Wie kann ich mein Kind bei den Hausaufgaben unterstützen?

Wie kann ich mein Kind bei den Hausaufgaben unterstützen?

Hausaufgaben sind ein wichtiger Bestandteil des Lernprozesses von Kindern. Nach dem Wechsel vom Kindergarten in die Schule müssen sich die Kinder an längere Konzentrationsphasen gewöhnen. Es ist hilfreich, wenn Eltern ihre Kinder unterstützen, indem sie für eine ruhige Arbeitsumgebung sorgen, Ablenkungen minimieren und einen Zeitplan für Hausaufgaben und Freizeitaktivitäten aufstellen.

Bei Unlust oder Lernschwierigkeiten ist es wichtig, die Ursachen zu erkennen und entsprechende Unterstützung anzubieten, sei es durch zusätzliches Üben, Gespräche mit Lehrern oder externe Hilfe wie Nachhilfe. Wichtig ist, dass die Kinder den Sinn von Hausaufgaben verstehen und lernen, diese selbstständig und sorgfältig zu erledigen.

Dr. Anne Rother

Kinderärztin Anne Katrin Rothe ist Kinder- und Jugendärztin, die ihren Kindheitstraum verwirklicht hat. Ihr medizinischer Werdegang führte sie von Bonn und London über die Schweiz und die USA nach München.…

Alle Beiträge des Experten

Wie kann ich mein Kind bei den Hausaufgaben unterstützen?

Alle Beiträge des Experten
Es kann helfen, wenn nach der Schule erst einmal eine Pause eingelegt wird – Mit der Einschulung beginnt der Ernst des Lebens: Unterrichtszeiten sind einzuhalten, es muss gelernt werden, Hausaufgaben sind zu erledigen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie als Eltern unterstützend helfen können.

Wann ist der beste Zeitpunkt für Hausaufgaben?

Direkt nach dem Wechsel vom Kindergarten in die Schule sind Kinder es noch nicht gewohnt, sich länger zu konzentrieren. Nun sollen sie nicht nur in der Schule still sitzen und aufmerksam sein, sondern anschließend auch noch Hausaufgaben erledigen.

Manch ein Kind wird beim Stillsitzen zappelig, möchte lieber andere Dinge unternehmen. In diesem Fall ist die Unterstützung der Eltern besonders wichtig.

Es kann helfen, wenn nach der Schule erst einmal eine Pause eingelegt wird, die zum Toben und Spielen genutzt werden kann.

Anschließend können Sie sich zusammen mit Ihrem Kind den Hausaufgaben widmen. Zeigen Sie Interesse, was im Unterricht behandelt wurde und lassen Sie sich erzählen, was zu Hause getan werden soll, erleichtert das Ihrem Kind, sich innerlich darauf einzustellen.

Mutter mit Tochter bei den Hausaufgaben

Die Aufgaben müssen nicht am Stück erledigt werden, kleine Etappen mit Pausen machen es einfacher, sich kurzzeitig erneut zu konzentrieren. Die Zeit kann von einigen Minuten sukzessive gesteigert werden, bis Ihr Kind in der Lage ist, sich längere Zeit am Stück zu konzentrieren.

Wann und wo am besten die Hausaufgaben machen?

Es gilt, Zeiten für das Lernpensum zu finden, daneben ist eine ruhige Umgebung zu schaffen, in der es wenig Ablenkung gibt. Ideal ist ein heller Platz, an dem alle erforderlichen Lernutensilien bereitgelegt werden. Spielsachen, tobende Geschwister, ein laufender Staubsauger oder Fernseher in der Umgebung stören die Konzentration.

Wann lernt Ihr Kind am besten? Dem einen fällt es leichter, die Aufgaben gleich nach der Schule und dem Essen zu erledigen, ein anderes muss sich zunächst entspannen oder mit anderen Tätigkeiten ablenken. Je nach Unterrichtszeiten, Veranlagung, Vorlieben und Freizeitaktivitäten können Sie gemeinsam einen Wochenplan aufstellen, den es einzuhalten gilt.

Mein Kind will keine Hausaufgaben machen

Möchte Ihr Kind lieber spielen als lernen, ist das sicher verständlich. Dennoch müssen die Hausaufgaben sorgfältig erledigt werden, damit es weder Ärger in der Schule bekommt noch den Anschluss verliert. Erklären Sie in einem solchen Fall, warum die Aufgaben wichtig sind. Vielleicht hilft es Ihrem Kind, wenn Sie sich gemeinsam damit beschäftigen.

Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass Sie einen Teil erledigen, sondern bei Bedarf Anregungen und Hilfestellungen geben. Möchte sich Ihr Kind nicht über die Schulter schauen lassen, genügt es, wenn Sie für eventuelle Fragen in der Nähe sind und sich das Ergebnis zusammen anschauen.

Wie kann ich mein Kind für Hausaufgaben motivieren?

Handelt es sich bei Ihrem Kind um reine Unlust, können Sie es motivieren, indem Sie seine Neugier wecken. Weisen Sie in verschiedenen Alltagssituationen darauf hin, wann und wie es den im Unterricht behandelten Stoff einsetzen kann.

Äußert es einen bestimmten Berufswunsch, können Sie aufzeigen, welche Unterrichtsinhalte dafür relevant sind. Das trifft auch für jüngere Kinder zu, deren diesbezügliche Äußerungen sich noch mehrfach ändern können.

Kind nicht zu sehr unter Druck setzen

Hat Ihr Kind Lernschwierigkeiten oder Probleme, das Pensum zu erledigen, ist Ursachenforschung angesagt. Mangelt es grundsätzlich an der Konzentration? Ist die Arbeitsumgebung und -zeit richtig gewählt? Hat es in den Freizeitaktivitäten einen angemessenen Ausgleich? Hapert es nur in bestimmten Fächern?

Keinesfalls sollten Sie Ihr Kind unter Druck setzen – Ermutigung ist der bessere Weg. Es soll sich zwar in Disziplin üben, aber nicht überfordert sein. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über eventuelle Probleme, möglicherweise ist auch ein Gespräch mit den Lehrern hilfreich.

Geeignete Unterstützung für Hausaufgaben

Gibt es in den ersten Jahren Probleme in bestimmten Fächern, können Eltern meist selbst helfen, indem sie den Stoff intensiver mit ihrem Kind üben. In späteren Schuljahren kann sich dies schwieriger gestalten. Es gibt allerdings Kinder, die sich bereits im Grundschulalter zu Hause, unter Aufsicht und mit Unterstützung der Eltern schwertun. In beiden Fällen gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Hausaufgabenbetreuung kann sinnvoll sein

Einige Schulen bieten unter Anleitung von Pädagogen Hausaufgabenbetreuungen an. Eventuell ist auch ein Lehrer bereit, sich Ihrem Kind bei Defiziten außerhalb der Unterrichtszeiten anzunehmen. Daneben gibt es externe Einrichtungen sowohl für Nachhilfe als auch zur Hausaufgabenbetreuung. Ältere Schüler und Studenten bieten gelegentlich Nachhilfe in bestimmten Fächern an.

Liegt es vielleicht gar nicht an ihrem Kind, sondern das Pensum ist einfach zu hoch oder wird zu schnell abgehandelt? Tauschen Sie sich auf Elternabenden oder im privaten Kontakt mit anderen Eltern aus. Lehrer sind auch nur Menschen – gemeinsam können Sie gegebenenfalls auf Probleme aufmerksam machen und eine Lösung finden, wie der Unterricht besser gestaltet werden kann.

Fazit: Hausaufgaben sind wichtig für Kinder, um Lerninhalte zu vertiefen.

© gstockstudio – Fotolia.com

So unterstützen Sie Ihr Kind:
ruhige Arbeitsumgebung
Ablenkungen vermeiden
Zeitplan für Hausaufgaben und Freizeitaktivitäten
Unterstützung anbieten
Probleme mit Lehrern besprechen
gegebenenfalls Hilfe hinzuziehen
Arztgeprüft

Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

Dr. Anne Rother

Kinderärztin Anne Katrin Rothe ist Kinder- und Jugendärztin, die ihren Kindheitstraum verwirklicht hat. Ihr medizinischer Werdegang führte sie von Bonn und London über die Schweiz und die USA nach München.…

Alle Beiträge des Experten

Unsere Ratgeber:

  • Isofix Ratgeber
    Eltern, die ihre Kinder im Auto mitnehmen möchten, wissen oft nicht, zu welchem Kindersitz-System sie greifen sollen. Die Entscheidung für…
    Mehr erfahren
  • Winterjacken Ratgeber
    Noch bevor der erste Schnee fällt, sollten Eltern die passende Winterjacke für ihre Kinder aussuchen. Eine wärmende Jacke können die…
    Mehr erfahren
  • Ratgeber Regenbekleidung
    Ob Sonnenschein, Wind oder Regen: Wechselhafte Wetterbedingungen sind ständige Begleiter beim Spielen an der frischen Luft. Mit der richtigen Regenbekleidung…
    Mehr erfahren
  • Geschwisterwagen Ratgeber
    Zwillinge, Drillinge oder zwei Kinder im kurzen Abstand hintereinander: Ein Geschwisterwagen bietet bei jeder Familienplanung eine Lösung, um jederzeit mobil…
    Mehr erfahren
Es kann helfen, wenn nach der Schule erst einmal eine Pause eingelegt wird – Mit der Einschulung beginnt der Ernst des Lebens: Unterrichtszeiten sind einzuhalten, es muss gelernt werden, Hausaufgaben sind zu erledigen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie als Eltern unterstützend helfen können.

Wann ist der beste Zeitpunkt für Hausaufgaben?

Direkt nach dem Wechsel vom Kindergarten in die Schule sind Kinder es noch nicht gewohnt, sich länger zu konzentrieren. Nun sollen sie nicht nur in der Schule still sitzen und aufmerksam sein, sondern anschließend auch noch Hausaufgaben erledigen.

Manch ein Kind wird beim Stillsitzen zappelig, möchte lieber andere Dinge unternehmen. In diesem Fall ist die Unterstützung der Eltern besonders wichtig.

Es kann helfen, wenn nach der Schule erst einmal eine Pause eingelegt wird, die zum Toben und Spielen genutzt werden kann.

Anschließend können Sie sich zusammen mit Ihrem Kind den Hausaufgaben widmen. Zeigen Sie Interesse, was im Unterricht behandelt wurde und lassen Sie sich erzählen, was zu Hause getan werden soll, erleichtert das Ihrem Kind, sich innerlich darauf einzustellen.

Mutter mit Tochter bei den Hausaufgaben

Die Aufgaben müssen nicht am Stück erledigt werden, kleine Etappen mit Pausen machen es einfacher, sich kurzzeitig erneut zu konzentrieren. Die Zeit kann von einigen Minuten sukzessive gesteigert werden, bis Ihr Kind in der Lage ist, sich längere Zeit am Stück zu konzentrieren.

Wann und wo am besten die Hausaufgaben machen?

Es gilt, Zeiten für das Lernpensum zu finden, daneben ist eine ruhige Umgebung zu schaffen, in der es wenig Ablenkung gibt. Ideal ist ein heller Platz, an dem alle erforderlichen Lernutensilien bereitgelegt werden. Spielsachen, tobende Geschwister, ein laufender Staubsauger oder Fernseher in der Umgebung stören die Konzentration.

Wann lernt Ihr Kind am besten? Dem einen fällt es leichter, die Aufgaben gleich nach der Schule und dem Essen zu erledigen, ein anderes muss sich zunächst entspannen oder mit anderen Tätigkeiten ablenken. Je nach Unterrichtszeiten, Veranlagung, Vorlieben und Freizeitaktivitäten können Sie gemeinsam einen Wochenplan aufstellen, den es einzuhalten gilt.

Mein Kind will keine Hausaufgaben machen

Möchte Ihr Kind lieber spielen als lernen, ist das sicher verständlich. Dennoch müssen die Hausaufgaben sorgfältig erledigt werden, damit es weder Ärger in der Schule bekommt noch den Anschluss verliert. Erklären Sie in einem solchen Fall, warum die Aufgaben wichtig sind. Vielleicht hilft es Ihrem Kind, wenn Sie sich gemeinsam damit beschäftigen.

Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass Sie einen Teil erledigen, sondern bei Bedarf Anregungen und Hilfestellungen geben. Möchte sich Ihr Kind nicht über die Schulter schauen lassen, genügt es, wenn Sie für eventuelle Fragen in der Nähe sind und sich das Ergebnis zusammen anschauen.

Wie kann ich mein Kind für Hausaufgaben motivieren?

Handelt es sich bei Ihrem Kind um reine Unlust, können Sie es motivieren, indem Sie seine Neugier wecken. Weisen Sie in verschiedenen Alltagssituationen darauf hin, wann und wie es den im Unterricht behandelten Stoff einsetzen kann.

Äußert es einen bestimmten Berufswunsch, können Sie aufzeigen, welche Unterrichtsinhalte dafür relevant sind. Das trifft auch für jüngere Kinder zu, deren diesbezügliche Äußerungen sich noch mehrfach ändern können.

Kind nicht zu sehr unter Druck setzen

Hat Ihr Kind Lernschwierigkeiten oder Probleme, das Pensum zu erledigen, ist Ursachenforschung angesagt. Mangelt es grundsätzlich an der Konzentration? Ist die Arbeitsumgebung und -zeit richtig gewählt? Hat es in den Freizeitaktivitäten einen angemessenen Ausgleich? Hapert es nur in bestimmten Fächern?

Keinesfalls sollten Sie Ihr Kind unter Druck setzen – Ermutigung ist der bessere Weg. Es soll sich zwar in Disziplin üben, aber nicht überfordert sein. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über eventuelle Probleme, möglicherweise ist auch ein Gespräch mit den Lehrern hilfreich.

Geeignete Unterstützung für Hausaufgaben

Gibt es in den ersten Jahren Probleme in bestimmten Fächern, können Eltern meist selbst helfen, indem sie den Stoff intensiver mit ihrem Kind üben. In späteren Schuljahren kann sich dies schwieriger gestalten. Es gibt allerdings Kinder, die sich bereits im Grundschulalter zu Hause, unter Aufsicht und mit Unterstützung der Eltern schwertun. In beiden Fällen gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Hausaufgabenbetreuung kann sinnvoll sein

Einige Schulen bieten unter Anleitung von Pädagogen Hausaufgabenbetreuungen an. Eventuell ist auch ein Lehrer bereit, sich Ihrem Kind bei Defiziten außerhalb der Unterrichtszeiten anzunehmen. Daneben gibt es externe Einrichtungen sowohl für Nachhilfe als auch zur Hausaufgabenbetreuung. Ältere Schüler und Studenten bieten gelegentlich Nachhilfe in bestimmten Fächern an.

Liegt es vielleicht gar nicht an ihrem Kind, sondern das Pensum ist einfach zu hoch oder wird zu schnell abgehandelt? Tauschen Sie sich auf Elternabenden oder im privaten Kontakt mit anderen Eltern aus. Lehrer sind auch nur Menschen – gemeinsam können Sie gegebenenfalls auf Probleme aufmerksam machen und eine Lösung finden, wie der Unterricht besser gestaltet werden kann.

Fazit: Hausaufgaben sind wichtig für Kinder, um Lerninhalte zu vertiefen.

© gstockstudio – Fotolia.com

So unterstützen Sie Ihr Kind:
ruhige Arbeitsumgebung
Ablenkungen vermeiden
Zeitplan für Hausaufgaben und Freizeitaktivitäten
Unterstützung anbieten
Probleme mit Lehrern besprechen
gegebenenfalls Hilfe hinzuziehen
Arztgeprüft

Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

Das könnte Dich auch interessieren
Scharlach | Windeln.de

Der Erreger der Kinderkrankheit Scharlach gehört zur Familie der Streptokokken.…

Mehr erfahren
Bindehautentzündung | Windeln.de

Verklebte Augen, die tränengerötet sind, jucken und ein klebriges Sekret…

Mehr erfahren
Pseudokrupp (Krupp husten) » Was ist das eigentlich?

Von Pseudokrupp sind überwiegend Babys und Kleinkinder betroffen: Sie husten…

Mehr erfahren
Gerstenkorn am/ im Auge » Ursache, Behandlung, Hausmittel

Meist harmlose Entzündung am Auge – Fast jeder kennt sie…

Mehr erfahren
Taufsprüche » Die schönsten Taufsprüche aus Bibel, Zitaten und aller Welt

Ein Taufspruch gehört dazu Glücklich, dankbar und stolz stellen alle…

Mehr erfahren
Himbeerblättertee: Einsatz und Wirkung in der Schwangerschaft

Die Wirkstoffe der Himbeerblätter wirken wehenfördernd und entkrampfend – Himbeerblättertee…

Mehr erfahren