Fehlgeburt - Wie lässt sich das Risiko minimieren?
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Fehlgeburt

Wie lässt sich das Risiko minimieren? -  Leider gibt es kein Patentrezept, um eine Fehlgeburt zu verhindern. Zu unspezifisch sind die Ursachen für einen vorzeitigen Schwangerschaftsabbruch. Risikopatientinnen und gesunde Schwangere können jedoch einiges dafür tun, um das Risiko einer Fehlgeburt zu minimieren.

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von Dr. Verena Breitenbach
Fr, 02/28/2014 - 18:14 Wed, 12/06/2017 - 16:36

Ursachen für eine Fehlgeburt

Erleidet eine Schwangere eine Fehlgeburt, lässt sich die Ursache häufig nicht eindeutig benennen. Verschiedene Faktoren wie zum Beispiel genetische Defekte, chronische Erkrankungen der Mutter oder ein ungesunder Lebensstil können Einfluss auf einen vorzeitigen Schwangerschaftsabbruch haben.

Eine häufige Ursache für Fehlgeburten stellen Anomalien im Erbgut dar. So kann zum Beispiel eine Veränderung der Chromosomenzahl beim Fötus zu einer Fehlgeburt führen. Diese genetischen Anomalien, die zu einer natürlichen Abstoßung des Fötus führen, treten häufig in den ersten sechs Wochen der Schwangerschaft auf.

Ein weiterer Grund für das frühe Ende einer Schwangerschaft können gutartige Gebärmuttertumore, sogenannte Myome, sein. Aber auch Fehlbildungen an der Plazenta, der Gebärmutter oder eine Gebärmutterhalsschwäche der Schwangeren können Ursachen für eine Fehlgeburt sein.

Ein erhöhtes Risiko haben Frauen, die schon mehr als eine Fehlgeburt durchgemacht haben. Eine weitere Ursache können Infektionen in der Schwangerschaft, wie zum Beispiel Röteln, Hepatitis, Chlamydien oder Toxoplasmose sein. Des weiteren werden chronische Krankheiten wie Diabetes zu den möglichen Ursachen für eine Fehlgeburt gezählt.

Risikofaktoren für eine Fehlgeburt

Das Risiko für eine Fehlgeburt ist laut Medizinern erhöht, wenn Frauen in der Schwangerschaft stark rauchen, viel Alkohol trinken oder Drogen zu sich nehmen. Außerdem kann das Risiko einer Fehlgeburt bei einem regelmäßigen Konsum von mehr als vier Tassen Kaffee pro Tag ansteigen, wie in Untersuchungen nachgewiesen wurde.

Zu den Fehlgeburt Risikofaktoren gehört außerdem zu schweres Heben, wie bei einem Umzug. Aber auch traumatische Erlebnisse wie ein Schock oder ein Unfall gehören dazu. In seltenen Fällen können Fruchtwasseruntersuchungen im Rahmen einer Pränataldiagnostik zu einer Fehlgeburt führen.

Ein weiterer Faktor: Leider steigt das Risiko für eine Fehlgeburt mit zunehmendem Alter der Schwangeren, aber auch mit dem des Vaters an. Je älter die Eltern, desto häufiger kann es zu Chromosomenstörungen beim Fötus kommen. Aber auch übermäßiger Stress in Beruf und Partnerschaft kann der Auslöser für eine Fehlgeburt sein.

Verhalten bei Risikoschwangerschaften: Warnzeichen ernst nehmen

Wenn Frauen über 35 Jahre alt sind, an bestimmten chronischen Krankheiten leiden, bereits eine Fehlgeburt hinter sich haben oder Mehrlinge erwarten sprechen Experten von einer Risikoschwangerschaft. Für das ungeborene Baby, aber auch die Mutter, besteht dann ein erhöhtes Risiko für Gesundheit und Leben.

Schwangere, die zu dieser Risikogruppe gehören, sollten deshalb noch mehr auf die Warnzeichen Ihres Körpers achten. Außerdem ist es ratsam, sich im Vorfeld ausführlich über die Anzeichen einer Fehlgeburt zu informieren. Dazu gehören zum Beispiel Schmierblutungen, Schmerzen im unteren Rücken, Fieber oder verfrühte Wehen. Suchen Sie in diesen Fällen bitte sofort Ihren Arzt auf.

Um die Fehlgeburt Risikofaktoren zu minimieren, kann Ihnen Ihr Arzt wertvolle Tipps geben. In einigen Fällen ist es zum Beispiel wichtig, dass die Schwangere eine strenge Bettruhe einhält. Je nach Diagnose kann das in den eigenen vier Wänden oder im Krankenhaus geschehen. Aber auch mit Medikamenten kann eine drohende Fehlgeburt unter Umständen noch abgewendet werden.

Normale Schwangerschaft: Auf einen gesunden Lebensstil achten

Auf viele Faktoren, die eine Fehlgeburt auslösen, haben wir keinen Einfluss. Dennoch können Sie als Schwangere viel dazu beitragen, dass es Ihrem ungeborenen Kind gut geht. An erster Stelle steht eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Während der Schwangerschaft sollten Sie unbedingt auf Alkohol, Zigaretten und selbstverständlich Drogen verzichten.

Auch Schmerzmittel und andere Medikamente sollten Sie nur nach Absprache mit Ihrem Arzt einnehmen. Häufig gibt es für kleinere Wehwehchen wie Übelkeit, Sodbrennen oder Kopfschmerzen alternative Heilmethoden wie die Homöopathie, Akkupunktur oder Schüssler-Salze.

Besonders wichtig: Nutzen Sie unbedingt die Vorsorgetermine bei Ihrem behandelnden Arzt. Er kontrolliert regelmäßig mit dem Ultraschall, ob es Ihrem ungeborenen Baby gut geht und hält die Ergebnisse in Ihrem Mutterpass fest. Bei Auffälligkeiten werden Sie sofort an einen Spezialisten überwiesen. Sollten Sie sich unwohl fühlen, Schmerzen im Unterleib oder Blutungen haben, fahren Sie sofort in ein Krankenhaus.

© dechevm - Fotolia.com

Fazit
Gesunder Lebensstil: Verzicht auf Genussmittel und Drogen
Ausführlich über Fehlgeburt Risikofaktoren informieren
Wichtig: Eine regelmäßige Vorsorge während der Schwangerschaft
Warnzeichen ernst nehmen
Bei Blutungen und Schmerzen sofort ins Krankenhaus fahren
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