungen, anhaltendem Durchfall und häufiger Verstopfung ärztlichen Rat suchen
verdauungsförderliche Medikamente und Tees nur nach Rücksprache mit Hebamme oder Kinderarzt geben

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