Fieberthermometer: Digital und sicher Fieber messen

Artikel 1 bis 31 von 31
Artikel 1 bis 31 von 31

Digitale Fieberthermometer: stressfrei und sicher Fieber messen

Ein Fieberthermometer gehört in jede Familien-Hausapotheke. Da sich ihr Immunsystem noch in der "Trainingsphase" befindet, machen Babys und Kleinkinder bis zu zehn Infekte im Jahr durch - häufig begleitet von erhöhter Temperatur oder Fieber. Mit einem geeigneten Thermometer können Eltern dann überprüfen, welche Behandlung nötig ist. Häufig braucht das Kind nur Ruhe und liebevolle Zuwendung zum Gesundwerden. Manchmal ist aber auch ein Besuch beim Kinderarzt ratsam. Damit sich das Fiebermessen für die kleinen Patienten möglichst stressfrei gestaltet, sollte es schonend und rasch ablaufen.

Fieberthermometer für Kinder

In den modernen digitalen Fieberthermometern ist längst kein giftiges Quecksilber mehr enthalten und die Körpertemperatur wird gut sichtbar angezeigt. Die komfortable Infrarot-Technik, die in vielen Produkten steckt, ermöglicht eine zuverlässige Temperaturmessung innerhalb weniger Sekunden. Dabei haben Eltern die Wahl zwischen verschiedenen Messmethoden.

  1. Rektale Messung
    Für besonders genaue Ergebnisse empfehlen viele Kinderärzte bei Babys das Fiebermessen im Po. Dafür wird ein klassisches Fieberthermometer etwa 1,5 bis 2,5 cm in den After eingeführt. Damit es besser gleitet, können Eltern es zuvor mit etwas Creme einfetten. Nach einer Minute ist die häufig sehr unbeliebte Prozedur beendet. Da sich am Darmausgang Krankheitserreger tummeln können und das Thermometer nach dem Fiebermessen unbedingt gereinigt werden muss, sollte es wasserdicht und desinfektionsfähig sein.

  2. Messung im Ohr
    Dank der Infrarot-Technik liefern auch moderne Ohrthermometer exakte Ergebnisse. Die Anwendung ist sehr einfach: Zuerst setzen Eltern eine neue Einmal-Schutzkappe auf den Sensor und ziehen die Ohrmuschel des Kindes leicht nach oben und hinten. Dann führen sie das Thermometer so weit wie möglich in den Gehörgang ein, drücken auf den Startknopf und erhalten schon nach wenigen Sekunden Gewissheit. Bei unruhigen Kindern können Eltern mit dieser Methode sogar im Schlaf die Körpertemperatur überprüfen. Eine Reinigung des Ohrthermometers ist nicht nötig, da die nachkaufbaren Schutzkappen nach jeder Verwendung ausgetauscht werden.

  3. Orale Messung
    Für das Fiebermessen im Mund muss die Spitze eines klassischen Fieberthermometers für etwa zwei Minuten unter die Zunge gelegt werden. Da Kleinkinder während der Wartezeit gerne auf dem Thermometer herumkauen, sollte es über eine flexible und stabile Gummispitze verfügen. Für das besonders sanfte Fiebermessen bei Babys haben die renommierten Hersteller spezielle Schnullerthermometer im Angebot. Nach der Verwendung im Mund muss das Thermometer für optimale Hygiene entweder mit Seife und Wasser gründlich gereinigt oder desinfiziert werden. Eltern sollten daher wasserdichte Modelle bevorzugen.

  4. Messung an Stirn oder Schläfe
    Die Handhabung eines Stirnthermometers ist denkbar einfach: Es wird auf die Schläfenvene gehalten oder über die Stirn geführt. Auch kontaktloses Messen ist bei manchen Geräten möglich. So können Eltern die Körpertemperatur ihres Kindes überprüfen, ohne es aufwecken zu müssen. Lediglich bei starkem Fieber ist diese Messvariante möglicherweise ungenau, weil sich dann die Temperatur im Kopfbereich unterhalb der des Körpers bewegen kann.

  5. Fiebermessen unter der Achsel
    Die axillare Messung eignet sich für Kinder, die sich für sieben bis neun Minuten stillhalten können. Während der gesamten Messdauer muss sich Thermometer sicher zwischen Arm und Achsel befinden. Da diese Art des Fiebermessens häufig etwas zu niedrige Werte ermittelt, sollten Eltern 0,5 bis 1° C dazugeben.

Digital Fieber messen und Extra-Funktionen nutzen

Insbesondere, wenn mehrere Familienmitglieder ein Fieberthermometer nutzen und unterschiedliche Messvarianten bevorzugen, empfiehlt sich der Kauf eines Multifunktionsthermometers, das sowohl als Stirn- als auch als Ohrthermometer verwendbar ist. Ob die Körpertemperatur mehr als auch nur leicht erhöht ist, zeigen einige Geräte mit einem optischen Fieberalarm an. Mit einer Memory-Funktion lässt sich der Verlauf des Fiebers gut nachverfolgen.

Gut zu wissen

Bei Babys und Kleinkindern liegt die Körpertemperatur normalerweise zwischen 36 und 37° C. Beim Spielen oder aufgrund warmer Kleidung kann sie bis auf 37,5° C ansteigen. Von Fieber sprechen Kinderärzte im ersten Lebensjahr daher erst ab 38° C, bei Kleinkindern ab 38,5° C. Um ihr Kind während eines fieberhaften Infekts zu unterstützen, sollten Eltern ihm viel Ruhe gönnen und auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Hält das Fieber länger als zwei Tage an oder steigt es über 39° C, sollte ein Kinderarzt zu Rate gezogen werden.

Fieberthermometer im Überblick:

  • zur Überprüfung der Körpertemperatur bei Infekten
  • digitale Temperaturanzeige für einfaches Ablesen der Messergebnisse
  • Infrarot-Technik für kurze Messdauer
  • verschiedene Messmethoden: rektal, im Ohr, oral, an der Stirn, unter dem Arm
  • Schnullerthermometer für sanftes Fiebermessen bei Babys