Kinderfahrradsitze: Sichere Mobilität für Fahrradtouren mit Baby und Kleinkind

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Kinderfahrradsitz – Draußen unterwegs mit Kindern

Sie fahren viel Fahrrad, bewegen sich gerne draußen und möchten Ihr Kind mitnehmen? Dafür bietet sich ein Kinderfahrradsitz an. Bei der Entscheidung, welche Variante zu Ihren individuellen Bedürfnissen passt, möchten wie Sie unterstützen.

Kinderfahrradsitz - Die Vor- und Nachteile auf einen Blick

Vorteile:

Kinderfahrradsitze sind in der Regel leichter zu handhaben und günstiger als Fahrradanhänger. Einen einfachen Kinderfahrradsitz bekommen Sie schon ab 35 Euro.

Da Kinderfahrradsitze kompakt und klein sind, benötigen Sie relativ wenig Platz zum Aufbewahren und ermöglichen es Ihnen problemlos, das Rad mit Kindersitz beispielsweise an der Bushaltestelle abzustellen und abzusperren. Beim Fahren spüren Sie das geringe zusätzliche Gewicht kaum und kommen auch auf engen Wegen gut zurecht.

Nachteile:

Mit einem Kinderfahrradsitz können Sie allerdings nur kleinere Kinder bis maximal 22 Kilogramm mitnehmen. Beachten Sie aber, dass sich das Fahrverhalten mit zunehmendem Alter und Gewicht Ihres Kindes verschlechtern kann. Ihr Kind hat es zudem nicht so komfortabel wie in einem Fahrradanhänger und ist Sonne, Wind und Regen ausgesetzt.

Außerdem müssen Sie sich auf ein verändertes Fahrverhalten einstellen: Sitzt das Kind hinter Ihnen, verlagert sich der Schwerpunkt des Fahrrads und Sie müssen aufpassen, dass es nicht kippt. Vor allem bei Unfällen sind Kinder in einem Fahrradsitz stärker gefährdet als in einem Anhänger. Fällt das Fahrrad um, stürzt das Kind mit und kann sich verletzen.

> zu den Kinderfahrradsitzen

Grundsätzlich gilt:

  • ✔ Einen Kinderfahrradsitz montieren Sie direkt am Fahrrad – vorne zwischen Lenker und Sattel, über dem Vorderrad oder hinten über dem Gepäckträger.
  • ✔ Kinderfahrradsitze haben sich vor allem für Kurzstrecken bewährt.

Sicher unterwegs mit Kindern

Wichtiges Zubehör: Fahrradhelm

Hier gilt zu bedenken: Der Helm schützt nur, wenn er den Sicherheitsstandards entspricht. Deshalb sollte er nach der Norm DIN EN 1078 geprüft und entsprechend gekennzeichnet sein.

Lesen Sie dazu auch die Ergebnisse des ADAC-Tests von 2010. Der Club hat elf Kinderfahrradhelme zwischen 10 und 45 Euro auf Sicherheit und Handhabung getestet.

Achten Sie auch darauf:

  • ✔ Bei kleinen Kindern sollte der Fahrradhelm den Kopf des Kindes eng umschließen, weit in die Stirn ragen und die Schläfen und den Hinterkopf bedecken.
  • ✔ Prüfen Sie, ob der Helm fest sitzt. Schüttelt das Kind den Kopf, darf er nicht wackeln.
  • ✔ Testen Sie, ob der Kinnriemen eng anliegt. Zwischen Riemen und Kinn sollte nur ein Finger passen.
  • ✔ Ein gepolsterter Riemen ist für das Kind wesentlich komfortabler.
  • ✔ Der Verschluss sollte möglichst einfach zu bedienen sein.
  • ✔ Nach einem Sturz muss der Helm ausgetauscht werden, auch wenn keine Beschädigung von außen zu sehen ist. Bei einem erneuten Sturz garantiert er keinen Schutz mehr.
  • ✔ Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und tragen auch Sie einen Helm.

Sicherheitstipps auf einen Blick

  • ✔ Achten Sie darauf, dass Ihre Kinder immer angegurtet sind.
  • ✔ Ein Helm ist Pflicht.
  • ✔ Passen Sie beim Auf- und Absteigen besonders auf, insbesondere bei einem Kinderfahrradsitz – auch wenn Sie einen zweibeinigen Fahrradständer haben. Lassen Sie Ihr Kind nicht aus den Augen.
  • ✔ Denken Sie daran: Mit Kindern ändert sich das Fahrverhalten. Der Schwerpunkt ist verlagert, sodass es schwieriger wird, das Gleichgewicht zu halten. Bleiben Sie besonders aufmerksam vor allem, wenn Sie über Hindernisse fahren oder die Spur wechseln.
  • ✔ Bedenken Sie: Durch das höhere Gesamtgewicht verlängern sich die Bremswege.

Kinderfahrradsitze – Das Wichtigste im Überblick

Fakten zum Kinderfahrradsitz

Alter

  • Sobald Ihr Kind selbständig sitzen kann, ab etwa 9 Monaten bis etwa 5 Jahre

Zugelassenes Gewicht

  • Front-Kindersitz: bis maximal 15 Kilogramm
  • Heck-Kindersitz: bis maximal 22 Kilogramm

Sicherheit

  • Idealerweise durch Qualitätssiegel zertifiziert (zum Beispiel TÜV, GS, DIN EN 14344)

Preis

  • Ab 35 Euro bis 120 Euro und mehr

Wichtige Kriterien beim Kauf

  • ✔ Wo soll Ihr Kind sitzen: vor oder hinter dem Fahrer?
  • ✔ Sitzt das Kind bequem in der Sitzschale?
  • ✔ Sind die Fußstützen rutschfest und verstellbar?
  • ✔ Ist die Verbindung zwischen Kindersitz und Fahrrad stabil?
  • ✔ Eignet sich der Rahmen Ihres Fahrrads für einen Fahrradkindersitz?

> zu den Kinderfahrradanhängern