Berater Regenbekleidung

Regenbekleidung für Kinder – Der perfekte Schutz bei schlechtem Wetter

Ob Sonnenschein, Wind oder Regen: Wechselhafte Wetterbedingungen sind ständige Begleiter beim Spielen an der frischen Luft. Mit der richtigen Regenbekleidung schützen Eltern ihre Kinder gegen widriges Wetter und verhindern, dass sie auskühlen oder ihre Kleidung auf der Haut scheuert. Für plötzliche Regengüsse sowie Abenteuer auf schlammigem Boden sollten eine Regenjacke und eine Matschhose in jeder Familie zur Hand sein. Worauf Mama und Papa beim Kauf von Regenbekleidung achten müssen, erklärt dieser Ratgeber.


1. Das leistet Regenbekleidung

Ob bei regnerischem Frühlingswetter oder im windigen Herbst: Eltern sollten stets darauf achten, ihre Kleinen mit den richtigen Kleidungsstücken trocken und warm zu halten. Von der klassischen Regenjacke über die robuste Matschhose bis hin zu praktischen Overalls schützt aufwendig beschichtete, wasserdichte Regenbekleidung die Kleinen bei jedem Wetter. So ausgestattet ist ein leichter Regenschauer kein Grund mehr, die gemeinsame Zeit an der frischen Luft auszusetzen.

Kinder lassen sich nicht vom schlechten Wetter am Spielen im Freien hindern. Mama und Papa sollten ihnen diese Erfahrung nicht verbieten, sondern sie mit passender wasserdichter Kleidung ausstatten.

Wie bei allen Kinderprodukten gibt es bei Regenbekleidung Qualitätsmerkmale, auf die Mama und Papa beim Kauf achten sollten. Besonders günstige Modelle weniger erfahrener Hersteller können beispielsweise schlecht verarbeitet sein – und beim ersten Regenschauer dringt Feuchtigkeit durch die Nähte. Qualität ist bei wasserdichten Produkten ein wichtiger Punkt, weshalb Eltern Wert auf hochwertige Regenbekleidung von etablierten und erfahrenen Marken wie BMS, Playshoes, Racoon oder Reima legen sollten.


2. Wichtige Eigenschaften wasserfester Kleidung

Beim Kauf ist es sinnvoll, vor allem auf die Funktionstüchtigkeit der Regenbekleidung zu achten. Verlässliche Produkte weisen mehrere Eigenschaften auf, die Kinder beim Spielen unter freiem Himmel trocken und warm halten:

  • Komfortabler Sitz und Bewegungsfreiheit
  • Atmungsaktives Material
  • Verlässlicher Feuchtigkeitsschutz
  • Windabweisende Eigenschaften

Während der Sitz und die Bewegungsfreiheit durch die Wahl der passenden Größe gegeben sind, erfordern Atmungsaktivität sowie Feuchtigkeits- und Windschutz eine genauere Betrachtung. Diese Begriffe werden – insbesondere in der Alltagssprache – kaum definiert. Die Industrie nutzt jedoch exakte Messmethoden, durch die sich genaue Angaben über die Funktionstüchtigkeit und die Verlässlichkeit der Regenbekleidung machen lassen:

Wind- und wasserdichte Regenbekleidung

Die wichtigste Funktion von Regenbekleidung ist der Schutz vor Regen und Nässe. Wie wasserdicht eine Regenjacke wirklich ist, verrät Eltern der Blick auf die in den Herstellerangaben ausgewiesene "Wassersäule" des Produkts.

Die Wasserdurchlässigkeit eines Stoffes wird gemäß der deutschen Norm DIN EN 343 geprüft, die wiederum auf der europäischen Norm EN 343 basiert.

Für eine exakte Bestimmung der Wasserdurchlässigkeit wird im Test Wasser auf die Außenseite der Regenbekleidung gepresst. Es werden die Wassermenge, welche das Material durchdringt, sowie der dabei wirkende Wasserdruck beobachtet. Sobald drei Tropfen Wasser den Stoff durchdrungen haben, gilt die Kleidung nicht mehr als Wasserdicht. Der Druck, mit dem zu diesem Zeitpunkt das Wasser auf den Stoff gepresst wurde, wird als die "Wassersäule" bezeichnet und in Millimetern Wasserhöhe gezählt.

Grundsätzlich gilt Regenbekleidung mit einer Wassersäule von 1.300 mm in Deutschland als wasserdicht. Die Eidgenössische Materialprüfanstalt (EMPA) der Schweiz hat jedoch in einem umfangreichen Funktionsjackentest befunden, dass Regenbekleidung erst bei einer Wassersäule ab 4.000 mm vollständig vor Nässe schützt. Eltern, die auf Nummer Sicher gehen möchten, sollten diese zwei Werte im Kopf haben.

Sobald ein Kleidungsstück aufgrund seiner Wassersäule als wasserdicht gilt, kann das Material auch als winddicht eingestuft werden.

Beim Spielen und Herumtoben ist Regenbekleidung besonderen Belastungen ausgesetzt: Kleine Kinder setzen sich in den feuchten Sand im Sandkasten oder krabbeln auf dem matschigen Boden, wodurch eventuell ein erhöhter Wasserdruck auf das Material der Kleidung wirkt. Eltern können deshalb für regnerische Tage einerseits und für das Spielen auf nassem Boden andererseits Regenbekleidung mit unterschiedlicher Wassersäule erwerben:

Wassersäule (in Millimetern)

Wirkung

Empfehlung

1.500 In Deutschland bedeutet dieser Wert „wasserdicht“. Nur zum Schutz vor leichtem Regen; Nicht für Hosen.
4.000 Wert, der laut EMPA für „wasserdicht“ steht. Ausreichender Schutz vor Regen und nassem Boden.
> 10.000 Wasserdichtigkeit für hochwertige Outdoor-Jacken. Schutz vor starkem Platzregen; Plötzlicher Wolkenbruch beim Wandern auf matschigem Waldboden.
> 25.000 Extrem wasserdichte Kleidung. Für Wetterlagen konzipiert, bei denen Kinder ohnehin nicht mehr im Freien spielen sollten.

Um bei Regenbekleidung mit geringer Wassersäule für mehr Schutz zu sorgen, kann diese vor dem ersten Einsatz mit entsprechenden Sprays zusätzlich imprägniert werden. Kleidung, die von vornherein über eine höhere Wassersäule verfügt, ist jedoch die zuverlässigere Alternative.

Atmungsaktivität

Auch dieser Begriff taucht immer wieder im Zusammenhang mit Funktionskleidung auf. Früher hatten Regenjacken noch das Problem, dass sie in beide Richtungen wasserdicht waren – also keinen Regen durchließen, aber gleichzeitig das Verdampfen von Schweiß auf der Haut verhinderten. Moderne Produkte verwenden deshalb Membrane, welche für Flüssigkeit von außen undurchdringlich sind, verdunstete Feuchtigkeit und angestaute Hitze (durch Schwitzen) von innen aber problemlos nach außen transportieren.

Als Maßeinheit für die Atmungsaktivität von Regenbekleidung wird der Wasserdampf in Gramm pro Quadratmeter über 24 Stunden angegeben (g/m²/24h). So lässt sich eine verlässliche Aussage über diese Eigenschaft treffen:

  • 1.000 bis 1.500: Mindestvoraussetzung für bequeme atmungsaktive Kleidung
  • 3.000: Mindest-Atmungsaktivität für längere Nutzung und körperliche Betätigung
  • ab 5.000: Gute Atmungsaktivität – für den Sport im Freien geeignet
  • ab 10.000: Sehr gute Atmungsaktivität
  • 15.000 oder höher: Besonders hochwertige Outdoor-Bekleidung

Mit atmungsaktiver Regenbekleidung wird eine angenehme Luftzirkulation erzeugt und Schweiß kann optimal nach außen gelangen. Insbesondere für Eltern von sehr aktiven Kindern empfehlen sich deshalb Regenjacken und -hosen mit einer Atmungsaktivität von 3.000 g/m²/24h oder mehr.


3. Die verschiedenen Materialien

Sind Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität gewährleistet, hat die Beschaffenheit des Materials kaum noch Einfluss auf die Grundfunktion wasserdichter Kleidungsstücke. Wer jedoch die perfekte Regenbekleidung für Kinder sucht, kann sich zusätzlich aus verschiedenen Materialien diejenige Kombination heraussuchen, die den alltäglichen Ansprüchen der Kleinen am nächsten ist.

Das Innenmaterial

Wie bei normaler Bekleidung werden hier Polyester oder Baumwolle verwendet. Der große Vorteil von Baumwolle – ihr angenehmes Gefühl auf der Haut – kommt jedoch bei Regenbekleidung nur dann zum Tragen, wenn das Kind unter der Regenjacke nur noch ein T-Shirt trägt. Ist dies nicht der Fall, ist Polyester meist die bessere Wahl, da die synthetischen Fasern des Materials Schweiß besser nach außen ableiten, indem sie durchlässiger für die von der Haut verdunstende Feuchtigkeit sind. Die meisten heutigen Hersteller setzen deswegen auf Polyester als Innenfutter.

Beschichtungen

Regenbekleidung für Kinder wird von außen mit wasserundurchlässigen Materialien beschichtet, vor allem Polyvinylchlorid, Polyester, Polyamid, Polyurethan oder Gummi. Polyvinylchlorid wird heutzutage kaum noch verwendet, da es zwar möglich ist, den Kunststoff zu produzieren, ohne dabei schädliche Weichmacher zu verwenden, die Produktion dadurch jedoch aufwändiger und kostspieliger wird. Bei Regenbekleidung mit einer Beschichtung aus diesem Material sollten Eltern auf Schadstofffreiheit achten.

Manche Hersteller lassen ihre Kleidung nach OEKO-Tex-Standard 100 (Produktklasse I) testen und garantieren damit völlige Schadstofffreiheit.

Einige Marken verwenden spezielle Beschichtungen wie GoreTex oder SympaTex, die dank ihrer integrierten Membranen nicht nur wasserdicht, sondern auch besonders atmungsaktiv sind.

Polyurethan und Polyamid stellen mittlerweile den industrieweiten Standard bei der Beschichtung von Regenbekleidung dar. Die Materialien sind wasserundurchlässig und schadstofffrei. Bei Beschichtungen mit Naturkautschuk sollten Eltern vorher sicherstellen, dass ihr Kind nicht an einer Kautschuk-Allergie leidet, da das Material sonst durch den langfristigen Kontakt Hautreizungen verursachen kann.

Regenbekleidung mit unterschiedlichen Lagen

Jedes Innen- und Außenmaterial hat seine eigenen Vorteile: Polyurethan hält Feuchtigkeit sicher von der Haut, Baumwolle erzeugt ein angenehmes Gefühl beim Tragen und Innenmembrane sorgen für den Feuchtigkeitstransport nach außen. Um all diese Vorteile in einem einzelnen Bekleidungsstück zu kombinieren, setzen die meisten Hersteller auf eine Kombination verschiedener Materialien in mehreren Lagen:

  • Zweilagen-Jacke:
    Hier wird das Außenmaterial lediglich mit einem einfachen Innenfutter kombiniert, das in erster Linie dazu dient, Reibung zu verhindern und angenehm auf der Haut zu liegen.
  • Zweieinhalblagen-Jacke:
    Das Besondere an dieser Regenbekleidung ist seine sehr hohe Atmungsaktivität. Eine auf der Innenseite angebrachte Schicht, die meist aus dünnem Mesh besteht, verhindert ein Aufkleben auf der Haut, wodurch ein angenehmes Tragegefühl erzeugt und die Membran geschützt wird.
  • Dreilagen-Jacke:
    Eine Kombination aus Membran, Obermaterial und Innenfutter macht die Dreilagen-Jacke extrem robust, wetterfest und atmungsaktiv. Besonders für sehr windige und regnerische Tage ist diese Variante hervorragend geeignet.
  • Softshell-Jacke:
    Diese Modelle kombinieren eine festere Außenschicht, die geringfügigen Schutz gegen leichte Hautaufschürfungen und geschützte Kleidungsfasern verspricht, mit mehreren Membranschichten im Inneren zur Regulierung von Schweiß.
  • Hardshell-Jacke:
    Der Unterschied zwischen Soft- und Hardshell besteht lediglich aus der Festigkeit der Außenschicht. Hardshell-Jacken sind außen robuster, schützen gegen leichte Verletzungen wie Hautaufschürfungen und sind meist in hohem Maße wasserdicht.

Eltern sollten sich bei der Wahl der Regenbekleidung hinsichtlich der Lagen vor allem fragen: Wie wird mein Kind unter der Jacke angezogen sein? Mit Shirt und Pullover kann eine dreilagige Regenjacke sehr dick und warm sein – und damit für Regen an warmen Sommertagen ungeeignet. In solchen Situationen reicht womöglich eine dünnere, zweilagige Jacke aus.


4. Welche Modelle und Varianten gibt es?

Bei Wind und Wetter reicht es nicht aus, nur den Oberkörper zu schützen. Aus diesem Grund beinhaltet das Sortiment der Regenbekleidung wasserdichte Kleidung für Kopf, Oberkörper, Beine und Füße.

Generell sollte Regenbekleidung für Kinder immer über elastische Bündchen an den Knöcheln und Handgelenken verfügen, um zu verhindern, dass beim Spielen Feuchtigkeit an diesen Stellen eindringen kann. Informationen über die Beschaffenheit des Innenfutters können Mama und Papa der Herstellerbeschreibung entnehmen: Sofern dieses nicht herausnehmbar ist, sollten unterschiedliche Modelle für Sommer und Winter gekauft werden, um für jede Temperatur gerüstet zu sein.

Besonderes Augenmerk sollte beim Kauf von wasserdichter Regenbekleidung auf Reißverschlüsse und Nähte gelegt werden: Reißverschlüsse sollten von demselben Material überdeckt sein, das auch zur Berechnung der Wassersäule getestet wurde. Nähte sollten permanent verschweißt sein. So vermeiden Eltern mögliche Schwachstellen im Feuchtigkeitsschutz der Regenbekleidung.

Dieses Kleidungsstück schützt den Kopf vor Feuchtigkeit und Kälte. Im Gegensatz zu der fest integrierten Kapuze einer Regenjacke, die vom Kind eventuell als störend empfunden wird, können eine Mütze oder ein Regenhut einfach abgenommen werden.

Beim Spielen werden Regenmützen mit einem Kinnriemen befestigt, sodass sie allen Kopfbewegungen folgen und dennoch nicht versehentlich abgestreift werden können. Da sie nicht bündig mit dem Kragen abschließen, wie es eine integrierte Kapuze tut, verfügen hochwertige Regenmützen über einen ausladenden Schirm im Nacken, über den Regenwasser abgeleitet wird.


Für den Oberkörper ist die Regenjacke die praktischste Wahl, denn im Gegensatz zum Regencape verfügt sie über Ärmel, welche die Arme vollständig umschließen und kann nicht durch Windstöße aus der Form gebracht werden.

Regencapes sind vor allem als praktische Überwürfe über der Straßenkleidung geeignet. Sie sind besonders schnell an- und ausgezogen.

Praktisch alle modernen Regenjacken verfügen über integrierte Kapuzen. Diese folgen zwar nicht den Kopfbewegungen, wie es Regenmützen tun, sorgen aber für einen besseren Regenschutz, da sie Wasser nahtlos vom Kopf über die Schultern ableiten. Kapuzen schützen außerdem zusätzlich vor Seitenwind.


Als Regenbekleidung für die Beine ist die Matsch- oder Buddelhose geeignet. Bei besonders aktiven Kindern sollten Eltern darauf achten, eine Matschhose mit verstärkter Kniepartie zu kaufen. Dies sorgt nicht nur dafür, dass die empfindlichen Knie ein wenig mehr gepolstert sind, auch der Verschleiß der Hose lässt sich so reduzieren.

Matschhosen gibt es in Bundhosen- und in Latzhosen-Ausführung. Latzhosen haben den Vorteil, dass sie die Bauchpartie vor Feuchtigkeit und Schmutz schützen – allerdings sollten sie exakt passend sitzen, da sie nur über die Schulterträger gehalten werden. Die Bundhose hat wiederum vor allem im Sommer den Vorteil, dass sie weniger wärmt als eine Latzhose, da sie eine kleinere Körperfläche bedeckt.


Als Gesamt-Lösung für den Regenschutz ist diese Regenbekleidung insbesondere für sehr aktive Kinder vom Krabbel-Alter aufwärts geeignet: Beim Regenoverall geht die Beinpartie nahtlos in die Oberkörperpartie über, während bei einer Kombination aus Jacke und Hose an dieser Stelle Feuchtigkeit eindringen könnte. Ein Regenoverall sollte besonders atmungsaktiv sein, da er den Körper des Kindes fast vollständig umschließt.


Normale Schuhe sind bei leichtem Regen völlig ausreichend, solange das Kind nicht in tiefe Pfützen springt. Um sich jedoch in Wasser und Matsch richtig austoben zu können, sind Kindergummistiefel ein Muss. Sie sind typischerweise mit Naturkautschuk-Beschichtung und Gummisohlen ausgestattet und reichen bis über die Knöchel. In Verbindung mit einer wasserdichten Matschhose sind die Füße so vor eindringendem Wasser sicher.

Bei Gummistiefeln ist es – mehr noch als bei Jacken und Hosen – wichtig, auf das Innenmaterial der Regenbekleidung zu achten: dicke Baumwoll-Fütterungen saugen sich im Sommer schnell mit Schweiß voll und erfüllen so ihren eigentlichen Zweck – die Füße trocken zu halten – nicht mehr. Sinnvoll sind eventuell also unterschiedlich stark gefütterte Gummistiefel für Sommer und Winter.


5. Sicherheit durch auffallende Optik

Von einfarbig bis kunterbunt und gemustert – War Regenbekleidung früher noch rein praktisch ausgerichtet, kann sie mittlerweile auch ästhetisch überzeugen und Kindern ein bisschen Farbe in das trübe Regenwetter bringen. Mama und Papa sollten bei der Wahl von Farbe und Design jedoch vor allem auf die Sicherheit achten: Dunkle, gedeckte Farben sind im Regen schlechter zu sehen als helle, knallige Farben.

Für zusätzliche Sicherheit können Eltern auf Regenbekleidung mit reflektierenden Elementen zurückgreifen. So sind die Kleinen auch im Straßenverkehr gut sichtbar.

Eltern, die sich für dunkle Farben entscheiden, sollten darüber nachdenken, die Kleidung mit zusätzlichen Accessoires wie aufklebbaren Reflektorstreifen oder farbigen Schals besser sichtbar zu machen. Alternativ kann beispielsweise auch eine dunkle Hose mit einem auffälligeren Oberteil kombiniert werden, um für ausreichend Sichtbarkeit zu sorgen.


6. Tipps für die schonende Reinigung der Regenbekleidung

Nach einem langen Tag auf dem Spielplatz oder im eigenen Garten klebt oft einiges an Sand, Matsch oder anderem Schmutz an Jacken und Hosen. Auch wenn der erste Instinkt ist, die Kleidung sofort auf höchster Stufe zu waschen, gilt: Regenbekleidung muss beim Waschen behutsam behandelt werden, um die Atmungsaktivität und die Wasserdichtigkeit nicht zu verringern. Am besten beherzigen Mama und Papa beim Waschen einige grundlegende Tipps:

  1. Flüssiges Waschmittel verwenden
  2. Keinen Weichspüler einsetzen
  3. Schonwaschgang bis maximal 40 °C
  4. Geringe Schleudereinstellung verwenden
  5. Regenbekleidung auf Links drehen
  6. Gerne in den Wäschetrockner geben
  7. Nach dem Waschgang erneut imprägnieren

Das Flüssigwaschmittel stellt sicher, dass die Gewebeporen, die für die Atmungsaktivität der Regenbekleidung verantwortlich sind, nicht verschlossen werden, wie es bei Pulverwaschmittel oder Weichspüler vorkommen kann. Schonende Waschgänge mit niedriger Schleuderzahl sorgen dafür, dass weniger Reibung entsteht und der Verschleiß von Innengewebe und Außenbeschichtung verringert wird.


7. Die Checkliste zum Kauf von Regenbekleidung

  • Auf welche Eigenschaften achten?

    Richtige Größe:

    Regenbekleidung bedeckt einen Großteil des Körpers, deswegen sollte sie gut sitzen und Bewegungsfreiheit gewährleisten; Die Kleidungsgröße der Kinder exakt bestimmen

    Wasserdichtigkeit:

    Wasserdichtigkeit wird als "Wassersäule" angegeben; Prüfung auf Basis von DIN EN 343; Kleidung kann nachträglich von Hand imprägniert werden

    • Wassersäule 1.300 mm: Wasserdicht, ideal für leichten Regen, nicht für Hosen
    • Wassersäule 4.000 mm: Laut EMPA wasserdicht; ideal für Regen und nasse Böden
    • Wassersäule > 10.000 mm: Hochwertige Outdoor-Kleidung; Schutz bei starkem Regen und tiefem Schlamm
    • Wassersäule > 25.000 mm: Extrem wasserdicht; niedrigere Wassersäule völlig ausreichend für Kinderbekleidung

    Winddichtigkeit:

    Ab einer Wassersäule von 1.300 mm kann die Regenbekleidung auch als winddicht angesehen werden

    Atmungsaktivität:

    Wichtig, um Schweiß und angestaute Hitze abzutransportieren; wird durch Membrane gewährleistet

    • Atmungsaktivität 1.000 bis 1.500 g/m²/24h: Mindestvoraussetzung
    • Atmungsaktivität 3.000 g/m²/24h: Für längere Nutzung und körperliche Betätigung
    • Atmungsaktivität 5.000 g/m²/24h: Für sportliche Aktivitäten
    • Atmungsaktivität 10.000 g/m²/24h: Sehr gute Atmungsaktivität
    • Atmungsaktivität ab 15.000 g/m²/24h: Hochwertige Outdoor-Bekleidung

    Vertrauenswürdige Marken:

    Hochwertige Verarbeitung kann vor allem bei Marken wie BMS, Playshoes, Racoon oder Reima sichergestellt werden

  • Materialien

    Innenmaterial:

    • Polyester:
      Nimmt weniger Schweiß auf und hält somit trockener; Industriestandard; weniger angenehm auf der Haut als Baumwolle
    • Baumwolle:
      Gutes Hautgefühl – nur dann ein Vorteil, wenn direkt auf der Haut oder über leichter Kleidung getragen

    Beschichtungen:

    • Polyurethan & Polyamid:
      Industriestandard; wasserdicht; schadstofffrei
    • Polyvinylchlorid:
      Kann schädliche Weichmacher beinhalten; OEKO-Tex-Standard 100 (Produktklasse I) garantiert Schadstofffreiheit
    • Polyester:
      Kunstfaser, leitet Feuchtigkeit ab
    • Gummi:
      Eventuell Allergene in Naturkautschuk-Beschichtungen
    • Membrane:
      GoreTex, SympaTex etc.; herstellerspezifisch; bestehen meist aus mehreren Membran-Schichten und gewährleisten so große Atmungsaktivität

    Mehrlagige Bekleidung:

    • Zwei Lagen:
      Außenmaterial mit leichtem Innenfutter
    • Zweieinhalb Lagen:
      Außenmaterial mit leichtem Innenfutter und dünner Mesh-Schicht zum Schutz der Membran und für ein gutes Hautgefühl
    • Drei Lagen:
      Außenmaterial, Innenfutter und Membran für erhöhte Atmungsaktivität
    • Softshell:
      Aufbau ähnlich wie Dreilagen-Variante, mit härterer Außenhaut, die leichte Hautaufschürfungen und Beschädigungen der Kleidungsfasern verhindern kann, besonders Wasserdicht
    • Hardshell:
      Wie Softshell-Variante, mit härterer Außenschicht; extrem wasserdicht; schützt gegen leichte Verletzungen wie Hautaufschürfungen
  • Modelle und Varianten

    Elastische Bündchen:

    Sorgen dafür, dass keine Feuchtigkeit im Knöchel- und Handgelenkbereich eindringen kann

    Beschaffenheit des Innenfutters:

    Herausnehmbare Innenfutter möglich, ansonsten unterschiedliche Varianten für Sommer und Winter

    Reißverschlüsse:

    Sollten von demselben Material überdeckt werden, das auch zur Bestimmung der Wassersäule getestet wurde – sonst Schwachpunkt beim Regenschutz

    Nähte:

    Sollten permanent verschweißt sein – sonst Schwachpunkt beim Regenschutz

    • Regenmütze:
      Mit Kinnriemen gegen versehentliches Abstreifen, folgt allen Kopfbewegungen; ausladender Schirm im Nacken, um Wasser abzuleiten
    • Regenjacke:
      Bedeckt Körper und Arme; integrierte Kapuzen, die den Kopfbewegungen nicht folgen, aber nahtlos Wasser ableiten; Regencapes als Alternative können leicht übergestreift werden, aber weniger Feuchtigkeitsschutz, insbesondere bei Wind
    • Matschhose:
      Verstärkte Kniepartien für aktive Kinder; Als Bundhose oder Latzhose; Latzhose schützt auch Bauchbereich – hält dadurch wärmer, muss aber perfekt sitzen
    • Regenoverall:
      Nahtloser Übergang von Oberkörper zu Beinpartie, dadurch kann dort keine Feuchtigkeit eindringen; Sollte besonders atmungsaktiv sein
    • Gummistiefel:
      Aus Naturkautschuk / Gummi; Reichen bis über die Knöchel; zu dickes Innenfutter kann zu Feuchtigkeitsstau führen
  • Aussehen & Sicherheit

    Designs:

    Unterschiedlichste Designs möglich, von bunt bis dezent

    Sicherheit:

    Sichtbarkeit beim Einkleiden der Kinder beachten; helle Farben sowie Kleidungsstücke mit Reflektorstreifen sind an verregneten Tagen leichter zu sehen


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