Leben mit einem behinderten Kind » Umgang im Alltag

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Das Leben mit einem behinderten Kind ist für die Eltern emotional belastend und erfordert Akzeptanz und Anpassung. Unterstützungsangebote wie Selbsthilfegruppen und psychologische Hilfe können von großer Bedeutung sein, während die praktische Anpassung des Alltags und die Kommunikation innerhalb der Familie dazu beitragen, eine förderliche Umgebung für das Kind zu schaffen.

windeln.de Redaktion

Wir sind eine bunte Mischung aus erfahrenen Eltern, kreativen Köpfen und Fachleuten aus den Bereichen Erziehung und Gesundheit. Gemeinsam bringen wir regelmäßig spannende, informative und herzliche Inhalte zu Dir, um Deinen Familienalltag zu bereichern.

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Versuchen Sie so normal mit Ihrem Kind zu leben, wie es die Behinderung zulässt – Wie gestaltet sich das Leben mit einem behinderten Kind? Wie können Eltern mit der emotionalen Belastung umgehen, wie die mit der Behinderung verbundenen Aufgaben bewältigen?


Leben mit einem behinderten Kind – eine Achterbahn der Gefühle

Die Geburt eines Kindes bedeutet für Eltern eine Umstellung, insbesondere in den ersten Lebensjahren bestimmt es den Tagesablauf. Fürsorgliche Eltern kümmern sich liebevoll um all seine Bedürfnisse, freuen sich, es heranwachsen zu sehen, fördern es auf vielerlei Weise, tauschen sich stolz mit anderen Eltern aus.

Sie möchten nur das Beste für ihr Kind und beabsichtigen, es zu einem eigenständigen Menschen heranzuziehen, der später mit beiden Beinen im Leben steht. Das ist eine große Herausforderung, die aber auch mit sehr viel Freude einhergeht.

Erhalten Eltern die Nachricht, dass sie ein behindertes Kind erwarten oder wenn später eine Behinderung auftritt, führt das nicht selten zu einer Achterbahn der Gefühle. Es können sich die unterschiedlichsten Emotionen einstellen.

Möglicherweise haben Sie Schuldgefühle, fragen sich, ob sie während der Schwangerschaft Fehler gemacht haben oder die eigenen Gene für die Behinderung verantwortlich sind. Hinzu gesellen sich Gedanken, welche Einschränkungen das Kind erwarten und somit welche Herausforderungen für die Eltern zu bewältigen sind, sowie die Sorge diesen nicht gewachsen zu sein.

Die größte Herausforderung ist zunächst, die Nachricht zu verarbeiten, den Gedanken an ein behindertes Kind zu akzeptieren, das Kind selbst anzunehmen.

Unterstützung suchen

Gute Freunde oder die Familie sollten natürlich von der Behinderung des Kindes erfahren und können so gegebenenfalls emotionale Unterstützung geben. Außenstehende Ansprechpartner können jedoch auch hilfreich sein, da Menschen im direkten Umfeld manchmal auch überfordert sind oder unsicher reagieren.

Für Eltern ist es oft hilfreich, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Diese haben das Gefühlschaos selbst erlebt und können berichten, wie sie damit umgegangen sind. Es kann ermutigen zu erfahren, dass sie ihrem Kind dieselbe Liebe entgegenbringen können wie einem nicht behinderten und wie sie ihren Alltag gestalten.

Eine erste Anlaufstelle kann eine Selbsthilfegruppe sein. Diese bietet sich auch während des Zusammenlebens mit dem Kind an. Alternativ kann ein Psychologe der richtige Ansprechpartner sein, um die Emotionen und Ängste zu überwinden. Sind betroffene Eltern unsicher, wo es in Ihrer Nähe geeignete Unterstützung gibt, werden Sie sicher bei der „Bundesvereinigung Lebenshilfe“ fündig.

Art und Grad der Behinderung

Was auf Eltern mit einem behinderten Kind zukommt, richtet sich nach der jeweiligen Behinderung. Mit einer körperlichen Behinderung können ebenso wie mit einer geistigen so geringe Einschränkungen einhergehen, dass die Förderung des Kindes und therapeutische Maßnahmen eine weitgehend normale Entwicklung ermöglichen. In anderen Fällen kann eine intensive Pflege und Unterstützung zum Alltag werden, auch eine besondere Ausstattung der Wohnung kann erforderlich sein.

Der erste Ansprechpartner ist der diagnostizierende Arzt. Er kann über die zu erwartenden Einschränkungen informieren sowie hinsichtlich geeigneter Maßnahmen und Fördermöglichkeiten beratend zur Seite stehen. In Frühförderungseinrichtungen finden Eltern ebenfalls kompetente Unterstützung.

Umgang mit dem Kind

Kommt ein Kind behindert zur Welt, empfinden seine Eltern es möglicherweise schwierig, auf Anhieb eine enge Beziehung zu ihm aufzubauen. Es wird empfohlen, sich dafür Zeit zu nehmen und sich nicht selbst unter Druck zu setzen – auch bei Eltern mit einem nicht behinderten Kind kann sich eine enge Bindung manchmal langsamer entwickeln.

Zu Hause ist es natürlich einerseits wichtig, die Gegebenheiten auf die individuellen Bedürfnisse des Kind abzustimmen, andererseits sollte aber versucht werden, das Kind so gut wie möglich in den normalen Alltagsablauf mit einzubeziehen. Denn Haushaltsarbeiten müssen erledigt und Einkäufe getätigt werden, Spaziergänge tun allen Beteiligten gut, bisherige Kontakte wollen weiterhin gepflegt werden. Integrieren Sie Ihr Kind, wann und wie immer es möglich ist.

Diese Integration, in Verbindung mit viel Zuneignung und Liebe, schafft etwas Normalität und fördert zudem die Selbstständigkeit und das Selbstwertgefühl des Kindes. Außerdem ermöglicht es auch anderen Menschen ungezwungener mit der Behinderung umzugehen und etwaige Unsicherheiten zu überwinden.

Familie und Alltag

Das Leben mit einem behinderten Kind beeinflusst nicht nur die Abläufe im Alltag, sondern auch das Miteinander in der Familie. Gehen Sie offen mit der Behinderung um, fällt es allen Beteiligten leichter, sich darauf einzustellen.

Sprechen Sie vor allem mit Ihrem Partner. Welche Ängste haben Sie? Welche finanziellen Auswirkungen wird es geben? Wie können Sie den Tagesablauf organisieren, ohne selbst zu kurz zu kommen? Möglicherweise ist eine berufliche Einschränkung notwendig, um Ihrem behinderten Kind gerecht werden zu können.

Gibt es Geschwisterkinder, müssen diese behutsam auf die Veränderungen vorbereitet werden. Ein behindertes Kind benötigt mehr Aufmerksamkeit, ist hilfebedürftiger und nimmt mehr Zeit in Anspruch als gesunde Kinder, die sich erwartungsgemäß entwickeln. Es ist daher wichtig, ihnen die Situation altersgerecht zu erklären und trotz des Mehraufwands ausreichend Zeit für die Geschwister einzuplanen.

Kinder gehen oft erstaunlich unkompliziert mit einem behinderten Familienmitglied um, sofern sie sich nicht benachteiligt fühlen. Das umfasst auch, dass sie, ganz wie bei gesunden Geschwistern ohne Behinderung, gelegentlich ungehalten reagieren. Eltern sollten in einem solchen Fall objektiv bleiben und den Emotionen Verständnis entgegenbringen.

Informieren Sie sich bei der örtlichen Lebenshilfe, dem Jugendamt, dem Sozialamt und sozialen Diensten, welche betreuerische und finanzielle Unterstützung Sie in Anspruch nehmen können. Gut informiert können Sie eventuelle berufliche Einschränkungen besser abschätzen und planen. Eine kompetente Betreuung für Ihr behindertes Kind ermöglicht es außerdem, dass Sie auch mal etwas Entspannendes mit dem Partner unternehmen oder sich ganz auf die Geschwister konzentrieren können.

Fazit

  • Sich Zeit nehmen und gegebenenfalls professionelle Hilfe suchen, um mit der Diagnose, ein behindertes Kind zu erwarten, umgehen und den gemeinsamen Alltag bestmöglich meistern zu können
  • Beratung in Anspruch nehmen und Unterstützung suchen
  • Fördermöglichkeiten nutzen
  • In den Tagesablauf integrieren
  • Offenheit in der Familie und mit Freunden
  • Geschwister einbeziehen und nicht vernachlässigen
  • Sich selber nicht komplett vergessen. Die Betreuung eines behinderten Kindes kostet Kraft und diese muss zwischendurch aufgetankt werden
Arztgeprüft

Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

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Leben mit einem behinderten Kind – eine Achterbahn der Gefühle

Die Geburt eines Kindes bedeutet für Eltern eine Umstellung, insbesondere in den ersten Lebensjahren bestimmt es den Tagesablauf. Fürsorgliche Eltern kümmern sich liebevoll um all seine Bedürfnisse, freuen sich, es heranwachsen zu sehen, fördern es auf vielerlei Weise, tauschen sich stolz mit anderen Eltern aus.

Sie möchten nur das Beste für ihr Kind und beabsichtigen, es zu einem eigenständigen Menschen heranzuziehen, der später mit beiden Beinen im Leben steht. Das ist eine große Herausforderung, die aber auch mit sehr viel Freude einhergeht.

Erhalten Eltern die Nachricht, dass sie ein behindertes Kind erwarten oder wenn später eine Behinderung auftritt, führt das nicht selten zu einer Achterbahn der Gefühle. Es können sich die unterschiedlichsten Emotionen einstellen.

Möglicherweise haben Sie Schuldgefühle, fragen sich, ob sie während der Schwangerschaft Fehler gemacht haben oder die eigenen Gene für die Behinderung verantwortlich sind. Hinzu gesellen sich Gedanken, welche Einschränkungen das Kind erwarten und somit welche Herausforderungen für die Eltern zu bewältigen sind, sowie die Sorge diesen nicht gewachsen zu sein.

Die größte Herausforderung ist zunächst, die Nachricht zu verarbeiten, den Gedanken an ein behindertes Kind zu akzeptieren, das Kind selbst anzunehmen.

Unterstützung suchen

Gute Freunde oder die Familie sollten natürlich von der Behinderung des Kindes erfahren und können so gegebenenfalls emotionale Unterstützung geben. Außenstehende Ansprechpartner können jedoch auch hilfreich sein, da Menschen im direkten Umfeld manchmal auch überfordert sind oder unsicher reagieren.

Für Eltern ist es oft hilfreich, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Diese haben das Gefühlschaos selbst erlebt und können berichten, wie sie damit umgegangen sind. Es kann ermutigen zu erfahren, dass sie ihrem Kind dieselbe Liebe entgegenbringen können wie einem nicht behinderten und wie sie ihren Alltag gestalten.

Eine erste Anlaufstelle kann eine Selbsthilfegruppe sein. Diese bietet sich auch während des Zusammenlebens mit dem Kind an. Alternativ kann ein Psychologe der richtige Ansprechpartner sein, um die Emotionen und Ängste zu überwinden. Sind betroffene Eltern unsicher, wo es in Ihrer Nähe geeignete Unterstützung gibt, werden Sie sicher bei der „Bundesvereinigung Lebenshilfe“ fündig.

Art und Grad der Behinderung

Was auf Eltern mit einem behinderten Kind zukommt, richtet sich nach der jeweiligen Behinderung. Mit einer körperlichen Behinderung können ebenso wie mit einer geistigen so geringe Einschränkungen einhergehen, dass die Förderung des Kindes und therapeutische Maßnahmen eine weitgehend normale Entwicklung ermöglichen. In anderen Fällen kann eine intensive Pflege und Unterstützung zum Alltag werden, auch eine besondere Ausstattung der Wohnung kann erforderlich sein.

Der erste Ansprechpartner ist der diagnostizierende Arzt. Er kann über die zu erwartenden Einschränkungen informieren sowie hinsichtlich geeigneter Maßnahmen und Fördermöglichkeiten beratend zur Seite stehen. In Frühförderungseinrichtungen finden Eltern ebenfalls kompetente Unterstützung.

Umgang mit dem Kind

Kommt ein Kind behindert zur Welt, empfinden seine Eltern es möglicherweise schwierig, auf Anhieb eine enge Beziehung zu ihm aufzubauen. Es wird empfohlen, sich dafür Zeit zu nehmen und sich nicht selbst unter Druck zu setzen – auch bei Eltern mit einem nicht behinderten Kind kann sich eine enge Bindung manchmal langsamer entwickeln.

Zu Hause ist es natürlich einerseits wichtig, die Gegebenheiten auf die individuellen Bedürfnisse des Kind abzustimmen, andererseits sollte aber versucht werden, das Kind so gut wie möglich in den normalen Alltagsablauf mit einzubeziehen. Denn Haushaltsarbeiten müssen erledigt und Einkäufe getätigt werden, Spaziergänge tun allen Beteiligten gut, bisherige Kontakte wollen weiterhin gepflegt werden. Integrieren Sie Ihr Kind, wann und wie immer es möglich ist.

Diese Integration, in Verbindung mit viel Zuneignung und Liebe, schafft etwas Normalität und fördert zudem die Selbstständigkeit und das Selbstwertgefühl des Kindes. Außerdem ermöglicht es auch anderen Menschen ungezwungener mit der Behinderung umzugehen und etwaige Unsicherheiten zu überwinden.

Familie und Alltag

Das Leben mit einem behinderten Kind beeinflusst nicht nur die Abläufe im Alltag, sondern auch das Miteinander in der Familie. Gehen Sie offen mit der Behinderung um, fällt es allen Beteiligten leichter, sich darauf einzustellen.

Sprechen Sie vor allem mit Ihrem Partner. Welche Ängste haben Sie? Welche finanziellen Auswirkungen wird es geben? Wie können Sie den Tagesablauf organisieren, ohne selbst zu kurz zu kommen? Möglicherweise ist eine berufliche Einschränkung notwendig, um Ihrem behinderten Kind gerecht werden zu können.

Gibt es Geschwisterkinder, müssen diese behutsam auf die Veränderungen vorbereitet werden. Ein behindertes Kind benötigt mehr Aufmerksamkeit, ist hilfebedürftiger und nimmt mehr Zeit in Anspruch als gesunde Kinder, die sich erwartungsgemäß entwickeln. Es ist daher wichtig, ihnen die Situation altersgerecht zu erklären und trotz des Mehraufwands ausreichend Zeit für die Geschwister einzuplanen.

Kinder gehen oft erstaunlich unkompliziert mit einem behinderten Familienmitglied um, sofern sie sich nicht benachteiligt fühlen. Das umfasst auch, dass sie, ganz wie bei gesunden Geschwistern ohne Behinderung, gelegentlich ungehalten reagieren. Eltern sollten in einem solchen Fall objektiv bleiben und den Emotionen Verständnis entgegenbringen.

Informieren Sie sich bei der örtlichen Lebenshilfe, dem Jugendamt, dem Sozialamt und sozialen Diensten, welche betreuerische und finanzielle Unterstützung Sie in Anspruch nehmen können. Gut informiert können Sie eventuelle berufliche Einschränkungen besser abschätzen und planen. Eine kompetente Betreuung für Ihr behindertes Kind ermöglicht es außerdem, dass Sie auch mal etwas Entspannendes mit dem Partner unternehmen oder sich ganz auf die Geschwister konzentrieren können.

Fazit

  • Sich Zeit nehmen und gegebenenfalls professionelle Hilfe suchen, um mit der Diagnose, ein behindertes Kind zu erwarten, umgehen und den gemeinsamen Alltag bestmöglich meistern zu können
  • Beratung in Anspruch nehmen und Unterstützung suchen
  • Fördermöglichkeiten nutzen
  • In den Tagesablauf integrieren
  • Offenheit in der Familie und mit Freunden
  • Geschwister einbeziehen und nicht vernachlässigen
  • Sich selber nicht komplett vergessen. Die Betreuung eines behinderten Kindes kostet Kraft und diese muss zwischendurch aufgetankt werden
Arztgeprüft

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