Vorurteil Vorname: Beeinflusst der Name das Leben meins Kindes?
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Vorurteil Vorname: Beeinflusst der Name das Leben meins Kindes?

Negativ besetzte Namen können zu Hänseleien führen: Es ist so weit - Sie müssen sich für einen Vornamen entscheiden. Soll Ihr Kind lieber einen gängigen oder einen ausgefallenen Namen haben? Gibt es eventuell Vorurteile gegen bestimmte Namen? Welcher wäre dies und wie würde er sich auf das Leben des Kindes auswirken?

windeln.de Redaktion
von windeln.de Redaktion
Mo, 08/03/2015 - 11:49 Tue, 11/07/2017 - 17:17

Die Wahl des Vornamens

Die Auswahl wird zunächst durch das Geschlecht eingeschränkt. Doch dann gibt es immer noch genügend Namen, die eine Entscheidung schwer machen können. Sicher ist Ihr persönlicher Geschmack ausschlaggebend - der Vorname soll Ihnen gefallen.

Der Charakter des Kindes ist noch nicht bekannt, kann also für eine Entscheidung kaum herangezogen werden. Nach dem Motto "Nomen est Omen" können Sie sich natürlich über die unterschiedlichen Ursprünge und Bedeutungen informieren, um mit dem Namen ein Zeichen zu setzen.

Es gibt jedoch noch mehr zu bedenken, wie Studien ergeben haben. So wurde 2009 von Erziehungswissenschaftlerinnen an der Universität Oldenburg untersucht, inwiefern gegen verschiedene Namen Vorurteile bestehen. Das Ergebnis: Erzieher und Lehrer assoziieren häufig mit bestimmten Namen verschiedene Eigenschaften. Diese können positiv oder negativ sein.

Im negativen Fall, sind Psychologen der Ansicht, könne sich das einschränkend auf die Entwicklung auswirken, wenn ein Kind unbewusst versucht, diese Erwartungshaltung zu erfüllen. Damit bestätigt sich das Vorurteil und es entsteht ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt.

Negativ besetzte Namen

In der Oldenburger Studie hat sich ergeben, dass Namen wie Kevin, Justin, Mandy oder Chantal - gleich in welcher Schreibweise - eher negativ besetzt sind. Mit ihnen werden gerne Verhaltensauffälligkeiten und eine schwächere Leistung verbunden.

Derartige Vorurteile, so das Studienergebnis, bestehen bisweilen auch gegenüber Erwachsenen. Daraus ließe sich folgern, dass es Ihr Kind mit dem "falschen" Namen nicht nur in Kindergarten und Schule, sondern auch im späteren Berufsleben schwerer haben könnte.

Abgesehen davon gibt es exotische Namen, die aufgrund ihrer Ungewöhnlichkeit und Andersartigkeit unter Kindern zu Hänseleien führen können. Hier ist also abzuwägen, ob Sie Ihrem Kind einen solch einzigartigen Namen geben möchten oder doch lieber einen gängigeren wählen.

Vornamen im Wandel der Zeit

Wie ein Name auf andere Menschen wirkt, unterscheidet sich regional und kulturell. Sind Kevin und Mandy in England durchaus gängig und beliebt, ist das in Deutschland offensichtlich anders. Auch im Laufe der Jahre ändern sich die Beliebtheit und die mit Namen assoziierten Eigenschaften.

Möglicherweise beeinflussen die Medien den sich wandelnden Eindruck verschiedener Namen. Sicher ist, dass heute negative Assoziationen in einigen Jahren zu positiven werden können und umgekehrt.

Allerdings gibt es Vornamen, die beispielsweise historisch vorbelastet sind. Ein Kind mit dem Namen Adolf dürfte in Deutschland langfristig Vorurteilen begegnen.

Trend oder Trotz?

Nun stehen Sie vor der Frage, ob Sie lieber einen Namen wählen, der im Trend liegt, um es Ihrem Kind leichter zu machen, oder ob Sie sich allen Meinungen zum Trotz für den entscheiden, der Ihnen gefällt.

Der Name Lukas hat es viele Jahr auf Platz eins der beliebtesten Vornamen geschafft. Ähnlich positiv besetzt sind Alexander, Maximilian, Jakob und Simon für Jungs sowie Lena, Leonie, Anna, Sarah, Sophie, Katharina und Charlotte für Mädchen. Auch das ist jedoch keine Garantie, dass negative Erfahrungen ausbleiben, wenn Ihre Tochter zum Beispiel Anna Bolika heißt. Berücksichtigen Sie also bei der Wahl des Vornamens auch den Nachnamen.

Entscheiden Sie sich für Kevin, Justin, Dennis, Marvin, Chantalle, Jaqueline, Mandy oder Angelina, dürfen Sie damit rechnen, dass Ihr Kind Vorurteilen begegnet. Sie können es jedoch unterstützen. Zunächst ist ein gesundes Selbstbewusstsein hilfreich, negativen Erwartungshaltungen zu begegnen.

Beobachten Sie, wie andere Kinder, Erzieher und Lehrer mit Ihrem Kind umgehen. Wird es aufgrund seines Namens gehänselt, ungerechtfertigt strenger behandelt oder schlechter bewertet als andere Kinder, suchen Sie das Gespräch mit den Eltern beziehungsweise Pädagogen.

Eventuell entscheiden Sie sich auch für einen Doppelnamen. So können Sie Ihren Wunschnamen wählen, aber zugleich einen weniger vorbelasteten Namen hinzufügen. Ihr Kind kann dann selbst entscheiden, wie es gerufen werden möchte.

Befürchten Sie, dass Ihr Kind aufgrund seines Namens Probleme bekommen könnte, bereiten Sie es vor: Erzählen Sie ihm, warum Sie sich für diesen schönen Namen entschieden haben. Welchen Ursprung und welche hintergründige Bedeutung hat er? Was finden Sie an dem Klang besonders toll? Stärken Sie Ihr Kind charakterlich und geben Sie ihm Rückhalt. Ermutigen Sie es, dagegen zu argumentieren, sollte es zu unschönen Erlebnissen aufgrund seines Namens kommen.

 © monropic - Fotolia.com

Fazit
die Wahl des Vornamens kann das Leben Ihres Kindes beeinflussen:
negativ besetzte Assoziationen
Hänseleien aufgrund von Fremdartigkeit
unbewusste Erfüllung der Erwartungshaltung anderer
erster Eindruck variiert in Schule und Beruf

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