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Beikost

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Breie selber machen oder fertig aus dem Gläschen?

Beim Thema Ernährung sind junge Eltern häufig unsicher, wenn Sie vor den prall gefüllten Regalen mit Säuglingsmilch, Getreidebreien, Obstgläschen und Fertiggerichten für Kinder stehen. Eine der wohl am häufigsten gestellten Fragen lautet: Soll ich für mein Baby selber kochen oder kaufe ich Gläschen aus dem Supermarkt?

Fest steht: Marken wie Hipp, Alete, Humana, Sunval und Holle verwenden Obst und Gemüse aus kontrolliert biologischem Anbau und achten auf strenge Kontrollen. Das Magazin Ökotest bemängelt allerdings, dass der Gemüseanteil in einigen Fertiggläschen zu gering sei und der Wasseranteil zu hoch. Ein Blick auf die Zutatenliste kann weiterhelfen.

Wenn Sie für Ihr Baby die Beikost selber kochen möchten, sollten sie Bio-Lebensmittel verwenden. Achten Sie auf eine schonende Zubereitung, damit die wertvollen Vitamine erhalten bleiben. Ein Tipp, um Zeit zu sparen: Kochen Sie eine große Menge Brei, füllen Sie kleine Portionen in einen Eiswürfelbehälter und frieren Sie den Brei ein. So haben Sie jeden Tag eine kleine Menge, die Sie für Ihr Baby aufwärmen können.

So klappt's mit der Beikost: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei ab dem 5. Monat

Um Ihr Baby frühestens ab dem 5. Monat ganz langsam an diese aufregende neue Erfahrung des Essens zu gewöhnen, empfiehlt das Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung eine schrittweise, sehr behutsame Umstellung von der Muttermilch zur Beikost. Für die zukünftigen kleinen Feinschmecker steht zunächst ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei auf der Speisekarte, der die Milchmahlzeit am Mittag ersetzt.

Um herauszufinden welches Gemüse Ihr Baby verträgt und welches nicht so gut, bereiten Sie einen Gemüsebrei mit nur einer Gemüsesorte zu. So können Sie sicher sein, dass Ihr Baby die jeweilige Obst- oder Gemüsesorte verträgt und keine Allergie auftritt. Denken Sie bitte daran: Auch wenn Sie schrecklich neugierig sind, was Ihrem Baby schmeckt und was nicht - Ihr Kind benötigt zu Beginn der Beikost noch keine Abwechslung auf dem Speiseplan.

Ideal für den ersten Gemüsebrei eignen sich zum Beispiel Möhre, Kürbis und Pastinake. Dieses Gemüse wird von Babys gerne gegessen, da es mit seinem süßlichen Geschmack an die Muttermilch erinnert. Aber auch Zucchini, Fenchel und Kartoffel sind empfehlenswert. Schwer verdauliche Gemüse wie Kohl und Bohnen sollten sie ganz vom Speiseplan streichen, da sie blähen und Bauchschmerzen auslösen können. Nach einer Woche können Sie den Gemüsebrei mit Kartoffeln ergänzen und noch eine Woche später fügen Sie etwa 20 bis 30 g mageres Fleisch hinzu.

Ab dem 7. Monat: Milch-Getreide-Brei

Der sättigende Milch-Getreide-Brei ersetzt die Milchmahlzeit am Abend. Dazu wird Säuglingsmilch mit Getreideflocken und etwas Obstbrei bzw. Saft vermischt. Von Hipp, Alete, Milupa, Holle und anderen Herstellern sind Instant-Getreide-Breie sowie Obstgläschen erhältlich. Sie können den Brei selbsverständlich auch mit frischen Zutaten zubereiten. Für den Anfang werden glutenfreie Getreidebreie empfohlen, wie zum Beispiel Hirse, Reis und Mais.

Ab dem 8. Monat: Getreide-Obst-Brei

Um den 8. Monat wird mit der Einführung des Getreide-Obst-Breies die letzte Milchmahlzeit am Morgen ersetzt. Für die Zubereitung wählen Sie mildes Obst, entweder industriell gefertigt aus dem Gläschen oder püriert. Birnen, Bananen, Äpfel, aber auch Pfirsiche eignen sich sehr gut, Orangen und Ananas führen häufig zu einem wunden Po.

Familienessen ab dem 9. Monat

Wenn Ihr Sprössling etwa 9 Monate alt ist, können Sie langsam beginnen, gemeinsame Familienmahlzeiten einzunehmen. Als Getränke zu den Brei-Mahlzeiten und dem späteren Familienessen eignen sich übrigens Wasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Fruchtschorlen besonders gut.

Extra Tipps
zum Füttern

  • 1)
    Babys lieben Karottenbrei! Er schmeckt süsslich und erinnert an Muttermilch. Ausserdem blähen und verstopfen sie nicht.
  • 2)  
    Ebenfalls gut geeignet: Pastinake, Blumenkohl, Kürbis und Fenchel.
  • 3)  
    Wenn Sie selbst kochen: Gemüse immer gut kochen und nicht würzen.
  • 4)  
    Schwer verdauliches Gemüse wie Kohl, Bohnen oder Linsen sollten Sie meiden.
  • 5)  
    Fleisch ist für Babys wichtig, denn ab dem sechsten Monat ist der Eisenvorrat, den Babys im Mutterleib angelegt haben, aufgebraucht.
  • 6)  
    Als Obst eignen sich für Babys säurearme Sorten wie Äpfel, Birne oder Banane, aber auch Pfirsiche und Nektarinen. Allerdings sollten diese gekocht sein, damit Ihr Baby keine Blähungen oder Bauchweh bekommt.
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