Probleme in der Stillzeit » Hilfreiche Stellen | windeln.de

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Für Mütter, die Schwierigkeiten beim Stillen haben, gibt es in Deutschland verschiedene Anlaufstellen, die Unterstützung und Beratung anbieten. Hebammen bieten praktische Hilfe und Beratung während des Wochenbetts und darüber hinaus. Die La Leche Liga, ein ehrenamtlicher Verein, bietet Stillgruppen und Beratung an. Professionelle Unterstützung gibt es auch bei den Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC, die Einzelberatungen anbieten, die jedoch in der Regel kostenpflichtig sind. Die Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen e.V. (AFS) bietet ebenfalls kostenlose Beratung und Gruppentreffen für stillende Mütter an.

windeln.de Redaktion

Wir sind eine bunte Mischung aus erfahrenen Eltern, kreativen Köpfen und Fachleuten aus den Bereichen Erziehung und Gesundheit. Gemeinsam bringen wir regelmäßig spannende, informative und herzliche Inhalte zu Dir, um Deinen Familienalltag zu bereichern.

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Ina-Sophia Ilmer

Ina Ilmer ist eine leidenschaftliche Hebamme mit dem Wunsch, Frauen bei der Geburt zu unterstützen und Vorurteile abzubauen. Sie betreut Neugeborene…

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Hier finden junge Mütter Hilfe – Muttermilch ist die beste Nahrung für das Baby. Aber nicht bei allen jungen Müttern klappt das Stillen auf Anhieb. Verunsicherung und großer Frust sind die Folge, die nicht selten zum frühen Abstillen und dem Griff zur Babyflasche führen.


Dabei sind sich Hebammen und Stillberaterinnen einig, dass grundsätzlich jede Frau in der Lage ist, ihr Baby zu stillen. Vorausgesetzt sie ist gesund und bekommt die richtige Hilfe und eine liebevolle Unterstützung beim Stillen.

Mittlerweile gibt es viele Vereine und Organisationen, die Frauen in der Stillzeit ihr wertvolles Wissen weitergeben, damit das Stillen doch noch ein schönes Erlebnis für Mutter und Kind wird.

Sie erhalten einen Überblick über die wichtigsten Anlaufstellen in Deutschland.

Hebammen

Die Hebamme ist direkt nach der Geburt die ideale Ansprechpartnerin zum Thema Stillen, da sie im Wochenbett für die Nachsorge zuständig ist. Hebammen geben Müttern Tipps und Hilfestellungen, wie das Baby richtig angelegt wird und wie ein schmerzhafter Milchstau gelindert oder durch die richtige Stillposition ganz verhindert werden kann.

Kosten: Die Kosten für die Hebamme und die damit verbundene Hilfe beim Stillen werden im Rahmen der Nachsorge von den Krankenkassen übernommen. Die Nachsorge umfasst in den ersten zehn Lebenstagen des Babys einen täglichen Besuch sowie 16 weitere Termine bis zur Vollendung der 8. Lebenswoche.

Auch nach der 8. Lebenswoche, kann die Hebamme bei Fragen und Problemen rund um das Thema Stillen und die Ernährung des Babys kontaktiert werden.

Einige selbstständige Hebammen bieten außerdem Stillcafés an, in denen sich junge Mütter regelmäßig austauschen können. Zusätzlich gibt es hilfreiche Tipps rund ums Stillen von der Hebamme. Für das Angebot wird oftmals ein kleiner Unkostenbeitrag fällig. Informieren Sie sich am besten bei den Hebammen vor Ort.

La Leche Liga (LLL)

Ein kostenloses Angebot für junge Mütter, die Hilfe und emotionale Unterstützung in der Stillzeit suchen, ist die La Leche Liga Deutschland e.V.. Der eingetragene Verein bietet seine Stillberatung seit 1977 in Deutschland an. Weltweit ist die Organisation seit über 50 Jahren in 78 Ländern aktiv.

In der La Leche Liga arbeiten eigens ausgebildete Stillberaterinnen auf ehrenamtlicher Basis. Sie geben ihr Wissen telefonisch weiter und organisieren regelmäßig regionale Stillgruppen, zum Beispiel in Krankenhäusern, Familienzentren oder Hebammenpraxen.

Mehr Informationen zur Arbeit der LLL-Stillberaterinnen gibt es auf der Internetseite: www.lalecheliga.de

Still- und Laktationsberaterinnen (IBCLC)

Hilfe in der Stillzeit bietet auch der Berufsverband deutscher Laktationsberaterinnen IBCLC e.V. an, die bundesweit vertreten sind. Die examinierten Stillberaterinnen verfügen über eine intensive Ausbildung mit umfangreichem theoretischen und praktischen Wissen zum Stillen. Sie stehen Müttern telefonisch zur Verfügung, beraten Frauen im Einzelgespräch und kommen bei akuten Problemen auch nach Hause.

Auf Wunsch geben sie hilfreiche Tipps zur richtigen Ernährung der Mutter, dem Abstillen und dem Übergang zur Beikost. Außerdem geben die Stillberaterinnen Hilfestellungen für das Stillen bei Mehrlingen oder Babys mit einer Behinderung.
Kosten: Die Kosten für eine Stillberatung über die IBCLC werden in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen. In Einzelfällen ist eine Übernahme der Kosten möglich.

IBCLC ist ein international geschützter Titel für examinierte Laktations- und Stillberaterinnen und steht für „Board Certified Lactation Consultant“. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.bdl-stillen.de

Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen e.V. (AFS)

Die AFS berät Mütter zu allen Fragen des Stillens bei offenen Stilltreffen sowie über eine bundesweite Hotline. Die Stillberaterinnen sind Mütter, die über eigene Stillerfahrungen verfügen und eine spezielle Weiterbildung absolviert haben. Das Angebot ist für Mütter kostenlos, da die AFS-Stillberaterinnen auf ehrenamtlicher Basis arbeiten.

In den regionalen Stilltreffen finden Frauen Ermutigung und Unterstützung während der Stillzeit. Außerdem tut der Austausch mit anderen betroffenen Müttern meistens sehr gut.
Noch mehr Infos und einen Überblick über die AFS-Stillberaterinnen in Deutschland und Österreich gibt es auf der Internetseite www.afs-stillen.de

Tipp: Auf der Internetseite www.stillgruppen.de finden Sie freie Stillgruppen, Hebammen sowie Still- und Laktationsberaterinnen in Deutschland und Österreich im Überblick.

© Аrtranq – Fotolia.com

 
Fazit
Bei Problemen in der Stillzeit gibt es für Mütter viele Angebote
Die Beratung erfolgt über Telefongespräche, Besuche der Stillberaterinnen oder offene Stilltreffen
Im Rahmen der Nachsorge wird die Stillberatung von den Krankenkassen übernommen
Vereine wie die La Leche Liga beraten Mütter kostenlos
Die Beratung bei den Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC ist kostenpflichtig
Tipps von Hebamme Ina Ilmer
  • Besuchen Sie Stillvorbereitungskurse oder Fragen Sie Ihre Hebamme im Einzelgespräch
  • Außerdem ist es wichtig, sich im Frühwochenbett auf das Stillen konzentrieren zu können. Delegieren Sie deshalb die Hausarbeit und andere Aufgaben
Hebammengeprüft

Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

windeln.de Redaktion

Wir sind eine bunte Mischung aus erfahrenen Eltern, kreativen Köpfen und Fachleuten aus den Bereichen Erziehung und Gesundheit. Gemeinsam bringen wir regelmäßig spannende, informative und herzliche Inhalte zu Dir, um Deinen Familienalltag zu bereichern.

Alle Beiträge des Experten

Ina-Sophia Ilmer

Ina Ilmer ist eine leidenschaftliche Hebamme mit dem Wunsch, Frauen bei der Geburt zu unterstützen und Vorurteile abzubauen. Sie betreut Neugeborene…

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Unsere Ratgeber:

Hier finden junge Mütter Hilfe – Muttermilch ist die beste Nahrung für das Baby. Aber nicht bei allen jungen Müttern klappt das Stillen auf Anhieb. Verunsicherung und großer Frust sind die Folge, die nicht selten zum frühen Abstillen und dem Griff zur Babyflasche führen.


Dabei sind sich Hebammen und Stillberaterinnen einig, dass grundsätzlich jede Frau in der Lage ist, ihr Baby zu stillen. Vorausgesetzt sie ist gesund und bekommt die richtige Hilfe und eine liebevolle Unterstützung beim Stillen.

Mittlerweile gibt es viele Vereine und Organisationen, die Frauen in der Stillzeit ihr wertvolles Wissen weitergeben, damit das Stillen doch noch ein schönes Erlebnis für Mutter und Kind wird.

Sie erhalten einen Überblick über die wichtigsten Anlaufstellen in Deutschland.

Hebammen

Die Hebamme ist direkt nach der Geburt die ideale Ansprechpartnerin zum Thema Stillen, da sie im Wochenbett für die Nachsorge zuständig ist. Hebammen geben Müttern Tipps und Hilfestellungen, wie das Baby richtig angelegt wird und wie ein schmerzhafter Milchstau gelindert oder durch die richtige Stillposition ganz verhindert werden kann.

Kosten: Die Kosten für die Hebamme und die damit verbundene Hilfe beim Stillen werden im Rahmen der Nachsorge von den Krankenkassen übernommen. Die Nachsorge umfasst in den ersten zehn Lebenstagen des Babys einen täglichen Besuch sowie 16 weitere Termine bis zur Vollendung der 8. Lebenswoche.

Auch nach der 8. Lebenswoche, kann die Hebamme bei Fragen und Problemen rund um das Thema Stillen und die Ernährung des Babys kontaktiert werden.

Einige selbstständige Hebammen bieten außerdem Stillcafés an, in denen sich junge Mütter regelmäßig austauschen können. Zusätzlich gibt es hilfreiche Tipps rund ums Stillen von der Hebamme. Für das Angebot wird oftmals ein kleiner Unkostenbeitrag fällig. Informieren Sie sich am besten bei den Hebammen vor Ort.

La Leche Liga (LLL)

Ein kostenloses Angebot für junge Mütter, die Hilfe und emotionale Unterstützung in der Stillzeit suchen, ist die La Leche Liga Deutschland e.V.. Der eingetragene Verein bietet seine Stillberatung seit 1977 in Deutschland an. Weltweit ist die Organisation seit über 50 Jahren in 78 Ländern aktiv.

In der La Leche Liga arbeiten eigens ausgebildete Stillberaterinnen auf ehrenamtlicher Basis. Sie geben ihr Wissen telefonisch weiter und organisieren regelmäßig regionale Stillgruppen, zum Beispiel in Krankenhäusern, Familienzentren oder Hebammenpraxen.

Mehr Informationen zur Arbeit der LLL-Stillberaterinnen gibt es auf der Internetseite: www.lalecheliga.de

Still- und Laktationsberaterinnen (IBCLC)

Hilfe in der Stillzeit bietet auch der Berufsverband deutscher Laktationsberaterinnen IBCLC e.V. an, die bundesweit vertreten sind. Die examinierten Stillberaterinnen verfügen über eine intensive Ausbildung mit umfangreichem theoretischen und praktischen Wissen zum Stillen. Sie stehen Müttern telefonisch zur Verfügung, beraten Frauen im Einzelgespräch und kommen bei akuten Problemen auch nach Hause.

Auf Wunsch geben sie hilfreiche Tipps zur richtigen Ernährung der Mutter, dem Abstillen und dem Übergang zur Beikost. Außerdem geben die Stillberaterinnen Hilfestellungen für das Stillen bei Mehrlingen oder Babys mit einer Behinderung.
Kosten: Die Kosten für eine Stillberatung über die IBCLC werden in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen. In Einzelfällen ist eine Übernahme der Kosten möglich.

IBCLC ist ein international geschützter Titel für examinierte Laktations- und Stillberaterinnen und steht für „Board Certified Lactation Consultant“. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.bdl-stillen.de

Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen e.V. (AFS)

Die AFS berät Mütter zu allen Fragen des Stillens bei offenen Stilltreffen sowie über eine bundesweite Hotline. Die Stillberaterinnen sind Mütter, die über eigene Stillerfahrungen verfügen und eine spezielle Weiterbildung absolviert haben. Das Angebot ist für Mütter kostenlos, da die AFS-Stillberaterinnen auf ehrenamtlicher Basis arbeiten.

In den regionalen Stilltreffen finden Frauen Ermutigung und Unterstützung während der Stillzeit. Außerdem tut der Austausch mit anderen betroffenen Müttern meistens sehr gut.
Noch mehr Infos und einen Überblick über die AFS-Stillberaterinnen in Deutschland und Österreich gibt es auf der Internetseite www.afs-stillen.de

Tipp: Auf der Internetseite www.stillgruppen.de finden Sie freie Stillgruppen, Hebammen sowie Still- und Laktationsberaterinnen in Deutschland und Österreich im Überblick.

© Аrtranq – Fotolia.com

 
Fazit
Bei Problemen in der Stillzeit gibt es für Mütter viele Angebote
Die Beratung erfolgt über Telefongespräche, Besuche der Stillberaterinnen oder offene Stilltreffen
Im Rahmen der Nachsorge wird die Stillberatung von den Krankenkassen übernommen
Vereine wie die La Leche Liga beraten Mütter kostenlos
Die Beratung bei den Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC ist kostenpflichtig
Tipps von Hebamme Ina Ilmer
  • Besuchen Sie Stillvorbereitungskurse oder Fragen Sie Ihre Hebamme im Einzelgespräch
  • Außerdem ist es wichtig, sich im Frühwochenbett auf das Stillen konzentrieren zu können. Delegieren Sie deshalb die Hausarbeit und andere Aufgaben
Hebammengeprüft

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