Winterjacken Berater

Winterjacken für Kinder – warm durch die kalte Jahreszeit

Noch bevor der erste Schnee fällt, sollten Eltern die passende Winterjacke für ihre Kinder aussuchen. Eine wärmende Jacke können die Kleinen bereits an frischen Herbstmorgenden auf dem Weg zum Kindergarten gut gebrauchen und dank verschiedener Funktionseigenschaften passt sie oft auch schon in die Übergangszeit. Welche Arten von Winterjacken es gibt, wie sie sich hinsichtlich des Materials unterscheiden und auf welche Qualitätsmerkmale Mama und Papa bei der Auswahl achten sollten, erklärt dieser Ratgeber.


1. Welche Arten von Winterjacken für Kinder werden angeboten?

Sobald die Außentemperatur unter 10 °C fällt, ist es an der Zeit, dem Kind eine Winterjacke anzuziehen. Kinder frieren schneller als Erwachsene, da ihre Haut dünner ist und Körperwärme schneller verloren geht. Mit der richtigen Jacke können Eltern jedoch verhindern, dass ihre Kinder beim Spielen im Freien frieren. Dabei haben sie die Auswahl zwischen verschiedensten Arten an Winterjacken, die sich für unterschiedliche Aktivitäten eignen.

Kunstfaserjacke: Warm und pflegeleicht

Im Gegensatz beispielsweise zu Daunenjacken sind Kunstfaserjacken nicht nur mit synthetischem Außenmaterial, sondern auch mit einer Füllung aus weichem Kunstfasermaterial versehen. Meist kommen Kunstdaunen aus Polyester zum Einsatz, die in ihrer Wärmedämmung der Daune in nichts nachstehen. Auch trocknen Winterjacken mit Kunstfaserfüllung besonders schnell, wenn sie nass werden, da das synthetische Material Feuchtigkeit nicht in seine Struktur aufnimmt. Das Futter bleibt weiterhin flauschig und fällt bei Nässe nicht in sich zusammen.

Dank dieser Eigenschaften lässt sich die Kunstfaserjacke besonders leicht pflegen – ein Vorteil gerade bei aktiven Kindern, die bei Wind und Wetter draußen spielen und mit schmutzigen Jacken nach Hause kommen. In der Regel lassen sich Jacken mit Kunstfaserfüllung unkompliziert waschen, da das Innenfutter schnell trocknet. Diese Winterjacken trotzen jedem Wetter und sind insbesondere an Regentagen gut einsetzbar.

Funktions- und Outdoorjacken: Allrounder mit Schutzfunktion

Die Funktionsjacke ist der Allrounder unter den Winterjacken für Kinder, denn sie bietet zuverlässigen Schutz vor Feuchtigkeit, Wind und Kälte. Experten empfehlen, Jacke und Material nach dem Einsatzzweck auszuwählen: Eltern sollten unterscheiden, ob sie die Jacke für den Alltag oder beispielsweise den nächsten Ski-Urlaub kaufen. Und eine Winterjacke zum Spielen im Garten sollte andere Anforderungen erfüllen als eine Ski-Jacke für die Berge.

Funktionsjacken zeichnen sich generell durch ihre hochwertige Membran aus, die meist atmungsaktiv sowie wind- und wasserabweisend verarbeitet ist. Oft sind Funktionsjacken mit einem wärmenden, schnelltrocknenden Fleece im Inneren ausgestattet, das sich je nach Modell eventuell auch entfernen lässt. So können Kinder die Jacke ohne Innenfutter auch an weniger kalten Tagen tragen.

Funktionsjacken sind für den Einsatz im Outdoor-Bereich wie beispielsweise bei Wanderungen oder Skitouren vorgesehen und überzeugen daher mit hoher Bewegungsfreiheit und geringem Gewicht. Um zu verhindern, dass sich Schweiß in der wasserdichten Jacke ansammelt, sind viele Modelle neben atmungsaktiven Membranen auch mit Belüftungselementen ausgestattet. Doch auch ein hochschließender Kragen und eine warme Kapuze – meist abnehmbar – darf nicht fehlen. Denn Kinder verlieren über Hals und Kopf besonders viel Körperwärme, wenn diese nicht vor Wind und Wetter geschützt werden.

Doppeljacken nach dem 3-in-1-Prinzip

Doppeljacken sind meist Funktionsjacken, die mehrere Bekleidungsschichten nach dem Zwiebelprinzip miteinander kombinieren: Eine wind- und wasserabweisende Außenjacke wird mit einem Reißverschluss mit einer wärmeisolierenden Innenjacke verbunden. Die Innenjacke ist aus Fleece oder Kunstfaser gearbeitet, sodass diese bei warmen Temperaturen auch solo getragen werden kann. Die Außenjacke fungiert zudem als Regenjacke, wenn Kinder sie ohne Innenteil anziehen.

Die Doppeljacke wird auch als 3-in-1-Jacke bezeichnet, da die zwei Jacken in drei verschiedenen Kombinationen getragen werden können.

So kommt die Doppeljacke das gesamte Jahr über flexibel zum Einsatz. Im Frühling und Sommer eignet sich die Außenjacke als robuste Regenjacke. Im Herbst und Winter hält die wärmende Fleecejacke darunter schön warm. Ebenso wie die Funktionsjacke zeichnet sich die Doppeljacke durch geringes Gewicht und hohe Bewegungsfreiheit aus.

Steppjacken in großer Auswahl

Ihren Namen erhält die Steppjacke dank der Stepptechnik, mit der das Innenmaterial sicher an Ort und Stelle gehalten wird: Dadurch, dass sich die Füllung in mehreren kleinen "Taschen" befindet, kann sie sich nicht ungünstig zusammenbauschen. Die Steppjacke kann sowohl mit Daunen als auch mit Kunstfaser befüllt sein. Ihre Oberfläche ist meist aus Nylon (wasserfest) oder robustem Baumwollmaterial gearbeitet. Je nach Hersteller können Steppjacken für den Winter auch mit einem zusätzlich wärmenden Innenfleece versehen sein.

Da der Begriff "Steppjacke" eigentlich nur eine Verarbeitungstechnik bezeichnet, werden diese Jacken in unterschiedlichsten Formen, Farben, Größen und Materialien angeboten. Sie unterscheiden sich im Aussehen jedoch von Funktionsjacken, da sie nicht selten über optische Elemente, wie einen Fellkragen an der Kapuze, einen Gürtel auf der Taille oder besondere Applikationen verfügen.


2. Materialien und Funktionseigenschaften von Winterjacken für Kinder

Gerade in der kalten Jahreszeit muss Kleidung für Kinder ganz besondere Anforderungen erfüllen: Die Jacken sollen das Kind zuverlässig vor kalter, feuchter Witterung schützen, aber gleichzeitig atmungsaktiv gearbeitet sein, damit es nicht ins Schwitzen kommt und sich erkältet. Unterschiedliche Marken bieten daher Jacken aus hochwertigen Materialien mit und ohne Funktionseigenschaften an:

Wasserabweisend oder wasserdicht

Die Begriffe "wasserabweisend und wasserdicht" sind leicht zu verwechseln. Nicht immer wird allein durch den Begriff deutlich, wie zuverlässig ein Material vor Nässe schützt. Dies wird wesentlich präziser anhand der Wassersäule für Stoffe und Membranen angegeben. Die europäische Norm DIN EN 343:2010-05 für Schutzbekleidung gegen Regen regelt diesen Richtwert.

Materialien mit einer Wassersäule von 1500 mm (0,15 bar Wasserdruck) gelten in Deutschland als wasserdicht, doch empfehlen Experten eine Wassersäule von mindestens 5000 mm, um beispielsweise auch dem Wasserdruck beim Sitzen standzuhalten. Lediglich wasserabweisende Stoffe mit einer niedrigen Wassersäule lassen im Laufe der Zeit oder unter dem Einfluss von zusätzlichem Druck Nässe eindringen, halten jedoch eine kurze Zeit lang Feuchtigkeit fern.

Hardshell und Softshell

Im Zusammenhang mit der Wasserdichte stolpern Eltern manchmal über Bezeichnungen wie Hard- und Softshell-Jacken. Diese Begriffe beschreiben das Obermaterial einer Winterjacke für Kinder, wobei der Großteil der Winterjacken mit einem Hardshell-Material versehen ist.

Hardshell ist im Vergleich zu Softshell eine im höheren Maße wasserdichte, winddichte und atmungsaktive Oberfläche, die besonders robust und daher weniger flexibel als das Softshell-Material gearbeitet ist. Dagegen liegt Softshell weicher und flexibler am Körper und wird, je nach Modell, auch für die Innenjacken von Funktionsjacken genutzt.

Softshell ist im Gegensatz zu Hardshell nur wasserabweisend, bietet jedoch eine höhere Bewegungsfreiheit und einen optimalen Tragekomfort beim Toben. Softshell-Winterjacken sind gut für Alltagssituationen geeignet, in denen Kinder keinen extremen Wetterbedingungen ausgesetzt sind. Ein leichter Regenschauer ist mit Softshell-Jacke trocken zu überstehen. Zur Hardshell-Jacke können Eltern greifen, wenn die Kinder lange Zeit im Schnee spielen oder im Winter auf Wandertour gehen.

Atmungsaktive Membranen

Ist eine Winterjacke atmungsaktiv verarbeitet, lässt der Stoff Feuchtigkeit von innen nach außen, obwohl durch die Außenhaut der Jacke keine Feuchtigkeit von außen nach innen gelangt. So entsteht beim Spielen kein Hitzestau.

Atmungsaktivität steht im Zusammenhang mit der wasserabweisenden Funktion. "Wasserabweisende" Stoffe verfügen über eine erhöhte Atmungsaktivität im Vergleich zu "wasserdichten" Materialien. Denn bei wasserabweisenden Materialien ist meist eine Membran vorhanden, die Feuchtigkeit wie Schweiß von innen passieren lässt, sich jedoch gegenüber Feuchtigkeit von außen schließt. Bei den Membranen werden geschlossene, offene und natürliche Formen unterschieden:

  • Offene Membranen:
    Diese werden auch als mikroporöse Membranen bezeichnet, da sie mit vielen kleinen Löchern versehen sind. Kleine Wasserdampf-Moleküle, wie sie beim Schwitzen entstehen, können so nach außen gelangen. Größere Wassermoleküle wie sie in Regentropfen auftreten, dringen von außen jedoch nicht ein, da die Löcher zu klein sind. Ein Beispiel für die offene Variante sind die Membranen von Gore-Tex.
  • Geschlossene Membranen:
    Hier lagert sich Feuchtigkeit auf der Innenseite der Membran ab. Diese quillt auf und die Wasserteilchen werden nach außen geschleust. Diese Art von Membran gilt als besonders robust, wie etwa die Sympatex-Membran.
  • Natürlicher Membran-Ersatz:
    Neben Jacken mit synthetischen Schutzschichten gibt es auch Winterjacken, die in Teilen aus Baumwolle, Fleece oder Merino-Wolle hergestellt sind. Sie sind sehr bequem, halten jedoch nicht immer ausreichend trocken. Baumwolle transportiert Feuchtigkeit natürlich vom Körper weg, speichert sie jedoch in ihren Fasern und trocknet nur langsam. Merino-Wolle dagegen nimmt Feuchtigkeit zuverlässig auf und trocknet schnell.

Synthetische Membranen bieten hinsichtlich Atmungsaktivität und Wasserdichte einige Vorteile im Vergleich zu natürlichen Winterjacken-Stoffen wie Baumwolle, da die Flüssigkeit nicht von der Membran aufgenommen wird. Dadurch steigt auch das Gewicht der Jacke nicht, und der Tragekomfort wird nicht eingeschränkt.

Wärmeisolation und Futter

Da Kinder im Vergleich zu Erwachsenen kälteempfindlicher reagieren, sollten Eltern bei der Wahl der Winterjacke auf eine zuverlässige Wärmeisolation achten. Eltern haben meist die Wahl zwischen Daune und Kunstfaser. Daunen sind das Untergefieder von Enten und Gänsen und schützen die Wasservögel vor Kälte, da zwischen den einzelnen Fasern der Federn kleine Hohlräume entstehen, die den Temperaturangleich stark verlangsamen. Diese Wärmedämmung machen sich Winterjacken-Hersteller zu Nutze, um Jacken zu isolieren. Bei der Wahl einer Daunenjacke für den Winter sollten Eltern auf drei Kriterien achten:

  • Bauschkraft (loft, fillpower):
    Sie wird in "cuin" (cubic inches) gemessen und gibt an, wie schnell sich eine verformte Daune wieder in den Ursprungszustand zurück entwickelt. Ab etwa 500 cuin hält die Daunenfüllung zuverlässig warm.
  • Daunenmenge:
    Je höher die Menge der Daunen in Gramm, desto wärmer die Winterjacke. Jedoch steigt mit der Masse an Daunen auch das Gewicht.
  • Verhältnis von Daune zu Feder:
    Neben Daunen werden auch Federn zur Wärmeisolierung eingesetzt. Das Verhältnis wird in Prozent angegeben. Der Anteil an Daunen sollte im Vergleich zur Feder möglichst hoch sein, da sie die Wärme besser speichern. Zudem sind Federn schwerer als Daunen.

Neben Daunen werden zur Isolierung in Winterjacken für Kinder hochwertige Kunstfasern verarbeitet. Eine der bekannteren Kunstfasern ist die PrimaLoft-Faser. Ebenso wie die Daune verfügt diese Kunstfaser über hohe Bauschkraft und ist robust gearbeitet. Die Faser ist ähnlich fein wie die Daune verarbeitet, sodass die Wärme in den kleinen Zwischenräumen optimal gespeichert wird. Wie warm eine Kunstfaser-Isolation hält, ist in g/m² angegeben.

Winterjacken für Kinder sollten einen Wärmeisolations-Wert von gut 200 g/m² aufweisen.

Die Daune ist im Vergleich zur Kunstfaser ein natürliches Produkt, hat jedoch im Gegensatz zur synthetischen Variante einen Nachteil: Sie ist empfindlich gegenüber Nässe und kann bei Feuchtigkeit verklumpen. Hierdurch wird die Kinderjacke schwerer und lässt sich weniger angenehm tragen. Die Kunstfaser hingegen ist unempfindlich gegenüber Nässe und daher besonders pflegeleicht. Sowohl einen Waschgang in der Waschmaschine als auch das Trocknen übersteht die Kunstfaser problemlos.


3. Nützliche Details an Winterjacken für Kinder

Winterjacke ist nicht gleich Winterjacke. Sie unterscheiden sich beispielsweise in Form und Länge. Besonders warm halten Mäntel und Parkas, die bis über die Hüfte reichen und empfindliche Oberschenkel vor Kälte schützen. Eltern sollten berücksichtigen, dass ein Parka warm über die Oberschenkel fällt, jedoch beim Spielen weniger Bewegungsfreiheit als eine kurze Jacke bietet.

Viele Winterjacken verfügen über weitere, praktische Eigenheiten, die jede Jacke zu etwas Besonderem machen:

  • Gefütterte Kapuze:
    In der Regel sind Winterjacken mit einer Kapuze ausgerüstet, die bei einigen Modellen abnehmbar ist. Auch ein Schirm oder ein Kunstfell-Besatz können sie ergänzen.
  • Kragen:
    Ein hochschließender Kragen schützt den empfindlichen Halsbereich besonders gut und kann den Schal ersetzen.
  • Wind- und Schneefang:
    Je nach Modell sind die Ärmelenden durch ein Bündchen auf der Innenseite geschützt, sodass kein Wind oder Schnee eindringen kann.
  • Verstellbare Bündchen und Tunnelzug:
    Damit die Winterjacke gegen Kälte und Nässe gut abschließt, sind verstellbare Elemente an Ärmeln, Kapuze und Kragen von Vorteil. So sind Jacken individuell an die Kinder anpassbar.
  • Reflektoren:
    Einige Marken versehen ihre Winterjacken mit praktischen Reflektoren, die zur dunklen Jahreszeit ein Plus an Sicherheit gewährleisten.
  • Windschutzleiste am Reißverschluss:
    Eine Windschutzleiste stellt sicher, dass kalter Wind und Feuchtigkeit weniger leicht durch die kleinen Ritzen am Reißverschluss eindringen kann.

Winterjacken gibt es in unzähligen Farben auf dem Markt. Sowohl Mädchen als auch Jungen können ihr Lieblingsdesign und Muster wählen. Experten empfehlen, besonders im Winter zu farbenfrohen Mustern zu greifen, da auffällige, knallige Farben bei Dämmerung von Fahrrad- und Autofahrern schneller gesehen werden als dunkle Jacken.


4. Qualitätsmerkmale von Winterjacken für Kinder

Je nach Modell unterscheiden sich Winterjacken in ihrer Verarbeitung, da sie für unterschiedliche Zwecke vorgesehen sind. Nicht alle Kinder benötigen eine Jacke aus Funktionsstoff mit wasserdichter Membran. Doch können Eltern anhand einiger Kriterien erkennen, ob die Jacke generell qualitativ hochwertig verarbeitet und für das Kind geeignet ist.

Tragekomfort berücksichtigen

Ein wichtiges Kriterium ist der Tragekomfort. Hierzu gehört beispielsweise, ob sich die Jacke schnell an- und ausziehen lässt. Ein Klettverschluss am Ärmelbund lässt sich schneller öffnen und schließen als ein Tunnelzug. Auch der Schnitt des Kragens sollte dem Kinderhals entsprechen. Nicht jedes Modell passt zu jedem Hals. Ein hochschließender Kragen ist praktisch, sollte jedoch auch zusammen mit einem Schal bequem zu tragen sein.

Individuell einstellbar

Die Kapuze sollte über einen Tunnelzug verstellbar sein, damit sie an den Kinderkopf angepasst werden kann und sicher sitzt. Rutscht die Kapuze beim Rennen vom Kopf, können Kinder sich verkühlen. Auch sollte die Kapuze ebenso wie die Jacke selbst gefüttert sein. Zwar sind leichte Kapuzen, die im Kragen versteckt werden, praktisch, jedoch halten diese nicht wirklich warm.

Auch Ärmelbündchen und Saum sollten über einen Tunnelzug oder Klettverschlüsse individuell einstellbar sein. Ist die Jacke stattdessen an den Armen und am Bauch nicht fest verschließbar, könnten beim Spielen sowohl Nässe als auch kalter Wind eindringen.

Sauber verarbeitete Nähte

Ein wichtiges Qualitätskriterium ist eine saubere Nahtverarbeitung. Besonders bei wasserdichten Funktionsjacken sollten Eltern darauf achten, dass die Nähte versiegelt oder verklebt sind, damit an diesen Stellen keine Feuchtigkeit eindringen kann. Wird die Jacke zum Wandern mit Rucksack oder für den Schulweg mit Schulranzen genutzt, sollten auf der Oberseite der Schultern möglichst keine Nähte verlaufen. Befinden sich Nähte auf den Schultern, können Ranzen und Rucksack diese aufscheuern.

Wasserdichter Reißverschluss

Spielen Kinder im Winter viel im Schnee, ist ein wasserdichter Reißverschluss ein kleines, aber wichtiges Detail. Eine Schutzleiste auf der Innen- oder Außenseite des Reißverschlusses verhindert, dass Feuchtigkeit eindringt. Ebenso sollte der Reißverschluss-Zipper groß genug sein, damit Kinder diesen auch mit kalten Fingern und Handschuhen gut greifen und öffnen können.

Gütesiegel

Auch Gütesiegel geben Auskunft über die Qualität von Winterjacken. Prüfsiegel wie die CE-Kennzeichnung oder das TÜV-Zertifikat bescheinigen, dass das Produkt die Sicherheitsnormen der EU erfüllt. Zudem überprüft der TÜV, ob die Grenzwerte für möglicherweise in der Kleidung enthaltene Schadstoffe eingehalten werden. Ein weit verbreitetes Siegel stellt der "Oeko-Tex Standard 100" dar. Diese Auszeichnung gibt Auskunft über die Einhaltung von Grenzwerten für mehrere hundert Einzelsubstanzen, die bei der Herstellung von textilen Produkten Verwendung finden. Das Label "Der Blaue Engel" betrachtet den gesamten Produktionsprozess hinsichtlich Nachhaltigkeit.

Das "GOTS-Siegel" (Global Organic Textile Standard) ist ein weit verbreitetes Öko-Siegel. Winterjacken mit diesem Zertifikat bestehen zu mindestens 70 Prozent aus nachhaltig hergestellter Naturfaser. Auch hier wird die gesamte Produktionskette begutachtet. Das "EU-Ecolabel" ist ein internationales Gütesiegel für umweltfreundlichere und gesündere Produkte. Auch bei diesem werden genaue Schadstoffgrenzen festgelegt.


5. Winterjacken für Säuglinge und Kinder

Eine Winterjacke ist für Kinder in jedem Alter ein wichtiges Kleidungsstück. Selbst Säuglinge benötigen eine weiche, warme Jacke – und das nicht nur im Winter. Besonders Babys können ihre Körpertemperatur in den ersten Monaten nur langsam der Außentemperatur anpassen, da der Stoffwechsel mit der Versorgung der inneren Organe beschäftigt ist und die Haut nur langsam aufheizt. Daher benötigen bereits Säuglinge eine warme Winterjacke, die jedoch die Wärme im Inneren nicht zu stark staut.

Bei der Auswahl der Winterjacke für Kinder im Baby-Alter sollten Eltern darauf achten, dass

  • die Jacke leicht an- und auszuziehen ist.
  • die Jacke atmungsaktiv gearbeitet ist, da Säuglingen schnell warm wird.
  • die Winterjacke wasserabweisend ist.
  • die Jacke schadstoffarm verarbeitet ist, da Babys Stoffe gerne in den Mund nehmen.
  • dass die Jacke über eine (abnehmbare) Kapuze verfügt und ein Mützchen unter dieser Platz findet.
  • die Winterjacken leicht zu waschen und zu trocknen sind.

Aber auch Kleinkinder und Kinder benötigen zuverlässig warme Winterjacken, sobald die Temperaturen sinken. Da Kinder gerne toben und spielen sollten Eltern darauf achten, dass die Kleinen mehrere Lagen warme Kleidung im Zwiebel-Prinzip tragen. Für aktive Kinder sind Jacken mit herausnehmbarem Innenteil besonders praktisch, da sie mit wenigen Handgriffen entsprechend der Außentemperatur variiert werden können.

Kinder unterschätzen oftmals die Außentemperatur und ziehen die Jacke heimlich aus, wenn der Tragekomfort eingeschränkt ist. Daher eignen sich für sportliche Aktivitäten im Freien atmungsaktive Jacken, damit ein Wärmeaustausch stattfinden kann und die Kinder nicht zu stark schwitzen. Mit der atmungsaktiven Variante beugen Eltern außerdem Erkältungen der Kleinen durch kalte Zugluft auf verschwitzter Haut vor.


6. Checkliste

  • Arten von Winterjacken für Kinder
    • Winterjacke ab einer Außentemperatur von unter 10 °C sinnvoll
    • Kunstfaserjacke:
      Mit Kunstfaserfüllung, ähnlich warm wie Daunen, unempfindlich bei Nässe, pflegeleicht, waschbar
    • Funktionsjacke / Outdoorjacke:
      Allrounder, da hochwertige Membran; wasser- und winddicht, atmungsaktiv, Innenfleece, schnell trocknend, geringes Gewicht, Bewegungsfreiheit
    • Doppeljacke:
      Funktionsjacke, Zwiebelprinzip mit mehreren Schichten, wasserfeste Außenjacke mit Innenjacke aus Fleece oder Kunstfaser, 3-in-1-Jacke, geringes Gewicht, Bewegungsfreiheit
    • Steppjacke:
      Oberfläche gesteppt, mit Daune oder Kunstfaser gefüllt, Obermaterial aus Nylon oder Baumwollstoff, mit wärmendem Innenfleece, Material und Funktion

    Wasserfeste Materialien:

    • Wasserabweisend: Hält mit Wassersäule von unter 5000 mm kurze Zeit trocken
    • Wasserdicht: Schirmt mit Wassersäule von über 5000 mm Nässe ab
    • Richtwerte in europäischer Norm DIN EN 343:2010-05 geregelt
    • Hardshell: Wasserdicht, atmungsaktiv, winddicht, robust, festes Außenmaterial
    • Softshell: Wasserabweisend, atmungsaktiv, flexibel, weiches Innen- und Außenmaterial

    Atmungsaktive Membranen:

    • Nässe dringt nicht ein, Feuchtigkeit nach außen geleitet
    • Offene Membranen: z.B. Gore-Tex, kleine Löcher durch die Wasserdampf hinaus aber Wasser nicht hinein kann
    • Geschlossene Membranen: z.B. Sympatex-Membran, quillt auf und transportiert Feuchtigkeit nach außen, besonders robust
    • Natürliche Membranen: Baumwolle, Fleece, Merino-Wolle
    • Baumwolle: Speichert Feuchtigkeit, Gewicht steigt dadurch, trocknet langsam

    Wärmeisolation und Futter:

    • Natürliche Daune oder Kunstfaser
    • Daune: Untergefieder von Enten und Gänsen
    • 3 Qualitäts-Kriterien: Bauschkraft, Daunenmenge, Verhältnis Daune zu Feder
    • Daunen verklumpen bei Nässe, Gewicht steigt
    • Achtung: Federn sind schwerer als Daunen und speichern Wärme weniger gut
    • Kunstfaser: Ähnlich hohe Bauschkraft wie Daune, unempfindlich gegenüber Nässe
    • Kunstfaser in Waschmaschine zu reinigen
  • Eigenschaften und nützliche Details an Winterjacken für Kinder
    • Form und Länge: Parka, Mantel oder Jacke
    • Gefütterte Kapuze: Teilweise abnehmbar, mit Schirm, mit Kunstfell
    • Kragen: Hochschließend, ersetzt Schal
    • Wind- und Schneefang: Ärmelenden mit Bündchen gegen kalten Wind
    • Verstellbare Bündchen und Tunnelzug: Verstellbare Elemente an Ärmeln, Kapuze, Kragen
    • Reflektoren: Bei Dunkelheit ein Sicherheitsplus
    • Windschutzleiste am Reißverschluss: Schützt vor kaltem Wind
    • Farben: Auffällige Farben im Winter besonders sicher
  • Qualitätsmerkmale von Winterjacken für Kinder
    • Tragekomfort:
      Schnelles An- und Ausziehen, Klettverschluss am Ärmelbund, Kragen mit Schal nicht zu eng
    • Individuell einstellbar:
      Kapuze mit Tunnelzug für sicheren Sitz, gefütterte statt leichte Kapuze
    • Saubere Nähte:
      Bei Funktionsjacken versiegelt / verklebt für Feuchtigkeitsschutz, keine Nähte auf der Schulter (wegen Rucksack oder Schulranzen)
    • Wasserdichter Reißverschluss:
      Schutzleiste auf Innen- oder Außenseite, Zipper gut greifbar
    • Gütesiegel:
      CE-Kennzeichnung, TÜV-Zertifikat, Oeko-Tex Standard 100, Der Blaue Engel, GOTS-Siegel, EU-Ecolabel
  • Winterjacken nach Alter

    Säuglinge:

    • Können Körpertemperatur bei Kälte und Wärme schwer regulieren
    • Jacke darf Wärme nicht stauen
    • Jacke leicht an- und ausziehbar
    • Möglichst atmungsaktiv und frei von Schadstoffen
    • Abnehmbare Kapuze mit Platz für Mütze
    • Jacke leicht zu reinigen

    Kleinkinder und Kinder:

    • Frieren schneller als Erwachsene da dünnere Hautschicht
    • Zwiebel-Look sinnvoll
    • Atmungsaktive Jacke um Schwitzen zu verhindern
    • Jacke mit herausnehmbarem Innenteil
    • Möglichst frei von Schadstoffen

    Hinweis:
    Kinder unterschätzen die Außentemperatur und ziehen die Jacke selbstständig aus. Haben sie vorher geschwitzt können sie sich leicht erkälten.


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