Babyentwicklung: Baby im 4. Monat
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Hebammengeprüft

Ihr Baby im 4. Monat

Der vierte Lebensmonat: Jetzt kommt Bewegung ins Spiel - Hat ein Baby im dritten Monat noch nicht damit begonnen, wird es sich sehr wahrscheinlich im vierten Monat in den ersten Mini-Liegestützen versuchen. Sobald Sie es auf den Bauch legen, versucht es nicht nur den Kopf zu heben.

windeln.de Redaktion
von windeln.de Redaktion
Di, 07/30/2019 - 15:22 Tue, 07/30/2019 - 15:22

Etwas Zeit mit sich verbringen

Konnte Ihr Baby in den ersten Wochen kaum genug an Aufmerksamkeit bekommen, stellen viele Eltern jetzt eine Veränderung fest. Das Spucktuch in greifbarer Nähe, ein Stoffball oder Kuscheltier werden nun für einige Minuten so interessant, dass sich ein Baby ganz allein damit beschäftigt. Diese Konzentration auf ein bestimmtes Spiel kostet teilweise so viel Energie, dass danach schnell Hunger oder Müdigkeit eintritt.

Einige Babys reagieren nach einiger Zeit auch ungehalten, weil etwas nicht so geht wie sie es gerne möchten. Manchmal ist auch einfach der Punkt gekommen, an dem sie sich über ein anderes Spielzeug freuen. Beobachten Sie Ihr Baby beim Spielen und Sie werden schnell herausfinden, was ihm gefällt und was nicht.

Ebenfalls wichtig: Unterbrechen Sie ein Baby möglichst nicht dabei, wenn es sich alleine beschäftigt. Wenn es jetzt schon lernt in Ruhe für sich, Dinge zu entdecken und damit zu spielen, ist dies eine gute Voraussetzung, um auch im Kleinkindalter hin und wieder alleine zu spielen.

Gläschen ab dem 4. Monat?

Beim Blick die Baby-Abteilung eines Super- oder Drogeriemarktes ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass es Baby-Nahrung ab dem vierten Monat gibt. Obwohl der Verdauungstrakt der meisten Babys schon so gut entwickelt ist, dass er diese Beikost vertragen kann , empfehlen die WHO (Weltgesundheitsorganisation), viele Kinderärzte und Hebammen, erst nach dem sechsten Monat mit pürierten Gemüse und Baby-Brei oder Baby-led Weaning als zusätzliche Kost zur Mutter- bzw. Pre-Milch zu beginnen.

Muttermilch oder Ersatznahrung haben zahlreiche gesundheitliche Vorteile für das Baby. Sie enthalten alle wichtigen Vitamine, Mineralien, Fette und Eiweiße, die ein vier bis sechs Monate altes Baby benötigt. Zusätzlich zeigen Studien, dass Stillkinder oftmals weniger Allergien haben und Muttermilch bzw. Pre-Milch leichter verdaulich sind als Babybrei. Möchten Sie schon im vierten Lebensmonat mit der Beikost beginnen, ist es ratsam nochmal beim Kinderarzt nachzufragen, ob gesundheitlich etwas gegen dieses Vorhaben spricht.

Sicher bei Mama und Papa

Im vierten Monat entwickelt sich auch langsam ein kritischer Umgang mit nicht vertrauten Personen. Bei anderen Menschen im Arm zu liegen, ist für viele Babys in den ersten drei Monaten kaum ein Grund, sich unwohl zu fühlen. Das kann sich jetzt ändern. Während ein Baby sicher auf Mamas oder Papas Arm alle anderen anlacht und mit ihnen schäkert, weint im vierten Monat es plötzlich, wenn Tante oder Onkel es halten. Falls ein Babysitter hin und wieder auf Ihr Baby aufpassen soll, sollten Sie deshalb Ihrem Baby genügend Zeit geben, um diesen kennenzulernen und vertrauen zu ihm zu gewinnen.

Endlich ruhigere Nächte

Obwohl es nicht für jedes Baby zutrifft, können sich die meisten Eltern ab dem dritten oder vierten Monat über entspanntere Einschlafphasen freuen. Durchschlafen ist – entgegen vieler Meinungen – noch längst nicht die Regel. Die zunehmende Bewegungslust des Babys führt nämlich dazu, dass es schneller müde wird und länger schläft. Der Magen eines Babys ist allerdings noch so klein, dass er normalerweise nach spätestens fünf bis sechs Stunden leer ist und dann die nächste Mahlzeit notwendig wird. Besonders Stillbabys bekommen häufig schon nach wenigen Stunden wieder Hunger, da die Muttermilch sehr leicht zu verdauen ist.

Die Förderung im vierten Monat

Der vierte Monat gibt vielen Mamas und Papas einen Vorgeschmack auf die zahlreichen, lustigen Spielmomente, die sie mit ihrem Baby noch erleben dürfen. Auch wenn es für die spätere Sprachentwicklung förderlicher ist, ganz normal mit ihrem kleinen Kind zu sprechen, jetzt ist der Zeitpunkt, an dem auch die Eltern Brabbeln und komische Geräusche von sich geben dürfen.

Babys sind dafür sehr dankbar und scheinen dies als Anregung zu nutzen, selbst die Möglichkeiten ihres Stimminstruments zu prüfen. Einige von ihnen hören in der ersten Zeit nur gespannt zu. Andere entwickeln eine Zeit lang Lieblingsgeräusche, die sie immer und immer wieder erproben. Und wieder andere finden aller zwei Tage eine neue Art, Töne zu entwickeln.

Neben der Sprache ist es auch sinnvoll weiterhin Rasseln und anderes tönendes Spielzeug zu nutzen, um das Gehör eines Babys zu schulen. Auch ein Glöckchen am Babytrainer sorgt für Staunen und Freude. Eine Papiertüte knistert ebenfalls interessant und fühlt sich auch spannend an. Bedenken Sie allerdings, dass Sie einem Baby nur Dinge in die Hand geben, die es auch ohne Bedenken an den Mund führen kann. Neben den Händen ist der Mund das Hauptinstrument, um Neues ausführlich zu erkunden.

Hinsichtlich der Anzahl der Spielzeuge sollten Sie eher zurückhaltend sein und dem Baby nicht alle Spielmöglichkeiten auf einmal präsentieren. Wechseln Sie die Spielzeuge ab, das beugt Langeweile vor. Nutzen Sie aber auch nicht zu viele Spielzeuge, damit Ihr Baby auch Spielzeuge wiedererkennen und sich darauf freuen kann.

Für die Förderung der Motorik können Sie neben Bewegungsspielen Zuhause, bei denen Sie Ihr Baby zum Beispiel beim Drehen vom Bauch- auf die Rückenlage und umgekehrt unterstützten, auch Bewegungskurse für Ihr Baby belegen. PEKIP-Kurse, Baby-Gymnastik und Babymassage werden mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten dafür häufig angeboten. Ebenfalls bewegungsförderlich und entspannend zugleich, wirkt für viele Eltern und Babys das Babyschwimmen. Die Volkshochschulen sowie örtliche Schwimmbäder oder Krankenkassen bieten entsprechende Kurse an.

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Nützliches für Babys 4. Monat

Babyschlafsack

Im ersten Lebensjahr eines Kindes sorgt ein Babyschlafsack für einen sicheren und gesunden Schlaf. Durch das Schlafen in einem Schlafsack wird das Risiko eines plötzlichen Kindstods deutlicher reduziert. Zusätzlich herrscht im Babyschlafsack immer eine gute Temperatur – ein Wärmestau wie unter einer über den Kopf gezogenen Decke wird vermieden. Das Baby kann sich nicht frei strampeln und wird so die ganze Nacht schön warm gehalten.

Schmusetuch

Ein Schmusetuch – meist eine Kombination aus süßem Kuscheltierkopf und weichem Stoff ist ideal geeignet für kleine Kinder. Das Kuscheltiertuch wird für Ihr Baby zu einem wichtigen Begeleiter mit dem es kuscheln und schmusen aber auch spielen kann. Kuscheltiere spielen in der kindlichen Psychologie eine wichtige Rolle, da sie Sicherheit und Geborgenheit vermitteln.

Schnuller

Babys haben ein ausgeprägtes Saugbedürfnis, ein Schnuller sollte aber erst zum Einsatz kommen, wenn sich das Stillen eingependelt hat, um einer Saugverwirrung vorzubeugen. Der Schnuller hilft dabei, das Baby zu beruhigen und ihm Trost zu spenden. Für unterwegs eignet sich eine Schnullerkette, so dass der Schnuller nicht verloren geht.

Der vierte Monat: Alle Entwicklungsbereiche im Überblick

Wachstum
  • allmählich langsamere Gewichtszunahme
  • Gewichtszunahme in diesem Monat etwa 600 Gramm
  • Durchschnittgewicht im 4. Monat: 6.400 g (Mädchen), 7.000 g (Jungen)
  • drei bis vier Zentimeter Wachstum
  • Kleidergröße: 56 bis 68
  • Schuhgröße: 15 bis 16
  • Kopfumfang: 38 bis 42 cm
Entwicklung der Sinne
  • Entwicklung des räumlichen Sehens, bunte Sachen sind nun interessant
  • die Hörfähigkeit wird immer differenzierter, die Richtung von Geräuschen kann besser wahrgenommen werden
  • greifbare Dinge werden sowohl mit den Händen als auch mit dem Mund erforscht
Motorische Entwicklung
  • Drehung vom Bauch auf den Rücken jetzt zum ersten Mal möglich
  • bessere Hand-Augen-Koordination
Sprachliche Entwicklung
  • erste Lallphase (Mitteilungen erfolgen nicht mehr nur übers Schreien, sondern auch über Einzelgeräusche)
  • Babys verstehen den „Stimmklang“ sowie ihren Namen.
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Ernährung
Babyschlaf
  • etwa 15 Stunden Schlaf am Tag, individueller Wach-Schlaf-Rhythmus (auch nachts)
Wichtige Termine für Eltern und Baby

Bild: © ivolodina - Fotolia.com

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Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

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