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Milchnahrung: Gesunde Ernährung von Anfang an

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Milchnahrung Ratgeber

Wichtiger Hinweis:
Muttermilch ist die beste Ernährung für Ihr Baby. Wenn Sie Säuglingsmilchnahrung verwenden wollen, sprechen Sie bitte mit Ihrer Klinik oder Ihrem Kinderarzt.

Nicht jede Mutter kann oder will ihr Baby stillen. Für solche Fälle gibt es Babymilch, welche fast so gut ist wie Muttermilch selber. Sie enthält alle Nährstoffe, die ein Säugling benötigt. Die Richtlinien, nach denen sie hergestellt wird, sind streng. Beim ersten Blick auf die Vielfalt ist die Verwirrung gro: Pre-Milch, HA-Nahrung, Folgemilch – was davon ist für mein Baby die richtige Milch? Hier zeigen wir Ihnen den Weg durch den Babymilch-Dschungel!

Pre-Milch (Startmilch)

Pre-Milch hat in ihrer Zusammensetzung die grösste Ähnlichkeit zu Muttermilch. Als einzige Zuckerart ist Laktose (Milchzucker) enthalten, andere Kohlenhydrate sind verboten. Sie ist ideal fürs Babys Fläschchen in den ersten vier bis sechs Monaten – und zwar vom ersten Tag an. Aber auch danach können Sie Ihrem Baby problemlos Pre-Milch füttern. Wenn Sie allerdings das Gefühl haben, Ihr Baby wird gar nicht mehr satt oder die Trinkmenge liegt über 1000 ml empfiehlt sich der Wechsel zu einer 1er- Babymilch. Wenn Sie stillen und Babymilch zufüttern oder in der Phase des Abstillens ist Pre-Milch am besten geeignet. Für Pre-Milch sollten Sie einen Teesauger verwenden, da sie ähnlich dünnflüssig ist wie Muttermilch. Babys dürfen Pre-Nahrung nach Bedarf trinken, ohne dass die Gefahr des Überfütterns besteht.

LCP

LCP-Fettsäuren sind in vielen Anfangsnahrungen enthalten. Hier handelt es sich um langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die wichtig für die Entwicklung von Gehirn, Nervensystem und Sehvermögen sind. Die wichtigsten LCP-Fettsäuren (die übrigens auch in Muttermilch enthalten sind): AA (Arachidonsäure) und DHA (Docosahexaensäure).

1er-Babymilch (Anfangsmilch)

Ihr sind im Unterschied zur Pre-Milch weitere Kohlenhydrate zugesetzt (meist glutenfreie Maisstärke). Dadurch ist sie sämiger und wird nicht so schnell verdaut. Das Ergebnis: Babys werden besser satt. Bei Babys, die nachts viel Hunger haben, lohnt sich der Versuch einer Umstellung auf 1er-Babymilch. Hier sollten Sie allerdings auf die empfohlene Trinkmenge achten.

2er-Babymilch (Folgemilch)

2er-Babymilch hat eine andere Eiweissstruktur als Pre- und 1er-Milch und sie enthält andere Nährstoffe und mehr Kalorien. Laut Vorschrift sind ihr Eisen und Jod zugesetzt. Zum Teil enthält 2er-Babymilch andere Zuckerarten. 2er-Milch sollte auf keinen Fall vor dem fünften Monat gefüttert werden, da sie mit ihrem höheren Gehalt an Proteinen und Nährstoffen die Nieren stärker belastet. Wenn Ihr Baby satt wird und Sie auf zusätzliche Nährstoffe verzichten wollen: Bleiben Sie ruhig beim Pre- oder 1er-Fläschchen!

HA-Nahrung

Hypoallergene Babymilch (abgekürzt HA) ist speziell für allergiegefährdete Kinder, die nicht gestillt werden, gedacht. Das Kuhmilcheiweiss ist hier in kleine Bruchstücke gespalten. HA-Nahrung gibt es als Pre-Milch, HA 1 (Anfangsmilch) und HA 2 (Folgemilch). Wenn Ihr Baby nicht allergiegefährdet ist, können Sie gewöhnliche Babynahrung verwenden. Und wenn Ihr Kind an einer Kuhmilch-Allergie leidet sollten Sie sich beim Kinderarzt informieren, HA-Nahrung ist hier nicht geeignet.

Heilnahrung

Wenn Babys einen starken Durchfall hinter sich haben, empfiehlt sich Heilnahrung, die gut sättigt und „stopft“. Milchzucker ist hier zum Teil durch andere Kohlenhydrate ersetzt, und sie enthält weniger Fett als normale Babymilch. Auch hilfreich, um den Darm wieder langsam an normale Kost zu gewöhnen: Die gewohnte Babymilch mit Wasser verdünnen (Mischverhältnis 1:1) oder ab dem sechsten Monat dünne Karottensuppe füttern. Auch Banane eignet sich gut.

Spezialnahrung

Es gibt unterschiedliche Spezialnahrungen (sojabasiert, spezielle SL-Nahrung (steht für „ohne Milch“). Diese Milch wird nur Babys empfohlen, die Lactose nicht verdauen können, eine Milchallergie oder andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben.

Kuhmilch

Das Kuhmilcheiweiss ist für kleine Babys schwer verdaulich – und Kuhmilch enthält nicht die Stoffe, die Säuglinge für ihre Entwicklung benötigen. Deshalb sollten Sie auf Kuhmilch in den ersten sechs Monaten verzichten. Dann können Sie beginnen, Ihr Baby langsam an Kuhmilch zu gewöhnen – allerdings nur in Breiform und nicht als Getränk. Nach und nach steigern, zum ersten Geburtstag dürfen es dann 200 ml sein. Mit einem Jahr darf es dann auch ein bisschen mehr Milch sein – auch als Getränk.

Eltern.de

Extra Tipps

beim Fläschchen-Zubereiten

  • 1)
    Stellen Sie das Fläschchen nie in die Mikrowelle: Es könnte sich ungleichmässig erwärmen und heisse Stellen bekommen, an denen sich Ihr Baby verbrennen kann.
  • 2)
    Testen Sie die Temperatur erwärmter Milch oder Babynahrung, indem Sie ein paar Tropfen auf Ihre Handgelenk - Innenseite geben: Es sollte sich lauwarm anfühlen.
  • 3)
    Halten Sie sich beim Mischen an angegebene Mischverhältnisse von Pulver und Wasser.
  • 4)
    Halten Sie Ihr Baby halb aufrecht und stützen Sie seinen Kopf, wenn Sie ihm das Fläschchen geben.
  • 5)
    Ihr Baby sollte sich beim Trinken geborgen fühlen: Sorgen Sie für Ruhe und körperliche Nähe.
  • 6)
    Sie bringen Ihr Baby dazu, den Mund zu öffnen und am Sauger anzusaugen, indem Sie seine Unterlippe oder Wange leicht mit dem Sauger streicheln.
  • 7)
    „Stützen“ Sie Ihr Baby niemals mit der Flasche ab.
  • 8)
    Angebrochene Milchpulverpackungen fest verschliessen, trocken aufbewahren und nicht zu lange lagern.
  • 9)
    Und nach dem Trinken: „Bäuerchen“ machen, damit Ihr Baby keine Bauchschmerzen bekommt.
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