Babyentwicklung: Baby im 5. Monat
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Arztgeprüft

Ihr Baby im 5. Monat

Der fünfte Lebensmonat: noch mehr Gründe gemeinsam zu lachen - Bis jetzt war es für Ihr Baby ziemlich schwierig, Gefühle auszudrücken und sich zielgerichtet mitzuteilen. Mit dem fünften Monat ändert sich das für einen Großteil der Babys.

windeln.de Redaktion
von windeln.de Redaktion
Sa, 11/16/2013 - 22:35 Fri, 05/31/2019 - 16:06

Noch besser Hören

Schon im Mutterleib trainiert ein Baby seinen Hörsinn. Auf der Welt ist es jedoch gar nicht so einfach, alle Höreindrücke zu verarbeiten und zuzuordnen. Ab dem fünften Monat erkennen viele Babys woher die Geräusche kommen und drehen sich bei interessanten Geräuschen in die entsprechende Richtung.

Diese neue Fähigkeit lässt vollkommen neue, lustige Spiele mit Ihrem Baby zu. Allerdings kann Sie auch dazu führen, dass Sie beim Füttern und Stillen sich ein ruhigeres Plätzchen suchen müssen, damit Ihr Baby nicht zu sehr vom Essen abgelenkt wird.

Noch besser Sehen

Auch das Sehvermögen wächst. Nun kann ein Baby auch kleine Gegenstände und Dinge, die sich schneller Bewegen wahrnehmen und mit den Augen aufmerksam verfolgen. Ebenfalls entdeckt es, dass Dinge versteckt sein können. Diese Erkenntnis wird bei den Versteckspielen in den kommenden Entwicklungswochen immer wieder zum Einsatz kommen. Zusätzlich ist es in der Lage nun auch Farbnuancen zwischen Pastellfarben abzugrenzen.

Noch besser Sprechen...

Natürlich ist ein Baby im fünften Monat noch weit davon entfernt, ein paar Worte zu sprechen. Aber Sie werden merken, dass sich das Repertoire an Geräuschen und Lauten nahezu täglich erweitert. Viele Babys entwickeln eine Vorliebe für bestimmte Laute, die sie nach und nach auch in bestimmten Situationen einsetzen.

Einige Babys proben einen Laut immer und immer wieder bis zur Perfektion, bevor sie ihrem Umfeld einen neuen präsentieren. In diesem Fall gilt es, geduldig auf den nächsten Meilenstein in der Sprachentwicklung zu warten.

Schon Zeit für das Sitzen?

Neben der Verfeinerung aller Sinne, werden Sie staunen, wie sich Ihr Baby körperlich weiterentwickelt. Einige Babys können nun auch schon für einen Moment alleine sitzen. Doch Sie sollten stets ganz nah dabei sein, da fünf Monate alte Babys aufgrund der noch unsicheren Kontrolle über ihre Nacken- und Rückenmuskulatur leicht zur Seite kippen.

Kinderärzte raten davon ab, das Kind häufig hinzusetzen und ermutigen die Eltern abzuwarten, bis das Baby selbst herausfindet, wie das mit dem Sitzen funktioniert.

Die Entwicklung der Bewegungsabläufe zeigt sich bei jedem Baby ganz individuell. Einige können zuerst gut sitzen, bevor sie das Krabbeln lernen. Andere robben, krabbeln und stehen lange bevor sie herausfinden, wie es sich auch im Sitzen bequem spielen lässt.

Auch der Zeitpunkt der einzelnen Entwicklungsfortschritte kann sich bis zu mehreren Wochen von Baby zu Baby unterscheiden. Bei Unsicherheiten hinsichtlich der motorischen Entwicklung sollten Sie sich an Ihren Kinderarzt oder Ihre Hebamme wenden.

Essensfragen

Je nachdem wie sich Ihr Baby entwickelt, können Sie sich im fünften Lebensmonat, schon langsam über das Thema Beikost informieren. Viele Kinderärzte und Hebammen sowie die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfehlen, frühestens ab dem sechsten Monat mit dem Zufüttern zu beginnen. Orientieren Sie sich immer an Ihrem Kind – es sagt Ihnen, ob es überhaupt schon bereit ist für Beikost. 

Sie möchten für Ihr Baby selbst kochen? Neben dem Blick in entsprechende Babykochbücher, sollten Sie prüfen, ob Sie ausreichend kleine Behältnisse, zur Aufbewahrung des frisch zubereiteten Babybreis haben, insbesondere wenn Sie Babybrei einfrieren möchten.

Spielerisch Fördern

Hinsichtlich seiner Sprachentwicklung befindet sich Ihr Baby im fünften Monat mitten in der sogenannten ersten Lallphase. Die Laute, die es in dieser Entwicklungsphase ausprobiert, werden von allen Babys auf der Welt unabhängig von ihrer Muttersprache erzeugt.

Sogar Taubgeborene lallen bis zum sechsten Lebensmonat. Um Ihr Baby bei seiner sprachlichen Entwicklung zu unterstützen, sollten Sie weiterhin viel mit ihm reden, singen und ebenfalls ungewöhnliche Geräusche von sich geben. Sie werden merken, dass das dem Baby meist besonders viel Freude bereitet.

Für das Training des Hörvermögens sind Rasseln, Xylophon und Glöckchen oder auch das Abspielen von Musik empfehlenswert. Achten Sie darauf, wie Ihr Kind auf die unterschiedlichen Töne reagiert und stimmen Sie darauf hin das "Musikprogramm" ab. Bei der Wiedergabe von Musik ist es wichtig, dass Sie diese nicht zu laut wiedergeben.

Mit dem fünften Lebensmonat erhalten die meisten Babys volle Kopfkontrolle und entdecken, dass Finger und Zehen, ein interessantes Spielzeug sind. Einige Babys haben schon herausgefunden, wie sie sich vom Bauch auf den Rücken drehen können. Um das Drehen Ihres Babys zu fördern, sollten Sie es unter Beobachtung so oft wie möglich in die Bauchposition auf die Krabbeldecke legen.

Der Babytrainer ist für die viele Babys jetzt ein Tageserlebnis, auf das sie Tag für Tag warten. Langsam entwickeln sie nämlich einen Sinn für Tagesabläufe und Regelmäßigkeiten sowie den Spaß an vorhersehbaren Wiederholungen. Gemeinsame Ausflüge mit den Eltern zum wöchentlichen Babyschwimm-, PEKIP- oder Babymassagekurs sorgen einerseits für spielerische Förderung und andererseits für Abwechslung (auch für die teilnehmenden Eltern).

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Nützliches für Babys 5. Monat

Nasensauger und Inhalator

Der Nestschutz der Neugeborene vor Infektionen schützt, lässt in spätestens im zweiten Lebenshalbjahr nach. Da das Immunsystem der Kleinen noch nicht vollständig ausgebildet ist, lässt dann die nächste Erkältung nicht lange auf sich warten. Babys sind noch nicht in der Lage dazu, eigenständig zu Schnäuzen, auch mit Mamas Hilfe ist es schwierig. Ein Nasensekretsauger befreit die Nase und ermöglicht wieder eine normale Atmung. Auch ein Inhalator lindert auf schonende Weise die Erkältungssymptomen bei Babys.

Babybrei

Im fünften Lebensmonat eines Kindes ist das Verdauungssystem weit genug entwickelt, um langsam mit dem Zufüttern von Brei zu beginnen. Während am Anfang der Milch nur Getreide zugemischt wird, kann im sechsten Monat auch schon leicht verdauliches Obst im Brei enthalten sein. Das Baby wird so langsam an den Verzehr von fester Nahrung herangeführt.

Feuchttücher

Wenn bei den ersten Essversuchen einmal etwas daneben geht, ist das Malheur schnell, sauber und hygienisch mit einem Feuchttuch beseitigt. Auch unterwegs sind die Tücher dankbare Helfer, um Kleckereien und Schmutz wegzuwischen. Ganz klassisch kommen Feuchttücher auch beim Wickeln zum Einsatz, um Babys Haut schonend zu reinigen.

DER FÜNFTE MONAT: ALLE ENTWICKLUNGSBEREICHE IM ÜBERBLICK

Wachstum
  • langsamere Gewichtszunahme
  • Gewichtszunahme in diesem Monat etwa 500 Gramm
  • Durchschnittgewicht im 5. Monat: 6.900 g (Mädchen), 7.500 g (Jungen)
  • ein bis vier Zentimeter Wachstum
  • Kleidergröße: 62 bis 68
  • Schuhgröße: 15 bis 16
  • Kopfumfang: 40 bis 44 cm
Entwicklung der Sinne
  • Entwicklung des räumlichen Sehens, bunte Sachen sind nun interessant
  • die Hörfähigkeit wird immer differenzierter, die Richtung von Geräuschen kann besser wahrgenommen werden
  • greifbare Dinge werden sowohl mit den Händen als auch mit dem Mund erforscht
Motorische Entwicklung
  • Drehung vom Bauch auf den Rücken jetzt zum ersten Mal möglich
  • bessere Hand-Augen-Koordination
Sprachliche Entwicklung
  • erste Lallphase (Mitteilungen erfolgen nicht mehr nur übers Schreien, sondern auch über Einzelgeräusche)
  • Babys verstehen den „Stimmklang“ sowie ihren Namen.
Eltern-Kind-Bindung
  • Äußerung des eigenen Befindens durch Mimik, Laute und Schreien
  • Blickkontakte ebenfalls als wichtige Kommunikationsmöglichkeit
Spannende Freizeit- und Spielideen
Ernährung
  • Primär Muttermilch oder Pre-Milch
  • erste Beikost nach ärztlicher Absprache möglich
Babyschlaf
  • etwa 14 Stunden Schlaf am Tag, individueller Wach-Schlaf-Rhythmus (auch nachts)
Wichtige Termine für Eltern und Baby
  • Vereinbaren Sie schon jetzt den Termin für die U5

Bild: © ivolodina - Fotolia.com

Tipps von Hebamme Christina Altmann
  • Buchtipp: „Einmal breifrei, bitte!“ von Loretta Stern
  • Buchtipp: „Mein Kind will nicht essen“ von Dr. Carlos Gonzalez

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Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

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