Haushalt mit Kind » Das können schon die Kleinen übernehmen

Haushalt mit Kind » Das können schon die Kleinen übernehmen

Eltern können ihre Kinder schon früh in die Hausarbeit einbeziehen. Je nach Alter können Kinder beim Wäscheaufhängen, Bodenfegen oder auch beim Kochen helfen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Anpassung der Aufgaben an die Fähigkeiten des Kindes und in der Ermutigung durch Lob und Geduld.

windeln.de Redaktion

Wir sind eine bunte Mischung aus erfahrenen Eltern, kreativen Köpfen und Fachleuten aus den Bereichen Erziehung und Gesundheit. Gemeinsam bringen wir regelmäßig spannende, informative und herzliche Inhalte zu Dir, um Deinen Familienalltag zu bereichern.

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Eine spielerische Herangehensweise erleichtert die Sache – Sicher ist es anstrengend, einen Haushalt mit Kind zu führen. Es ist aber auch eine wunderbare Gelegenheit, den Nachwuchs mit einzubeziehen. Ein Kleinkind ist natürlich noch recht unbeholfen und zunächst keine große Hilfe, es lernt aber ständig dazu.


Altersgerechte Aufgabenverteilung im Haushalt mit Kind

Kleine Handgriffe kann schon ein einjähriges Kind übernehmen. Es kann einen Papierschnipsel vom Boden aufheben oder Ihnen Klammern beim Wäsche aufhängen reichen. Haben Sie die Wäsche abgenommen, können Sie diese auf das Bett legen und Ihr Kind dazu setzen, dann kann es Ihnen kleinere Wäschestücke zum Zusammenlegen geben.

Zweijährige haben Spaß am Tischabwischen und am Fegen mit einem Handfeger. Und auch wenn sie diese Tätigkeiten noch lange nicht perfekt ausführen können, so lernen sie doch sehr viel dabei und freuen sich, bei diesen alltäglichen Aktivitäten mit von der Partie zu sein. In diesem Alter finden Kinder es einfach toll, die Handlungen ihrer Eltern kopieren zu können – oder dies zumindest mit viel Eifer zu versuchen.

Bereits mit drei Jahren können Sie Ihr Kind aktiver einbeziehen. Es kann beim Tischdecken helfen, mit einem Kochlöffel im Teig rühren, während Sie die Schüssel halten, oder den Teig mit den Fingern kneten. Nach dem Spielen kann es die Bauklötze in die Kiste räumen, beim Falten der Wäsche kann es sich an Geschirrtüchern versuchen, wenn Sie Staubsaugen, kann es Ihnen helfen, den Sauger zu halten.

Das Staubwischen können Sie aufteilen, indem Sie den oberen Teil der Schränke übernehmen, während sich Ihr Kind um die unteren, erreichbaren Flächen kümmert.

Im Kindergartenalter entwickeln sich die motorischen und koordinatorischen Fähigkeiten beträchtlich weiter. Entsprechend können auch immer mehr Aufgaben eigenständig erledigt werden. Vermutlich hat Ihr Kind nun etwas mehr Übung beim Wäschefalten, was natürlich nicht perfekt aussehen muss, und kann sie auch selbst in die unteren Schrankfächer legen.

Es kann helfen, die Spülmaschine einzuräumen, wobei es natürlich nur mit Geschirr hantieren sollte, bei dem keine Verletzungsgefahr besteht. Kleine Reinigungsarbeiten wie Tisch abwischen sind ebenfalls möglich, auch zum Aufräumen können Sie Ihr Kind eigenverantwortlicher heranziehen.

Mit zunehmendem Alter zeigen Kinder andere Interessen und die übertragenen Aufgaben werden eher als notwendiges Übel angesehen denn als Herausforderung und Beschäftigung, die Spaß und stolz macht. Sie vergessen dann gerne mal, den Müll rauszubringen, ihr Bett zu machen oder den Tisch abzuwischen.

Derartige Tätigkeiten können aber ab dem Grundschulalter durchaus zu den regelmäßigen Pflichten zählen. Je eher Sie Ihr Kind in die Hausarbeit einbezogen haben, umso leichter fällt es ihnen später, den sich anbahnenden Widerwillen im Zaum zu halten.

Geduld und Lob

Ein Kleinkind benötigt für verschiedene Handgriffe etwas länger und kann noch nicht alle Aufgaben perfekt ausführen. Darum geht es bei der Hilfe im Haushalt auch nicht. Ermutigen Sie Ihr Kind, wenn etwas nicht sofort klappt.

Vielleicht ist Ihre helfende Hand willkommen, möglicherweise möchte Ihr Kind sich aber lieber selber beweisen. Bleiben Sie in jedem Fall geduldig und loben Sie immer, wenn etwas geklappt hat. Überfordern Sie Ihr Kind nicht, beugen Sie Frustration vor.

Spielerische Herangehensweise

Eine spielerische Herangehensweise erleichtert die Sache. Suchen Sie zusammen die passenden Strümpfe aus der Wäsche oder sortieren Sie schmutzige Wäsche nach Farben. Ihr Kind kann auch die Klammern nach Farben sortieren und Sie entscheiden gemeinsam, welche Farbe an welches Wäschestück kommt. Je nach Alter können Sie kleine Wettbewerbe veranstalten – beim Aufräumen gewinnt derjenige, der seine Kiste zuerst eingeräumt hat.

Besonderen Spaß bereitet es sicher, wenn Ihr Kind eigene Putzutensilien hat. Besorgen Sie ihm einen kleinen Eimer, eine kleine Schüssel, einen Kinderbesen und ein Putztuch, kann es Ihnen nach Herzenslust zur Hand gehen. In seiner Schüssel kann es seinen eigenen Teller spülen, wobei Sie auf Reinigungsmittel ruhig verzichten können.

Dabei sein und mitmachen ist schließlich wichtiger als einwandfreie Ergebnisse. Mit etwas Wasser in seinem Eimerchen kann es helfen, den Boden zu wischen und mit seinem Besen die Krümel in der Küche zusammenkehren.

Während verschiedener Tätigkeiten können Sie sich lustige Geschichten erzählen oder zusammen singen, dabei vergeht die Zeit wie im Flug und der Haushalt wird zu einer vergnüglichen Beschäftigung statt zu einer notwendigen Last.

Sicherheit

Hilft ein kleineres Kind beim Tischdecken und -abräumen, geben Sie ihm nur Geschirr und Besteck, an dem es sich nicht verletzen kann. Löffel kann ein noch unbeholfenes Kleinkind ohne Weiteres neben die Teller legen und unzerbrechliches Geschirr tragen.

Reinigungsmittel haben in Kinderhänden nichts verloren. Bewahren Sie diese so auf, dass Ihr Kind nicht eigenständig damit hantieren kann. Zum Putzen sollte es allenfalls mit milden Mitteln in Kontakt kommen, die Sie sorgfältig dosieren. Lassen Sie keinen mit Wasser gefüllten Eimer unbeaufsichtigt stehen, ein Kleinkind könnte kopfüber hineinfallen.

Hilft Ihnen Ihr Kind beim Kochen, achten Sie auf einen Sicherheitsabstand von Backofen und Herd. Lassen Sie es ebenfalls nur mit Geschirr hantieren, an dem es sich nicht verletzen kann.

© Konstantin Yuganov – Fotolia.com

Fazit:

Der Haushalt mit Kind lässt sich wunderbar zusammen meistern, wenn Sie:
  • Altersgerechte Aufgaben übertragen
  • Tätigkeiten gemeinsam ausführen
  • Ihr Kind nicht überfordern
  • Spiel und Spaß damit verbinden
  • Geduld haben und loben
  • Auf Sicherheit achten
Arztgeprüft

Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

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Altersgerechte Aufgabenverteilung im Haushalt mit Kind

Kleine Handgriffe kann schon ein einjähriges Kind übernehmen. Es kann einen Papierschnipsel vom Boden aufheben oder Ihnen Klammern beim Wäsche aufhängen reichen. Haben Sie die Wäsche abgenommen, können Sie diese auf das Bett legen und Ihr Kind dazu setzen, dann kann es Ihnen kleinere Wäschestücke zum Zusammenlegen geben.

Zweijährige haben Spaß am Tischabwischen und am Fegen mit einem Handfeger. Und auch wenn sie diese Tätigkeiten noch lange nicht perfekt ausführen können, so lernen sie doch sehr viel dabei und freuen sich, bei diesen alltäglichen Aktivitäten mit von der Partie zu sein. In diesem Alter finden Kinder es einfach toll, die Handlungen ihrer Eltern kopieren zu können – oder dies zumindest mit viel Eifer zu versuchen.

Bereits mit drei Jahren können Sie Ihr Kind aktiver einbeziehen. Es kann beim Tischdecken helfen, mit einem Kochlöffel im Teig rühren, während Sie die Schüssel halten, oder den Teig mit den Fingern kneten. Nach dem Spielen kann es die Bauklötze in die Kiste räumen, beim Falten der Wäsche kann es sich an Geschirrtüchern versuchen, wenn Sie Staubsaugen, kann es Ihnen helfen, den Sauger zu halten.

Das Staubwischen können Sie aufteilen, indem Sie den oberen Teil der Schränke übernehmen, während sich Ihr Kind um die unteren, erreichbaren Flächen kümmert.

Im Kindergartenalter entwickeln sich die motorischen und koordinatorischen Fähigkeiten beträchtlich weiter. Entsprechend können auch immer mehr Aufgaben eigenständig erledigt werden. Vermutlich hat Ihr Kind nun etwas mehr Übung beim Wäschefalten, was natürlich nicht perfekt aussehen muss, und kann sie auch selbst in die unteren Schrankfächer legen.

Es kann helfen, die Spülmaschine einzuräumen, wobei es natürlich nur mit Geschirr hantieren sollte, bei dem keine Verletzungsgefahr besteht. Kleine Reinigungsarbeiten wie Tisch abwischen sind ebenfalls möglich, auch zum Aufräumen können Sie Ihr Kind eigenverantwortlicher heranziehen.

Mit zunehmendem Alter zeigen Kinder andere Interessen und die übertragenen Aufgaben werden eher als notwendiges Übel angesehen denn als Herausforderung und Beschäftigung, die Spaß und stolz macht. Sie vergessen dann gerne mal, den Müll rauszubringen, ihr Bett zu machen oder den Tisch abzuwischen.

Derartige Tätigkeiten können aber ab dem Grundschulalter durchaus zu den regelmäßigen Pflichten zählen. Je eher Sie Ihr Kind in die Hausarbeit einbezogen haben, umso leichter fällt es ihnen später, den sich anbahnenden Widerwillen im Zaum zu halten.

Geduld und Lob

Ein Kleinkind benötigt für verschiedene Handgriffe etwas länger und kann noch nicht alle Aufgaben perfekt ausführen. Darum geht es bei der Hilfe im Haushalt auch nicht. Ermutigen Sie Ihr Kind, wenn etwas nicht sofort klappt.

Vielleicht ist Ihre helfende Hand willkommen, möglicherweise möchte Ihr Kind sich aber lieber selber beweisen. Bleiben Sie in jedem Fall geduldig und loben Sie immer, wenn etwas geklappt hat. Überfordern Sie Ihr Kind nicht, beugen Sie Frustration vor.

Spielerische Herangehensweise

Eine spielerische Herangehensweise erleichtert die Sache. Suchen Sie zusammen die passenden Strümpfe aus der Wäsche oder sortieren Sie schmutzige Wäsche nach Farben. Ihr Kind kann auch die Klammern nach Farben sortieren und Sie entscheiden gemeinsam, welche Farbe an welches Wäschestück kommt. Je nach Alter können Sie kleine Wettbewerbe veranstalten – beim Aufräumen gewinnt derjenige, der seine Kiste zuerst eingeräumt hat.

Besonderen Spaß bereitet es sicher, wenn Ihr Kind eigene Putzutensilien hat. Besorgen Sie ihm einen kleinen Eimer, eine kleine Schüssel, einen Kinderbesen und ein Putztuch, kann es Ihnen nach Herzenslust zur Hand gehen. In seiner Schüssel kann es seinen eigenen Teller spülen, wobei Sie auf Reinigungsmittel ruhig verzichten können.

Dabei sein und mitmachen ist schließlich wichtiger als einwandfreie Ergebnisse. Mit etwas Wasser in seinem Eimerchen kann es helfen, den Boden zu wischen und mit seinem Besen die Krümel in der Küche zusammenkehren.

Während verschiedener Tätigkeiten können Sie sich lustige Geschichten erzählen oder zusammen singen, dabei vergeht die Zeit wie im Flug und der Haushalt wird zu einer vergnüglichen Beschäftigung statt zu einer notwendigen Last.

Sicherheit

Hilft ein kleineres Kind beim Tischdecken und -abräumen, geben Sie ihm nur Geschirr und Besteck, an dem es sich nicht verletzen kann. Löffel kann ein noch unbeholfenes Kleinkind ohne Weiteres neben die Teller legen und unzerbrechliches Geschirr tragen.

Reinigungsmittel haben in Kinderhänden nichts verloren. Bewahren Sie diese so auf, dass Ihr Kind nicht eigenständig damit hantieren kann. Zum Putzen sollte es allenfalls mit milden Mitteln in Kontakt kommen, die Sie sorgfältig dosieren. Lassen Sie keinen mit Wasser gefüllten Eimer unbeaufsichtigt stehen, ein Kleinkind könnte kopfüber hineinfallen.

Hilft Ihnen Ihr Kind beim Kochen, achten Sie auf einen Sicherheitsabstand von Backofen und Herd. Lassen Sie es ebenfalls nur mit Geschirr hantieren, an dem es sich nicht verletzen kann.

© Konstantin Yuganov – Fotolia.com

Fazit:

Der Haushalt mit Kind lässt sich wunderbar zusammen meistern, wenn Sie:
  • Altersgerechte Aufgaben übertragen
  • Tätigkeiten gemeinsam ausführen
  • Ihr Kind nicht überfordern
  • Spiel und Spaß damit verbinden
  • Geduld haben und loben
  • Auf Sicherheit achten
Arztgeprüft

Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

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